20. Sep, 2018

Hermannsweg Etappe 4: Bad Iburg - Dissen

Der neue Tag brach an und wir wollten uns daher wieder auf die Socken machen, um die 4. Etappe auf den Hermannshöhen zu erwandern. Nach dem reichhaltigen Frühstück zogen wir deshalb los und folgten der Strasse stadtauswärts zum Waldrand. Bei der Kneippanlage zweigten wir in einen naturbelassenen Weg hinein, welcher uns durch den alten Buchen-Eichenwald stetig und stellenweise steil bergan führte. Der Weg brachte uns über die Kuppe des „Kleinen Freeden“ und wir wanderten zum Teil auf Kalkstein durch den malerischen Wald dem Kamm entlang. Kurz nach der Freedenhütte erreichten wir den Waldrand und folgten diesem dem Hang entlang, wo uns herrliche Ausblicke in die Landschaft geboten wurden. Nach der Querung eines kleinen Tälchens erwartete uns ein teilweise steiler und anstrengender Aufstieg durch den dunklen Buchenwald hinauf zum Kamm des 257 m hohen Spannbrink. Der etwas schmalere Kammweg brachte uns nun immer weiter in östlicher Richtung, bevor es wieder bergab ging und wir aus dem Wald heraustraten. Wir überquerten die befahrene Bundesstrasse, kurz danach über eine Brücke die Autobahn und gelangten durch den Weiler Hüls sanft ansteigend hinauf zum Waldrand. Auf der Forststrasse wanderten wir nun weiter bergauf zum Hülsberg und zogen im auf schmalen Steig durch den stillen Wald zum Wehdeberg. Hinter der Schutzhütte führte uns der Weg in spitzen und steilen Bögen wieder vom Berg hinab und wir erreichten schon bald das Naturdenkmal Kalksteinklippe. Es handelt sich dabei nicht wirklich um eine Klippe, sondern um einen ehemaligen Steinbruch, welcher aber einen schönen Einblick in die Geologie und Bodenbildung gibt. Mehrere Infotafeln des „Umweltbildungszentrum Noller Schlucht“ , welche nun entlang des Wegs installiert wurden, gaben uns die Erläuterungen dazu. Der Weg führte uns im Halbkreis um den Asberg herum und stiessen beim Waldrand auf eine Strasse, welcher wir zur Landstrasse in der Noller Schlucht folgen konnten. Die schmale Felspassage, durch die sich die Passstrasse hier durchzwängt rechtfertig den Namen allemal. Wir querten den kleinen Bach und stiegen auf dem schmalen Steig wiederum in die Höhe. Erst recht steil, danach etwas sanfter gelangten wir auf die Kuppe des 252 m hohen Peters Brink, wo wir nun den Hermannsweg für heute verliessen. Wir wanderten dazu auf der Forststrasse hinab und erreichten durch die Felder den Stadtrand von Dissen. Wir zogen direkt hinein in Zentrum des Städtchens und beendeten unsere Etappe bei der Bushaltestelle Krümpel. Da es keine Übernachtungsmöglichkeiten im Ort hatte, fuhren wir mit dem Bus in den nahen Kurort Bad Rothenfelde, wo wir im Hotel zur Post übernachten konnten. Tolle Kammwanderung mit 18 Kilometern in 5 Stunden Wanderzeit.  Insgesamt 470 Höhenmeter aufwärts.