9. Sep, 2018

Weissenstein - Hasenmatt - Untergrenchenberg

Die Erwanderung des höchsten Punktes des Kanton Solothurns, war eines unseres heutigen Vorhabens und wir begaben uns daher zum Jura Südfuss. Die Gondelbahn brachte uns bequem auf den Solothurner Hausberg Weissenstein, wo unsere Wanderung dann auch beginnen konnte. Der Planetenweg sollte unser heutiger Begleiter sein und der grosse gelbe Ball, welcher die Sonne darstellte, markierte dabei den Startpunkt. In Verbindung mit unserer Wanderung über die Jurahöhen der Weissensteinkette, konnten wir auf diese anschauliche Weise, über die Sonne, die 9 Planeten und deren 33 Monde informieren. Der erste Wegabschnitt führte uns nun vom Kurhaus weg und wir wanderten auf der bequemen und breiten Strasse nach Hinter Weissenstein. Dort zweigten wir dann in den Wanderweg ein, welcher uns zunächst leicht abwärts und dann wieder etwas ansteigend übers Schilizmätteli zum Waldrand hinauf brachte. Bei der Station des Planeten Uranus traten wir in den Wald hinein, wo nun der Pfad schmaler und steiniger wurde. Wir folgten der Gratkante des Vorbergs und stiegen danach über den ruppigen und zum Teil etwas steilen Weg hinauf zur Hasenmatt. Mit seinen 1445 Metern ist die Hasenmatt der höchste Gipfel des Kantons Solothurns und besticht mit seiner grandiosen Aussicht ins Mittelland und der Alpenkette. Wir verliessen den Gipfel und stiegen ein kurzes steiles Stück hinunter, um sogleich wieder auf die Stallflue hinauf steigen zu können. Auf dieser kargen Hochebene folgten wir den steil abfallenden Felswänden entlang und fanden so schon bald die Station des Planeten Pluto, den Äussersten unseres Sonnensystems. Mit Blick aufs Berner Seeland und der in der Ferne glitzernden Bielersees, wanderten wir nun weiter westwärts. Der markante Spitz Tiergarten, markierte dann das Ende der Hochebene und wir folgten dem Grat der steil abfallenden Flanken des Juramassivs. Der stellenweise etwas ausgesetzte Weg schlängelte sich im stetigem Auf und Ab den Felswänden entlang und bot uns immer wieder atemberaubende Tiefblicke. Nachdem wir das Küferegg hinter uns gelassen hatten, öffnete sich der Wald wieder und der Weg wurde zunehmend breiter. Wir betraten somit die Hochebene auf dem Obergrenchenberg, welche wir nun etwas abseits der Wandflue queren konnten. Hier oben soll in absehbarer Zeit das Projekt Windpark Grenchen umgesetzt werden, wozu 6 Windkraftanlagen mit einer Höhe von 160 Metern erbaut werden sollen. Bevor wir nun mit dem Abstieg zum Untergrenchenberg begannen, warfen wir nochmals einen Blick zurück auf die imposante Abbruchkante der Wandflue und wanderten dann leicht abwärts. Der breite Naturweg brachte uns über die Hochschwang und danach am Funkturm vorbei, hinunter zu einem Strässchen. Diesem konnten wir schliesslich bis zu Restaurant Untergrenchenberg folgen, wo unser Wanderung endete. Tolle Höhenwanderung mit 11.5 Kilometern in 3.5 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 500 Höhenmeter aufwärts.