23. Jun, 2019

Hägendorf - Tüfelsschlucht - Belchenflue - Olten

Die im Jurasüdfuss gelegene Tüfelsschlucht hatten wir schon lange in unserem Wandervisier und begaben uns daher heute ins solothurnische Hägendorf. Bei dessen Bahnhof starteten wir unsere Tour und folgten den Markierungen, welche uns wechselweise auf kleineren und grösseren Strassen quer durch den Ort führten. Kurz bevor das Strässchen im Müliguet sich zu einer Sackgasse bildete, brachte uns ein Brücklein über den Cholersbach. Der vorerst breite Wanderweg führte uns nun am Bachlauf entlang in die Tüfelsschlucht hinein. Die abenteuerliche Schluchtenwanderung mit seinen insgesamt 37 Brücken und kleinen Stegen auf den rund 3 Kilometern konnte also beginnen. Nach dem kleinen Stausee schlängelte sich der schmaler werdende Weg am wilden Bach bergauf. Immer wieder wechselten wir im feuchten Tobel, mit seinen moosbedeckten Felsen, die Talseite und wanderten an den hohen Klüften stetig hinauf. Durch kurze Felstunnels und an bezaubernden und mystisch wirkenden Moosfelsen entlang, gelangten wir zum Abzweiger beim Tuftbrunnen. Wir zogen weiter bachaufwärts und wurden schon bald mit dem Naturphänomen am Spritzbrunnen überrascht. Gespiessen aus dem Hangdruck wird aus dieser Quelle nämlich eine natürliche Wasserfontaine imposant in die Höhe geschossen. Wir verliessen etwas später den Cholersbach und streiften ein kurzes Stück beim Allerheiligenrank eine Fahrstrasse, bevor wir in die Oberi Schlucht einzweigten. Der Uferweg am ausgetrockneten Eihölzligraben führte uns weiter bachaufwärts, welcher uns teilweise treppendurchsetzt die Steigung überwinden liess. Im Bachbett konnten wir dabei immer wieder die runden und glattgeschliffenen Strudeltöpfe bewundern, welche die Natur über die Jahrtausende geschaffen hatte. Schon bald traten wir aus dem Wald heraus und folgten dem Waldrand entlang. Auf dem nun wieder breiter werdenden Weg wanderten wir durch das Weidegebiet zum Asphaltsträsschen etwas unter der Bergwirtschaft auf dem Allerheiligenberg hin. Kurz darauf verliessen wir aber die Strasse bereits wieder und folgten dem Natursträsschen dem Hang aufwärts. Kurz nach der ehemaligen Höhenklinik schlug unser Weg wieder in den Wald hinein. Das steile Strässchen endete bald und ging wieder in einen Pfad über, welcher uns über eine kleine Kuppe zur Lichtung auf der Wuesthöchi brachte. Wir querten den Wiesenhang zum nächsten Waldstück hin, welches wir durchquerten und auf dem unwegsamen Natursträsschen steil hinab zur Alp Gwidem wanderten. Unser Weg zog jedoch schnell wieder in die Höhe und wir stiegen, nachdem wir das Strässchen hinter uns gelassen hatten, treppenaufwärts durch die schönen Naturwiesen. Angekommen auf dem Belchen erreichten wir ein Kiessträsschen, welches uns dann eigentlich in östlicher Richtung weiterbringen sollte. Aber die Nähe zum Gipfel und Aussichtspunkt der Belchenflue reizte uns doch zu sehr, um noch einen lohnenden Abstecher dorthin zu machen. Etwa 150 Treppenstufen später wurden unsere Aufstiegsmühen auch belohnt und uns wurde auch eine wunderbare Aussicht gegönnt. Wieder zurück auf dem alten Militärsträsschen und unserem ursprünglichen Weg, ging es nun waldabwärts. Die Felsen am Weg waren dabei mit zahlreichen Wappen und Inschriften geschmückt und sind immer noch historische Zeitzeugen aus dem ersten Weltkrieg. Das Strässchen führte uns zum General-Wille-Haus, wo uns nun eine Strasse zum Neuhof hinunterführte. Kurz vor dem Waldeingang zweigten wir in den aussichtsreichen Wiesenpfad ein, der uns hinauf zum Übergang der Homberglücke brachte. Zwischen den Felsen fanden wir den Übergang zur Südflanke des Hombergs, wo uns ein steiler Abstieg durch den wurzel- und steindurchsetzten Pfad erwartete. Der Weg wurde bald wieder bequemer und wir wanderten ziemlich lange durch den schönen Buchenwald abwärts zur Rumpelhöchi. Wir zogen dort nun auf der Strasse am gleichnamigen Bergrestaurant vorbei und tauchten bergwärts über eine Kuppe in den Bannwald ein. Nun wieder durch den Wald abwärts, folgten wir unserem Weg hinunter zu den ersten Häusern der Stadt Olten. Die Strasse führte uns am Stadtgarten vorbei zur Aare, welche wir über die Brücke zu unserem Endpunkt beim Bahnhof Olten querten. Wunderschöne Wanderung mit 17.5 Kilometern in 5 Stundenund 45 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 790 Höhenmeter aufwärts.