29. Sep, 2018

Eggeweg Etappe 4: Blankenrode - Marsberg

Mit der heutigen 13. Etappe, stand auch bereits schon unsere letzte Tour auf den Hermannshöhen auf unserem Tagesprogramm. Wir verliessen also nach dem Frühstück die Pension Dewenter, um zu unserem Finallauf nach Marsberg im Sauerland zu starten. Wir zweigten dazu in den asphaltierten Wirtschaftsweg ein, welcher uns in südlicher Richtung brachte. Wir erreichten dadurch schon bald die einzigartigen und geschützten Blankerode Bleikuhlen. Dort entwickelte sich, nach der Einstellung des Bergbaus 1927, eine spezielle Pflanzenwelt. Einzigartig dabei ist das blauviolette Westfälische Galmei-Veilchen, welches weltweit nur an diesem Standort blühen soll. Da aber Blütezeit wohl schon länger vorbei war, konnten wir leider keines dieser seltenen Exemplare ausmachen. Wir überquerten dann über die Brücke die Autobahn, wo es nun in einen geschotterten Waldweg überging. Durch das ausgewiesene Naturschutzgebiet wanderten wir im Buchen- und Fichtenwald an der Quelle des Wäschebachs vorbei und erreichten beim Waldausgang die Felsberghütte. Wir verliessen nun für eine längere Zeit den Wald und konnten am Waldrand folgend, die herrlichen Aussichten über die Paderborner Hochfläche geniessen. Unser Zielort bei Obermarsberg, mit seinem markanten und überragenden Kirchturm, fiel uns hier schon erstmals ins Auge. Nach einem Bauernhof verliessen wir das Teersträsschen wieder, um auf einen Wiesenweg einzubiegen, welcher uns nun steil bergab führte. Der Weg wurde zunehmend schmaler, durch Stufen entschärft und führte uns schliesslich über eine Treppe zum Kirchplatz von Oesdorf hinunter. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer aus dem Jahre 1893, ist mit wertvollen Stein- und Holzplastiken aus dem 15. Jahrhundert bestückt, welche ursprünglich dem Kloster Dalheim gehörten. Wir querten die Ortschaft Oesdorf, verliessen diese auf der Südseite und wanderten auf dem Feldweg steil in die Höhe. Gesäumt von alten Obstbaumhochstämmen erreichten schliesslich eine Art Plateau, von welchem wir wiederum einen herrlich freien Blick in die Landschaft geniessen konnten. Etwas nach dem Wegkreuz verliessen wir den asphaltierten Feldweg wieder und wanderten auf unbefestigten Weglein in den Wald hinein. Nach dem Unterstand ging es auf der Strasse, welche parallel zur Abbruchkante der Egge verläuft, zum Ortseingang von Essentho. Dies ist der älteste der Marsberger Stadteile, welcher bereits im 5 Jahrhundert gegründet worden ist. An der Katholischen Kirche vorbei, querten wir die Ortschaft und betraten am südlichen Ortsausgang den Essenthoer Wald. Unser Weg verlief nun auf der Via Regia. Dies ist ein alter Königsweg, welcher im frühen Mittelalter als Fernhandelstrasse zwischen Frankfurt und Paderborn eingerichtet wurde. Durch den Fichtenwald wanderten wir durch einen tiefen Hohlweg und zweigten auf den etwas zugewachsenen Hangweg ein. Kurze Ausblicke auf Nieder- und Obermarsberg mit ihren vielen kirchlichen Bauten begleiteten uns dabei. Der immer schmaler werdende Weg zog sich nun gemächlich dem Hang entlang runter ins Diemeltal. Am Bergfuss angelangt,  stiegen wir nun zum Flusslauf der Diemel hinunter, um am Uferweg ins Zentrum von Niedermarsberg zu wandern. Wir erreichten das Zeitlers Hotel & Appartements und waren somit an unserem Zielpunkt der Hermannshöhen angelangt. Tolle Schlusswanderung mit 13.5 Kilometern in 3.5 Stunden reiner Gehzeit. Insgesamt 200 Höhenmeter aufwärts.