12. Aug, 2018

Blatten -Fafleralp - Schwarzsee - Weritzalp - Lauchernalp (Lötschberg Panoramaweg)

Der heutige Fokus richteten wir auf eine Etappe des Lötschberg Panoramawegs, um diesen grandiosen Höhenklassiker erwandern zu können. Wir begaben uns damit mal wieder mit einer längeren Anreise in die schönen und mächtigen Walliser Alpen. Beim Postamt Blatten im Lötschental starteten wir unser Unterfangen und gelangten über den Flusslauf der Lonza durch das beschauliche Dörfchen. Dem ersten Teil unserer Wanderung konnten wir nun dem Besinnungsweg folen, der uns auf seinen 10 Stationen zum Innehalten und Nachdenken anregen sollte. Die Kirche in Blatten, welche 1985 der Rosenkranzkönigin geweiht wurde, markierte dabei den Startpunkt des 2.5 Kilometer langen Weges. Beim Weiler Eisten wechselten wir vom Teer- auf das Natursträsschen, welches uns leicht ansteigend immer weiter ins Tal hineinbrachte. Wir erreichten die aus dem 17 Jahrhundert stammende barocke Kapelle Mariä Heimsuchung bei Kühmatt, welche dann auch die letzte Station des Besinnungswegs war. Der Anstieg durch den Chiemadwald und am Uistre Talbach entlang brachte uns hinauf zur Fafleralp. Die schöne Alp, welche uns durch seine Aussicht auf die imposante Bergkulisse, deren Gletscher, sowie seinen Wildbächen und Alpwiesen mit einer grossen Blumenvielfalt bestach, lud uns zu kurzem Verweilen ein. Auf dem Fahrsträsschen verliessen wir das Alpdörfchen wieder und bewegten uns fortan auf dem besagten Lötschberg Panoramaweg (Nr. 56). Kurz nach der Querung des Talbachs, zweigten wir dann wieder in einen schmaleren Bergpfad ein. Der Blick auf die Walliser Bergwelt, allen voran das mächtige, fast 4000 Meter hohe Bietschhorn machte nun dem Namen Panoramaweg dabei alle Ehre. Unterhalb der Felsen der Horblatta führte uns der gut angelegte Höhenweg zum sagenumwobenen und sehr idyllischen Schwarzsee. Einer Lötschentaler Sage nach, soll sich dort eine, als weisse Schlange verwunschene Gräfin aufhalten, welche bis dato noch immer auf ihre Erlösung durch einen Kuss hofft. Wir konnten ihr diesen Wunsch jedoch leider nicht erfüllen, da wir diese weder zu Wasser noch zu Lande entdeckten. Nach dem kurzen erfrischenden Bade im Bergsee, wanderten wir dann auf ziemlich breiten Wege über die Huetuschlucht in einen schönen Arvenwald hinein. Nach einiger Zeit verliessen wir den Wald wieder und gelangten über den Bachlauf der Gisentella die Tellialp mit seinem Bergrestaurant und einer Kleinzahl an traditionellen Walliser Ferienhäuschen. Hier stieg, nun der wieder schmaler werdende Weg, erst über Wiesen und danach im Wald bergan. Über Stock und Stein wanderten wir durch den Lärchenwald und gelangten etwas nach dem Waldaustritt zum steilen Hang der Wyssriedbaan. Zwischen den Lawinenverbauungen hindurch erreichten wir schon bald die Weritzalp, welches dann auch mit 2099 Metern der höchste Punkt unserer Wanderung war. Nach der Weritzweng überquerten wir die breite Mulde des Tannbach, wo uns der Bergweg im leichten Auf und Ab weiter in südwestliche Richtung leitete. Der Weg wurde schon bald wieder breiter und konnten oberhalb des Weilers Murmdloch wieder in ein Fahrsträsschen einbiegen. Nach dem Milibach wanderten wir dem Hang entlang zum Teersträsschen, das uns hinunter zur Bergstation der Lauchernalp führte. Dort fand dann unsere Tour auch ihr schönes Ende. Mit der Luftseilbahn ging es dann wieder bequem hinunter ins Tal. Wunderschöne Höhenwanderung mit 12.5 Kilometern in 4 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 620 Höhenmeter aufwärts.