Wanderungen in Tschechien

15. Okt, 2017

Heute bewegten wir uns abseits des Malerwegs, da wir uns entschlossen haben einen Tag länger in Schmilka zu bleiben, um in Tschechien eine lohnenswerte Wanderung zu machen. Die Tour sollte uns zur grössten natürlichen Sandstein-Felsbrücke Europas, dem Prebischtor (Pravčická brána) führen. Nachdem wir mit der Fähre vom Schönaer Bahnhof übergesetzt hatten, folgten wir auf der Strasse durchs Kamnitz-Tal bis zum Ortsende von Hřensko. Wir orientierten uns an der Markierung mit dem roten Strich und wanderten für längere Zeit der Strasse entlang. Bei einem schön gemachten Rastplatz konnten wir dann in den Wald abzweigen, wo uns der Bergweg erwartete. Der zunächst breite Weg, welcher jedoch bis zum Prebischtor hoch noch schmaler wurde, war gut ausgebaut und angenehm zu gehen. Unter steilen Felswänden, mit seinen interessanten Kleinstrukturen im Sandstein, stiegen wir am Schluss wieder etwas steiler, hoch zum oberen Teil des Prebischtors. Die Aussicht auf das beeindruckende Felsentor und in den vorderen Talkessel war einfach nur fantastisch! Mit einer Spannweite rund 27, einer Höhe von 16, einer Breite von 8 und einer Torbogenstärke von 3 Metern gehört es zu den herausragendsten Naturdenkmälern des Elbsandstein-gebirges. Unterhalb der Gaststätte erreichten wir dann den 1885 angelegten Gabrielensteig, welcher uns nun auf angenehmen Weg entlang der Felsterrasse zur Abzweigung am Grossen Zschand führte. Der Wanderweg brachte uns nun hinunter zur Rainwiese mit seinem prächtigen Hotel Mezni Louka, wo wir nun eigentlich der Markierung mit dem blauen Strich zur zur Divoká soutěska (Wilde Klamm) hinunter folgen wollten. Der Weg durch die Klamm war aber leider wegen Sanierungsarbeiten gesperrt und wir mussten daher der Markierung mit dem grünen Strich folgen. Der Strasse entlang führte uns unser Weiterweg am Kriegerdenkmal vorbei hinunter nach Mezná. Am Ende der Ortschaft zweigten wir wieder in den Wanderweg des Nationalparks ein, welcher uns in einigen Kehren und am Strážce soutěska (Klammwächter) vorbei hinunter zum Bach Kamenice. Wir wanderten weiter bachabwärts, durch Tunnels und Felsgalerien zur Bootstation, wo wir durch das sehr schöne und romantische Stück der Tichá soutěska (Stille Klamm) gefahren wurden. Wir erreichten die Edmundova soutěska (Edmundsklamm), entstiegen dort dem Kahn und folgten dem Weg das letzten Stück aus der Schlucht heraus. Wir erreichten so die Fahrstrasse nach Hřensko, welcher wir nun in den Ort hinein folgten. Am Elbufer endete unsere Tour und wir fuhren mit der Fähre wieder zurück auf deutschen Boden. Wunderschöne Tagestour in der Böhmischen Schweiz mit 19 Kilometer (inkl. Bootsfahrten) in 5.5 Stunden reiner Wander- und Bootsfahrzeit. Insgesamt 540 Höhenmeter aufwärts.

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