24. Nov, 2019

Riehen - Münchenstein (Dreiländerweg)

Das Dreiländereck Deutschland / Frankreich / Schweiz ist eine grenzüberschreitende Region und grenzüberschreitend ist auch der Dreiland-Wanderweg (Nr. 67). Für heute nahmen wir uns ein Teilstück dieses 61 Kilometer langen Weges vor und reisten nach Riehen im Halbkanton Basel-Stadt. Bei der Bahnstation starten wir unsere Tour und zogen nordwärts der Strasse nach davon weg. Wir zweigten in die Strasse ein, welche uns erst am Spitalgarten vorbei und so entlang durch die Ortschaft leitete. Ein aufwärtsführendes Strässchen brachte uns zwischen der Auhalde und den Häuserzeilen hindurch zum Waldrand hin. Dort wechselten wir vom Hartbelag auf den Schotterweg und wanderten auf diesem weiterhin bergan. Der Weg verschmälerte sich nun bald und wir stiegen in der Nordhalde nun etwas steiler und treppendurchsetzt in die Höhe und folgten nun ziemlich genau dem Grenzverlauf zwischen der Schweiz und Deutschland. Ein schönes Waldsträsschen brachte uns über den Britzigerberg ins bezaubernde St. Chrischona. Das Ortschäftchen, welches auf dem höchsten Punkt des Kantons Basel-Stadt liegt, bot uns eine tolle Aussicht in die Ferne und auf ins entfernte Basler Stadtgebiet. Dominiert wird St. Chrischona aber vom weit herum sichtbaren Sendeturm, welcher mit seinen 250 Metern Höhe, gar zum höchsten freistehenden Gebäude der Schweiz zählt. Die Strasse leitete uns wieder zur Landesgrenze hin, welcher wir nun mal diesseits, dann wieder jenseits der Grenzsteine folgten. Beim Horngraben verliessen wir das Schweizer Staatsgebiet und folgten dem Wanderweg auf deutschem Grund zum Hornfelsen. Ein grandioser Ausblick über den Rhein und die Stadt Basel eröffnete sich uns da oben, bevor wir wieder auf schmalen Weglein zurück auf Schweizer Boden wanderten. Eine Strasse führte uns am Friedhof am Hörnli vorüber und unterquerten dann die Bahnlinie, um dann mitten durch die Schrebergärten zum Rheinufer zu gelangen. Wir wechselten über die Flusssperre des Kraftwerks Birsfelden das Ufer des Rhein und folgten diesem nun auf breitem Wege ein Stück weit. Wir gelangten so an die Rheinmündung der Birs, wo uns die Brücke über das Flüsschen brachte. Das Strässchen ging schon bald in einen schönen Wanderweg über, welcher sich direkt am Flusslauf der Birs befand. Die Birs ist ein 75 Kilometer langer Fluss, welcher etwas südwestlich von Tavannes im Berner Jura entspringt, an welchem heute dank seiner zahlreichen Renaturierungsprojekten eine vielfältige Flora und Fauna gedeiht. Wir folgten also dem Wasserlauf flussaufwärts und kamen so am Fussballstadion St. Jakobspark vorbei zum Park im Grünen. Hier fand 1980 die 2. Schweizerische Ausstellung für Garten- und Landschaftsbau statt und ist noch heute eine wunderbare grüne Oase mitten in der Stadt. Über die gedeckte Holzbrücke wechselten wir auf die andere Uferseite der Birs und folgten dieser weiterhin flussaufwärts. Wir unterquerten nach einiger Zeit eine Strassen- und kurz darauf zwei Eisenbahnbrücken, bevor wir über ein Brücklein wanderten, um wieder an die andere Uferseite zu gelangten. Durch den lichten Auenwald gelangten wir kurz darauf, erneut zu einer gedeckten Holzbrücke und wechselten zum letzten Mal für heute das Ufer der Birs. Wir wanderten am Bahnhof Münchenstein vorbei und gelangten der Strasse nach in Dorfzentrum von Münchenstein. Dort fand heute zudem der Weihnachtsmarkt statt, welcher uns an den zahlreichen Ständen ein wenig zum Verweilen einlud. Nachdem wir die eine oder andere Leckerei gegönnt hatten, machten wir uns wieder auf und folgten der Strasse zurück zur Tramstation, wo wir dann wieder unsere Reise in Richtung Heimat antraten. Schöne Wanderung mit 17.5 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 280 Höhenmeter aufwärts.

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