10. Apr, 2022

Liestal - Wildenstein - Lampenberg

Auf der Suche nach einer Wanderung durch eine Kirschblütenlandschaft, haben die Recherchen uns dabei aufs Baselbiet gebracht. Die sogenannte „Allgemeine Vollbluescht“ soll für die mittleren Lagen im Baselbiet in der ersten und zweiten Aprilwoche herrschen und dann je nach Witterung für rund 10 Tage dauern. Der Zeitpunkt war demnach also ideal und wir machten uns auf nach Liestal, wo wir unsere Wanderung beim Bahnhof starten konnten. Wir verliessen diesen auf der Nord-Seite und konnten uns nun bis Burg Wildenstein von der Markierung Nr. 469 (Wildenstein-Rifenstein-Weg) den Weg weisen lassen. Und genau diese führte uns hinein ins Herz des schmucken Altstädtchen von Liestal und wanderten durch dieses hinaus auf das südliche Stadttor zu. Wir verliessen so die Altstadt wieder und liessen uns zu den Gleisanlagen dirigieren. Eine Strassenbrücke brachte uns auf die andere Seite der Geleise und wanderten nun dem Strässchen nach durch die gepflegten Quartiere. Nach und nach liessen wir die letzten Häuser aber dann hinter uns und wanderten ins Frenketal hinein. Zu unserer Linken schlängelte sich im Auenwald die Frenke, zur Rechten säumte der  Waldhang unseren Weg. Das Strässchen ging dann auch auf Naturbelag über und wir wanderten so auf den Hof Morgental zu. Eine Strassenbrücke brachte uns über den Lauf der Hinteren Frenke und so steuerten an den Sportplätzen vorbei auf den Ortsrand von Bubendorf hin. Die Strasse führte uns direkt ins Zentrum des Ortes hinein und liessen uns von den Markierungen auf die bewaldete Erhebung im Osten lotsen. Unser Weg stieg nun in die Höhe, verliessen die Teerstrasse und wanderten auf dem steilen Waldweg bergan. Das Wanderweglein mündete nach Waldaustritt wieder in ein Strässchen ein und folgten diesem weiterhin bergauf. Die ersten blühenden Obstbäume waren somit auch schon erreicht und wir konnten uns von der weissen Pracht begeistern lassen. Das Strässchen führte uns mal weniger und mal direkt an den schönen Obstbäumen entlang und erreichten auf dem Mureberg dann auch die Anhöhe. Ein prächtiger Blick auf die Rheinebene war dann auch die Belohnung für unseren ersten Anstieg des Tages. Das Kiessträsschen führte uns auf das Naturschutzgebiet rund um Schloss Wildenstein zu. 500 Jahre alte, knorrige Eichen säumten unseren Weg auf das Schlosstor der romantischen Anlage aus dem Mittelalter zu. Schloss Wildenstein ist neben einer Schlossanlage im Leimental, die einzige erhaltene Höhenburg des Baselbiets und stammt aus dem späten 13. Jahrhundert. Unser Weg führte uns durch die bezaubernde Anlage hindurch und stiegen dann im Wald vom Burghügel wieder ab. Wir konnten schon bald den Sormattfall erblicken. Der kleine Wasserfall wird vom Fluebach gespeist und fällt an dieser Stelle relativ steil über zwei Stufen in die Tiefe. Auch wir liessen uns von diesem idyllischen Kraftort ein wenig verzaubern, bevor wir dem Bachtobel wieder zurück entstiegen. Am Burggelände wieder vorbei, zogen wir am Bauernhof vorüber und hielten uns auf den Waldrand zu. Im Herreholz senkte sich der Weg nach einem kräftigen Anstieg dann bald wieder. Das Strässchen ging dann auch wieder auf Asphalt über und verliessen das Waldgebiet kurz darauf. Vor uns lag nun der Ort Lampenberg, welcher einer der Hospots der blühenden Kirschbaumkulturen im Baselbiet darstellt. Leider hatte der kürzliche Frost den Blüten aber erwas zugesetz, sodass wir deren Pracht nur bedingt bewundern konnten. Die Strasse führt uns durch den Ort hinaus und wanderten auf der Nordseite dann auf den Wald zu. Wir traten in diesen dann auch hinein und fassten auf einem Forstweg wieder Fuss. Das Strässchen führte uns nun gemächlich bergab und konnten nach Waldaustritt auch schon das Frenketal erblicken. Auf Teerbelag wanderten wir nun über die Vordere Frenke und erreichten nach den Obstplantagen auch die Station Lampenberg-Ramlinsburg. Hier endete dann auch unsere Kirschblütenwanderung und reisten wieder in Richtung Heimat. Schöne Wanderung mit 14 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 330 Höhenmeter aufwärts.

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