15. Nov, 2020

Heiden - St. Anton - Heiden (Gesundheitsweg Appenzellerland)

Der „Gesundheitsweg Appenzellerland“ in den sanften Hügeln des Appenzeller Vorderlandes stand heute auf unserem Wanderprogramm. Dieser Gesundheitsweg besteht aus vier verschiedenen Strecken, welche individuell zusammengestellt werden können. Wir entschieden uns für die drei Streckenabschnitte „Der romantische Kurweg“, „Wandern mit Fernblick“ und „Aussicht Säntis bis Bodensee“. So konnten wir uns eine schöne Rundwanderung generieren. Einzelne Tafeln am Wegesrand sollen uns auf dieser Route einen Einblick in die Anwendung und deren Heilwirkung verschiedenen Heilpflanzen geben. Unsere Wanderung begann im Biedermeierdorf Heiden, wo wir uns vom Bahnhofsgelände entfernten. Die Strasse führt uns durch den schmucken Dorfkern hindurch, passierten Schwimmbad und Sportplätze und liessen so die Ortschaft hinter uns. Der ehemalige Kurweg ging schon bald auf Naturbelag über und wir wanderten auf diesem durch Wäldchen und Wiesen stetig bergan. Der Weg verschmälerte sich zunehmend und wir querten in den Wäldchen immer wieder kleinen Bachläufe. Immer wieder konnten wir wunderbare Blicke zurück auf Heiden und die Bodenseeregion geniessen, bevor wir am Mineralbad Unterrechstein vorbei wanderten. Das Wanderweglein führte uns auf schönen wurzeldurchsetzten Pfaden entlang und stiegen dann über eine Weide zur Strasse hinauf. Dieser folgten wir in den sehr beschaulichen Weiler Kaien hinein. Die Markierung lotste uns dort in südliche Richtung, wo das Fahrsträsschen bald endete und auf Weideland überging. So wanderten wir weglos über den Wiesenhügel hinaus und gelangten auf die aussichtsreiche Langenegg hinauf. Die Ruhebänke luden uns zu unser Frühstückspause ein und konnten uns dort oben mit schönen Ausblicken wieder stärken. Erst auf Asphalt, dann wieder naturbelassen folgten wir dem Gesundheitsweg immer schön der Höhenkurve entlang. Bei der Rüetegg wechselten wir vom ausserrhodischen in den innerrhodischen Kantonsteil von Appenzell und stiegen nun wieder weiter in die Höhe. Begleitet von der typischen Appenzeller Landschaft mit ihren vielen Hügeln, den Streusiedlungen und dem satten Grün der Wiesen wanderten wir dem Dorf St. Anton entgegen. So hatten wir auch den höchsten Punkt unserer Tour erreicht und unser Panorama wurde mit einem Blick ins St. Galler Rheintal ergänzt. Ein Abstecher ins Kafi Anton liessen wir uns nicht nehmen und gönnten uns eine besonders leckere Cremeschnitte mit einem guten Kaffee dazu. Wir folgten danach  der Strasse nach in östliche Richtung und unser Weg senkte sich allmählich wieder. Der Wanderweg wurde dann wieder etwas schmaler und führte uns über die schöne Hügellandschaft weiter bergab. Im Moos näherten wir uns wechselweise auf Strässchen und Pfaden der Ortschaft Oberegg, welche sich als Sonderling im Appenzell darstellt. In den Wirren des Glaubenskrieges hat sich damals das Dorf Oberegg dem katholischen Innerrhoden angeschlossen und wurden so vom restlichen Kantonsgebiet als Exklave abgetrennt. Ein Brücklein brachte uns über den Fallbach und stiegen dann ein kurzes stück auf zum Dorfrand von Oberegg. Wir folgten den Markierungen quer durch die Ortschaft und verliessen diesen auf deren Nordseite dann auch wieder. Wir passierten kurz danach dann auch gleich die Grenze zum anderen Halbkanton und fassten für kürzere Zeit wieder Fuss auf Hartbelag. Die Markierung lotste uns dann aber schon bald wieder weg und führte uns den herbstlichen Wald des Hinterholz hinein. Auf dem schönen Waldweg verloren wir über viele Treppen immer mehr an Höhe und erreichten beim Waldausgang dann ein Fahrsträsschen. Dieses ging dann auch schon bald auf Teerbelag über und wir konnten bereits unser Blick auf Heiden wenden. Der Weg flachte ab und wir wanderten durch das Langmoosquartier auf das Schwimmbad in Heiden zu. So konnten wir dem Weg vom Vormittag wieder zurück zum Bahnhof folgen, wo unsere Tour dann auch endete. Schöne Wanderung mit 14 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.

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