1. Nov, 2017

Sierre - Darnona - Bisse Neuf - Bisse de Varen - Salgesch

Heute stand mal wieder eine Suonenwanderung auf unserem Programm und wir begaben uns daher ins Wallis nach Sierre/Siders. Da die längste Standseilbahn der Welt ausgerechnet heute nicht fuhr, blieb uns nichts anderes übrig, als zu unserem geplanten Ausgangsort Darnona hinauf zuwandern. Wir starteten also beim Bahnhof in Sierre und wanderten der Strasse entlang zu den ersten Rebbergen. In westlicher Richtung verlief nun der Weg am schmucken Château Villa vorbei direkt hinein in die Weinberge. Der ziemlich steile und etwas lange Anstieg mitten durch die Rebberge, brachte uns stetig hoch zu unserem ursprünglichen Startpunkt. Dort folgten wir nun in nördlicher Richtung dem Feldweg, welcher uns schön dem Hang oberhalb der Weinberge herumführte. Bei Les Bondes verliessen wir das Strässchen und wanderten etwas bergauf durch den Wald. Oberhalb der Ortschaft von Venthône folgten wir ein kurzes Stück der Strasse bevor wir nun zu unserer ersten Suone des heutigen Wandertages, der «Bisse Neuf» einsteigen konnten. Wir folgten nun dem Wasserlauf leicht ansteigend durch den schattigen Wald. Gelegentlich überquerten wir dabei kleinere Gräben, welche der Suone zusätzliches Wasser zuführt. An dieser weitgehend naturbelassenen Suone wanderten wir mit immer wieder tollen Ausblicken auf die Walliser Berge, aufs Rhônetal und auf die Rebberge von Salgesch, welche diese Wanderung so zur echten Panoramatour machte. Wir querten das Bächlein «Raspille» und den sogenannten «Raspillegraben», welcher somit auch die Sprachgrenze zwischen dem Unter- und Oberwallis markierte. Von dem bisherigen «Bonjour», war nun also das «Tagwohl» angesagt. Der Weg führte uns erst an der Kapelle Sainte Marguerithe vorbei, bevor uns der steile Weg hinauf zu unserer nächsten Suone führte. Die «Bisse de Varen» oder zu Walliserdeutsch die «Grossi Wasserleitu», die aus dem Jahre 1150 urkundlich älteste erwähnte Suone im Wallis, war nun unser neuer Begleiter. Der langen Blattenflanke, wo die Suone auf der ganzen Länge in dem bewachsenen Felsen gehauen ist, wanderten wir durch die unzähligen Bergföhren hindurch. Immer wieder hatten wir dabei schöne Ausblicke auf die Rebberge von Salgesch. Kurz vor dem Gualantschigraben verliessen wir Suone um ins Tal abzusteigen. Dieser Abschnitt führte uns dann steil den Berg hinunter und führte uns mitten hinein in die Salgescher Weinberge. Die Strassen und Feldwege brachten uns relativ zügig in den Dorfkern von Salgesch, wo wir dann auch die Bahnstation als Endpunkt unserer Wanderung erreichten. Tolle, aussichtsreiche Wanderung mit 16 Kilometern Länge in 4.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 600 Höhenmeter aufwärts. 

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