9. Aug, 2020

Pany - Stelsersee - Valpun - Pany

Heute verschlug es uns wieder einmal ins nahe Prättigau, wo wir eine Wanderung über stille Bergwege unter unsere Füsse nehmen konnten. Startpunkt dazu war der Dorfplatz vom kleinen Ortschäftchen Pany, von dem wir uns nun in südlicher Richtung entfernten. Wir zweigten schon gleich von der Hauptstrasse ab und folgten ein Stück weit dem aufwärtsführenden Strässchen. Ein markierter Wanderweg führte uns zwischen den Häusern steil hinauf und wanderten danach über hügeliges Weideland am Felsbrocken Güggelstein vorbei. Auf dem Wiesenpfad stieg unser Weg weiter an und folgten dem idyllisch kleinen Bachlauf entlang. Wir gewannen nach und nach an Höhenmetern und erreichten so den Waldrand bei Büelenwis. Das äußerst schönes Wanderweglein führte uns wechselweise durch Wald und kleinen Lichtungen und stiessen so bei Pargatscheri auf ein Strässchen. Dieses brachte uns bequem hinauf ins schmucke Maiensässdörfchen von Tratza. Etwas nach den letzten Häuschen ging unser Weg wieder etwas steiniger und wir wanderten in den Holzboden-Wald hinein. Der Weg führte uns nun erst in ein paar Kehren leicht abwärts, wo wir dann auf schmalen Pfaden auf das Grüsttobel zu gelangten. Hier erwartete uns dann auch der erste Höhepunkt des Tages. Die Grüsttobel-Hängebrücke, mit ihren 72 Meter Spannweite überragt die rund 30 Meter hohe und schroffe Schlucht. Diese Hängebrücke wurde 2015 einzig und alleine für die Wanderer erbaut und ermöglicht es uns die sonst sehr schwer passierbare natürliche Grenze zu überwinden. Wir wagten uns auf dieses leicht schwankende und luftige Vergnügen und querten so sicher das Tobel zur anderen Seite. Der Wanderweg führte uns dann wieder in den Wald hinein und wanderten weiter über Stock und Stein ins Schaftobel hinab. Wir überquerten den Buchnerbach und entstiegen nun etwas steil dem Tobel nun wieder. Unser Weg flachte aber bald wieder etwas ab und erreichten dann schon bald ein Grassträsschen. Wir wanderten so über die aussichtsreiche Terasse des Stelserbergs hin zum kleinen und Idyllischen Stelserseeleins. Es soll sich hierbei um den höchstgelegen See der Schweiz handeln, in welchem noch die prächtigen weissen Seerosen blühen können. Der Wanderweg stieg nun nochmals etwas kräftiger in die Höhe und wanderten durch das wunderbare Naturschutzgebiet hinaus. Der Weg brachte Unsinn steil und direkt über einen Sattel und wir konnten einen wunderbaren Panoramablick von der Schesaplana über das Schweizer Tor bis in die österreichischen Berge geniessen. Wir verliessen nun diesen Sattel und folgten unserem Weg durch Wald und dann über schöne Alpweiden hinauf zur Alp Valpun. Wir hatten somit den höchsten Punkt unserer Tour erreicht und begannen auf dem breiten Alpsträsschen mit unserem Abstieg. Wir wanderten durch die schönen Waldpartien, gespickt mit immer wieder romantischen Lichtungen stetig bergab. Nach und nach gelangten wir so hinab zum Maiensäss Boda. Etwas unterhalb zweigten wir dann in ein steileres und steiniges Natursträsschen ein und folgten diesem hinab zum Guggerwald. Ein Wanderpfad brachte uns dann durch das steile Waldgebiet. Wir traten dann aus diesem wieder hinaus und folgten dem breiten Weg am Tüfelstein entlang. Wir zweigten wieder in ein Wiesenpfad ein und wanderten zur Strasse auf dem Harderegg hinab. Der Abstieg war schon fast bewältigt und so folgten wir nun der Strasse nach zurück zum Dorfplatz in Pany, wo sich unsere Runde wieder schloss. Schöne Rundwanderung mit 16 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 776 Höhenmeter aufwärts. 

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