23. Jan, 2022

Dornach - Schauenbergflue - Pratteln

Eine weitere Wanderung in der Region von Basel stand heute auf unserem Wanderfokus und reisten somit wieder in die Nordwestschweiz. Unsere Tour soll uns von der Birs über die Schauenburgflue in die Rheinebene führen und uns dabei auch an einigen Highlights vorbeibringen. Startpunkt zu unserer Wanderung stellte sich der Bahnhof Dornach-Arlesheim dar, welcher sich direkt an der Kantonsgrenze Basel-Landschaft und Solothurn befindet. Wir entfernten uns vorerst südwärts vom Bahnhofsgelände und zweigten kurz darauf dann in die leicht aufwärts führende Strasse ab.  Wir bewegten uns nun auf der solothurnischen Seite immer weiter aufwärts und standen dann auch schon bald vor dem Monumentalbau des Goetheanum. Das Bauwerk aus Sichtbeton mit seinem weitgespannten Dach und dem weitgehenden Verzicht auf rechte Winkel ist schon sehr auffällig und wegen seiner imposanten Grösse auch weither sichtbar. Das dem stilistisch dem Expressionismus zugerechnet Bauwerk steht seit 1993 unter Denkmalschutz und dient als Sitz und Tagungsort der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule der Geisteswissenschaften. Nach dem kurzen Streifzug durch den Gartenpark und der Begutachtung des Bauwerkes zogen wir über ein Wanderweglein über den Schwindbach hinweg und betraten so auch Basler Kantonsboden. Wir bewegten uns vorerst auf unmarkiertem Wege, um zu einem weiteren Highlight gelangen zu können. Eine Quartierstrasse brachte uns an den Häusern entlang hinüber zum Waldrand und Eingang zur Ermitage. Diese gilt mit seiner Fläche von rund 40 Hektar als grösster Englischer Landschaftsgarten der Schweiz und wurde 1999 in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kanton Basel-Landschaft aufgenommen. Der Rundgang brachte uns über seine Spazierwege durch die romantische Anlage, sowie hinauf zum Burghügel der Ruine Birseck und passierten dabei auch die geheimnisvollen Apollogrotten. Wir liessen danach die Erimtage mit seinen idyllischen Weihern dann aber wieder hinter uns. Wir wanderten auf dem Natursträsschen nun bergauf und zogen der Lichtung Gobenmatt vorüber und traten im Bartlisloch wieder in den Wald ein. Das Strässchen führte uns immer wieder an den Felswänden des Tafeljura vorbei und gelangten durch den Mönchsgrabe hinauf auf die Schönmatt. Der Weg flachte ab und wir betraten nach dem Queren des Teersträsschen ein Wanderweglein. Dieses führte durch den dichten Wald der Eichmatt hinaus. Der kurze Anstieg auf dem Waldweglein erreichten wir für kurze Zeit eine breite Waldstrasse, bevor uns der Wanderweg weiterhin durch den schönen verschneiten Wald führte. Im Ebnetshölzli mündete dann der Weg in die Forsttrasse ein und verliessen dann auch bald die markierte Streckenführung. Wir wollten uns den etwas steilere Abstieg über die Schauenbergflue ersparen und entschieden uns daher auf dem Strässchen abzusteigen. So kamen wir dann auch an der Burgruine Alt-Schauenburg vorbei, welche sich auf dem benachbarten Felskopf der Schauenbergflue, dem Chleiflüeli befindet. Die Besiedlung der historischen Gemäuer geht auf das späte 13. Jahrhundert zurück und wir liessen es uns nicht nehmen ein kleiner Streifzug durch die Ruine zu unternehmen. Das schneebedeckte, etwas rutschige Strässchen führte uns danach weiter bergab, konnten immer wieder Blicke auf die mächtigen Felsbrocken im Walde werfen, bevor wir dann aus dem Wald heraustreten konnten. Vor uns thronte dann die Burgruine Neu-Schauenburg auf einem Felskopf inmitten einer gerodeten Hochfläche. Diese Burganlage stammt aus der Mitte des 12. Jahrhundert und ist somit die Ältere der zwei Schauenburgen. Wir betraten nach längerer wieder Hartbelag und wanderten auf dieser vorerst bergab. Ein Wanderweg verzweigte sich dann aber wieder und führte uns zur Waldstrasse am Aspenrain hin. Wir verloren immer allmählich an Höhe und erreichten unterhalb des Madelchöpfli dann auch wieder ein asphaltiertes Strässchen. Diese führte uns mit schönen Ausblicken auf die Rheinebene, die Erhebung St. Chrischona und das Basler Stadtgebiet am Waldrand entlang. Die ersten Häuser von Pratteln waren dann auch schon bald erreicht und liessen uns nun von den Markierungen durch die Stadt hinaus dirigieren. Mitten im Zentrum von Pratteln konnten wir dann auch das sehenswerte Schloss Pratteln vorfinden. Das ehemalige Weiherschloss aus dem Jahre 1275 lag ursprünglich freistehend am Rande des Dorfkerns und ist heute mitten in der Stadt vorzufinden. Geradeaus  der Strasse folgend, erreichten wir dann aber auch den Bahnhof von Pratteln, wo unsere Tour endete. Schöne Wanderung mit 12.5 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts. 

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