24. Jul, 2022

Davos Monstein - Zügenschlucht - Filisur

Um der Hitze ein wenig zu entfliehen, machten wir uns auf die Suche nach einer Schluchtenwanderung, welche uns die nötige Erfrischung bringen soll. Mit der wildromantischen Zügenschlucht im Landwassertal sind wir dann auch fündig geworden und reisten dazu mal wieder ins Bündnerische. Ausgangspunkt zu unserer Tour stellte der Bahnhof Davos Monstein dar und so reisten wir dann auch mit der Rhätischen Bahn dorthin. Wenige Gehminuten führten uns neben der Autostrasse entlang, bevor beim Bergbaumuseum Graubünden von dieser in den Alten Zügenweg abzweigten. Bis 1974  diente dieses Strässchen als Verbindung zwischen Davos und Filisur, welche durch die spektakuläre Passage durch die Zügenschlucht geführt wurde. Die 1872 gebaute erste Kantonsstrasse der Schweiz war und ist ein wahres Kunstwerk. Felsen mussten gesprengt, Tunnels und eine Vielzahl von Trockenmauern gebaut werden. Heute dient diese nur noch dem Langsamverkehr, sprich Wanderer und Bikern. Wir bewegten uns nun auch auf dem Gesteinslehrpfad und Mobilitätsweg, welcher uns nun auf den nächsten knapp 5 Kilometern Wissenswertes zu verschiedenen Themen vermittelte. So erfuhren wir, wie das Landwassertal entstand und wie sich die Zügenschlucht seit dem Mittelalter verkehrstechnisch entwickelt hat. Der breite Wanderweg führte uns nun immer schön leicht abwärts durch die stille und schöne Schlucht hinaus. Unterhalb des Silberbärg, wo einst Zink- und Bleierze abgebaut wurden, folgten wir immer der der wilden Landwasser entlang. Wir wechselten über die Landwasserbrücke dann auch mal die Talseite. Wir wanderten durch kleinere Tunnels auf den Bärentritt zu. Hier verengte sich die Schlucht und wurde nun richtig spektakulär. Die Landwasser hat sich hier tief in den Felsen gefressen und bot uns nun äusserst eindrückliche Tiefblicke hinab in die Schlucht. Ein Brücklein brachte uns über ein kleines Seitentobel und fassten nun auf schmaleren Wege Fuss. Der gut angelegte Weg schlängelte sich nun weit oberhalb der Schlucht durch den Wald und gelangten so auf den abgelegenen Bahnhof Davos Wiesen. Hier stand uns nun bereits ein weiteres Highlight bevor. So konnten wir schon das mächtige, 90 Meter hohe Wiesner Eisenbahnviadukt erahnen, welches uns dann auch in Kürze zu deren Überquerung einladen wird. Das Wanderweglein führte uns am Bahnhof vorbei, direkt auf das Viadukt zu. Wir konnten nun das Landwassertal über die 210 Meter lange Brücke queren und so konnten uns die schwindelerregende, aber dennoch schöne Tiefblicke ins wilde Tal nicht entgehen. Wir entfernten uns dann wieder von den Bahngeleisen und zogen nun bergauf in den Wald hinein. Ein schöner Aussichtspunkt ermöglichte sich uns, dann nochmals ein Blick zurück auf das Wiesener Viadukt zu werfen, bevor wir an der Waldkuppe Medji vorbei wanderten. Der Weg senkte sich dann auch wieder und zogen mehr oder weniger der Höhenkurve entlang durch die verwunschenen Waldhängen. Wir querten die Breitrüfi und folgten dann weiterhin den schmalen Waldwegen auf die aussichtsreiche Lichtung Schönboda. Ein Picknickplätzchen lud uns zu einer verdienten Rast ein und erfrischten uns hier in den der schönen Natur natürlich gerne. Das Alpsträsschen führte uns dann durch die Almweiden hinaus, bis uns die Wegweisung von diesem weg leitete. Etwas weglos und überraschender ^wese unmarkiert wanderten wir auf das Val S-Cheira zu, wo sich unser Weg nun etwas steiler ins Tal bewegte. Unter den Bögen eines weiteren Eisenbahnviadukts wanderten wir hindurch und gelangten an den Ortsrand von Filisur. Die Markierungen lotsten uns oberhalb des Dorfes direkt in Richtung Bahnhof und folgten dort der Strasse, welche uns schnell unserem Zielpunkt näherbrachte. Am Bahnhof in Filisur endete unsere Tour und machten und wieder zurück in Richtung Heimat. Schöne Wanderung mit 11 Kilometern in 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 225 Höhenmeter aufwärts.

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