5. Mai, 2019

Düdingen - Einsiedelei Magdalena - Fribourg

Eine einfache Wanderung lockte uns heute mal ins sogenannte Üechtland, welches sich im deutschsprachigen Gebiet des Kantons Freiburg befindet. Der Bahnhof in Düdingen markierte dabei unseren Ausgangspunkt, welchen wir dann auch auf der nördlichen Seite verliessen. Der Strasse durch das Industriegebiet folgend, erreichten wir das Wäldchen oberhalb des Toggelilochs. Der schmale Pfad führte uns am Hang hinunter in das kleine Tälchen, aus welchem wir aber schon bald wieder emporstiegen. Die Strasse brachte uns an den Häusern des Rachholderberg vorbei, hinaus ins offene Feld. Wir wanderten in einem Rechtsbogen hinein in die stille Oase des Düdinger Moos, welches als Moor von nationaler Bedeutung gilt. Ein botanischer Pfad führte uns durch diese 22 Hektar grosse und für im Mai sehr winterliche Idylle hindurch. Über einen kleinen Waldpfad querten wir den Chiemiwald und zweigten im Mösli wieder auf asphaltierten Wege ein. Kurz nach dem Weiler Räsch wollten wir eigentlich wir die Autobahn unterqueren, um zur Magdalena-Einsiedelei zu gelangen. Leider war der Weg wegen Sanierungsarbeiten gesperrt und wir mussten den Umweg zurück über Räsch in Angriff nehmen und erreichten so dennoch die Einsiedelei. Eingegraben in eine Felswand, hoch über dem Schiffenensee liegt diese romantische und ungewöhnliche Einsiedelei. Um das Jahr 1700 gruben zwei Einsiedler mehrere Räume auf insgesamt 120 Meter in den Felsen. Diese schufen in rund 20 Jahren von Hand einen riesigen magischen Ort mit Kapelle, Sakristei, Glockenturm, Vorzimmer, Holzschuppen, beheiztem Schlafzimmer, Küche, Speiseraum, Heizraum, Treppen, Atelier, Klause, Keller und Terrasse. Nachdem wir dies Höhlenwohnungen besichtig hatten machten wir uns wieder auf und folgten den Treppen hinunter an den Schiffenensee. Das Strässchen brachte uns nun ein Stückweit am Ufer entlang, bevor es uns an der Saanematte wieder in die Höhe leitete. Wir folgten dem Pfad am Waldsaum entlang und erblickten schon gleich das 79 Meter hohe und 330 Meter lange Grandfey-Viadukt. Dieses gilt als eine der grössten Brücke der Schweiz und überspannt den Saanegraben, welcher gerne auch als den sogenannten Röschtigraben bezeichnet wird. Eine wunderschöne Passage im inneren des Viaduktes brachte uns hinüber ans Ufer in den französischen Teil des Kantons. Wir folgten der Strasse durch das Quartier La Palatint und wanderten in einem Bogen unterhalb des Châteaus de la Poya vorbei, hinunter zur La Sarine, bzw. Saane. Über die eine wackelige Hängebrücke querten wir den Fluss und wanderten der breiten Strasse entlang auf das Viadukt der Zehringerbrücke zu. Wir zweigten in dann wieder in einen Fussweg ein und folgten dem Ufer der Saane zur Bernbrücke hin. Diese ist die letzte gedeckte Holzbrücke der Stadt Fribourg und wurde bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Die Bernbrücke wurde ursprünglich von Holzböcken getragen und ihre heutige Gestalt geht auf das Jahr 1653 zurück. Wir erreichten so wieder die andere Uferseite und somit auch die schmucke und sehenswerte Altstadt von Fribourg. Durch die schönen Gassen wanderten wir zur imposanten Kathedrale Saint Nicolas hin. Dieses dreischiffige Gotteshaus mit seinem 74 Meter hohen Turm wurde ab 1283 in mehreren Etappen bis 1490 im gotischen Stil erbaut und gilt als die Kathedrale des römisch-katholischen Bistums Lausanne, Genf und Freiburg. Durch die Fussgängerzone erreichten wir schliesslich den Hauptbahnhof der Stadt, wo unsere Wanderung dann auch endete. Wunderschöne Tour mit 14 Kilometer in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 240 Höhenmeter aufwärts.