21. Jul, 2019

Porrentruy - Courchavon - Mormont - Porrentruy

Den Fokus unserer heutigen Wanderung legten wir mal wieder in Kanton Jura, welcher mit seinen 40 Jahren zugleich dem Jüngsten der Schweizer Kantone zählt. Der mittelalterlich geprägte Ort Porrentruy, zu Deutsch auch unter Pruntrut bekannt, sollte dann unser Ausgangs- und Endpunkt der Rundwanderung sein. So reisten mit dem Zug in den Hauptort der Ajoie, wo unsere Tour gleich am Bahnhof beginnen konnte. Das Strässchen brachte uns in nordöstlicher Richtung von dort weg und liessen so rasch die Industriezone hinter uns. Nachdem wir die letzten Häuser von Porrentruy passiert hatten, betraten das Tal der Allaine. Der schöne und lindengesäumte Waldrandweg führte uns etwas abseits des mäandernden Flusslaufs gen Norden zu. Auf dem Naturweg zogen wir so an der Quelle «Fontaine Saint-Nicolas» vorüber und wanderten weiterhin am Waldsaum entlang. Beim Gehöft im Pont d’Able zog der Weg nun leicht bergan und wir machten nun einen Schwenker hinein in das kleine Waldtälchen des Combe Sarmère. Das Strässchen brachte uns danach wieder stetig abwärts und so verliessen wir schon bald den Wald wieder. Das kleine Ortschäftchen Courchavon lag nun vor unseren Füssen und wir folgten dem kurzen Wiesenpfad zum Teerstrasse hin. Die Brücke brachte uns über das Flüsschen Allaine hinweg und wir wanderten auf die Pfarrkirche Saint-Jean zu. Diese wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und besitzt in der Seitenkapelle eine Madonna aus dem 13 Jahrhundert, welche zu den schönsten Muttergottesstatuen der Schweiz zählen soll. Der Ort wir aber dominiert vom spätgotischen Glockenturm aus dem Jahre 1628, welcher sich in erhöhter Lage über dem Dorf erhebt und sich uns als wahrer Blickfang präsentierte. Wir überquerten nach der Kirche die Landstrasse und stiegen durch den Wald «La Forêt de grand Champ» auf eine Anhöhe empor. Überwältigt von dem aussichtsreichen Weite, in die unser Blick nun schweifen konnte, wanderten wir in den Weiler Mormont hinei. Wir folgten dem Strässchen durch den Ort bis zum Waldrand, wo uns der Naturweg in den Wald hineinführte. Wir wanderten durch den schönen Wald, querten das kleine Tälchen des «Combe Cécile», bevor uns der Weg weiterhin durch das schöne Waldgebiet des Hinterlands der Ajoie führte. Bei Waldeck traten wir dann wieder aus dem Wald hinaus und konnten schon den ersten wunderbaren Blick auf das Städtchen Porrentruy werfen, welches sich uns nun zu Füssen präsentierte. Am Waldrand entlang führte uns der Weg hinab zur breiten Landstrasse und wir wanderten danach geradewegs auf das Château Porrentruy und seinem runden Bergfried aus dem 13. Jahrhundert zu. Durch die «Porte de France» betraten wir dann die schmucke Altstadt und folgten den gepflegten Häuserzeilen zum Botanischen Garten Jurassica hin. Dieser wurde bereits 1799 gegründet und liegt malerisch umgeben vom Jesuitenkollegium im Herzen der Altstadt. Der Garten beherbergt übe 600 lokale Pflanzenarten aus den Juraketten vom Bielersee bis zum Chasseral, wobei sich der Schwerpunkt auf mehr als 70 Rosensorten und 180 Iris-Varietäten bezieht. Nachdem wir uns, vom leider schon etwas verblühten Blumenmeer, verzaubern lassen hatten, nahmen wir unseren letzten Wanderabschnitt unter unsere Füsse. Wir folgten dazu der Strasse hinunter zum Fluss L’Allaine, überquerten diesen und zogen auf der Strasse zum Bahnhof hin. Schöne Wanderung mit knapp 16 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 230 Höhenmeter aufwärts.