25. Sep, 2018

Hermannsweg Etappe 9: Berlebeck - Silbermühle

Heute stand mit der 9. Etappe auf den Hermannshöhen auch die kürzeste Route auf unserem Tagesprogramm. Daher mussten wir nicht so früh los und konnten das eine oder andere Highlight am Wegesrand dafür umso mehr geniessen. Nach dem Frühstück im Haus am Wasserfall machten wir uns auf, um auf den Hermannsweg zurückzukehren. Der Hauptstrasse folgten wir durch den Ort und stiegen dann über den Pulverweg zur Adlerwarte Berlebeck hoch. Wir statteten dieser ältesten und artenreichsten Greifvogelwarte Europas, natürlich gerne einen Besuch ab. Die 1939 gegründete Warte, beherbergt derzeit 46 verschiedene Greifvogelarten mit insgesamt über 200 Exemplaren. Die 40-minütige Flugschau war dabei ein ganz besonderes Erlebnis, welches wir uns nicht entgehen lassen konnten. Über Stufen ging es nun wieder hinab in den Ort und nahmen Kurs in Richtung Waldrand. Nachdem wir das letzte Haus passiert hatten, führte uns der Waldweg in den Wald hinein und wir wanderten in einer weiten Linkskurve beständig bergauf. Etwas unterhalb des Stemmbergkammes zogen wir nun auf dem Forstweg in südöstlicher Richtung weiter. An einigen Stellen wurde uns immer wieder einen weiten und schönen Blick ins Land geboten. Wir gelangten allmählich wieder aus dem Wald heraus und erreichten die sogenannte Vogeltaufe mit einer schönen Aussichtsbank. Der Name geht auf eine Sage zurück, dass sich dort sächsische Edelleute unter einem Lobgesang von hunderten kleiner brauner Vögel taufen lassen haben sollen. Durch die landwirtschaftliche Nutzung entstand auf den terrassierten Hängen eine wunderbare und aussichtsreiche Heidefläche. Über die Wiese führte uns der Weg nun leicht bergab und wir erreichten den Weiler Bärenstein, welchen wir nun durch die Quartiersträsschen durchquerten. Beim Waldhotel Bärenstein zweigten wir wieder einen Wanderweg ein und wanderten durch eine Birkenallee auf den Kamm des Bärensteins. Wir folgten diesem wunderschönen Wegabschnitt, welcher zu den schönsten des gesamten Hermannsweg zählen soll, über den Bärenstein. Auf der Ostseite des Kamms führte uns der Weg in einem sanften Bogen und teils über Treppenstufen durch den Buchenwald steil hinunter ins Tal. Schon beim Abstieg konnten wir auf unseren nächsten Höhepunkt, die Externsteine, erste interessante Blicke erhaschen. Am Ufer des Sees entlang, erreichten wir dann die imposante und markante Felsformation der Externsteine. Diese besteht aus insgesamt 13 Sandsteinen und ragen teilweise bis zu 38 m in den Himmel. Wir begaben uns zuerst über die kühn angelegte Treppenanlage auf den Kapelfelsen, welcher uns mit seiner Aussichtsplattform, einen wunderbaren Rundblick übers Lipper Bergland bieten konnte. Der Aufstieg zum benachbarten Turmfelsen mit der Höhenkammer, erfolgte dann über den Treppenfelsen, von welchem aus eine Brücke zur Höhenkammer hinüberführt. Nachdem wir das Abenteuer Externsteine ausgekostet hatten wanderten wir wieder weiter und zogen durch das Felsentor der berühmten Sandsteinformation. Kurz darauf zweigten wir ab, um ziemlich steil hinauf zum Kamm des Knickenhagens zu gelangen. Durch die birkendurchzogene Heidelandschaft wanderten wir auf dem naturbelassenen Kammweg und stiegen danach allmählich zum Lönsstein hinunter. Hier vereinen sich der Hermannsweg und Eggeweg, welchem wir ja dann ab morgen auf den Hermannshöhen weiterfolgen werden. Wir unterquerten die Bundesstrasse und wir zogen dem Hang des Kniebergs entlang hinauf bis zur Kuppe. Der schmale und steile Pfad brachte uns dann wieder etwas hinab auf eine Strasse, welcher wir zu unserem Etappenziel folgen konnte. Wir nächtigten heute im Waldhotel Silbermühle, welches an einem sehr idyllischen Teich und Plätzchen liegt. Wunderschöne Wanderung mit 11.5 Kilometern in 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 380 Höhenmeter aufwärts.