19. Jul, 2020

Balzers - Regitzer Spitz - Fläsch - Balzers

Der Regitzer Spitz auf dem westlichsten Ausläufer des Rätikons stand heute wieder einmal auf unserem Wanderprogramm. Wir begaben uns nach Balzers, der südlichsten Gemeinde Liechtensteins und starteten unsere Tour bei der Pfarrkirche St. Nikolaus. Das Strässchen führte uns an der auf dem Hügel thronenden Burg Gutenberg vorüber und wir wanderten durch das Junkerriet in den Weiler Mäls hinein. Das Strässchen stieg schon bald etwas an und wir liessen nach und nach die Häuser hinter uns. Ganz unbemerkt überschritten wir die Staatsgrenze zwischen Liechtenstein und der Schweiz und hielten uns auf den Wald zu. Unser Weg ging nun auf Naturbelag über und wir folgten diesem weiterhin stetig aufwärts durch den schönen Schwemmwald. Wir erreichten so die Anhöhe auf Mattheid und umwanderten durch das idyllische Weidegebiet in einem grosszügigen Bogen. Das Strässchen führte uns dann wieder in den Wald hinein, wo der Weg nun etwas abflachte. Wir folgten dem Forstweg nun für geraume Zeit und traten beim hinteren Ochsenberg dann wieder aus dem Schlössliwald heraus. Schon bald verzweigte sich unsere Route weg vom breiten Strässchen in ein ausgetrampelten Wanderpfad. Dieser Weg zog sich nun etwas steiler und direkt durch die Alpweiden hinauf in Richtung Guschaspitz. Wir gewannen so zügig an Höhe und schlugen etwas oberhalb, unsere Richtung gegen Süden ein. Der verlockende Abzweiger liessen wir dann aber links liegen und folgten weiterhin den Markierungen durch die Wiesen bergauf. Unser angepeilter Gipfel, der Regitzer Spitz, kam nun immer mehr in greifbare Nähe und wir erreichten über einen steilen Wurzelpfad dessen Gipfelplateau.  Wir wurden mit einem wunderbaren Ausblick auf dem Aussichtsbalkon des Fläscherbergs redlich belohnt. Der Gipfel besticht mit einer ungemein steilen Flanke zum Rheintal hinunter und ist berechtigt mit einem Geländer gesichert. Durch seine vorgeschobene Lage eröffnet sich uns ein grossartiger Blick über das Rheintal und zahlreiche Gipfel beiderseits des Tales. Nachdem wir uns auf dem 1135 Meter hohen Hauptgipfel des Fläscherberges genug verweilt hatten, machten wir uns nun auf zum langen Abstieg ins Rheintal. Der gut ausgebaute Weg führte uns im Wald und in mehreren Kehren bergab. Wir passsierten mehrere Festungsanlagen und erreichten auf dem Vorder Ochsenberg die Hochfläche der Fläscher Alp. Wir verliessen den breiten Weg nun wieder und hielten uns auf dem Wiesenweg auf den Waldrand beim Schänzli zu. Es folgte nun ein kehrenreicher Pfad, der uns schmal und steinig durch den Türliswald hinab führte. Wir verloren so rasch an Höhe und kamen so dem Talboden immer näher. Als wir den Wald verliessen lag das schmucke Weibaudorf Fläsch direkt vor uns. Wir folgten der Teerstrasse doch den Ort und schlugen dort die Variante über den Weinwanderweg Bündner Rheintal ein. Dieser führte uns nun durch den schönen Wingert der Bündner Herrschaft, bevor wir über das Strässchen wieder ins Tal hinabstiegen. Wir wanderten am Weingut des Fläscher Bades vorüber und tauchten in den schönen Auenwald ein. Der Weg zog sich unter den schroffen Felsen des Ellstein vorbei und kamen nun dem lauschigen Rheinufer immer näher. Das Natursträsschen ging nun in einen Pfad über, welchem wir bis unterhalb des Heidkopfs folgen konnten. Ein kurzer Anstieg brachte uns wieder in die Höhe und wir wanderten über Stock und Stein weiterhin dem Rheinlauf entlang. Der Pfad mündete auf den Rheindamm ein, wo wir dann auch wieder Liechtensteiner Boden unter unsere Wanderschuhe bekamen. Wir verliessen den Rheindamm jedoch schon bald wieder und wanderten der Strasse nach in Balzner Weiler Mäls hinein. Wir folgten hierbei nicht der offiziellen Wandermarkierung, da dies für uns nur einen unnötigen Umweg zu unserem Ausgangspunkt bedeuten würde. So folgten wir der Strasse, welche uns an der Maria Hilf Kapelle vorbei auf den Burghügel Gutenberg zu führte. Am idyllischen Schlossbach entlang erreichten wir dann schliesslich wieder unseren Ausgangspunkt, wo wir unsere Rundwanderung dann beenden konnten. Wunderschöne Wanderung mit 19 Kilometern in 6 Stunden Gehzeit. Insgesamt 710 Höhenmeter aufwärts. 

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