Wanderungen im Kanton Appenzell

6. Okt, 2019

Mit dem Stempelheft des „Appenzeller Wander(s)pass“ machten wir auf in den Kanton Appenzell Ausserrhoden, um dort die Route „Lauras Lieblingsplätze zu erwandern. Die Geiss Namens Laura soll uns dabei auf deren 7 Stationen, ihre Lieblingsplätze in einer wunderbaren Landschaft zeigen. Das erste Holzhüttchen „Startplatz“ nahe dem Bahnhof markierte dann auch den Beginn unserer Wanderung und wir folgten der südwärts führenden Strasse aus dem der Ortschaft hinaus. Nachdem wir die Bahngeleise überquert hatten , folgten wir dem Wiesenpfad, welcher uns dann etwas später bergauf bringen sollte. Auf dem Hügelrücken wanderten wir durch das schöne Weideland über die Hohegg nach Buchen, wo uns bereits die zweite Station der Lauras Lieblingsplätze erwartete. Die Holzhütte mit dem Namen „Kraftplatz“ lud uns dazu ein, die eine oder andere Yogaübung nach zu machen und die innere Ruhe zu finden. Witzig gemachte Illustrationen dienten uns als Inspiration und Anleitung. Kurz darauf erreichten wir die Bahnstation Herbig, wo wir die Hauptstrasse überquerten, um zum Strässchen zu gelangen, welches uns auf zu Unteren Egg führen soll. Auf dem schönen Wiesengratweg stiegen wir nun so dem Sommersberg entgegen. Wir erreichten schon bald ein Waldgebiet, wo sich der Weg nun etwas steiler über wurzelige Pfade mehr und mehr in die Höhe zog. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, flachte der Weg nun ab und wir wanderten durch das offene Weidegebiet hinauf zum Restaurant Sommersberg. Dort erwartete uns kurz darauf die dritte Station mit den Namen „Schaukelplatz“. Eine Hollywood-Schaukel, welche kunstvoll im Holzhäuschen integriert ist, lud uns dazu ein, die schönen Blicke übers Rheintal und Vorarlberg schweifen zu lassen. Dort fanden wir dann auch die Stempelbox für diese Wandertour und stempelten die Gutscheine in unserem Wanderpass dann auch ab. Das Fahrsträsschen führte uns gemächlich bergab, welches wir aber schon bald wieder verliessen und in die Mulde mit dem kleinen Hochmoor hinab wanderten. Der Weg zog gleich wieder bergan, wo es zum Teil weglos hinauf zum Ferienheim Schwäbrig ging. Dort erreichten wir wiederum ein Strässchen, welchem wir zur vierten Station der Lauras Lieblingsplätze hin folgen konnten. Das Häuschen am „Werkplatz“ vermittelte uns einen kleinen Einblick in die traditionellen Handwerkskünste der Schnitzereien und der Weissküferei. Wir streiften kurz darauf das idyllisch gelegene Gäbrisseeli und wanderten der Strasse nach zum Unterer Gäbris, wo wir schon auf das Holzhäuschen der Station Nummer Fünf trafen. Im sogenannten „Geschichtsplatz“ machten wir es uns bequem und liessen uns von spannendem Abenteuer des Geisslein Flöckli bezaubern. Der letzte Anstieg des Tages brachte uns schliesslich hinauf auf den Oberen Gäbris, wo wir nochmals den schönen Ausblick über das Rheintal und das Appenzellerland geniessen konnten. Ein Natursträsschen führte uns dann wieder hinab und wir erreichten mit dem „Glockenplatz“ die sechste Station der Wanderung. Während man in einem der beiden Hüttchen mit den Glocken eine Melodie spielt, kann im Häuschen nebenan, den virtuosen Kompositionen oder dem wilden Gebimmel einfach nur lauschen. Beim Wegpunkt Schochengäbris zweigten wir vom Strässchen ab und wanderten auf dem schön angelegten Weglein hinab in Richtung Obergais. Kurz davor begegnete uns noch mit dem „Malplatz“, die siebte und letzte Station von Lauras Lieblingsplätzen. Ein schön gemaltes Geissenportrait dominierte dieses Holzhäuschen und für die Kinder waren ein Malbuch, sowie einige Stifte hinterlegt, um sich darin zu verewigen. Etwas unterhalb dasvon würde der Wanderweg nun eigentlich vom Strässchen abzweigen und über etwas steilere und weglose Wiesen hinab führen. Aufgrund der nassen Verhältnisse entschieden wir uns aber für die etwas längere, aber bequemere Variante dem Strässchen nach weiter zu wandern. So kamen wir in einem etwas weiteren Bogen über Bernbrugg hinab zum Weiler Gresten. Die leicht kurvige Strecke brachte uns nun wieder hinab nach Gais, wo uns die Markierungen wieder zu unserem Ausgangspunkt hinführten. Auf dem Weg dorthin, lösten wir dann noch unseren abgestempelten Gutschein in der Bäckerei Böhli ein und erfreuten uns am „Laura-Gääsli“ aus feinster Schokolade. Beim Bahnhof fand dann unsere Wanderung ihr Ende und wir fuhren mit der bahn wieder in Richtung Heimat. Wunderschöne Rundtour mit 11 Kilometern in 3 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 480 Höhenmeter aufwärts.

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15. Jan, 2017

Dieses Wochenende zog es uns mal wieder ins Appenzellerland, wo wir eine abwechslungsreiche Schneeschuhtour unter die Füsse nahmen. Gestartet hierzu sind wir direkt beim Bahnhof in Gais, wo wir nun wenige Schritte der Strasse folgten, bevor wir einem Schlittelhang nach Zwislen hinauf wanderten. An den verschneiten Feldern vorbei gelangten wir an den Waldrand des Früwalds, von wo es nun durch dessen Wald bergauf ging. An kleinen Holzhütten vorbei stapften wir nun mit unseren Schneeschuhen durch die wunderschöne Winterlandschaft und erreichten Hütten, wo wir dem gut markierten und wunderschön angelegten Snowtrail folgen konnten. Wir erreichten schon bald über den nächsten Hügel, den Hohen Hirschberg als höchsten Punkt unserer Wanderung. Nach einem wärmenden Schluck Glühwein aus der Thermosflasche, zogen wir wieder los und gelangten oberhalb des Nisplimoos vorbei auf den Golterberg. Dort folgten wir nun dem gemächlichen Abstieg durch den schönen tiefwinterlichen Schachenwald hinunter ins Rietli. Durch ein gut gebahntes Strässchen wanderten wir nun ohne unsere Schneeschuhe weiter und gelangten über Hackbühl zurück nach Zwiseln. Die dortige Strasse führte uns dann wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt in Gais. Tolle Schneeschuhtour in einer äusserst schönen Winterlandschaft mit 10.6 Kilometern in 3 Stunden und 20 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 270 Höhenmeter aufwärts.

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15. Nov, 2015

Unsere heutige Tour startete diesmal beim Bahnhof Altstätten im St. Galler Rheintal. Erst auf der Bahnhofstrasse, dann auf Quartiersträsschen führte uns der Weg am Bad Chesselbrugg vorbei zur alten Mühle, welche sich am Eingang zur Mülitobelschlucht befindet. Dort folgten wir dem Tobelbach durch die wildromantische Schlucht aufwärts in den Wald. Umgeben von mächtigen Felsbrocken stiegen wir auf abenteuerlichem Weg stetig hoch nach Oberstall, wo sich der Wald lichtete und der... tolle Blick auf das Rheintal frei wurde. Über Buschel und dann etwas steiler durch den Rundenwald erreichten wir schliesslich die Passhöhe und Aussichtspunkt St. Anton. Dort erhielten wir nun auf der einen Seite den Blick zum Bodensee und auf der anderen Seite auf das Rheintal, den Alpstein und die Bündner Berge. Auf bequemen Strässchen wanderten wir auf einer Anhöhe über Rütegg nach Bischofsberg, von wo wir über Wiesen und einem kleinen Waldpfad hinunter in das Biedermeierdorf Heiden gelangten. Quer durchs Dorf erreichten wir die Ortsmitte, wo unsere Wanderung endete. Leichte, aber tolle Wanderung durch drei Kantone in rund 3.5 Stunden. Insgesamt 10.8 Kilometer und 720 Höhenmetern aufwärts.

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10. Sep, 2015

Für unsere Zweitagestour begaben wir uns wieder mal in das Alpsteingebiet. Wir starteten die Wanderung hierfür bei der Bahnstation Wasserauen. Über den Katzensteig gelangten wir ins wilde Hüttentobel, welches wir auf einem gut unterhaltenen Wanderweg über viele Kehren nun ziemlich steil hinauf wanderten. Durch Weidegebiet gelangten wir auf die Alp Hütten, wo uns leider die tiefliegenden Wolken den Blick auf unser morgiges Tagesziel, dem 2502 Meter hohen Berg Säntis verwehrten. Leicht bergab gelangten wir über eine Naturstrasse dann zum idyllischen Seealpsee welchem wir dem Ufer bis Unterstrich folgten. Der sehr gut präparierte und zum Teil steile Weg ging erst durch ein Stück Wald und anschliessend durch einen spektakulären Weg durch eine grosse Felswand, welcher aber mit Stahlseilen gut versichert wurde. Wir erreichten so das Stockegg, wo wir in den Schrennenweg einbogen und auf die Hochebene Taa gelangten. Von dort war es nun nicht mehr weit zu unserem Tagesziel der Meglisalp. Im Berggasthaus konnten wir uns für den morgigen Aufstieg bestens stärken und uns in einem ursprünglichen Zimmer ausruhen. Nach einem reichhaltigen Frühstück zogen wir nun von der Meglisalp los und erreichten über mehrere Kehren ein Grasband welches sich auf den Felsrücken der Chüemad und zwischen der Rossmad befindet. Auf einem gut angelegten Weg wanderten wir so hoch zum nächsten Fixpunkt, der Wagenlücke auf 2075 Meter und hatten dort zum ersten Mal einen wunderbaren Blick auf den Säntis. Eine beeindruckende Landschaft mit den steil aufragenden Gipfel und den abschüssigen Hängen begleitete uns auf diesem ehemaligen Weg der Säntisträger, welche anno dazumal das ganze Jahr über die Güter so zum Gipfel transportierten. Durch ein langgezogenes Kar über felsiges Gelände erreichten wir schliesslich den Gross Schnee, ein Firnfeld unterhalb des alten Berghotels am Säntis. Die letzten anstrengenden Meter durch felsiges Gelände standen uns jetzt noch bevor. Durch den mit Stahlseilen gesicherten Weg erreichten wir durch mässig steilem Fels dann das Berghaus Alter Säntis. Die letzten Meter über Treppenstufen, welche über den Grat führten, erreichten wir schliesslich bei schönstem Wetter den Säntisgipfel. Wunderschöne Tour auf den höchsten Gipfel des Alpsteins mit 11.8 Kilometern in 5 Stunden und 15 Minuten reiner Gehzeit. Insgesamt 1688 Höhenmeter aufwärts.

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26. Jul, 2015

Inmitten des wunderbaren Alpsteingebietes fand unsere heutige Bergwanderung statt. Bei der Talstation der Ebenalpbahn starteten wir und folgten auf der Strasse dem Schwendibach. Beim grossen Parkplatz zweigten wir ab und nahmen den gut unterhaltenen Wanderweg über den Katzensteig durchs wilde Hüttentobel. Auf der Alp Hütten dominierte der Säntis und die nördliche Alpsteinkette mit dem Schäfler das tolle Panorama. Leicht bergab gelangten wir über eine Naturstrasse dann zum idyllischen Seealpsee welchen wir gemütlich umrundeten. Über Reslen erreichten wir Chobel wo wir in den gut begehbaren Bergwanderweg einmündeten. Der etwas steile und anstrengende Weg, welcher mit vielen Treppenstufen und Stahlseilen versetzt war, brachte uns zum Berggasthaus Äscher, welches unmittelbar an eine 100 Meter hohe Felswand gebaut ist. Ein wunderbarer Ausblick konnten wir von da oben geniessen. Auf einem schwindelerregenden Weg ging es vorbei zur Altarhöhle vom Wildkirchli und dann schlängelte sich der Wanderweg durch eine dunkle Höhle, wo Spuren von Neandertalern und Höhlenbären gefunden wurden. Auf der oben angelangten Anhöhe eröffnete sich uns dann der Blick übers Appenzell und Bodensee bis Deutschland und Österreich. Nach einem kurzen Aufstieg erreichten wir dann die Bergstation der Luftseilbahn, mit welcher wir bequem wieder ins Tal fahren konnten. Mit 8,4 Kilometer leider etwas kurze, aber lohnenswerte Bergwanderung. Reine Gehzeit 3 Stunden und insgesamt 820 Höhenmeter aufwärts.

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