20. Aug, 2017

Visp - Visperi Suone - Gliseri Suone - Brig

Heute stand für mich mal eine Suonen-Wanderung auf dem Programm und ich begab mich dazu ins sonnige Wallis. Die Visperi-Suone ist ein 6.7 Kilometer langer Bewässerungskanal, welcher trotz ihrer Talnähe schwieriges Gelände durchqueren zu hat. Um entlang diesem spektakulären Gewässer zu wandern startete ich in Visp und steuerte in südlicher Richtung durch die schöne Altstadt. Beim Friedhof folgte ich der Strasse hinauf, am Spital vorbei, bis zum Waldrand und zweigte dort dann in den Wanderweg ein. Dieser brachte mich hinauf zur Visperi-Suone, welcher ich nun auf schmalen Pfad folgen konnte. Am sogenannten Schlegel, dem klopfenden Wasserrad, wanderte ich immer der Anhöhe entlang vorbei. Zunehmend wurde nun die Umgebung etwas felsiger und der Weg dadurch auch ausgesetzter. Der stellenweise im Fels angebrachte Handlauf brachte jedoch etwas Sicherheit. Durch das brüchige und teils überhängende Felsgebiet, wo die Suone zum Teil unterirdisch floss, zog ich wegen Steinschlaggefahr aber nun zügig hindurch. Ich durchquerte nun den Schutzwald, welcher leider 2011 durch einen gewaltigen Waldbrand zerstört wurde. Die vielen abgebrannten Baumstümpfe und kahle Stellen erinnern heute noch daran. Oberhalb von Eyholz verliess ich den markierten Wanderweg, um weiterhin der von dort weg weniger begangenen Suone folgen zu können. Die Visperi fliesst hier zweimal durch steile Felsen, welches erhöhte Konzentration erforderte. Kritische und enge Stellen waren mit Ketten gesichert und ermöglichten mir aber diese passieren zu können. Oberhalb von Gamsen, dort wo die Visperi nach Süden ins Nanztal abzweigt, verliess ich die Soune und stieg auf dem steilen und teilweise betonieren Weg hinunter ins Tal. Dort überquerte ich die Gamsa-Brücke und stieg durch Wald und Weiden hinauf zum Waldmattenweg und folgte danach ein kurzes Stück der Gliseri-Soune. Das Strässchen brachte mich dann wieder hinunter ins Rhone-Tal, wo ich der Lärmschutzwand folgte und später die Autostrasse unterquerte. Der Strasse folgend wanderte ich zum Fluss Saltina hin, welchem ich nun am Ufer in nördlicher Richtung folgte. Am schönen Stockalper-Palast, dem Wahrzeichen Brigs, zog ich vorbei und wechselte über die Saltina-Brücke in die schmucke Altstadt. Durch die lebhaften und hübschen Gässchen wanderte ich nun zum Bahnhof als Endpunkt meiner heutigen Tour. Tolle, aussichtsreiche Wanderung mit 13 Kilometern in 3 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 360 Höhenmeter aufwärts.

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