13. Jun, 2020

Appenzell - Jakobsbad - Urnäsch (Appenzeller Weg)

Nach einer erholsamen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück, schnürten wir unsere Wanderschuhe wieder um die zweite Etappe auf dem Appenzeller-Weg in Angriff nehmen zu können. Wir verliessen den Landsgemeinde-Platz, umrahmt von den typischen bunt bemalten Häuser mit ihren typischen Giebeln und zogen am Kapuzinerkloster Mariä Lichtmess vorbei zum westlichen Dorfausgang hin. Wir folgten nun ein Stück weit der breiten Umfahrungsstrasse, bevor wir dann in der Hintere Au auf naturbelassenere Weg einzweigten und so durch schönes Weidegebiet wandern konnten. Wir gelangten zur alten Steinbrücke bei der Kesselismühle, welche sich mit einem eleganten Bogen über den tosenden Kaubach schwingt. Diese Sandsteinbrücke ist die einzige ihrer Art im Kanton Appenzell und wurde vor gut einem Jahr komplett renoviert. Ihr Ursprung wird der Zeitepoche um Das 18. Jahrhundert zugesagt und zählt zu den Kulturgütern des Kantons. Erst auf Graswegen und dann auf Natursträsschen entfernten wir uns von diesem historischen Bauwerk und wanderten durch Weiden in Richtung Gontenbad. Wir überquerten Ort dann die Hauptstrasse und zogen an den Goba-Mineralquellen vorbei zum Bahnübergang. Wir bewegen uns nun auch auf dem beliebten Barfussweg welcher uns fortan bis nach Jakobsbad begleiten soll. Wir liessen aber die Schuhe an unseren Füssen und wanderten nun so ebenaus durch die Wiesen. Der Weg führte uns an einem Golfplatz vorüber und konnten danach eine schöne Moorlandschaft durchschreiten. Wir streiften etwas Abseits die Ortschaft Gonten und folgten unserem Weg weiterhin durch die saftig grüne Appenzeller Hügellandschaft. Wir konnten nun immer wieder einmalige Blicke auf den Säntis und Kronberg erhaschen.  Schon bald erreichten wir dann ein Strässchen, welches uns durch den Campingplatz von Jakobsbad hindurchführte und wir so auf die St. Anna-Kapelle stiessen. Das kleine Gotteshaus wurde 1771 erbaut und 2002 aber komplett renoviert. Wir überquerten über ein Brücklein den Wissbach, folgten diesem dann auch ein Stück weit und wanderten dann den Gleisen entlang an der Talstation der Kronbergbahn vorbei. Ein Wiesenpfad führte uns sodann zum Kapuzinnerinnenkloster Leiden Christi, welches für seine Kräuterapotheke weitherum einen grossen Bekanntheitsgrad vorweisen kann. Hier begann nun der sogenannte Besinnungsweg, wo uns kleine biblische Texte zur Einkehr einladen sollen. Wir folgten diesem Weg nun bergauf, vorerst auf breitem Wege und dann über Bergwiesen und durch schöne Waldpartien zur Alp Studen hinauf. Wir hatten nun die Grenze vom Innerrhodischen zum Ausserrhodischen Appenzell überquert und wanderten weiterhin bergan hinauf zur Alp Unter-Lauftegg. Wir hielten uns nun über eine Alpweide auf den Wald zu und tauchten in diesen dann auch ein. Der ruppige Wanderweg führte uns nun abwärts zu einem Landwirtschaftsweg, welchem wir dann hinab zum Chräghof folgen konnten. Wir verliessen dort das Strässchen nun wieder und stiegen über einen Wiesenpfad zur Bahnlinie. Wir überquerten die Geleise kurz hintereinander gleich zweimal und erreichten dann über eine Brücke die breite Hauptstrasse, welcher wir hinein in den schmucken Ortskern von Urnäsch folgen konnten. Beim Dorfplatz, mit seinen sehenswerten bunten Holzhäusern aus dem 17. Und 18. Jahrhundert, fanden wir auch unsere Unterkunft Hotel Restaurant Krone und beendeten dort dann unsere heutige Etappe auf dem Appenzeller-Weg. Schöne Wanderung mit 13.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 360 Höhenmeter aufwärts. 

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