17. Sep, 2018

Hermannsweg Etappe 1: Rheine - Bevergern

Der Hermannsweg und der Eggeweg sind zwei alte Kammwege, welche unter dem Namen „Hermannshöhen“ als Fernwanderweg durchgehend markiert sind. Er gehört zu den „Top Trails of Germany und führt über 230 Kilometer vom münsterländischen Rheine an der Ems, über den Mittelgebigszugs des Teutoburger Waldes, bis ins sauerländische Marsberg.

Für diese Herausforderung waren wir nun bereit und starteten unsere erste von insgesamt dreizehn Etappen auf den Hermannshöhen direkt im Zentrum der Stadt Rheine. Über den historischen Marktplatz gelangten wir an der spätgotischen St. Dionysius-Kirche aus dem 15. Jahrhundert vorbei, hinunter ans Emsufer. An der modern gestalteten Emsterrasse wanderten wir flussaufwärts zur Emsbrücke mit der Nepomukstatue, wo es nun langsam aber sicher stadtauswärts ging. Wir folgten dem Ufer der Ems bis zur Bahnbrücke, über welche wir nun den Fluss überqueren konnten. Die schöne und naturgeschützte Emsaue konnten wir dabei überschauen und der Blick zurück auf Rheine, mit dem eindrucksvollen Turm der St. Antonius Basilika, war allemal sehenswert. Wir überquerten die Bundesstrasse und zweigten ins Sandhövelquartier der Ortschaft Gellendorf ein. An den Schrebergärten des Heidackers vorbei erreichten wir den Wald des Gellendorfer Mark, in welchen wir nun eintauchten. Auf den unbefestigten und wurzligen Wegen folgten wir durch den vorwiegend mit Kiefern aufgeforstete Wald. Etwas abseits des Fichtenvennteichs traten wir wieder aus dem Wald hinaus und folgten dem Wiesenweg durch die Baumallee zum Gehöft Overesch. Auf Hartbelag durchwanderten wir das beschauliche Ortschäftchen Heine und zweigten danach über das Feld zum Waldrand des Wilden Weddenfeld hin. Durch diese bewaldete Binnendüne führte uns das geschotterte Strässchen zum Naturschutzgebiet Saltenwiese, der wegen seiner Bedeutung als Lebensraum bedrohter Brutvogelarten unter Schutz gestellt wurde. Wir folgten der Strasse auf dem Surenburger Damm, welcher mit den typischen Wallhecken des Münsterlandes gesäumt ist, bis an den Flusslauf der Bevergerner Aa. Am Ufer dieses Flüsschen wanderten wir in nördlicher Richtung, wo es nun mehr nur noch ein Katzensprung zu unserem ersten Etappenort war. Wir erreichten das Hotel Saltenhof, einem ehemaligen Herrensitz im Landhausstil, wo wir uns für die nächste Etappe stärken und ausruhen konnten. Tolle Auftaktwanderung mit 16 Kilometern in 3 Stunden und 50 Minuten Wanderzeit. Kaum nennenswerte Höhenmeter.

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