27. Sep, 2018

Eggeweg Etappe 2: Bad Driburg - Willebadessen

Inmitten der Altstadt von Bad Driburg, starteten wir nach dem Frühstück unsere 11. Etappe auf den Hermannshöhen und somit auch die 2. Etappe des Eggewegs. Wir folgten wiederum derselben Strasse, auf welcher wir gestern in die Stadt hineingewandert sind, zurück zum Kriegerdenkmal. Im Wald führte uns dann ein ziemlich steiler Pfad zur Sachsenklause und zur Burgruine Iburg hoch, welche schön auf einem Bergsporn über der Stadt thront. Sie wurde im 8. Jahrhundert als sächsische Fliehburg angelegt, wurde im aber im 15. Jahrhundert in der sogenannten Soester Fehde zerstört und ist seither eine Ruine. Vom 18 m hohen Kaiser-Karls-Turm, welcher sich bei der Sachsenklause befindet, konnten wir nochmals unseren Blick über Bad Driburg schweifen lassen, bevor wir wieder in den Eggeweg einmündeten. Durch den Laubwald ging es nun an der „Schönen Aussicht“ vorbei und wanderten nun am westlichen Rand des Naturschutzgebietes Iburg Aschenhütte entlang zum Klusenberg. Nach der Schutzhütte Klusenberg wanderten wir auf der Oststeite des Ochsenberges herum und passierten das Naturdenkmal Schwalgloch, wobei es sich dabei um zwei kleinere Erdfälle handelte. Der Forstweg führte uns beständig bergab, an mehreren kreisrunden Quelltöpfen entlang, hinunter ins Bodental. Kurze Zeit später stieg unser Weg wieder in die Höhe und wir erreichten eine Landstrasse, neben welcher uns nun ein wunderschöner Trampelpfad weiterführte. Schliesslich mussten wir dennoch auf dieser Strasse Fuss fassen und wanderten zum Ortsrand von Herbam-Wald, bevor wir wieder in einen wurzligen Pfad einmündeten. Wir stiegen nun zur Teufelsküche auf, welche zu den eindrucksvollsten Klippenbildungen am Eggeweg gehört. Das Sturmtief Fredericke hatte hier im Frühjahr leider ganze Arbeit geleistet und wir hatten ein wenig Mühe die Übersicht über den genauen Wegverlauf zu haben. Der Weg zog sich deshalb an einer Menge  von Wurfholz stets südwärts an den alten Steinbrüchen entlang. Danach wanderten wir wieder ein gutes Stück über den unbefestigten Weg gemütlich bergab. Auf leicht matschigen Pfaden ging es zur Asselener Hütte, wo noch immer das Ausmass von Wintersturm Kyrill im Jahre 2007 gut ersichtlich war. Im Umfeld der Hütte sind dabei grossflächig ganze Fichtenbestände umgefallen, wodurch auch die Vorgängerhütte zerstört wurde. Diese Windwurfflächen, stellen aber nun dafür attraktive Biotope im Wald dar. Nach der kurzen Rast konnten wir wieder pfadartig, teils auf, teils neben dem Waldweg wandern, um die feuchten Vertiefungen umgehen zu können. Der Weg stieg bald wieder leicht an und es wurde dadurch auch wieder zunehmend trockener. Wir erreichten so den Paderboner Berg mit seiner Schutzhütte. Da die Bergkuppe hier recht flach erscheint und zudem durchgehend bewaldet ist, sind die Ausblicke in die Landschaft hier leider kaum möglich. Südlich der Hütte stieg nun unser Weg über Wurzeln kontinuierlich durch den Fichtenwald bergan. Am Wegesrand begleiten uns einige alte Grenzsteine und wir wanderten auf teils geschotterten Wege an einem grünen Saumstreifen entlang. Der Eggeweg stieg nun beständig zum Lichtenauer Kreuz auf 420 m hinauf, wo wir den unübersehbaren Sendeturm erreichten. Dieser Stahlbetonturm ragt gewaltige 156 m in die Höhe und war früher für die Übertragung der Fernsehprogramme verantwortlich. Hier verliessen wir den Eggeweg, um zu unserem Etappenort nach Willebadessen abzusteigen. Wir mussten aber dafür leider eine längere Zeit der Landstrasse nach unten folgen, wo wir dann eine Waldstrasse erreichten, welche uns zum Bahnhof von Willebadessen führte. In unmittelbarer Nähe erreichten wir dann aber auch schon unser heutiges Hotel Jägerhof. Tolle Wanderung mit 21 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.