28. Sep, 2018

Eggeweg Etappe 3: Willebadessen - Blankenrode

Nach unserer Nacht im Hotel Jägerhof, machten wir uns nun wieder startklar für die 12. Etappe der Hermannshöhen, bzw. 3. Etappe auf dem Eggeweg. Gleich zu Beginn standen für uns, auf den knapp ersten 2 Kilometern, zum Aufwärmen die ersten 150 Höhenmetern an. Wir schlugen dazu erneut die selbe Route ein, auf welcher wir gestern den Eggeweg verlassen hatten, um diesen wieder zu erreichen. Beim Fernmeldeturm zweigten wir wieder von der Landstrasse weg und wanderten auf dem geschotterten Forstweg an der Johann-Kienee-Hütte vorbei. Sanft bergab erreichten wir dann die Schutzhütte „Alte Eisenbahn“. Dieser Name führt auf ein gescheitertes Tunnelprojekt zurück, welches Mitte des 19. Jahrhundert geplant war, wegen Erdrutschen und Wassereinbrüchen aber nie fertiggestellt werden konnte. Die ehemalige Grossbaustelle, welche sich aber etwas abseits unserer Route befindet, soll sich heute zu einem wahren Naturidyll gemausert haben. Wir zogen es aber vor weiter zu wandern, folgten dazu erst ein Stück der Landstrasse und bogen danach auf den schmalen Pfad im Wald ein. Entlang einer grasbewachsenen Schneise ging es nun durch den Fichtenwald. Der Weg führte uns leicht bergauf zur Krolhütte und passierten etwas später das grosse Försterkreuz, welches zum Andenken an zwei im Jahre 1880 ermordete Förster errichtet wurde. Wir verliessen den Waldweg und folgten dem kleinen Pfad zu den Teutonialklippen, einer grösseren Formation von Sandsteinfeldsen. Wir wollten nun eigentlich entlang dieser steilen Abbruchkante wandern, mussten aber wegen umgestürzter Bäume und den laufenden Forstarbeiten unser Vorhaben wieder abbrechen und kehrten wieder auf den Forstweg zurück. Auf der Strecke, machten wir dann noch den kurzen Abstecher zum Bierbaums Nagel, welcher ca. 200 m vom Eggeweg abseits liegt. Es handelt sich dabei um einen Turm, welcher der Gutsherr Julius Bierbaum 1847 von Tagelöhnern und Bauern erbauen liess. Die Rundumsicht von dem Aussichtsturm wurde aber leider von Nebel getrübt, sodass wir wieder zügig den Weg zurück zu unserer Route nahmen. Auf schier weisslichen Sandweg erreichten wir im lockeren Auf und Ab die Borlinghauser Hütte und wanderten danach auf dem geschotterten Waldweg bergab zur Bundestrasse. Etwas nach der Querung dieser Strasse traten wir wieder in den Wald ein und folgten dem pfadartigen Klippenweg an den westlichen Rand der Hardehauser Klippen. Der äusserst schöne Waldweg führte uns in einer Schleife an diesem Felsenmeer entlang zum sogenannten Opferstein, einem mächtigen moosüberzogenen Sandsteinblock. An dieser alten Kultstätte, wurden in frühchristlicher Zeit, zur Besänftigung der Dämonen, Schmuck und Tiere geopfert worden sein. Der etwas zugewachsene Weg brachte uns zurück auf die Forstrasse, welcher wir zur Bergkuppe Nadel folgen konnten. Leider wuchs die schöne Ausblickmöglichkeit im Laufe der Zeit zu, sodass hier nicht mehr viel vom „Nadelblick“ übriggeblieben ist. Auf schmalen und steilen Pfad ging es nun bergab. Der felsige und leicht schmierige Untergrund stellte sich dabei als echte Herausforderung dar. Wir erreichten dennoch am oberen Rand des Schwarzbachtales eine Strasse, welche uns zur Schutzhütte Roters Eiche führte. Im Naturschutzgebiet des Schwarzbachtals wanderten wir auf dem Natursträsschen parallel zum Blankenroder Bach durch den Papengrund leicht bergauf. Nach dem etwas monotonen Aufstieg querten wir den Bach und folgten einem schmalen Weglein bergauf in den Wald hinein. Wir gelangten zur Stadtwüstung Blankenrode, einer kleinen zerstörten Burgstadt aus dem 13. Jahrhundert, von welchem man die Reste dieser Ansiedlung nur noch erahnen kann. Wir überquerten die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser und erreichten schon bald den Ort Blankenrode.  Der Strasse folgten wir bis zur Pension Dewenter, wo unsere heutige Etappe dann auch ihr Ende fand. Tolle Wanderung mit 23 Kilometern in 6 Stunden Gehzeit. Insgesamt 450 Höhenmeter aufwärts.