23. Jan, 2022

Oberwil - Reinach - Flüh (Skulpturenweg)

Der zweite Tag im neuen Jahr hatte begonnen und wir machten uns bereits wieder auf, um bereits die zweite Wanderung des Jahres unter unsere Füsse zu nehmen. Dazu beehrten wir mal wider die Nordwestschweiz, wo wir dem Skulpturenweg im Leywald einen Besuch abstatten wollen. Da dieser Weg nicht dem Schweizer Wanderwegnetz angeschlossen ist, mussten wir unsere Tour etwas individueller planen. Wir reisten dazu nach Oberwil BL, welches in der Agglomeration der Stadt Basel liegt und entstiegen im Zentrum dem Tram. Die Strasse führte uns über die Birsig und liessen uns dann von den Markierungen durch die Quartiere bergauf dirigieren. Das Stadtgebiet konnten wir allmählich hinter uns lassen und wanderten weiterhin der Strasse nach leicht bergan. Im Spitzenhägli hatten wir dann den Scheitelpunkt erreich und der Weg senkte sich nun wieder. Wir tauchten schon gleich in den Wald hinein und fassten dann auch natürlichen Belag unter unsere Wanderschuhe. In einem grossen Bogen wanderten wir durch das Waldgebiet hinaus und kamen dem Talboden wieder etwas näher. Wir erreichten ein Teersträsschen und der Wald lichtete sich dann auch wieder. Vor uns lag bereits wieder städtisches Gebiet und wanderten in die Ortschaft Reinach hinein. Die Strasse führte uns zur sogenannten Gedankenbank, welcher als Zeichen der Erinnerung des Kanton Basel-Landschaft aufstellt wurde. Dieser holzgeschwungene Holzbank ist einer von den insgesamt zwölf im ganzen Kanton aufgebauten Gedankenbänke. Sie sollen an die Opfer von fürsorglichen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen, welche in den frühen 1980er-Jahren von den Verwaltungsbehörden aus nicht nachvollziehbaren Gründen vollstreckt wurden, erinnern. Die Strasse führte uns direkt ins Zentrum von Reinach hinein und verliessen dort nun die markierte Route, um zu den Skulpturen im Leywald zu wandern. Beim Gemeinde Friedhof Fiechten zweigten wir von der Hauptstrasse weg und zogen zwischen dem Gottesacker und der Kleingartenanlage in südliche Richtung. Kurz nach dem Schützenhaus zog der Weg dann wieder etas in die Höhe und führte uns auf den Leywald zu. So tauchten wir ein in den Märchenwald wo uns nun insgesamt 54 Holzskulpturen erwarteten. Die Geschichte des Skulpturenwegs geht auf das Jahr 2005 zurück, wo 10 Künstler zum Thema Märchen Holzfiguren schnitzten, sägten und feilten. Die Skulpturen wurden über die Jahre erweitert, sodass bis heute über 50 Stück in diesem Wald vorzufinden sind. So wanderten wir an Hexen, Trollen, Drachen vorbei und begegneten so manchen geheimnisvollen und verwunschenen Figuren aus unzähligen Märchen. Auf der Westseite des Waldes endete der Skulpturenweg dann auch und wir traten aus dem Leywald dann auch wieder heraus. An Feldern vorbei wanderten wir auf den Ort Ettingen zu und querten diesen dann zum Oberdorf hin. Das Strässchen führte uns dann an der katholischen Kirche vorüber und zogen zum Waldrand hinauf. Vorerst noch auf Hart- danach auf Naturbelag wanderten wir am Waldrand entlang und konnten immer wieder schöne Blicke auf die Basler Landschaft werfen. Wir hatten mittlerweile auch die Kantonsgrenze zu Solothurn überschritten und folgten dem Natursträsschen unterhalb der bewaldeten Anhöhen des Witterswiler- und Bättwilerbärg weiter Richtung Westen. So erreichten wir den Bahnhof Flüh, direkt an der Grenze zu Frankreich, wo wir unsere Tour dann auch beendeten. Schöne Wanderung mit 14 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 240 Höhenmeter aufwärts.

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