Wanderungen im Kanton Solothurn

19. Jan, 2020

Heute begaben wir uns ins Grenzgebiet der Kantone Bern und Solothurn, um zwischen Bucheggberg und Emme eine leichte Wanderung unter die Füsse zu nehmen. Der Ausgangsort unserer Tour markierte die Bahnstation Lohn-Lüterkofen, von welcher wir uns in südlicher Richtung entfernten. Beim Kreisverkehr zweigten wir in die Bahnhofstrasse ein und bogen nach kurzer Zeit in ein Fahrsträsschen ab. Dieses brachte uns zum Ufer des reizvollen Biberenbach, an dem wir auf breitem Wege folgen konnten. Wir erreichten wiederum eine Strasse und wanderten durch das Ortszentrum von Lüterkofen. Beim Gasthof Kreuz verliessen wir die breite Strasse wieder, um in Richtung Waldrand zu gelangen. Wir wanderten durch das Teufental bergan und erreichten auf der sogenannten „Höchi“, auch den höchsten Punkt der Wanderung. Wir konnten einen wunderschönen Ausblick von dort oben geniessen, bevor wir uns auf den Weieterweg begaben. Das Strässchen senkte sich nun wieder und wir folgten diesem hinunter ins beschauliche Örtchen Küttigkofen. Wir zogen durch das Rütifeld und am kleinen Flüewäldli vorüber und tauchten in Altisberger Wald hinein. Das Forststrässchen brachte uns an die Ostseite des Waldes, welchen wir dort dann auch wieder verliessen. Wir überquerten kurz danach die Bahnlinie und somit auch die Kantonsgrenze zu Bern. Wir folgten dem Fussweg zum Limpach hinunter, wechselten über den Steg deren Uferseite und wanderten dem Strässchen nach durch die Quartiere von Kräiligen. Am Waldrand der Hinterschache erreichten das Ufer der Emme, welche eindrücklich mit einem 100 Meter langen Holzsteg für Fussgänger und Velofahrer überspannt wird. Für den Neubau des Stegs wurden 43 Tonnen Holz verbaut und besticht mit der 47 Meter langen Bogenbrücke als Herzstück. Wir wechselten also auf diesem tollen Bauwerk die Uferseite der Emme und wanderten nun dem rechtsseitigen Damm und später dem Kanal entlang. Uns begleitete fortan der Bibelweg, mit seinen zahlreichen Schautafeln, welche uns durch die Jahrhunderte des Christentums führten. Eine weitere Bogenbrücke brachte uns einige Zeit später wieder zurück ans andere Ufer der Emme. Wir hatten somit den Fuss des Altisbergs erreicht, wo uns ein etwas steilerer Aufstieg erwartete. Wir erreichten auf dem schönen Pfad das Naturdenkmal Zwingherrenhubel, bei welchen es sich um Überreste einer Erdburg aus dem 12. Jahrhundert handeln soll. Weitere Funde sollen ausserdem belegen, dass der Altisberg schon in der Jungsteinstein besiedelt worden war. Wir waren mittlerweile wieder auf solothurnischen Boden unterwegs und folgten dem breiten Weg durch das schöne Waldgebiet. Wir wanderten vorerst hoch über der Emme und zogen dann in einem grösseren Bogen hinab zum Waldausgang. Wir gingen so am Gehöft des Rötelihus vorbei und zweigten in den Naturweg ein, der uns durch die weiten Feldgebiete leitete. Wir überquerten den Biberenbach und folgten dem Strässchen, dass uns direkt auf die Bahnstation Lohn-Lüterkofen hinzuführte. Schöne Wanderung mit 12 Kilometern in 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 125 Höhenmeter aufwärts. 

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23. Jun, 2019

Die im Jurasüdfuss gelegene Tüfelsschlucht hatten wir schon lange in unserem Wandervisier und begaben uns daher heute ins solothurnische Hägendorf. Bei dessen Bahnhof starteten wir unsere Tour und folgten den Markierungen, welche uns wechselweise auf kleineren und grösseren Strassen quer durch den Ort führten. Kurz bevor das Strässchen im Müliguet sich zu einer Sackgasse bildete, brachte uns ein Brücklein über den Cholersbach. Der vorerst breite Wanderweg führte uns nun am Bachlauf entlang in die Tüfelsschlucht hinein. Die abenteuerliche Schluchtenwanderung mit seinen insgesamt 37 Brücken und kleinen Stegen auf den rund 3 Kilometern konnte also beginnen. Nach dem kleinen Stausee schlängelte sich der schmaler werdende Weg am wilden Bach bergauf. Immer wieder wechselten wir im feuchten Tobel, mit seinen moosbedeckten Felsen, die Talseite und wanderten an den hohen Klüften stetig hinauf. Durch kurze Felstunnels und an bezaubernden und mystisch wirkenden Moosfelsen entlang, gelangten wir zum Abzweiger beim Tuftbrunnen. Wir zogen weiter bachaufwärts und wurden schon bald mit dem Naturphänomen am Spritzbrunnen überrascht. Gespiessen aus dem Hangdruck wird aus dieser Quelle nämlich eine natürliche Wasserfontaine imposant in die Höhe geschossen. Wir verliessen etwas später den Cholersbach und streiften ein kurzes Stück beim Allerheiligenrank eine Fahrstrasse, bevor wir in die Oberi Schlucht einzweigten. Der Uferweg am ausgetrockneten Eihölzligraben führte uns weiter bachaufwärts, welcher uns teilweise treppendurchsetzt die Steigung überwinden liess. Im Bachbett konnten wir dabei immer wieder die runden und glattgeschliffenen Strudeltöpfe bewundern, welche die Natur über die Jahrtausende geschaffen hatte. Schon bald traten wir aus dem Wald heraus und folgten dem Waldrand entlang. Auf dem nun wieder breiter werdenden Weg wanderten wir durch das Weidegebiet zum Asphaltsträsschen etwas unter der Bergwirtschaft auf dem Allerheiligenberg hin. Kurz darauf verliessen wir aber die Strasse bereits wieder und folgten dem Natursträsschen dem Hang aufwärts. Kurz nach der ehemaligen Höhenklinik schlug unser Weg wieder in den Wald hinein. Das steile Strässchen endete bald und ging wieder in einen Pfad über, welcher uns über eine kleine Kuppe zur Lichtung auf der Wuesthöchi brachte. Wir querten den Wiesenhang zum nächsten Waldstück hin, welches wir durchquerten und auf dem unwegsamen Natursträsschen steil hinab zur Alp Gwidem wanderten. Unser Weg zog jedoch schnell wieder in die Höhe und wir stiegen, nachdem wir das Strässchen hinter uns gelassen hatten, treppenaufwärts durch die schönen Naturwiesen. Angekommen auf dem Belchen erreichten wir ein Kiessträsschen, welches uns dann eigentlich in östlicher Richtung weiterbringen sollte. Aber die Nähe zum Gipfel und Aussichtspunkt der Belchenflue reizte uns doch zu sehr, um noch einen lohnenden Abstecher dorthin zu machen. Etwa 150 Treppenstufen später wurden unsere Aufstiegsmühen auch belohnt und uns wurde auch eine wunderbare Aussicht gegönnt. Wieder zurück auf dem alten Militärsträsschen und unserem ursprünglichen Weg, ging es nun waldabwärts. Die Felsen am Weg waren dabei mit zahlreichen Wappen und Inschriften geschmückt und sind immer noch historische Zeitzeugen aus dem ersten Weltkrieg. Das Strässchen führte uns zum General-Wille-Haus, wo uns nun eine Strasse zum Neuhof hinunterführte. Kurz vor dem Waldeingang zweigten wir in den aussichtsreichen Wiesenpfad ein, der uns hinauf zum Übergang der Homberglücke brachte. Zwischen den Felsen fanden wir den Übergang zur Südflanke des Hombergs, wo uns ein steiler Abstieg durch den wurzel- und steindurchsetzten Pfad erwartete. Der Weg wurde bald wieder bequemer und wir wanderten ziemlich lange durch den schönen Buchenwald abwärts zur Rumpelhöchi. Wir zogen dort nun auf der Strasse am gleichnamigen Bergrestaurant vorbei und tauchten bergwärts über eine Kuppe in den Bannwald ein. Nun wieder durch den Wald abwärts, folgten wir unserem Weg hinunter zu den ersten Häusern der Stadt Olten. Die Strasse führte uns am Stadtgarten vorbei zur Aare, welche wir über die Brücke zu unserem Endpunkt beim Bahnhof Olten querten. Wunderschöne Wanderung mit 17.5 Kilometern in 5 Stundenund 45 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 790 Höhenmeter aufwärts. 

9. Sep, 2018

Die Erwanderung des höchsten Punktes des Kanton Solothurns, war eines unseres heutigen Vorhabens und wir begaben uns daher zum Jura Südfuss. Die Gondelbahn brachte uns bequem auf den Solothurner Hausberg Weissenstein, wo unsere Wanderung dann auch beginnen konnte. Der Planetenweg sollte unser heutiger Begleiter sein und der grosse gelbe Ball, welcher die Sonne darstellte, markierte dabei den Startpunkt. In Verbindung mit unserer Wanderung über die Jurahöhen der Weissensteinkette, konnten wir auf diese anschauliche Weise, über die Sonne, die 9 Planeten und deren 33 Monde informieren. Der erste Wegabschnitt führte uns nun vom Kurhaus weg und wir wanderten auf der bequemen und breiten Strasse nach Hinter Weissenstein. Dort zweigten wir dann in den Wanderweg ein, welcher uns zunächst leicht abwärts und dann wieder etwas ansteigend übers Schilizmätteli zum Waldrand hinauf brachte. Bei der Station des Planeten Uranus traten wir in den Wald hinein, wo nun der Pfad schmaler und steiniger wurde. Wir folgten der Gratkante des Vorbergs und stiegen danach über den ruppigen und zum Teil etwas steilen Weg hinauf zur Hasenmatt. Mit seinen 1445 Metern ist die Hasenmatt der höchste Gipfel des Kantons Solothurns und besticht mit seiner grandiosen Aussicht ins Mittelland und der Alpenkette. Wir verliessen den Gipfel und stiegen ein kurzes steiles Stück hinunter, um sogleich wieder auf die Stallflue hinauf steigen zu können. Auf dieser kargen Hochebene folgten wir den steil abfallenden Felswänden entlang und fanden so schon bald die Station des Planeten Pluto, den Äussersten unseres Sonnensystems. Mit Blick aufs Berner Seeland und der in der Ferne glitzernden Bielersees, wanderten wir nun weiter westwärts. Der markante Spitz Tiergarten, markierte dann das Ende der Hochebene und wir folgten dem Grat der steil abfallenden Flanken des Juramassivs. Der stellenweise etwas ausgesetzte Weg schlängelte sich im stetigem Auf und Ab den Felswänden entlang und bot uns immer wieder atemberaubende Tiefblicke. Nachdem wir das Küferegg hinter uns gelassen hatten, öffnete sich der Wald wieder und der Weg wurde zunehmend breiter. Wir betraten somit die Hochebene auf dem Obergrenchenberg, welche wir nun etwas abseits der Wandflue queren konnten. Hier oben soll in absehbarer Zeit das Projekt Windpark Grenchen umgesetzt werden, wozu 6 Windkraftanlagen mit einer Höhe von 160 Metern erbaut werden sollen. Bevor wir nun mit dem Abstieg zum Untergrenchenberg begannen, warfen wir nochmals einen Blick zurück auf die imposante Abbruchkante der Wandflue und wanderten dann leicht abwärts. Der breite Naturweg brachte uns über die Hochschwang und danach am Funkturm vorbei, hinunter zu einem Strässchen. Diesem konnten wir schliesslich bis zu Restaurant Untergrenchenberg folgen, wo unser Wanderung endete. Tolle Höhenwanderung mit 11.5 Kilometern in 3.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 500 Höhenmeter aufwärts. 

22. Apr, 2018

Wir begaben uns heute in den Naturpark Thal im Kanton Solothurn um eine abwechslungs- und aussichtsreiche Tagestour zu unternehmen. Gestartet sind wir hierzu bei der Bushaltestelle Wolfsschlucht Herbetswil. Beim Wegweiser Hammerrain stiegen wir in die sagenhafte Wolfschlucht ein, in welcher nun unser Aufstieg begann. Zwischen den hohen, zum Teil überhängenden Felswänden hindurch, führte uns der Weg hinauf durch die enge und wildromantische Schlucht. Der schmale Weg führte uns über Treppen, Wurzeln, Steine und kleine Brücken am ausgetrockneten Bachbett in die Höhe. Am Ende des Aufstiegs verliessen wir die Wolfsschlucht durch eine schmale Passage und wanderten über manche Kehren durch der Wald aufwärts zum Tufftbrunnen. Dort verliessen wir den Wald und wanderten nun durch die schönen Jurawiesen von Chüematt auf den Tannmattchopf zu und erreichten nach dem Waldstück das Restaurant Obere Tannmatt. In nördlicher Richtung stiegen wir nun auf dem Natursträsschen durch die Weiden hinauf zum Tannmattgrat und folgten diesem aussichtsreichen Höhenzug auf der 2. Jurakette zum Restaurant Güggel. Wir wanderten nun streckenweise mehr oder weniger auf asphaltierten Strässchen über den Grat, hatten dabei aber immer wieder einen wunderbaren Ausblick. Im Norden grüssten uns die Vogesen und der Schwarzwald und im Süden konnten wir den Blick übers Mittelland bis zu den schneebedeckten Alpen schweifen lassen. Wir passierten Brunnersberg und zweigten nach dem Hemmesgraben wieder auf ein Natursträsschen ein, welchem wir über den Laupersdörfer Stierenberg folgten. Beim Breitenberg begann dann unser Abstieg, erst kurz durch den Wald und und zogen danach über Wiesen am Restaurant Bremgarten vorbei. Wir tauchten in den Mischwald des Sunnenbergs ein, wo uns die Forstrasse und der etwas steilere und schmale Waldweg stetig hinunter gegen den Talboden brachte.  Bei den Haulenbünden erreichten wir die ersten Häuser von Balsthal, wo wir nun der Strasse entlang wandern konnten. An der schönen, im romanischen Stil erbauten Kirche St. Marien vorbei, gelangten wir durch die Ortschaft hindurch zum Bahnhof in Balsthal, dem Endpunkt unserer Wanderung. Schöne Jura-Höhenwanderung mit 18 Kilometern in 5.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 800 Höhenmeter aufwärts. 

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26. Nov, 2017

Heute starteten wir in unsere Weihnachtsmarkt-Wandersaison und begaben uns dafür in die Nordwestschweiz. Das Postauto brachte uns von Liestal ins solothurnische Nunningen, wo sich unser Startpunkt der Wanderung befand. Im Schneegestöber folgten wir der Strasse in westlicher Richtung aus dem Dorf hinaus und zweigten etwas später in einen Feldweg ein. Durch landwirtschaftliches Gebiet wanderten wir am Sennhaus vorbei, wo uns der kurze Anstieg zur Ruine Gilgenberg brachte. Diese Burg wurde um 1300 von den Herren von Brislach erbaut und steht auf einem Felssporn in einem bewaldeten Talkessel südöstlich des Ortes Zullwil. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, der hervorragend erhaltenen Burganlage einen kurzen Besuch abzustatten. Danach wanderten wir an den Obstbäumen entlang in den Ort Zullwil, um beim beim Chatzenflüeli in den Naturweg einzubiegen, welcher uns nach Meltingen brachte. Dort folgten wir ein Stück der Strasse, bevor wir auf die „ViaSurprise“ (Nationaler Wanderweg Nr. 32) trafen, welche uns in Richtung des Chaltbrunnentals führen soll. Über die Meltingerbrücke und am Hof Mühlemattt vorbei, gelangten wir zu einem steinigen Naturpfad, welcher uns nun ins Chaltbrunnental hinein brachte. Unzählige Stege und kleine Brücken brachten uns nun am Ibach entlang durch das äusserst schöne und wildromantische Tal. Zahlreiche Hinweistafeln am Wegesrand gaben uns Aufschluss über jahrtausendalte Höhlen und deren Erforschung in diesem Karstgebiet. An der kleinen Ibachhöhle vorbei, wanderten wir weiter talauswärts und erreichten die Versturzquelle, welche zu einem 500 m langen Entwässerungssystem gehört und teilweise sogar begehbar ist. Abseits des Wappenfelsen Chessiloch, verliessen wir das Chaltenbrunnental und erreichten die Birsmatte und das Flüsschen Birs im Laufental. Der Wanderweg führte uns nun um den Steirisel herum, wo es nun durch den Wald der Birsachallmet zum Bahnhof von Zwingen ging. Der Dorfstrasse entlang folgten wir schliesslich unserem Weg zum schönen Wasserschloss von Zwingen. Der dortige, beschauliche und schöne Weihnachtsmarkt, war dann auch zugleich der Endpunkt unserer heutigen Tour. Tolle Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten reiner Wanderzeit (Der rutschige Untergrund machte uns ein zügigeres vorankommen heute nicht möglich). Insgesamt 300 Höhenmeter aufwärts.  

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