29. Apr, 2018

Bassecourt - Les Lavoirs - Le Malrang - St. Ursanne

Eine Wanderung in der Nordwestschweiz stand heute mal wieder auf unserem Tagesprogramm und reisten dafür nach Bassecourt im Kanton Jura. Wir starteten unsere Tour bei dessen Bahnhof und folgten den Markierungen der Strasse entlang in nördlicher Richtung. Wir überquerten das Flüsschen La Sorne und zogen weiter auf der Strasse durch die Quartiere des Ortschäftchens. Nach der Unterquerung der Autobahn folgten wir dem Bachlauf der Rouge Eau bis zum Weiher Les Lavoirs. Hier wurden im 19. Jahrhundert Eisenerz gewaschen, wodurch sich das abfliessende Wasser rot färbte und dem Bächlein zu seinem Namen verhalf. Dort verliessen wir nun die asphaltierte Strasse und tauchten in den Wald von Cras de Fonnés ein. Erst auf dem Forststrässchen, später auf Waldwegen nahmen wir nun den Aufstieg in Richtung des Col des Rangiers in Angriff. Der Weg brachte uns dabei durch ein äusserst idyllisches Tälchen stetig bergauf. Bei Séprais verliessen wir den Wald, um auf aussichtsreichen Weideland und danach durch die Côte de Moulin zur Lichtung La Planche aufzusteigen. Wir konnten nun ein Stück dem Wirtschaftsweg folgen, bevor wir bei La Cottate wieder auf einen naturbelassenen Pfad einzweigen konnten. Das letzte Stück des Anstiegs brachte uns über die Weide zur Strasse, welche uns nach La Caquerelle mit seinem gleichnamigen Hotel führte. Einer Legende besagt, dass Hexen ihre geheimen Treffen, vor langer Zeit hier abgehalten haben sollen. Wir haben jedoch keine Spuren des ehemaligen Schadenzaubers mehr gefunden und konnten so unverhext die Wanderung fortsetzen. Wir begannen nun mit unserem Abstieg durch die blühenden Wiesen am der Erhebung des Roc de L’Autel vorbei. Wir erreichten das Strässchen nach Le Malrang, wo einst etliche Siechenhäuser gestanden sind. Hier wurden früher Kranke, weit ab von der Zivilisation, mit ansteckenden Leiden untergebracht, um so eine Epidemie zu verhindern. Nach einem erneuten Anstieg auf Asphalt, zweigten wir in ein Forststrässchen ein, welches uns durch den Wald von La Neuve Vie hinunter führte. Wir erreichten das imposannte Eisenbahnviadukt, an welchem wir in ein paar Kehren hinunter ins Tal an das Flüsschen Le Doubs stiegen. Dem Uferlauf folgend wanderten wir bis zur Pont de 3-Février, auf welcher wir die Flussseite wechselten, um durch das Stadttor in die Ortsmitte von St. Ursanne zu gelangen. Durch die mittelalterlichen Gassen des sehenswerten und schmucken Städtchens folgten wir unserem Weg bis zum Stadttor im Ostteil der Ortschaft. Die Strasse brachte uns schliesslich leicht ansteigend hinauf zum Bahnhof, dem Endpunkt unserer Wanderung. Schöne Tour mit 17 Kilometern in 4.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 550 Höhenmeter aufwärts. 

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