6. Jun, 2021

Olten - Sählischlössli - Born - Olten

Heute verschlug es uns mal wieder in den Kanton Solothurn, wo wir uns eine abwechslungsreiche Rundwanderung bei der charmanten Kleinstadt Olten am Jurasüdfuss zusammengestellt haben.  Die Wanderung soll uns über das Sälischlössli nach Aarburg und über den Born wieder zurück nach Olten bringen. Wir verliessen für unser Vorhaben den Bahnhof auf deren Oststeite und wanderten der Strasse nach durch die Quartiere hinaus. Nach einiger Zeit lichteten sich die Häuser und es wurde immer ländlicher. Wir liessen die letzten Häuser hinter uns und folgten dem Strässchen, das uns auf den Wildpark Mühletäli hinbrachte. Hinter den Zäunen tummelten sich einige Wildtiere, wie Hirsche, Ziegen, Schafe und Waschbären. Der Park ist öffentlich zugänglich und kann so kostenfrei besichtigt werden. Nun begann der erste Anstieg des Tages. Ein wunderschön angelegter Pfad brachte uns am Lauf des Mülibaches durch dieses idyllische Tälchen bergauf. Ein Brücklein führte uns über das Bachbeet hinüber und entstiegen in ein paar Kehren dem Bachtobel. Wir überquerten ein Strässchen und stachen dann gleich wieder in den Wanderpfad ein, welcher uns weiterhin im Wald bergauf führte. Im Zickzack wanderten wir bergauf und erreichten so das äusserst schmucke Schloss Wartburg-Säli. Das Schlösschen ist heute ein Ausflugsrestaurant, welches durch den Ausbau einer Burgruine im Jahre 1871 entstanden ist. Die Architektur mit seinem Wohnturmkubus mit Zinnenkranz und Erkertürmchen ist ein wahrlich märchenhafter Blickfang und steht unter kantonalem Denkmalschutz. Der Wanderweg führte uns über die Kantonsgrenze in den Aargau und konnten so die Burgruine Alt Wartburg erblicken. Der Ursprung dieser historischen Mauern gehen auf das frühe 13. Jahrhundert zurück und wurden im Jahre 1966/67 ausgegraben und restauriert. Wir entfernten uns vom Gipfelgebiet nun allmählich wieder und wanderten auf dem Waldpfad bergab. Der Weg wurde nun mehrheitlich immer breiter und traten beim Spiegelberg wieder aus dem Wald heraus. Wir konnten schon bald die Rückseite der mächtigen Festung Aarburg erblicken, welche sich auf einem Felssporn hoch über dem Städtchen präsentiert. Erste urkundliche Erwähnungen führen ins Jahre 1123 zurück, welche die Engstelle an der Aare kontrollierte und als Sitz des Aargauer Landvogt diente. Wir wanderten an der Festung vorüber und gelangten hinab ans Ufer der Aare. Wir überquerten den Fluss auf der Strassenbrücke und stiegen dann durch Weideland hoch zum Restaurant Höfli. Ein Blick Zurück auf Aarburg wurde mehr als nur belohnt, da die Festung mit der vorgelagerten Kirche ein tolles Sujet darstellte. Der zweite Anstieg des Tages hatte ja bereits schon wieder begonnen und führte uns nun durch den steilen Waldhang kräftig bergauf. Der kehrenreiche Weg im oberen Teil des Born ermöglichte sich uns schnell an Höhe zu gewinnen. Ein plätschernden Bach hatte sich über mystischen Kalktuff ihren Weg nach unten eingegraben undcwir passierten diesen über einen schönen Holzsteg. Ehe wir den Grat erreichten, führte uns der Wanderweg im Zickzack durch die wunderbare Felsformationen und am sogenannten kleinen Matterhorn vorüber. Unsere Aufstiegsmühen wurde mehr als nur belohnt, konnten wir doch wunderbare Ausblicke auf das tief unter uns liegende Aaretal werfen. Die Ruhebänke luden uns nun zu unserer ausgiebigen Mittagspause ein und stärkten uns für unseren Weiterweg. Der zum Teilmrecht anspruchsvolle Gratweg führte wechselweise über den feuchten Jurakalk, rutschige  Wurzeln und tiefe Waldwege immer mehr bergab und erreichten beim Chessiloch das Aareufer und somit auch den Talboden wieder. Der schöne Uferweg brachte uns auf den Gäubahnsteg zu, wo wir die Aare überquerten und auf dem linksseitigen Ufer weiterwanderten. Der direkte Weg zum Bahnhof war gesperrt und wir mussten so über die gedeckte Holzbrücke die Aare abermals überqueren. Wir streiften die Altstadt und das Kapuzinerkloster, bevor uns die Umleitung über den Fluss zum Bahnhof hinführte und wir unsere Tour beendeten. Wunderschöne Wanderung mit 13 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 552 Höhenmeter aufwärts. 

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