Wanderungen im Kanton Bern

20. Feb, 2022

Eine Wanderung mit einem Verwandtschaftsbesuch zu verbinden, stellte sich für uns als überhaupt keine Herausforderung dar. Mit SchweizMobil war so schnell eine passende Tour zusammengestellt, sodass wir zur Mittagszeit bei unseren Liebsten dann auch eintreffen konnten. Die Seeländer Gemeinde Brügg bei der Stadt Biel war unser heutiger Ausgangspunkt und stiegen beim dortigem Bahnhof zu unserer Wanderung dann auch aus. So folgten wir Strasse hinab zum Ufer der Aare bzw. Nidau-Büren-Kanal. Hier konnten wir dann auch gleich das Wahrzeichen der Gemeinde Brügg erblicken. Nein, es handelt sich hierbei nicht um den Eiffelturm, sondern um andere ebenfalls imposante verschraubte Stahlkonstruktion. Die 108 Meter lange Eisenbahnbrücke führt hier über die Aare und verbindet auf dieser Bahnstrecke die Stadt Biel/Bienne mit der Bundesstadt Bern. Der asphaltierte Kanalweg führte uns nun in östlicher Richtung am Nidau-Büren-Kanal entlang. Dieser 12 Kilometer lange Kanal zwischen dem Bielersee und der Aare bei Büren wurde bei der ersten Juragewässerkorrektionen von 1868 bis 1891 erbaut. Die Aare wurde damit ab Aarberg in den Bielersee umgeleitet. Wir unterquerten die Strassenbrücke und fassten nun auch natürlichen Belag unter unsere Wanderschuhe. Wir wanderten so ebenaus auf dem Ländteweg dem Nidau-Büren-Kanal entlang weiter und liessen allmählich die letzten Häuser von Brügg hinter uns. Der Geschichtenweg war nun auch unsere Begleiter und erzählte uns an mehreren Stationen auf zweisprachigen Tafeln kurze Geschichten. Immer wieder passierten wir schöne alte Bäume, aber auch kleine Kunstwerke aus menschlicher oder natürlicher Hand. Der Weg führte uns am ehemaligen Kloster Gottstatt vorüber. Dieses Prämonstratenser-Kloster wurde 1255 von Graf Rudolf I von Neuenburg errichtet und 1528 im Zuge der Reformation wieder aufgehoben. Zur Linken die weiten Seeländer Gemüsefelder und zur Rechten weiterhin der Nidau-Büren-Kanal auf die Safnerbrügg zu. Wir setzen unsere Wanderfüsse auf Asphalt auf und folgten der Strasse aber weiter dem linken Kanalufer. Wir gelangten so zur Alten Aare und liessen uns dort von den Markierungen vom Kanal weg dirigieren. Ein kurzes Stück ging es dazu auf der Strasse weiter, bevor wir dann ins idyllische Naturschutzreservat Häftli eintauchten.  Beim Altarm der Alten Aare handelt es sich nahezu um stehendes Gewässer, das teilweise auch versumpft ist. Das Jurakalksträsschen führte uns ziemlich nahe an diesem Altarm entlang und konnten auf der anderen Uferseite der rund elf Meter hohe Beobachtungsturm Hälfti erkennen. Dieser lag heute leider nicht auf unserem Weg, wäre doch die Aussicht da oben sicher fantastisch gewesen. Wir folgten weiterhin der mäandrierenden Alten Aare durch diese wunderbare Idylle hindurch. Etwas nach dem Hof in Obermatt ging das Strässchen dann in einen schönen Wanderweg über und wanderten durch schöne Auenwäldchen auf den Ortsrand von Meinisberg zu. Hier liessen wir die Alte Aare hinter uns und folgten den Markierungen zum Oberen Dorfrand hinauf. Das Strässchen am Waldrand ging schon bald auf Naturbelag über. Die einzigen ernsthaften Höhenmeter des Tages führten durch den Wald hinauf, bevor sich das Wanderweglein aber bereits wieder nach unten senkte. Wir verliessen das Wäldchen wieder und wanderten durch die Felder hinaus auf die Autobahn zu, welche wir mittels Unterführung hinter uns lassen konnten. Das Strässchen führte auf die Naturperle des Flüsschen Leugete zu und wir wanderten dieser ein Stück weit nach. Dem renaturierten Dorfbach entlang wanderten wir in die Ortschaft Lengnau ein, wo wir an den Sportplätzen im Lengnaumoos abzweigten und nun dem leicht aufwärtsführenden Strässchen hinaufwanderten. Kurz nachdem wir das Friedhofsgelände passiert hatten, erreichten wir die befahrene Hauptstrasse und erreichten kurz darauf auch unser Ziel bei unseren lieben Eltern bzw. Schwiegereltern, wo wir in gewohnter Manier verwöhnt wurden. Schöne Wanderung mit 13 Kilometern in 3 Stunden Gehzeit. Insgesamt 64 Höhenmeter aufwärts.

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15. Aug, 2021

Der Abenteuerweg Mutzbachfall im Emmental hatten wir uns für die heutige Wanderung ausgesucht und reisten dazu zu den sanften Hügeln der Wynigenberge. Mit Bahn und Bus gelangten wir zum ehemaligen Bahnhof in Riedtwil und schlugen dort den Weg der Hauptstrasse nach in Richtung Dorf ein. Wir trafen nun auf den Bachlauf des Mutzgraben und folgten diesem an der alten Mühle vorbei in das Tal hinein. Das Strässchen ging schon bald von Hartbelag auf natürlichen Untergrund über und wanderten so hinein ins stille und idyllische Mutzbachtälchen. Der Bach schlängelte sich von der einen Seite zur anderen und das Tal verengte sich zunehmend. Wir entdeckten die etwas versteckte Mutzbachtalhöhle, wo sich über die Jahrhunderte der Bach eine grosse Höhle herausgeschafften hat. Aus dem Fahrweg wurde ein Waldweg und schon bald konnten wir den wundervollen Mutzbachfall erblicken. Der Wasserfall ergiesst sich mit 14 Meter Höhe über eine glänzende Sandsteinwand und ist zählt damit zum höchsten Fall im gesamten Emmental. Wir liessen uns vom diesem spektakulären Naturschaupiel gerne verzaubern und konnten an diesem wunderbaren Kraftort Energie tanken. Vom Mutzbachfall aus führte uns nun ein steiler Weg bergauf. Eine kleine Kletterpartie mit einer kleinen Metallleiter und ein paar Ketten  half uns diese Steilstufe zu überwinden, um oberhalb des Wasserfalls weiter wandern zu können. Ein Weglein führte uns an der Oberkante des Kessels weiter auf eine Brücke zu, die uns dann ans andere Bachufer brachte. Immer wieder konnten wir den Bachlauf bewundern, wie er sich sein Weg spektakulär innden Sandstein hineingefressen hatte. Wir folgten weiterhin dem sich langsam in den Sandstein einkerbenden Wasserlauf des Mutzgraben durch den prächtigen Buchenwald. Unser Weg kehrte nun jedoch bald die Richtung und führte uns ziemlich steil den Waldhang hinauf. Nach einer weiteren Kehre wurde die Sicht zu unserer Rechten frei und der Weg flachte zunehmend ab. Unser Weg führte uns schon bald wieder in den Buchenwald hinein und konnten so hoch über dem Mutzgraben weiterwandern. Nach dem Waldaustritt wurde der Pfad dann aber wieder breiter und wir hielten uns auf das beschauliche Dörfchen Rüedisbach zu. Pfadlos durch die Wiesen stiegen wir dann wieder vom Ort hinweg und wanderten so zur Teerstrasse hinauf. Vorerst auf Hart- und später auf Naturbelag wanderten wir auf den wunderbaren Aussichtspunkt auf Oberbühl-Chnubel hinauf. Eine kurze Rast unterwegs dahin beim Chnubelmilch-Beizli liessen wir uns nicht nehmen und erfrischten uns mit einem kühlen Getränk. Schöne Ausblicke über das ländliche und hügelige Emmental war uns nicht vergönnt und genossen diese wunderbaren Ausblicke natürlich in vollen Zügen. An den stattlichen und typischen Emmentaler Höfen wanderten vom höchsten Punkt unserer Tour wieder talwärts. In Leggiswil fassten wir dann wieder für kürzere Zeit Hartbelag unter unsere Füsse, bevor wir am Oberholz vorbei dann wieder in den Wanderweg einstachen. Ein verstecktes Bänkli diente uns dann für unsere verdiente Mittagspause und konnten bei  der schönen und stillen Emmentaler Idylle unsere  Batterien wieder aufladen. Die Rundsicht wurde beim Übergang zum Weiler Riederen immer weiter und konnten wiederum tolle Aussichten geniessen. Die Markierungen lotsten uns von der Strasse dann wieder weg und der schmale Pfad senkte sich durch den Wald zum Teil etwas steiler hinab. Der Dorfeingang von Wynigen war dann auch gleich einmal erreicht und wir folgten der Strasse nach durch den schmucken Ort hinaus zu deren Bahnstation hin. Dort beendeten wir unsere Tour und reisten mit dem Zug wieder in Richtung Heimat. Schöne Wanderung mit 12 Kilometern in 3 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 300 Höhenmeter aufwärts. 

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4. Jul, 2021

Heute begaben wir uns ins Schwarzburgerland im Kanton Bern, wo wir uns eine weitere Flusswanderung ausgesucht haben. Diese Wanderung hatten wir bereits im Februar 2019 unter teils schwierigen schneebedingten Wegverhältnissen gemacht, und wollten diese heute mal von der besseren Seite geniessen. Die S-Bahn brachte uns von Bern aus durch eine wunderschöne Gegend zur Station Schwarzwasserbrücke, wo unsere heutige Tour dann auch starten konnte. Wir verliessen den abgelegenen Bahnhof auf deren Ostseite und wanderten am Ausflugsrestaurant vorbei in ein Wäldchen hinein. Wir folgten erst der Forststrasse, die uns in ein paar Kehren hinunter in die Schlucht brachte. Wir überquerten das Flüsschen über die Alte Schwarzwasserbrücke und zweigten kurz danach in den Uferweg ein. Bereits jetzt konnten wir schon einen herrlichen Blick auf die abgeschliffenen Steine und einzigartige Natur geniessen, welche das Wasser hier über Jahrhunderte schuf. Mit diesem schönen Vorgeschmack wanderten unter der Strassen- und Bahnbrücke, welche sich hoch über uns spannte, hindurch. Der gut ausgebaute Weg brachte uns durch diese Flussauenlandschaft immer schön dem Fluss entlang und wir gelangten so zum Zusammenfluss von Schwarzwasser und der Sense. Zur rechten Hand ragten nun imposante Felswände empor, die wir mit Ketten gesichert problemlos umgehen konnten. Wir wanderten nun mehr oder weniger in nördlicher Richtung an der Sense entlang, passierten dabei mehrere idyllische Bade- und Grillplätzchen. Beim Heftibüffel legten wi dann auch unseren Kaffeehalt ein und machten es uns auf dem Bänklein vor dem Sandsteinfelsen bequem. Die Schlucht weitete sich danach dann zunehmend und unser Weg wurde auch wieder etwas breiter. Der Weg führte uns dann den Wiesen unterhalb des Flüehölzli entlang und schon bald erblickten wir die ersten Gebäude des Gäuhofes. Auf der gegenüberliegenden fribourgischen Uferseite konnten wir den Sensestrand, mit dem klingenden Namen Hollywood erblicken. Der Weg brachte uns an der Sensematt entlang ins Untere Fahr, wo die Sense nun ihre Richtung von Nord nach Westen wechselte. Wir wanderten an der alten gedeckten Holzbrücke vorbei und unterquerten schon bald das Eisenbahnviadukt und etwas später die lärmende Autobahnbrücke. Der breite Weg führte uns weiterhin der nun der rauschenden Sense entlang, an Wäldern und Wiesen zum Campingplatz Thörishausen. Wir durchquerten diesen Platz und wechselten bei der Steinigen Brügg wieder ans Flussufer zurück. Wir wanderten erst unter einer alten Steinbrücke und etwas danach unter der neuen breiten Strassenbrücke hindurch. Wir gelangten so kurz vor Neuenegg in einen etwas dichteren Auwald, welcher uns unterhalb der Ortschaft begleitete. Die Ortschaft Neuenegg, wo einst die Eidgenossen die Soldaten Napoleons besiegten, liessen wir hinter uns und folgten dem schönen Wanderweg weiterhin dem Wasser entlang. Der ausgeschilderte Naturpfad Sense führte uns im schönen Auenwald und an den Feldern Ramsere und Riedliau entlang in Richtung des Städtchen Laupen. Schon von weitem konnten wir das Schloss Laupen erblickten, welches sich uns sehr schön auf dem Felssporn präsentierte. Als landschaftsbeherrschendes Wahrzeichen am Zusammenfluss von Sense und Saane gilt diese mittelalterliche Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Wir folgten schliesslich dem Bahngleis unterhalb der pittoresken Altstadt von Laupen zum Bahnhof hin, wo unsere Tour ihr Ende fand. Einfache, aber schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Keine nennenswerte Höhenmeter aufwärts. 

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24. Mai, 2021

Das idyllische Gäbelbachtälchen und das Wasservogelparadies am Wohlensee sollten unsere heutigen Wanderziele sein und reisten dazu in die Hauptstadt Bern. Ausgangspunkt dazu war das Quartier Bern Brünnen ganz im Westen der Stadt. Wir verliessen also den Bahnhof Brünnen Westside und konnten so unser Vorhaben in Angriff nehmen. Wir zogen in nördliche Richtung der Strasse nach von dannen und folgten den Markierungen, welche uns zum Waldgebiet hin lotsten. Wir wanderten noch ein steileres Stück der Strasse hinab, bevor wir den Einstieg in den Wanderpfad vorfanden. So konnten wir dann auch das schöne Naturparadies des Gäbelbaches betreten. Das schöne Bächlein schlängelte sich hier durch das bewaldete Gebiet und war so für eine Weile unser Begleiter. So wanderten wir leicht abwärts durch diese wundervolle Naturoase, die man so unmittelbar in Stadtnähe nicht erwarten würde.  Wir entfernten uns nach Austritt des Waldes vom Gäbelbach und wanderten durch ein beschauliches Quartier hindurch. Wir fassten bald schon Hartbelag unter unsere Füsse und folgten der Strasse am Camping-Platz Bern-Eymatt entlang. Wir gelangten so an Ufer der Aare und überquerten diese auf dem Stegmattsteg nach Hinterkappelen. Ein wunderschön angelegter Uferweg führte uns nun an der gemächlich fliessenden Aare entlang. Immer wieder durch kleine Auenwäldchen wanderten wir um die stark mäandrierende Passage herum und entfernten uns bei der Schrebergartenanlage vom Ufer dann wieder. Uns stand nun ein weiteres und etwas längeres Stück auf Asphalt bevor und liessen nach und nach die letzten Häuser von Hinterkappelen hinter uns. Wir waren mittlerweile wieder am Ufer der Aare angekommen, machten aber gleich darauf wieder einen Bogen, um zur Wohleibrücke zu gelangen. Wir überquerten abermals den Fluss, der hier langsam zum Wohlensee übergeht. Mit einer Länge von 12 Kilometern und einer Breite von maximal 700 Meter ist der Wohlensee mehr Fluss als See und ähnelt der alForm her teils fast dem Lago Maggiore im Tessin. Neben dem Stauwehr führt nur die Wohleibrücke über diesen Stausee und konnten so ans Südufer des Sees wechseln. Der Wanderweg führte uns vorerst am Ufer entlang, konnten immer wieder schöne Blicke über den See werfen und die reiche Wasservogelwelt beobachten. Wir tauchten schon bald wieder in den Wald hinein und zweigten in einem Waldtälchen in den aufwärts führende Wanderpfad ein. Dieser führte uns nun sehr kräftig und steil durch den Chatzestygwald in die Höhe. Wir erreichten eine unbewaldete Anhöhe und unser Weg flachte nun auch wieder ab. Das Strässchen lotste uns auf die Ortschaft Frauenchappelen zu und zogen so durch das ehemalige Klosterdorf. Das Augustinerkloster wurde bereits 1486 aufgehoben und im Zuge der Reformation zum Pfarramt um figuriert. In den Jahren 1574-76 wurde die baufällige Klosterkirche zum heutigen Kirchenraum ausgebaut. Wir liessen den Ort hinter uns und wanderten durch die offenen und aussichtsreichen Felder auf die Riedbachmühle zu. Unser Blick  reichte bis zu den weissen und mächtigen Berner Alpengipfel hin. Die Strasse führte uns auf den Waldrand zu und hatten so den Lauf des Gäbelbaches wieder erreicht.  Das Strässchen mutierte auf einen Wanderweg über und folgten nun wieder dem Weg durch das Gäbelbachtälchen. Wir unterquerten das Autobahnviadukt und folgten dann mehrheitlich auf breiten Wegen durch diese wunderbare Naturidylle hindurch. Ein Pfad brachte uns dann hinab in den Höllgrabe, wo wir nun wieder direkt am Bach wandern konnten. Über einen Holzsteg im tunnelartigen Bachdurchfluss wechselten wir vom Land zurück in die Stadt. Die Hochbausiedlung über uns zeugte davon bereits und wir hatten das Quartier Bern Brünnen dann auch schon gleich erreicht. Die Markierungen lotsen uns wieder zurück zum Bahnhof, wo wir unsere Tour beenden konnten. Schöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 220 Höhenmeter aufwärts.  

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8. Mrz, 2020

Durch das bernische Provinz Oberaargau sollte uns die heutige Wanderung führen und so reisten wir nach Attiswil, welches sich an leicht erhöhter Lage oberhalb des Aaaretals befindet. Wir verliessen die kleine Bahnstation auf der Nordseite und schlugen unsere Richtung zur Dorfmitte hin. So zogen wir leicht bergan durch den Ort und zweigten am Dorfrand in ein Natursträsschen ein. Dieses brachte uns am stattlichen Gerberhof vorbei und wir wanderten an den Obstbäumen entlang ins Land hinaus. Wir traten schon bald in den Wald hinein und folgten dem Weglein welches nach kurz nach Waldaustritt in einen Wiesentrampelpfad überging. Wir wanderten durch die Weiden auf den Hof Eicholz zu, wo wir nun ein Teersträsschen erreichten, dem wir nun folgen konnten. Das Strässchen führte uns leicht abwärts durch den Dettebuelwald und so gelangten wird dann zum Ortschäftchen Dettenbühl. Nachdem wir den Ort durchquert hatten und diesen zur Ostseite verlassen hatten, ging unser Weg wieder auf Naturbelag über. Wir betraten wieder Waldgebiet und folgten dem Wanderweglein vorerst bergab. Der Weg zog jedoch schon bald wieder aufwärts und so wanderten wir durch den schönen Stiereweidwald nun etwas steil bergauf. Wir querten weit oberhalb den idyllischen Brüggbach und verliessen das Waldgebiet nun wieder. Der Wanderweg führte uns zwischen Waldrand und der Erhebung Brächbüel auf die Stiereweid zu. Weiter aufwärts erreichten wir dann die Strasse unterhalb des Dorfes Rümisberg und schlugen dort unsere Richtung gegen Osten ein. Die Strasse führte uns am Cholewäldli entlang, direkt auf das Anwesen von Schloss Bipp zu. Das Herrschaftshaus und die benachbarte Ruine einer mittelalterlichen Burg ist heute im Privatbesitz und leider nicht öffentlich zugänglich. Erstmals urkundliche erwähnt wurde diese geschichtsträchtige Burg im Jahre 968, wobei die heutige Burganlange wohl aus dem 13. Jahrhundert stammt. Wir verliessen unterhalb des Burggelände die Strasse und folgten dem Naturweg durch ein Wäldchen hinab an den Ortsrand von Oberbipp. Dort steuerten wir der Strasse nach auf die Kirche in der Ortsmitte zu, da uns da ein weiteres Highlight erwarten soll. Auf dem Kirchhof befand sich nämlich der Dolmen von Oberbipp. Diese Megalithanlage aus der zweiten Hälfe des 4. Jahrtausends vor Christus ist noch in grossen Teilen intakt und wurde nach seiner Entdeckung im Jahre 2011 hierher versetzt. Sie zählt vermutlich zur ältesten, aber auch zu den eindrücklichsten Megalithanlagen der Schweiz. Die Strasse führte uns nun weiter durch den Ort, überquerten die Bahngeleise und die Hauptstrasse und konnten den Ort auf deren Südseite verlassen. Das Asphaltsträsschen führte uns an dem kleinen Oberbipper Dorfbach entlang und durch die weiten Felder hindurch. Wir unterquerten die Autobahn und folgten den Markierungen, welche uns auf Längwald zu brachte. Das Strässchen führte uns in den besagten Wald hinein und ging schon bald in einen Kiesweg über. Das Fortsträsschen brachte uns so erst leicht ansteigend an der Maienberg Waldhütte vorbei und senkte sich dann wieder sanft hinab auf den Waldausgang zu. Wir wanderten am Eidgenössischen Waffenplatz vorbei und erreichten schon gleich das Ufer der Aare.  Der breite Uferweg führte uns zur Brücke, welche uns über einen Seitenarm der Aare brachte und folgten dem Uferweg weiterhin. Schon bald erreichten wir die gedeckte Holzbrücke, welche hinüber ins Städtchen Wangen an der Aare führt. Das Wahrzeichen der Stadt steht seit über 650 Jahren und verbindet mit seinen knapp 100 Meter Länge die Aareinsel mit dem Städtchen. Wir wanderten also auf diesem historischen Bauwerk hinüber und betraten die sehenswerte Altstadt durch das nördliche Stadttor. Wir zogen durch die Gassen hinaus, gelangten so in die Vorstadt und erreichten den Bahnhof wo unsere Wanderung dann auch ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 13 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 270 Höhenmeter aufwärts. 

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