2. Jan, 2020

Saignelégier - Etang de la Guere - Tramelan

Wir begaben uns heute wieder einmal in den Kanton Jura, um dort unsere heutige Wanderung unter sie Füsse nehmen zu können. Die Freiberge südlich von Saignelégier sollen dort einer kanadischen Seenlandschaft gleichen, wovon wir uns heute selbst überzeugen wollten. Startpunkt war der Bahnhof in der Ortschaft Saignelégier, dem Zentrum der Freiberger Pferde. Wir entfernten uns von diesem der Bahngeleise nach und folgten dann einem kurzen Stück der Hauptstrasse. Beim Office de Tourisme zweigten wir dann in das südwärts führende Strässchen ein und wanderten an der Halle du Marché Concours vorbei. Ein Nebensträsschen führte uns durch die Felder zum Hof Sous les Cerisiers, wo uns nun ein schöner Fussweg erwartete. Wir wanderten vorerst am Waldrand entlang, bevor uns die Markierungen mit mehreren Richtungswechseln weglos durch die Juraweiden leitete. Wir erreichten so ein Natursträsschen, welchem wir nun geradeaus zum Hof Neuvevie folgen konnten. Kurz danach verliessen wir das Strässchen wieder und wanderten etwas steiler durch die Pferdeweide bergan. Doch schon bald stiessen wir wieder auf ein Teersträsschen, welches uns in den Weiler Les Cerlatez hinbrachte. Wir wendenten uns dann erst in westliche und kurz darauf in südliche Richtung, um etwas aufwärts zum Gehöft Le Cerneux-Belin zu gelangen. Ein Pfeil verwies uns auf einen unscheinbaren Pfad, welcher uns auf einem schönen Wegstück zwischen den mächtigen Tannen durch die ausgedehnten Kuhweiden brachte. Wir wanderten so direkt auf die die Auberge la Coronne zu und wanderten dann neben der Fahrstrasse zum Waldrand hinauf. Ein gefrorener Holzschnitzelweg brachte uns dann hinunter zum eigentlichen Highlight des Tages, dem Etang de la Gruère. Der grösste Moorsee der Schweiz, entstanden in der letzten Eiszeit vor gut 12‘000 Jahren, liegt auf dem Hochplateau der Freiberge. Die einzigartige und wirklich kanadisch wirkende Moorlandschaft ist geschützt und bietet Lebensraum für zahlreiche und zum Teil vom Ausstreben bedrohte Pflanzen- und Tierwelt. Wir erreichten die Brücke am Seeufer, wo der eigentliche Rundweg begann. Wir folgten dem mit Stegen und Holzstämmen ausgelegten schönen Wanderpfad im Gegenuhrzeigersinn um das Seeufer herum. Wir durchstreiften auf einem Bretterweg das waldige Sumpfgebiet zum Nordarm des Sees und zweigten dort wieder in den markierten Wanderweg ein. Wir verliessen so dieses wunderbare Naturidyll wieder und wanderten auf den sumpfigen Wiesenspuren durch eine sehr einsam wirkende Gegend. Beim Bauernhof Gros Bois Derrière querten wir das Strässchen und folgten dem Trampelpfad durch die Wiesen. Ganz unmerklich überschritten wir die Kantonsgrenze zu Bern und wanderten abwärts auf das Strässchen in Le Cernil zu. Auf Feldwegen, welche uns durch die Weiden hindurchführten, wanderten wir zu einer Kuppe bergauf. Als wir diese überschritten hatten, konnten wir unser Ziel Tramelan unten im Tale liegend bereits in Auge fassen. Das Asphaltsträsschen führte uns nun stetig bergab und wir erreichten so schon bald die Ortsmitte der Uhrenstadt Tramelan. Wir folgten schliesslich der Hauptstrasse nach zu deren Bahnhof hin, wo unsere Wanderung dann auch ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 135 Höhenmeter aufwärts. 

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