Wanderungen im Kanton Graubünden

28. Jan, 2018

Chur, die älteste Stadt der Schweiz, war unser heutiger Ausgangspunkt der Wanderung, welche uns durch das Churer Rheintal führen sollte. Wir begaben uns mit dem Stadtbus zur Haltestelle des Seniorenheims Cadenau, wo unsere Tour nun starteten konnte. Aufwärts der Strasse entlang wanderten wir Richtung Waldrand zur Klinik Waldhaus. Durch den schönen Fürstenwald, welcher zum grössten Naherholungsgebiet der Stadt Chur zählt, folgten wir dem oberen Trimmiserweg sanft aufwärts. Die Schneefelder und vereisten Flächen erschwerten zwar unser Situation, welche wir jedoch mit der nötigen Vorsicht erfolgreich meisterten. Nach der Brücke über die Machänser Rüfi folgten wir dem breiten Wege durch das im Sommer genutzte Weidegebiet von Witenen. Wir erreichten dem Dorfrand von Trimmis und zogen der Strasse entlang durch die beschauliche Ortschaft. Bei Comstams verliessen wir die Strasse und folgten dem Natursträsschen durch das offene Feld direkt hinein in die Rebberge von Hagrüti. Am stattlichen Gehöft von Molinära vorbei, wanderten wir dem Waldrand entlang aufwärts in den Wald hinein. Nach dem Wegstück durch den Wald erreichten wir wiederum die Strasse, welche uns nun abwärts durch eine Baumallee nach Zizers führte. Bei der Pfarrkirche St. Peter und Paul zweigten wir auf die Kantonsstrasse ein, welche uns durch das Winzerdorf hindurch führte. Mit der Querung des Schlundrüfibaches erreichten wir das Gemeindegebiet von Igis-Landquart, wo wir dem Rebhaldenweg durch die Quartiere ans Dorfende folgten. Der Trittweg brachte uns zum Waldrand und wir folgten dort dem sogenannten und schön angelegten Planetenweg in nördlicher Richtung. Der breite Weg führte uns leicht abwärts und oberhalb des ehemaligen und sehenswerten Wasserschlosses Marschlins vorbei. Mit weitem Blick über die Rheineben folgten wir dem Waldsaum und gelangten zum Bauernhof Alt Ganda. Wir wanderten über den Mühlebach und folgten nun dem Strässchen der Landquartau entlang zum Ortseingang von Landquart. Durch die Quartiere erreichten wir dem Bahnhof unser Endziel unserer heutigen Tour. Schöne Wanderung mit 18 Kilometern in 4.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 250 Höhenmeter aufwärts.

Bildergalerie

27. Aug, 2017

Mehrere Wege verbinden Arosa mit Davos. Besonders spektakulär und aussichtsreich ist die Route über den sogenannten «Tritt». Daher begab ich mich mit der Rhätischen Bahn durch das Schanfigg-Tal nach Arosa und wanderte vom Bahnhof los. Der Strasse folgte ich vom Ober- zum Untersee und bog am Ortsrand in den Wanderweg ein. Dieser führte mich über die Anhöhe hinunter zum Stausee Isel, welchen ich über den Damm hinweg passierte. Über das Fahrsträsschen begann ich nun meinen Aufstieg und wanderte über die Furggenalp zum Tiejer Wald. Der zum teil steile Bergpfad führte mich durch den schönen Tannen- und Lärchenwald und gelangte so nach der Querung des Tiejer Bachs im Unteren Bärental hinauf zur Tiejer Alp. Dem Alpsträsschen entlang folgte ich nun mässig aufwärts über Tschuggen zur Walsersiedlung Medergen, welches heute nur noch als Feriendomizil fungiert. Dem Hang aufwärts folgend wanderte ich unterhalb des Wangegg-Kamms vorbei zum Seebijboden, mit schönem Blick ins Sapünertal und auf die imposante Bergkette rund um den Chüpfenflue. Auf schmalen Pfad durch die unzähligen Heidelbeerbüsche, stieg mein Weg nun wieder steiler an und führte mich zur heutigen Schlüsselstelle, dem «Tritt». Diese Steilstufe konnte ich über die 220 Treppenstufen, welche auf ihre kühnste Art und Weise in den Felsen eingelegt wurde, überwinden. Ich erreichte so das Hochplateau beim Hinter Latschüel, von wo ich nun nochmals einige wenige Höhenmeter zum Latschüelfurgga vor mir hatte. Der höchste Punkt der heutigen Tour war dann mit 2430 Meter über Meer erreicht und ich konnte mich sogleich dem Abstieg widmen. Ich querte auf dem schmalen und steinigen Bergpfad in mässigen Gefälle den Hang des Chilcher Bergs und gelangte zur kleinen Schönbodenalp. Dort führte mich der Weg nun in unzähligen Kehren über die Alpwiesen hinunter zur Podestatenalp. Der nun bestens ausgebaute Wanderweg brachte mich durch den Chilcherwald und am Botanikgarten Alpinium vorbei hinunter zu meinem Tagesziel auf die Schatzalp. Dort bachte mich dann die Standseilbahn die letzten Höhenmeter bequem hinunter nach Davos. Wunderschöne Bergtour mit 17 Kilometern Länge in 4 Stunden und 45 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 970 Höhenmeter aufwärts.

Bildergalerie

13. Aug, 2017

Um auf den Spuren der Walser zu wandern, begab ich mich heute ins Val Ferrera. Der Bus brachte mich zum Dorfplatz des kleinen Walserdorfes Innerferrera, wo ich meine Etappe auf dem «Walserweg Graubünden (Nr.35)» startete. In südlicher Richtung folgte ich den Markierungen hinaus aus dem Dorf und überquerte auf einer modernen Holz-Beton-Brücke den Ragn da Ferrera, welcher von den Walsern auch als Averser Rhein bezeichnet wird. Der Weg führte mich nun talauswärts bei Sur l’Aua in den Wald hinein und überquerte nach kurzer Zeit die Brücke über den Ual da Niemet. An einer Gletschermühle vorbei zog ich dann etwas in die Höhe, wo sich nun der schmale Weg im geheimnisvollen Wald geschickt um die kleinen und grossen Felsblöcke herumschlängelte. Ich überquerte auf einem Aluminiumsteg das Bächlein Ual da Tgaglia und wanderte am Kraftwerk vorbei in Richtung Punt Martegn. Auf dem unbefestigten Güterweg ging es nun talauswärts und ich wechselte bei Plan Davains die Uferseite, wo ich nun für längere Zeit der Kantonstrasse folgte. Mit Blick auf den prächtigen Wasserfall und die grossen Strudeltöpfe mitten im Fluss wanderte ich auf dieser Strasse bis kurz vor Ausserferrera. Dort zweigte ich wieder in den Wanderweg ein und stieg hinunter zum Ragn da Ferrera, welchen ich abermals überquerte und auf der anderen Uferseite weiterwanderte. Die kleinen Stege brachten mich über die zwei Arme des Ual Nursera in den Wald hinein. Direkt durch das Bouldergebiet «Magic Wood» führte mich nun der schöne Wanderweg, welcher etwas Trittsicherheit und erhöhte Aufmerksamkeit erforderte. Ich wechselte später über Hängebrücke zur Clos hinüber, bei welcher noch immer eine Hochofenruine, sowie die Reste einer Hammermühle stehen. Auf dem ehemaligen Trassee des Talwegs wanderte ich nun weiter talauswärts über steiniges Gebiet und stieg nach der Averserbrücke nun wieder in die Höhe. Über das Galeriedach der Autostrasse  A13 gelangte ich in die Roflaschlucht und ich stieg über die Kehren zu dessen Gasthof ab. Der dortige Abstecher über die Felsentreppe in die wilde Schlucht, zum äusserst schönen Naturschauspiel war allemal ein Besuch wert. Zurück auf dem Weg überquerte ich für heute letztmals den Ragn da Ferrera und stieg im Wald auf dem Bergweg ziemlich steil und schweisstreibend auf eine Anhöhe. Nach dem Abstieg folgte ich dem Weg an Bärenburg und Arsiert vorbei zum Hinterrhein, wo ich dann der Strasse entlang zum meinem Endziel in Andeer wanderte. Wunderschöne Wanderung mit 14.5 Kilometer in 4 Stunden und 15 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.

Bildergalerie

23. Jul, 2017

Eine abwechslungsreiche Tageswanderung erwartete uns heute im Unterengadin und wir begaben uns dafür nach Ardez. Dort starteten wir unsere Tour bei dessen Bahnstation und wanderten an der Kapelle vorbei bergab. Der gut angelegte Pfad führte uns erst dem steilen Hang entlang, wo es danach durch das imposante Felssturzgebiet von Soutauta hinunter zum Flüsschen Inn ging. Über die abenteuerliche und wacklige Hängebrücke wechselten wir die Uferseite, wo uns am Gegenhang ein kurzer und steiler Aufstieg durch den Wald erwartete. Wir erreichten einen etwas breiteren Weg, dem wir nun zur Waldlichtung hin folgten. Über ein offenes Gelände wanderten wir am kleinen Weiler Achèra vorbei, bevor uns das Natursträsschen wieder in den Wald hineinführte. Auf schattigen Wege gelangten wir zum Weiler Valatscha und zogen durch das gleichnamige Tobel zu den Höfen bei Caposch hoch. Auf dem gegenüberliegenden Hügel war nun bereits das eindrückliche Schloss Tarasp ersichtlich. Die auf einem hundert Meter hohem Hügel erbaute und markante 1000-jährige Burganlage, gilt als eigentliches Wahrzeichen des Unterengadins und ist absoluter Hingucker. Auf dem Teersträsschen wanderten wir durch die Ortschaft Tarasp hindurch und zogen zwischen dem Burghügel und dem See „Lai de Tarasp“ weiter in östlicher Richtung. Das Natursträsschen brachte uns an Waldrand, wo uns nun ein schmaler Pfad zur nahen Anhöhe hinauf brachte. Eine idyllische Hochmoorebene breitete sich nun mit dem kleinen See „Lai Nair“ vor uns aus. Auf weichen Pfaden umwanderten wir den schönen schwarzschimmernden See und gelangten so zum Waldsträsschen, welches es uns nun bequem hinunter zum Gasthaus Avrona brachte. Wir tauchten wieder in den Wald hinein und folgten dem Weg fast ebenaus zum Aussichtspunkt mit Sicht ins Val Minger. Der Pfad führte uns schliesslich hinunter zur Clemgia-Schlucht, einem weiteren Highlight unserer heutigen Wanderung. Durch diese wilde und romantische Schlucht führte uns der Weg über Brücken, Stege und zum Teil in den Felsen gehauene Pfade talauswärts zur Punt Clüsa. Wir querten nun wieder die Inn über ein schmales Brücklein und stiegen über kleine Pfade und später der Straße entlang hoch zum Bahnhof in Scuol. Wunderschöne Wanderung mit 17 Kilometer in rund 5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 450 Höhenmeter aufwärts.

Bildrgalerie

5. Feb, 2017

Nach der erholsamen Nacht und dem reichhaltigen Frühstück im Berggasthaus Michelshof, begaben wir uns auf die markierte Alp-Tour von St. Antönien nach Pany (Trail Nr. 8). Wir wanderten erst nach Aschüel, wo uns nun der Trail vorerst auf dem gewalzten Winterwanderweg durch den Wald und deren Wildruhezone führte. Auf dem Grossried verliessen wir den präparierten Winterwanderweg und stiegen nun etwas steiler hoch zur Alp Valpun. Hier zweigten wir nun ab in Richtung Pany und traversierten im etwas mühsamen Tiefschnee einen steileren Waldhang und trafen dann bei Capollerbüel auf den hergerichteten Winterwanderweg. Dort wo sich nun der Wald öffnete, konnten wir bereits auf die schöne Terrasse der Siedlung Boden mit seiner Bodahütte blicken. Durch dieses offene Gelände stiegen wir nun hinunter und folgten dort wieder ein kurzes Stück der präparierten Piste. Beim Maiensässdörfchen Bova verliessen wir den der Trail Nr. 8, wegen den nicht idealen Schneeschuhverhältnissen und entledigten uns von unseren Schneeschuhen. Auf dem präparierten Winterwanderweg konnten wir nun bequem abwärts wandern und trafen bei Schurli dann auf die Asphaltstrasse. Dieser folgten wir nun am Skilift Pany vorbei und gelangten so in den Dorfkern von Pany, den Schlusspunkt unserer Tour. Wunderschöne, wenn auch etwas anstrengende Schneeschuhtour mit insgesamt 10.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten reiner Gehzeit. Insgesamt 375 Höhenmeter aufwärts.

Bildergalerie