14. Jun, 2020

Urnäsch - Schönengrund - St.Peterzell (Appenzeller Weg)

Tag 3 auf dem Appenzeller Weg brach nun an und wir machten uns nach dem Frühstück wieder parat, um die heutige Regenetappe in Angriff zu nehmen. Wir entschieden uns schon beim Frühstück, nicht wie ursprünglich geplant bis nach Wattwil zu wandern, sondern unserem  Weg nur bis St. Peterszell zu folgen. Nach zwei herrlichen Wandertagen, hatte sich das Wetter leider gekehrt und zeigte sich von der trüben und nassen Seite. Vom Kronenplatz in Urnäsch aus wanderten wir mit Regenschirm ausgerüstet auf der Dorfstrasse in südwestliche Richtung und wanderten dann auf einem aufwärts führenden Strässchen zum oberen Dorfteil hinauf. Wir verliessen nun das Strässchen und stiegen über die Wiesen an hohen Nagelfluhwänden in die Höhe. Bei Buechen erreichten wir dann wieder die Strasse und folgten dieser weiterhin bergauf zur Oberen Buechen. Dort betraten wir dann wieder einen Pfad und stiegen weiter über matschige Bergwiesen und Wäldchen hinauf auf die Alp Füliweid. Der erste Anstieg des Tages war somit gemeistert und wir konnten von dort oben leider nur eine mit Regenwolken verhangene Aussicht auf die umliegenden Hügel werfen. Wir wanderten nun leicht abwärts über den flachen Bergrücken des Tüfenberges und kamen so an der kleinen Felsengruppe des Fuchssteins vorbei. Das Fahrsträsschen ging schon bald auf Hartbelag über und wanderten so weiter abwärts. Wieder über Wiesen ging unser Weg an kleinen Höfen vorüber und so kamen wir dann auch dem Talboden in Schönengrund immer näher. Wir durchquerten diese Ortschaft der Strasse nach und zweigten im Hinterdorf wieder auf einen Wanderweg ein. Wir überquerten den Tüfenbach und gelangten somit auch über die Kantonsgrenze zu St. Gallen. Der Wanderweg führte uns am aufgestauten Weiher des Tüfenbach durch das hohe nasse Gras und erreichten dann schon bald den kleinen Weiler Tüfi. Die Strasse brachte uns von dort wieder bergauf, querten etwas weiter oben die Hauptstrasse und wanderten leicht aufwärts zum Früehof. Das Strässchen senkte sich nun wieder und ging im Herrenboden vorübergehend auf Naturbelag über. Wir erreichten die Hauptstrasse und folgten dieser auf dem Gehsteig ins Dorf St. Peterszell. Die ehemalige Klosterkirche St. Peter bildet zusammen mit den schmucken Toggenburger Giebelhäusern und dem Roten Haus mit seiner farbenfrohen Barockbemalung einen der gefälligsten Dorfkerne im Toggenburg. Der in der Dorfmitte endende Appenzeller Weg mündet hier in den Schweizer Jakobsweg (ViaJacobi Nr. 4) ein, welchem wir ja wie schon erwähnt eigentlich bei schönerem Wetter bis Wattwil folgen wollten. Unsere nassen Bergschuhe trugen uns aber nur noch bis zur Postautohaltestelle Dorf zu, wo unsere Tour dann  auch ihr Ende fand. Nasse, aber dennoch schöne Wanderung mit 11.5 Kilometern in 3 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 360 Höhenmeter aufwärts.

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