Wanderungen im Kanton Graubünden

19. Aug, 2018
Der Silsersee ist der grösste und wohl auch landschaftlich schönste der Oberengadiner Seen, weshalb es uns zu einer Wanderung dorthin zog. Ausgangspunkt für unsere Tour war dazu die Busstation Posta im Dorfkern von Sils/Segl Maria. Wir zogen los und wanderten der Strasse entlang durch die Ortschaft bis zum Hotel Alpenrose. Dort zweigten wir in ein Natursträsschen ein, welchem wir nun bis zum Ufer des Silsersees folgen konnten. Der Lej da Segl, wie er rätoromanisch auch genannt wird, ist der südwestlichste der drei Seen der Engadiner Seenplatte und begeisterte uns jetzt schon mit seinem Farbenspiel. Nach der Schiffsanlegestelle Barchiröls, an welcher die höchstgelegene Kursschiffstation Europas anlegt, verschmälerte sich der Uferweg zunehmend und wir tauchten in den schönen Lärchenwald ein. Der gut angelegte und schöne Waldweg brachte uns nach Isola, welche durch die Verfrachtungen des Fedozbaches zur Halbinsel geschaffen wurde. Wir überquerten die Aua de Fedoz und zogen am malerischen Maiensäss Isola, das schön auf der smaragdgrün schimmernden Halbinsel thront, in südwestlicher Richtung vorbei. Das Fahrsträsschen führte uns wieder zum Ufer des Sees, welchem wir nun bis zu Waldeingang folgen konnten. Dort wechselten wir wieder auf ein naturbelassenes Weglein ein und wanderten durch den Wald zur Südwestspitze des Sees nach Palü dal Lägh. An der Schiffstation von Maloja vorbei, erreichten wir die Passstrasse, der wir auf dem Wiesenpfad eine geraume Zeit folgen konnten. Nach dem Wegpunkt bei Plan di Mort querten wir die Hauptstrasse und stiegen auf dem felsdurchsetzten Bergweg hinauf zur Alp Splüga. Durch den kleinen Taleinschnitt zwischen den Erhebungen des Moutta Ragnina und dem Sasc da Corn erreichten wir ein Alpsträsschen, welches uns auf die Alp Grevasalvas hinaufführte. Diese Alp erlangte ihre Berühmtheit durch die malerische Kulisse und Drehort für die Heidi-Filme, die nach den bekannten Mädchenbüchern der Schweizer Autorin Johanna Spyri gedreht wurden.  Nachdem wir das schmucke Dörfli durchquert hatten, wanderten wieder auf schmalerem Wege weiter. Mit herrlichen Blick auf den Silsersee und auf den mächtigen Piz da la Magna, der auch als Wächter des Oberengadins bezeichnet wird, stiegen wir auf der Via Engiadina weiter bergan.  Bei Pro Güvel hatten wir dann den höchsten Punkt mit 2016 Metern unserer Wanderung erreicht und folgten dem wunderbaren Höhenweg in östlicher Richtung. Durch imposante Steinabbrüche und schöne Arvenwälder führte uns der gut angelegte und abwechslungsreiche Weg stetig hinunter zur Passstrasse, wo wir dann das Flüsschen En Sela Inn überquerten. An den typischen Engadiner Häusern von Sils-Baselgia zogen wir auf der Strasse vorbei und zweigten kurz vor Dorfende in westlicher Richtung ab. Den geplanten Abstecher auf die Halbinsel Chasté liessen wir aus, da sich das  Wetter plötzlich änderte und die Regenzellen bereits in Sichtweite waren. Eine Feldstrasse führte uns durch die Wiesen von Chalcheras und erreichten so wieder den Ortseingang von Sils/Segl Maria. Schliesslich gelangten wir ins Ortszentrum, wo unsere Rundwanderung dann auch ihr Ende fand. Wunderschöne Tour mit 16 Kilometern in 5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.
 
5. Aug, 2018
Wir hatten uns für unser heutiges Wanderziel die Rheinquelle ausgesucht und reisten deshalb mit der Rhätischen Bahn hinauf zum Oberalppass, wo unsere Tour beginnen konnte. Gleich zu Beginn wies uns der höchstgelegene Leuchtturm der Welt die Richtung des Weges zu dieser Quelle hin. Dieser rote Leuchtturm wurde symbolisch an der Rheinquelle als ein Abbild seines großen Bruders in Hoeck van Holland aufgestellt. Das Original steht in Rotterdam, wo der Rhein in die Nordsee mündet. Nachdem wir dem Bauwerk und dem Infocenter der Rheinquelle unsere Ehre erwiesen hatte, machten wir uns nun aber endgültig auf zur Wanderung und folgten erst der Strasse vom Oberalppass etwas hinab. Wir querten einen Bachlauf und gelangten so in den Höhenweg hinein. Dieser brachte uns nun in südlicher Richtung hinein ins Val Maighels. Im leichten Auf und Ab zogen wir an der prächtigen Alpenflora entlang, bevor wir dann Trutg Nurschalas in den Zickzack-Weg einzweigten. Nun wanderten wir erst über Alpwiesen in die Höhe, bevor der Weg nun immer steiler und steiniger wurde. Wir erreichten nach den letzten Kehren durch die Felsblöcke hindurch, den höchsten Punkt unserer Wanderung auf 2360 Meter. Nach dem kurzen Abstieg erreichten wir dann den Tomasee, welcher dann auch zugleich als Quelle des Rheins gilt. Wir standen nun an dem Punkt, wo die 1230 Kilometer lange Reise des Rheins beginnt, bevor dieser bei Rotterdam in die Nordsee mündet. Der Tomasee oder auch Lai da Tuma genannt, eingebettet in einer Firnmulde am Fusse des Piz Badus, ist ein wahrliches Juwel unter den Schweizer Bergseen. Er liegt auf 2'345 Metern und ist einzigartig in seiner Schönheit, was uns zu einem längeren Verweilen einlud, um diese wunderbare Idylle geniessen zu können. An der östlichen Seite des Sees und deren Abfluss, überquerten wir über eine Felsblockbrücke, den Rhein an seiner ersten Stelle überhaupt. Durch das steinige Gebiet verliessen wir nun das Quellgebiet wieder und zogen durch die Plaunca da Vadials immer weiter ins Maighelstal hinein. Der schmale Bergpfad führte uns dabei durch die immer karger werdende Landschaft. Mit einem schönen Blick auf den Bergsee Lai Uriaun, folgten wir mehr oder weniger der Höhenkurve entlang in östlicher Richtung. Wir erreichten schon bald den breiten Wirtschaftsweg, welcher uns unterhalb der Berghütte des Schweizer Alpenclubs Camona da Maighels CAS talaufwärts führte. Kurz nach der Verzweigung des Fahrsträsschen bei Plidutscha, verliessen wir den bequemen Weg und zweigt in den naturbelassenen Pfad ein. Dieser brachte uns nach Trutg Nurschalas, wo wir wieder in den selben Höhenweg von heute Morgen einzweigen konnten. Wir wanderten nun auf dieser Route wieder zurück auf den Oberalppass, wo unsere Tour dann auch wieder ihr Ende fand. Wunderschöne Bergwanderung mit 12 Kilometer in 4.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 700 Höhenmeter aufwärts. 
 
28. Jan, 2018

Chur, die älteste Stadt der Schweiz, war unser heutiger Ausgangspunkt der Wanderung, welche uns durch das Churer Rheintal führen sollte. Wir begaben uns mit dem Stadtbus zur Haltestelle des Seniorenheims Cadenau, wo unsere Tour nun starteten konnte. Aufwärts der Strasse entlang wanderten wir Richtung Waldrand zur Klinik Waldhaus. Durch den schönen Fürstenwald, welcher zum grössten Naherholungsgebiet der Stadt Chur zählt, folgten wir dem oberen Trimmiserweg sanft aufwärts. Die Schneefelder und vereisten Flächen erschwerten zwar unser Situation, welche wir jedoch mit der nötigen Vorsicht erfolgreich meisterten. Nach der Brücke über die Machänser Rüfi folgten wir dem breiten Wege durch das im Sommer genutzte Weidegebiet von Witenen. Wir erreichten dem Dorfrand von Trimmis und zogen der Strasse entlang durch die beschauliche Ortschaft. Bei Comstams verliessen wir die Strasse und folgten dem Natursträsschen durch das offene Feld direkt hinein in die Rebberge von Hagrüti. Am stattlichen Gehöft von Molinära vorbei, wanderten wir dem Waldrand entlang aufwärts in den Wald hinein. Nach dem Wegstück durch den Wald erreichten wir wiederum die Strasse, welche uns nun abwärts durch eine Baumallee nach Zizers führte. Bei der Pfarrkirche St. Peter und Paul zweigten wir auf die Kantonsstrasse ein, welche uns durch das Winzerdorf hindurch führte. Mit der Querung des Schlundrüfibaches erreichten wir das Gemeindegebiet von Igis-Landquart, wo wir dem Rebhaldenweg durch die Quartiere ans Dorfende folgten. Der Trittweg brachte uns zum Waldrand und wir folgten dort dem sogenannten und schön angelegten Planetenweg in nördlicher Richtung. Der breite Weg führte uns leicht abwärts und oberhalb des ehemaligen und sehenswerten Wasserschlosses Marschlins vorbei. Mit weitem Blick über die Rheineben folgten wir dem Waldsaum und gelangten zum Bauernhof Alt Ganda. Wir wanderten über den Mühlebach und folgten nun dem Strässchen der Landquartau entlang zum Ortseingang von Landquart. Durch die Quartiere erreichten wir dem Bahnhof unser Endziel unserer heutigen Tour. Schöne Wanderung mit 18 Kilometern in 4.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 250 Höhenmeter aufwärts.

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27. Aug, 2017

Mehrere Wege verbinden Arosa mit Davos. Besonders spektakulär und aussichtsreich ist die Route über den sogenannten «Tritt». Daher begab ich mich mit der Rhätischen Bahn durch das Schanfigg-Tal nach Arosa und wanderte vom Bahnhof los. Der Strasse folgte ich vom Ober- zum Untersee und bog am Ortsrand in den Wanderweg ein. Dieser führte mich über die Anhöhe hinunter zum Stausee Isel, welchen ich über den Damm hinweg passierte. Über das Fahrsträsschen begann ich nun meinen Aufstieg und wanderte über die Furggenalp zum Tiejer Wald. Der zum teil steile Bergpfad führte mich durch den schönen Tannen- und Lärchenwald und gelangte so nach der Querung des Tiejer Bachs im Unteren Bärental hinauf zur Tiejer Alp. Dem Alpsträsschen entlang folgte ich nun mässig aufwärts über Tschuggen zur Walsersiedlung Medergen, welches heute nur noch als Feriendomizil fungiert. Dem Hang aufwärts folgend wanderte ich unterhalb des Wangegg-Kamms vorbei zum Seebijboden, mit schönem Blick ins Sapünertal und auf die imposante Bergkette rund um den Chüpfenflue. Auf schmalen Pfad durch die unzähligen Heidelbeerbüsche, stieg mein Weg nun wieder steiler an und führte mich zur heutigen Schlüsselstelle, dem «Tritt». Diese Steilstufe konnte ich über die 220 Treppenstufen, welche auf ihre kühnste Art und Weise in den Felsen eingelegt wurde, überwinden. Ich erreichte so das Hochplateau beim Hinter Latschüel, von wo ich nun nochmals einige wenige Höhenmeter zum Latschüelfurgga vor mir hatte. Der höchste Punkt der heutigen Tour war dann mit 2430 Meter über Meer erreicht und ich konnte mich sogleich dem Abstieg widmen. Ich querte auf dem schmalen und steinigen Bergpfad in mässigen Gefälle den Hang des Chilcher Bergs und gelangte zur kleinen Schönbodenalp. Dort führte mich der Weg nun in unzähligen Kehren über die Alpwiesen hinunter zur Podestatenalp. Der nun bestens ausgebaute Wanderweg brachte mich durch den Chilcherwald und am Botanikgarten Alpinium vorbei hinunter zu meinem Tagesziel auf die Schatzalp. Dort bachte mich dann die Standseilbahn die letzten Höhenmeter bequem hinunter nach Davos. Wunderschöne Bergtour mit 17 Kilometern Länge in 4 Stunden und 45 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 970 Höhenmeter aufwärts.

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13. Aug, 2017

Um auf den Spuren der Walser zu wandern, begab ich mich heute ins Val Ferrera. Der Bus brachte mich zum Dorfplatz des kleinen Walserdorfes Innerferrera, wo ich meine Etappe auf dem «Walserweg Graubünden (Nr.35)» startete. In südlicher Richtung folgte ich den Markierungen hinaus aus dem Dorf und überquerte auf einer modernen Holz-Beton-Brücke den Ragn da Ferrera, welcher von den Walsern auch als Averser Rhein bezeichnet wird. Der Weg führte mich nun talauswärts bei Sur l’Aua in den Wald hinein und überquerte nach kurzer Zeit die Brücke über den Ual da Niemet. An einer Gletschermühle vorbei zog ich dann etwas in die Höhe, wo sich nun der schmale Weg im geheimnisvollen Wald geschickt um die kleinen und grossen Felsblöcke herumschlängelte. Ich überquerte auf einem Aluminiumsteg das Bächlein Ual da Tgaglia und wanderte am Kraftwerk vorbei in Richtung Punt Martegn. Auf dem unbefestigten Güterweg ging es nun talauswärts und ich wechselte bei Plan Davains die Uferseite, wo ich nun für längere Zeit der Kantonstrasse folgte. Mit Blick auf den prächtigen Wasserfall und die grossen Strudeltöpfe mitten im Fluss wanderte ich auf dieser Strasse bis kurz vor Ausserferrera. Dort zweigte ich wieder in den Wanderweg ein und stieg hinunter zum Ragn da Ferrera, welchen ich abermals überquerte und auf der anderen Uferseite weiterwanderte. Die kleinen Stege brachten mich über die zwei Arme des Ual Nursera in den Wald hinein. Direkt durch das Bouldergebiet «Magic Wood» führte mich nun der schöne Wanderweg, welcher etwas Trittsicherheit und erhöhte Aufmerksamkeit erforderte. Ich wechselte später über Hängebrücke zur Clos hinüber, bei welcher noch immer eine Hochofenruine, sowie die Reste einer Hammermühle stehen. Auf dem ehemaligen Trassee des Talwegs wanderte ich nun weiter talauswärts über steiniges Gebiet und stieg nach der Averserbrücke nun wieder in die Höhe. Über das Galeriedach der Autostrasse  A13 gelangte ich in die Roflaschlucht und ich stieg über die Kehren zu dessen Gasthof ab. Der dortige Abstecher über die Felsentreppe in die wilde Schlucht, zum äusserst schönen Naturschauspiel war allemal ein Besuch wert. Zurück auf dem Weg überquerte ich für heute letztmals den Ragn da Ferrera und stieg im Wald auf dem Bergweg ziemlich steil und schweisstreibend auf eine Anhöhe. Nach dem Abstieg folgte ich dem Weg an Bärenburg und Arsiert vorbei zum Hinterrhein, wo ich dann der Strasse entlang zum meinem Endziel in Andeer wanderte. Wunderschöne Wanderung mit 14.5 Kilometer in 4 Stunden und 15 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.

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