28. Aug, 2022

Oberdorf-Grenchen-Waldrandweg (-Lengnau)

Heute hatten wir wieder einmal ein Verwandtschaftsbesuch im Berner Seeland geplant und hatten uns zum Mittagsessen dort selbst eingeladen. Natürlich wollten wir vorher aber noch unsere Wanderfüsse bewegen und schauten uns in der Umgebung nach einer passenden Tour um. Wir stiessen dabei auf den neu markierten Wanderweg Oberdorf-Grenchen-Waldrandweg (Nr. 501). Diese gemütliche Wanderung soll uns vom solothurnischen Oberdorf in die Uhrenstadt Grenchen und dann noch als Extrameile (unmarkiert) bis ins bernische Lengnau zur Verwandtschaft führen. Mit dem Zug fuhren wir also heute in Richtung Westen und konnten unsere Tour so bei der Station Oberdorf SO in Angriff nehmen. Kurz nach dem Parkplatz der Weissenstein-Bahn fanden wir dann auch den Einstieg in unseren Wanderweg. Ein schöner Waldweg führte uns nun etwas bergab und erreichten so dann eine Verzweigung mit drei Forstwegen. Uns interessierte hier nur der Mittelweg und wanderten auf diesem nun immer schön leicht bergan. Unser Weg kurvte sich durch den schönen Hooggenwald hinaus und gelangten so zum Steinbruch Lommiswil. Hier erwartete uns bereits einen Höhepunkt auf unserer Wanderung. Die Fährten im dortigen Steinbruch stammen nämlich von riesigen Pflanzenfressern, genauer gesagt von einer Gruppe Brontosaurier. Von der Aussichtsplattform konnten wir so einen guten Blick auf die Spuren werfen. Schautafeln erläuterten uns dabei Entstehungsgeschichte und vermittelten Wissenswertes über das Leben der Dinosaurier. Wir entfernten uns dann wieder von den rund 145 Millionen Jahre alten Fährten und wanderten auf dem Strässchen wieder durch den Wald hinaus. Bei der Allmend erreichten wir dann den Waldausgang und liessen uns nun auf dem Natursträsschen erst am Forsthaus vorbei und dann durch die Feldgebiete hinabtreiben. Schöne Ausblicke auf das Aaretal eröffneten sich uns heute erstmals.  Die Markierung lotste uns dann in westliche Richtung und folgten dort weiterhin unserem breitem Wege zum Waldrand hinauf. Wir folgten diesem ein Stück, bevor uns der Wegweiser in den Wald hinein dirigierte. Erst auf einem Waldweg, dann wieder auf einem Natursträsschen wanderten wir über den Lochbach und kamen so wieder auf den Waldausgang zu. Mit hübschen Aussichten liessen wir uns nun so immer schön neben dem Waldrand hertreiben. Der Name «Waldrandweg» machte sich hier also seinen Namen wieder gerecht. Wir querten zwar nochmals auf unserem Weg ein kleines Wäldchen, bevor wir dann wieder dem aussichtsreichen Waldrand folgen durften. So wanderten wir auf dem Jurakalk-strässchen immer gegen Westen zu, hielten ab und zu inne und schauten hinab ins schöne Aaretal. Das Natursträsschen ging dann oberhalb von Bettlach auf Hartbelag über und folgten diesem weiterhin recht aussichtsreich auf dem sogenannten Höhenweg. Die Wegweisung lotste uns dann bei einem Hof wieder auf Naturweg über und steuerten abermals auf einem Waldrand zu. Ein letztes Mal für heut folgten wir diesem, bevor wir die ersten Häuser der Ortschaft Grenchen erreichten. Hier fassten wir dann auch wieder Hartbelag unter unsere Füsse und marschierten so durch die ersten Quartiere bergab. Es wurde nun zunehmend städtischer und liessen uns von den Markierungen durch das Zentrum der Uhrenstadt Grenchen hindurch dirigieren. So kamen wir auch direkt auf den Bahnhof Grenchen Süd zu, wo der Weg Nr. 501 auch enden würde. Wir wollten jedoch noch bis Lengnau zu unseren Liebsten weiter wandern und wechselten per Unterführung auf die andere Seite des Bahnhofes, wo wir uns nun mittels GPS-Gerät durch die Strassen führen lassen konnten. Nachdem wir etwas bergauf das Quartier Eichholz hinter uns gelassen hatten, fassten wir dann auch wieder ein Natursträsschen unter unsere Wanderschuhe. Am Wegesrand passierten wir so den Römerbrunnen von Grenchen, ein letzter sichtbarer Zeuge der Villa Rustica Breitholz. Diese Mauerreste des römischen Gutshofes wurden vor rund 80 Jahren entdeckt und freigelegt. Praktisch schurgerade führte uns der Weg durch die weiten Felder hinaus, querten ein kleines Wäldchen und übertraten dann auch die Kantonsgrenze von Solothurn nach Bern. So erreichten wir dann auch die ersten Quartiere von Lengnau und so auch schon bald unsere Eltern bzw. Schwiegereltern. Hier endete unsere Tour und konnten uns in gewohnter Manier verwöhnen lassen. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 145 Höhenmeter aufwärts. 

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