30. Jun, 2019

Fuldera - A la rive del Rom - Müstair

Heute begaben wir uns in die östlichste Ecke der Schweiz, um dort eine Wanderung durch das wunderschöne Val Mustair zu absolvieren. Da es heute wiederum sehr heiss werden soll, haben wir uns dafür eine etwas kürzere Tour mit sehr wenigen Höhenmetern ausgesucht. Wir reisten also mit Zug und Bus ins ruhige Bauerndorf Fuldera, wo unsere Tour starten konnte. Auf dem Teersträsschen wanderten wir leicht bergan und zweigten schon bald nach den letzten Häusern in einen breiten Kiesweg ein. Die Route führte uns nun wehr oder weniger eben durch ein Waldstück, wo uns der Bärenthemenweg mit diversen Infotafeln und Schnitzereien begleitete. Wir querten über eine Brücke einen Bachlauf, welcher sich aus dem Val da l’Archa Gronda ergoss und begannen kurz danach mit dem Abstieg ins Val Mustair. Vorbei an der Weggabelung Chatschinas wanderten wir auf die Kantonsstrasse zu, welche wir überquerten, um kurz danach in den Wanderweg einzubiegen. Wir erreichten schon bald den Hauptdarsteller unserer heutigen Tour, das wilde Flüsschen Rom. Diesem Fluss, welcher zu den schönsten Haupttalflüssen der Schweiz zählt und als einziger nicht zur Energiegewinnung genutzt wird, konnten wir nun mehrheitlich folgen. Der Weg „A la Riva dal Rom“ war nun gut sichtbar mit den Wegweisern 801 ausgeschildert. Wir wanderten an der kleinen schönen Mühle von Costa Muglin vorüber und zweigten kurzeitig auf die breite Autostrasse ein. Nach wenigen Metern verliessen wir diese wieder und überquerten den Rombach zum ersten Mal. Wir folgten nun dem rauschenden Flüsschen, welcher sich zwischen Kiesbänken und den schönen Auenwäldern durch das Tal drängte. Bei La Chalcheran verbreiterte sich der Weg nun wieder und führte uns zum Strässchen, welcher ins schmucke Bergdörfchen Santa Maria Val Müstair führen würde. Unser Weg zog uns jedoch in nordöstliche Richtung weiter und wir zweigten bei den kleinen Feuchtgebieten von dem Strässchen weg. Der Pfad brachte uns weiterhin am Ufer des Roms, immer wieder gesäumt vom schönen Auenwald und den blühenden Wiesen zum Bachlauf Aval Vallatscha. Der Weg verbreiterte sich zunehmend und wir erreichten wiederum die breite Kantonstrasse. Über die Strassenbrücke wechselten wir die Uferseite des Flusses und bogen nach einigen Metern Teerbelag wieder auf den Wanderpfad ein. Wir erreichten so wiederum den Flusslauf und wanderten wieder auf einem schönen lauschigen Pfad. Schon bald ging es jedoch auf breiterem Wege weiter und folgten diesem am Sportplatz vorbei zur Brücke am Plazzöl. Wir überquerten abermals den Flusslauf der Rom und folgten dem Natursträsschen dem Ufer entlang. Bei den Sport- und Freizeitanlagen verliessen wir unseren heutigen Begleiter und wanderten auf das in Blickfeld geratene Kloster St. Johann von Müstair zu. Beim Benediktinerinnenkloster, welches zu Rätoromanisch auch Clostra Son Jon genannt wird, handelt es sich um ein sehr gut erhaltenes mittelalterliches Kloster aus der Karolingerzeit und gehört seit 1983 sogar dem UNESCO-Weltkulturerbe an. Die Via Mastra brachte uns schliesslich zur Poststation Müstair, wo unsere Wanderung dann auch ihr Ende fand. Kürzere, aber schöne Tour mit knapp 11 Kilometern in 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 80 Höhenmeter aufwärts.