Wanderungen im Kanton Basel

26. Jan, 2020

Wir begaben uns heute mitten in die Stadt Basel, um dort unsere heutige Wanderung zu beginnen. Auf unserem Programm stand dazu der Rheinpfad, welcher uns über die alten Fischerwege am Fusse des Rheinufers nach Kaiseraugst bringen soll. Startpunkt für unser Vorhaben war dazu der Barfüsserplatz in der Altstadt von Grossbasel und so zogen wir durch die Gassen hinauf zum Basler Münster. Das Gotteshaus ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten und Wahrzeichen der Stadt, welche zwischen 1019 und 1500 aus roten Sandstand im romanischen und gotischen Stil erbaut wurde. Wir wanderten der Strasse nach hinab, passierten das Kunstmuseum und erreichten in der St. Alban Vorstadt das Rheinufer. Wir bewegten uns auf dem erhöhten Uferweg und konnten so dem Wasserlauf des Rheins folgen. Nachdem wir die breite Schwarzwaldbrücke unterquert hatten, gelangten wir zu den Schrebergärten in der Lehenmatte. Eine Brücke brachte uns über das Flüsschen Birs und wir wanderten weiterhin auf Hartbelag am Birschöpfli vorbei wieder zum Rhein hin. Das verkehrsfreie Strässchen führte uns an der Kraftwerkinsel, mit seinen Schiffsschleusen vorbei und tauchten dann hinein in die riesigen Hafenanlagen. Wir durchquerten diese zur Gänze und kamen so in die Nähe des Hardwaldes. Leider mussten wir nun hier die ursprüngliche Wegführung verlassen, da dieses grossflächige Waldgebiet aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Die Trockenheit im Sommer 2018 raffte über 6000 Bäume dahin und es wäre daher noch immer zu gefährlich diesen Wald zu betreten. Die Umleitung führte uns so zur Kantonstrasse in Birsfelden Hard hin, welcher wir auf dem parallel führenden Fuss- und Fahrradweg folgen mussten. Nachdem wir diese verkehrsreiche Strasse etwas lang ertragen mussten, konnten wir nach verlassen des Waldes, wieder zum Rheinufer hinab wechseln. Der äusserst reizvolle Uferweg brachte uns an der Schifflände Schweizerhalle vorbei und wanderten auf schmalen Pfade durch den schönen langgezogenen Auenwald bis zur Krafwerkinsel bei Augst hin. Wir betraten hier wieder Hartbelag und folgten den Strässchen durch die Ortschaft Augst hinaus. Wir unterquerten die Bahnlinie und gelangten zum Flüsschen Ergolz. Eine überdachte Brücke brachte uns auf die andere Uferseite und erreichten so schon gleich das grösste archäologische Freilichtmuseum der Schweiz, die Augusta Raurica. Diese weltberühmte Ausgrabungsstätte lässt die Römerzeit wieder auferleben und so konnten uns von den über zwanzig Monumenten und Fundstellen selbst davon überzeugen. Vom besterhaltenen römischen Theater nördlich der Alpen über das komplett eingerichteten Römerhaus bis zur gewaltigen Römermauer konnten wir hier alles bewundern. Nachdem wir unsere spannende Zeitreise beendet hatten, machten wir uns wieder auf und verliessen die antike Stadt. Die Markierungen leiteten uns der Strasse entlang direkt zum Bahnhof in Kaiseraugst hin, wo unsere Tour dann auch endete. Einfache, leider etwas asphaltlastige Wanderung mit 17 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit (inklusive Rundgang Augusta Raurica). Kaum nennenswerte Höhenunterschiede.

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24. Nov, 2019

Das Dreiländereck Deutschland / Frankreich / Schweiz ist eine grenzüberschreitende Region und grenzüberschreitend ist auch der Dreiland-Wanderweg (Nr. 67). Für heute nahmen wir uns ein Teilstück dieses 61 Kilometer langen Weges vor und reisten nach Riehen im Halbkanton Basel-Stadt. Bei der Bahnstation starten wir unsere Tour und zogen nordwärts der Strasse nach davon weg. Wir zweigten in die Strasse ein, welche uns erst am Spitalgarten vorbei und so entlang durch die Ortschaft leitete. Ein aufwärtsführendes Strässchen brachte uns zwischen der Auhalde und den Häuserzeilen hindurch zum Waldrand hin. Dort wechselten wir vom Hartbelag auf den Schotterweg und wanderten auf diesem weiterhin bergan. Der Weg verschmälerte sich nun bald und wir stiegen in der Nordhalde nun etwas steiler und treppendurchsetzt in die Höhe und folgten nun ziemlich genau dem Grenzverlauf zwischen der Schweiz und Deutschland. Ein schönes Waldsträsschen brachte uns über den Britzigerberg ins bezaubernde St. Chrischona. Das Ortschäftchen, welches auf dem höchsten Punkt des Kantons Basel-Stadt liegt, bot uns eine tolle Aussicht in die Ferne und auf ins entfernte Basler Stadtgebiet. Dominiert wird St. Chrischona aber vom weit herum sichtbaren Sendeturm, welcher mit seinen 250 Metern Höhe, gar zum höchsten freistehenden Gebäude der Schweiz zählt. Die Strasse leitete uns wieder zur Landesgrenze hin, welcher wir nun mal diesseits, dann wieder jenseits der Grenzsteine folgten. Beim Horngraben verliessen wir das Schweizer Staatsgebiet und folgten dem Wanderweg auf deutschem Grund zum Hornfelsen. Ein grandioser Ausblick über den Rhein und die Stadt Basel eröffnete sich uns da oben, bevor wir wieder auf schmalen Weglein zurück auf Schweizer Boden wanderten. Eine Strasse führte uns am Friedhof am Hörnli vorüber und unterquerten dann die Bahnlinie, um dann mitten durch die Schrebergärten zum Rheinufer zu gelangen. Wir wechselten über die Flusssperre des Kraftwerks Birsfelden das Ufer des Rhein und folgten diesem nun auf breitem Wege ein Stück weit. Wir gelangten so an die Rheinmündung der Birs, wo uns die Brücke über das Flüsschen brachte. Das Strässchen ging schon bald in einen schönen Wanderweg über, welcher sich direkt am Flusslauf der Birs befand. Die Birs ist ein 75 Kilometer langer Fluss, welcher etwas südwestlich von Tavannes im Berner Jura entspringt, an welchem heute dank seiner zahlreichen Renaturierungsprojekten eine vielfältige Flora und Fauna gedeiht. Wir folgten also dem Wasserlauf flussaufwärts und kamen so am Fussballstadion St. Jakobspark vorbei zum Park im Grünen. Hier fand 1980 die 2. Schweizerische Ausstellung für Garten- und Landschaftsbau statt und ist noch heute eine wunderbare grüne Oase mitten in der Stadt. Über die gedeckte Holzbrücke wechselten wir auf die andere Uferseite der Birs und folgten dieser weiterhin flussaufwärts. Wir unterquerten nach einiger Zeit eine Strassen- und kurz darauf zwei Eisenbahnbrücken, bevor wir über ein Brücklein wanderten, um wieder an die andere Uferseite zu gelangten. Durch den lichten Auenwald gelangten wir kurz darauf, erneut zu einer gedeckten Holzbrücke und wechselten zum letzten Mal für heute das Ufer der Birs. Wir wanderten am Bahnhof Münchenstein vorbei und gelangten der Strasse nach in Dorfzentrum von Münchenstein. Dort fand heute zudem der Weihnachtsmarkt statt, welcher uns an den zahlreichen Ständen ein wenig zum Verweilen einlud. Nachdem wir die eine oder andere Leckerei gegönnt hatten, machten wir uns wieder auf und folgten der Strasse zurück zur Tramstation, wo wir dann wieder unsere Reise in Richtung Heimat antraten. Schöne Wanderung mit 17.5 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 280 Höhenmeter aufwärts.

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13. Okt, 2019

Der Startpunkt unserer heutigen Wanderung befand sich in der solothurnischen Enklave im Leimental, wo wir uns eine Etappe auf der „Via Surprise (Nr. 32)“ ausgesucht hatten. Wir begaben uns also in den nordwestlichen Teil der Schweiz, wo unsere Tour direkt beim imposanten Benediktinerkloster Mariastein beginnen konnte. Die in der Mitte des 17. Jahrhundert erbaute Klosteranlage gehört übrigens nach Einsiedeln, zu dem zweitwichtigsten Wallfahrtort der Schweiz und steht unter Denkmalschutz.  Wir entfernten uns in südlicher Richtung von dieser Klosteranlage hinweg und zweigten beim Klostergarten in den gut ausgebauten Wanderweg ein. Der Hangkante entlang wanderten wir auf das Wilerhölzli zu. Nachdem wir zwei Strassen überquerte hatten, folgten wir aufwärts dem schmalen Wanderweg, welcher uns mit Blick auf die Burg Rotberg und durch das schöne Weidegebiet hinauf zur Weggabelung Vorhollen brachte. Das aussichtsreiche Natursträsschen brachte uns nun in östlicher Richtung auf den Wald der „Unter Bümmertsrüti“ zu. Dabei hatten wir eine gute Sicht auf die Ruine Landskron, jenseits der Landesgrenze im elsässischen Leimental. Beim Wanderparkplatz Radmer zweigten wir ab in Richtung Chälengraben. Wir tauchten so hinein in die wildromantische Schlucht, wo sich der gut ausgebaute Weg, über Stege und zum Teil über Leitertreppen durch den schmalen Einschnitt aufwärts schlängelte. Am Fusse des Unterer Bergs entstiegen wir der Schlucht dann nach und nach wieder und gelangten zur grossen Lichtung Bergmatten. Wir gelangten durch ein kurzes Waldstück hoch zu einem Strässchen, welches uns um das Restaurant Bergmatten herumführte. Wir zweigten aber schon gleich wieder von diesem ab, wo uns nun der Aufstieg zum Blauenpass erwartete. Zuerst durch das Weideland, dann etwas steiler durch den Wald wanderten wir auf dem schmalen Weglein hoch zur Krete. Der Weg flachte nun etwas ab und wir wanderten in östlicher Richtung dem Gratverlauf entlang. Eine Vielzahl von Grenzsteinen erinnerte uns nun daran, dass wir uns auf dem Grenzverlauf der beiden Kantone Solothurn und Basel Landschaft bewegten. Nach dem wir die Erhebung des Blauebergs hinter uns gelassen hatten, brachte uns der steinige Weg stetig hinab zum Chremerpass. Das sogenannte „Chremerkreuz“ erinnert hier an einen kaltblütigen Raubmord von Wegelagern auf einen Krämer vor grauer Vorzeit. Der Gratweg führte uns weiter hinab zum Blattepass, welcher die niedrigste Überquerungsstelle am Blauen markierte und bereits von Römern genutzt wurde. Sie galt dazumal als wichtigste Verbindung zwischen dem Aventicum (Avenches) und Augusta Raurica (Kaiseraugst). Auf dem breiten Weg wanderten oberhalb des Bielgrabe, in nördliche Richtung zu den Weinbergen im oberen Tschöpperli. Unterhalb der Ruine Frohberg zogen wir durch die Rebberge hindurch und gelangten hinab zu einem Strässchen. Vor uns erstreckten sich nun die Weinberge des Under Chlusbergs. Wir wanderten auf Hartbelag dem renaturierten Lauf des Chlusbachs entlang, direkt hinein in die Ortschaft Aesch, der grössten Weinbaugemeinde im Baselbiet. Wir querten die Ortschaft der Strasse nach und stiegen über eine Treppe hinunter zum Flüsschen Birs. Der gegen Norden verlaufende Uferweg brachte uns der schlängelnden Birs und an Industriebauten entlang zur Dornachbrugg. Dort wechselten wir, über die vom heiligen Nepomuk bewachte Brücke, die Uferseite der Birs und folgten den Markierungen zum Bahnhof Dornach-Arlesheim hin. Dort endete unsere heutige Tour und wir reisten wieder mit der Bahn in Richtung Heimat zurück. Wunderschöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 420 Höhenmeter aufwärts. 

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2. Jul, 2017

Zum höchsten Punkt im Baselbiet sollte uns die heutige Wanderung führen und wir begaben uns dazu ins Wandergebiet Wasserfallen im sogenannten Fünflibertal. Wir starteten unsere Tour beim Dorfplatz in Reigoldswil und folgten auf der Strasse dem Bächlein «Hinteren Frenke» entlang. An der Talstation der Luftseilbahn Wasserfall und am Hof Vogelmatt wanderten wir vorbei und zweigten kurz darauf vom breiten Wege ab auf den Jägerweg. Steil zog sich nun der Wanderweg stetig aufwärts, mal über Brücken, mal unter Felsen, über viele Stufen und auf schmalen Pfaden. Der an den exponierten Stellen gesicherte Weg brachte uns am Schelmenloch vorbei hoch zur Bergstation. Wir folgten nun dem Wanderweg in östlicher Richtung, welcher uns am Naturschutzbiet Waldweid vorbei zum höchsten Punkt des Kanton-Basellandschaft auf 1168 Meter, der Hinderi Egg führte. Das Chellenchöpfli, welches immer wieder fälschlicherweise als höchste Erhebung des Kanton Baselland genannt wird, erreichten wir dann mit einem kurzen Fussmarsch über eine Weide. Dieser wohl sonst wunderbare Aussichtspunkt war heute leider im dichten Nebel und so zogen wir schnell weiter. Über Pferdeweiden stiegen wir nun hinunter zur kleinen Pestkapelle Rochus und von dort wanderten wir über den steinigen und etwas anspruchsvolleren Kammweg hoch auf den Vogelberg, wo wir den Blick nochmals in die Ferne schweifen lassen konnten. Die Nordflanke führte uns hinunter nach Passwang, wo uns nun das Strässchen zum Berghaus Vogelberg brachte. Es ging dann durch die Kalkrippe des Schattbergs, einem aus dem Felsen herausgeschlagenen Durchgangs hindurch und danach wanderten wir danach über Weiden zum Hof Bürten. Ob der Bürtenflue zogen wir hinüber zum Chleiweidli, wo uns der Wanderweg zum Berghaus der Hinter Wasserfallen brachte. Der Strasse folgend, erreichten wir dann die Bergstation der Luftseilbahn, welche uns dann wieder bequem hinunter ins Tal brachte. Wunderschöne, wenn auch leider etwas nasse Bergwanderung über die dritte Jurakette mit 13 Kilometern in 5 Stunden reiner Gehzeit. Insgesamt 950 Höhenmeter aufwärts.

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12. Feb, 2017

Die Nordwestschweiz war unser heutiges Wanderziel und wir begaben uns dafür nach Aesch im Kanton Basel-Land. Wir starteten unsere Wanderung beim Bahnhof und folgten der Strasse in westlicher Richtung aus der Ortschaft hinaus. Am idyllischen Chlusbach entlang wanderten wir den Rebbergen vorbei und gelangten zur Unteren Klus, wo wir nun unterhalb der Burgruine Frohberg zum Blattenpass hinaufstiegen. Auf dem schönen Kammweg wanderten wir nun über Steinplatten und -brocken aus Jurakalk zum Chemerpass, von wo wir nun an dem Grenzverlauf der Kantone Solothurn und Basel-Land folgen konnten. Über den heutigen höchsten Punkt, dem Blaueberg mit seiner wunderbaren Aussicht auf die Jurakette gelangten wir am Blauepass vorbei zum Mätzlerchrüz mit seinem steinerden Pilgerkreuz im Wald. Wir folgten dem Wanderweg in westlicher Richtung und stiegen über den Brunneberg etwas hinunter zu einer Forststrasse. Auf dieser wanderten wir nun durch den Wald stetig bergab, bevor wir unterhalb des Bergmattenhofs in einem kleinen Gegenanstieg über den Burgchopf gelangten. Auf breitem Wege konnten wir nun entlang des Schlegelhollen bergab wandern und traten unterhalb der Schachlete aus dem Wald hinaus. Wir konnten nun einen ersten Blick auf unser heutiges Tagesziel erhaschen und stiegen durch das Quartier Räbe hinunter zum Städtchen Laufen. Durch das nördliche Stadttor betraten wir die wunderschöne Altstadt, welche wir nun bis zum südlichen Stadttor durchquerten. Über das Flüsschen Birs mit seinem kleinen Wasserfall gelangten wir dann zum Bahnhof als Schlosspunkt unserer Wanderung. Schöne, waldgeprägte Tagestour mit knapp 19 Kilometern in 5.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 650 Höhenmeter aufwärts.

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