18. Okt, 2020

Landquart - Jenins - Fläsch - Sargans

Diesen Sonntag haben wir uns für eine Wanderung durch die herrliche Landschaft des grössten Bündner Weinbaugebiets, der sogenannten Bündner Herrschaft entschieden. Der Zug brachte uns dazu zum Bahnhof Landquart, welcher dann auch unser Ausgangspunkt der Tour darstellte. Wir entfernten uns in nördlicher Richtung vom Bahnhofgelände und überquerten über den Steg den Fluss Landquart. Die Strasse führte uns erst an der Bahnlinie entlang, bevor wir über eine Strassenbrücke die Kantonstrasse überquerten und schliesslich auf ein Natursträsschen in der Winggelrüti stiessen. Unser Weg brachte uns nun an den Erdwällen der Rohan-Schanze entlang. Diese Überreste eines Schutzwalls zeugen noch immer als sternförmige Verteidigungsanlage aus der Zeit des Dreissigjährigen Krieges. Auf flachem Terrain wanderten wir schon bald wieder auf Hartbelag auf Malans zu. Das aufwärtsführende Strässchen brachte uns durch das südlichste der vier Weindörfer der Bündner Herrschaft hindurch. Unser Weg knickte bei der Kirchgasse in westlicher Richtung weg und wir folgten dem Strässchen an der Reformierten Kirche vorbei. Wir wanderten weiterhin aufwärts und gelangten durch die ersten Weinberge des Tages in den oberen Dorfteil von Malans. Bei der Talstation der Älplibahn lotste uns die Markierung weg von der Strasse und wir wanderten auf schönem Pfade durch den Buochwald. Als wir das Wäldchen dann wieder verliessen, konnten wir dem parallel zur Strasse verlaufenden Weglein folgen und querten über einen Steg erst den Bachlauf der Üll und kurz darauf den Alpbach. Der Weg verbreiterte sich nun wieder und wir wanderten auf das das Weindorf Jenins zu. Die Strasse führte uns durch den schmucken Dorfkern hindurch und liessen dann nach den Rebbergen der Bündta die Häuser hinter uns. Wir wanderten an alten Mauern entlang durch landwirtschaftliches Gebiet hindurch und erblickten schon bald den kleinen Weiler Unter Rofels. Die Wegweiser wiesen uns nun den Weg hinauf zum Heididorf, wo das Heidihaus befindet und als Museum besichtig werden könnte. Wir zogen dort jedoch vorüber und folgten unserer Route an der Försterschule Bovel vorbei. Wir gelangten der Strasse nach zum versteckten eisernen Aussichtsturm Eichenhaft. Die Besteigung hätten wir uns eigentlich ersparen können, da wir oben nur die Baumkronen, anstelle der Aussicht vor unserer Nase hatten. Ein steiniger Wanderweg führte uns nun im Wald hinab und erreichten so die Passstrasse, welche zum St. Luzisteig hinaufführt. Der Heidibrunnen befand sich da gerade in unmittelbarer Nähe und wir verliessen dazu die markierte Wanderroute. Der Brunnen wurde 1953 zum Gedenken an die Schriftstellerin Johanna Spiry eingeweiht und ist bis heute ein sehr beliebter Ausflugsort und Fotomotiv. Der Pfad führte uns in ein kleines Wäldchen hinein, querten dieses auf schmalsten Pfade und traten oberhalb der Maienfelder Weinberge wieder aus diesem heraus. Wir erreichten die Feldrüfi und folgten dem abwärtsführenden Wanderweglein durch das Rüfiwäldli zum Rheinufer hinab. Wir überquerten über die Fläscher Brücke den Fluss und wanderten nun eine längere Zeit auf dem exponierten Rheindamm flussabwärts. Schöne Blicke auf den Rhein, das Weindorf Fläsch mit seinen schier endlosen Weinbergen und den mächtigen Felsflanken des Fläscher Berges eröffneten sich uns dabei. Zur Linken Seite offenbarte ich nach einiger Zeit der Rheinwald in welchen uns dann auch die Markierung hinein lotste. Wir verliessen den Wald aber schon bald wieder und mussten nun leider nahe der lärmenden Autobahn entlangwandern. Wir unterquerten dann diese Lärmquelle und folgten der Strasse nun schurgerade und etwas langatmig durch das Riet hinaus. Wir gelangten so an den Rand des Industriegebiets im Osten von Sargans und erreichten dann auch schon gleich das Bahnhofgelände, wo unsere Tour dann auch ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 19 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 160 Höhenmeter aufwärts. 

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