Wanderungen im Kanton Bern

8. Sep, 2019

Heute begaben wir uns wieder einmal ins Berner Seeland, um dort den Bielersee Rebenweg erwandern zu können. Das nördliche Ufer des Bielersees wird intensiv durch den Rebbau genutzt und unsere Wanderung soll uns dabei auf dem Rebenweg einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Winzer geben. Startpunkt unserer heutigen Tour markierte der Bahnhof in Biel und wir zogen der Strasse nach in nordwestlicher Richtung davon. Wir überquerten das Flüsschen Schüss und gelangten so an den Rand der Neustadt Nord. Wir zweigten von der Alpenstrasse weg und folgten dem Wanderweglein nun treppendurchsetzt über ein paar Kehren bergauf. Wir erreichten schon bald den Pavillon Felseneck, von welchem wir einen ersten schönen Ausblick auf die Stadt Biel, deren Hafenanlage und den Bielersee geniessen konnten. Der Pavillon Felseneck wurde ursprünglich im Jahre 1825 erbaut, fiel dann aber 1893 einer Brandstiftung zum Opfer. 1898 entstand dann ein neuer Steinpavillon in Form eines antiken toskanischen Rundtempels. Der schmale Weg führte uns hoch über dem Bielersee und durch den Föhrenwald am Hang des Vingelzberg entlang. Bei der Brunnräbe wanderten wir dann auf Hartbelag durch das beschauliche Örtchen Vingelz. Dieses wurde bereits 1900 nach Biel eingemeindet und zählt heute so zum einwohnerärmsten Quartier der Stadt Biel. Nachdem wir die letzten Häuser hinter uns gelassen hatten, mündete das Strässchen wieder auf ein Naturweg ein. Wir wanderten auf diesem breiten Wege durch den Briechlewald und trafen nach dem Waldaustritt oberhalb von Alfermée auf die ersten Rebenhänge des Tages. Wir durchquerten diese Weinberge leicht abwärts auf dem Asphaltsträsschen und wanderten mit wunderbarer Sicht auf den Bielersee hinunter zum schmucken Kirchlein auf der Chapellenmatte. Wir betraten sogleich wieder die nächsten Weinberge und folgten dem Strässchen welches uns oberhalb der Ortschaft Tüscherz durch diese hindurchführte. Unser Wanderweg streifte das Wäldchen Banhölzli und wir gelangten so zu den schier endlos scheinenden Weinbergen von Engelberg-Wingreis. Die nächsten Kilometer brachte uns der bisher gut markierte Bielersee Rebenweg durch diese unzähligen, wohl hunderttausenden Rebstöcke hindurch. Das schmucke Winzerdörfchen Twann gelangte schon bald in unser Blickfeld, welches wir aber aussichtsreich und etwas oberhalb in den Weinbergen umwanderten. Der Zufall wollte es, dass heute gerade auf der Twanner Weinstrasse die Winzer ihre zahlreichen Weine zu Degustation anboten. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen und probierten an dem einen oder anderen der insgesamt 12 Stände, einen guten Tropfen des Bielersee Weines. Nach den Degustationen überquerten wir auf der Maillart-Brücke den Ausläufer der Twannbachschlucht, von wo uns aus auch der sogenannte Rebenlehrpfad bis nach Ligerz begleiten soll. Auf mehreren Tafeln wurde uns dabei, in mitten dieser zauberhaften Landschaft, viel Wissenswertes rund um den Wein und speziell über den Weinbau am Bielersee nähergebracht. Das Strässchen führte uns stetig bergauf, bevor wir dieses im „Bois de Dieu“ verliessen und sich der Naturweg zur Kirche von Ligerz hinunter senkte. Dieses Kirchlein steht mitten in den Reben und ist gewiss auch das Bekannteste im Berner Seeland, sodass es sich als das Wahrzeichen der Region etabliert hat. Die im frühen 16. Jahrhundert errichtete Kirche, wurde im spätgotischen Stil erbaut und ist durch ihre Grösse ein wahrlich schöner Blickfang. Wir zweigten kurz darauf auf ein schmaleres Weglein ein, welches uns an einer Haltestelle der LIgerz-Prêles Standseilbahn vorbeiführte. Wir wechselten nach und nach, aber ziemlich unmerkbar in den französischsprechenden Teil des Kanton Berns über und wanderten zu Strasse nach Chavannes hinab. Wir stiegen auf dem Strässchen nochmals kurz empor, bevor sich der breite Weg wieder weiter hinabsenkte. Voraus konnten wir bereits den Zielort La Neuveville erkennen und verliessen in Les Lorettes die Weinberge, welche uns nun ja nun schon beträchtliche Zeit begleitet hatten. Die Strasse leitete uns durch die Quartiere von La Neuveville hinweg und wir erreichten unterhalb der Kirche mit dem Bahnhof, unseren Endpunkt der Wanderung. Wunderschöne Tour mit 15.5 Kilometern in rund 4 Stunden Wanderzeit. Insgesamt 380 Höhenmeter aufwärts. 

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14. Jul, 2019
Dieses Mal verschlug es uns ins bernische Oberaargau, um dort heute eine einfache Mittelland-Wanderung unter die Füsse zu nehmen. Startpunkt für unser Vorhaben markierte die Bushaltestelle Melchnau Oberdorf, von welcher direkt losziehen konnten. Wir folgten ein kurzes Stück der breiten Dorfstrasse, bevor wir in die Hüsligasse einzweigten und dieser westwärts aus dem Ort hinaus folgten. Das Strässchen ging bald in einen Feldweg über und wir wanderten durch die weiten Urdinkelfelder auf den Fuchshubel zu. Bereits jetzt konnten wir die steile und dunkle Waldflanke der Hohwacht erkennen, welches dann unser erstes Wanderziel sein soll. Immer schön dem Waldrand folgend, brachte uns der breite Weg zur Hinderi Äbni, wo wir in den Wald eintauchten. Beim Rastplatz Pauli, verliessen wir das Strässchen und bogen in den südwärts führenden Pfad ein. Hier begann der eigentliche Aufstieg zum Gipfel, wo uns fortan ein schmaler Pfad über die steile Nordostflanke der Hohwacht führte. Über Stock und Stein gelangten wir zu einem aussichtsreichen Plateau, wo es nun nicht mehr weit zum höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung war. Wir erreichten sogleich den Aussichtsturm der Hohwacht auf 780 Metern, der nun auch natürlich bestiegen werden sollte. Der 21.5 Meter hohe Turm wurde 1911 erbaut und kann über vier komfortable Betontreppen, welchen dann noch eine enge Wendeltreppe folgte, erklommen werden. Der Schlussaufstieg zur Spitze des Turms könnte man noch über eine Leiter meistern, um den wunderschönen Rundblick geniessen zu können. Bis 1798 war die Hohwacht übrigens eine der wichtigen Höhenfeuer-Signalstationen; über diese konnte Tag und Nacht mit Feuerzeichen innerhalb 3 bis 4 Stunden im ganzen Kanton Alarm ausgelöst werden. Nachdem wir wieder festen Boden unter unseren Wanderfüssen hatten, machten wir uns auf den Abstieg durch das Baschiloch. Das kurze weglose Stück führte uns am Waldrand zum Teersträsschen hin, welches uns dann bequem hinunter zum Weiler Ghürn brachte. Bei der Weibelsweid verliessen wir den Hartbelag dann wieder und folgten dem Natursträsschen durch die  Getreidefelder zum Waldrand hin. Wir wanderten vorerst auf dem Forststrässchen durch den Chilewald, bevor wir auf den Wanderpfad einzweigten, welcher uns um den Ringwall beim Weierchöpfli herumführte. Wir erreichten einen idyllisch gelegenen Weiher mit seinem Restaurant Bürgisweyerbad, an welchem wir vorbeizogen und auf den Waldrand zusteuerten. Dem Hang des Sunnrain folgend, wanderten wir bergauf und zweigten wieder einmal in den Wald hinein. Etwas unterhalb des Rappechopf, machte unser Weg ein Schlenker in südwestliche Richtung, sodass wir ins Tal der Längete absteigen konnten. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, folgten wir dem Feldweg zu den Bauernhöfen hinunter. Wir hatten nun wieder asphaltierten Belag unter unseren Füssen und wanderten so zur Hauptstrasse in Bad Gutenberg hin. Bis zum ersten Weltkrieg war hier ein beliebtes Kurbad, dann neigte sich aber die Zeit des Bädertourismus ihrem Ende entgegen und zudem versiegte auch die Mineralquelle, was das Ende des Bades bedeutete. Wir folgten ein Stück der Hauptstrasse, bevor wir zu den ersten Quartieren von Lotzwil abzweigten. Das Strässchen führte uns immer in der Nähe der Längete quer durch die Ortschaft und so zweigten nach einiger Zeit bei der Bleikimatte von der Strasse ab. Wir betraten nun das Gebiet der zum Teil reaktivierten Wässermatten. Diesem kulturhistorischen Denkmal, welches auf das Wirken des Zisterzienserkloster St. Urban zurückgeht, konnten wir für uns ganz nebenbei zu einem entspannenden Wandererlebnis machen. Kurz bevor wir die ersten Häuser von Langenthal erreichten, musste wir eine etwas längere Umleitung in Kauf nehmen und folgten den Anweisungen an der schönen Baumschule entlang ins Allme-Quartier. Die Umleitungsschilder weisten uns den Weg und wir erreichten wieder den Flusslauf der Längete auf unserem ursprünglich geplanten Weg. Wir wanderten nun direkt hinein ins Zentrum der Stadt und folgten schliesslich den Markierungen durch die Fussgängerzone zum Bahnhof hin, wo unsere Tour ihr Ende nahm. Einfache, aber schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 300 Höhenmeter aufwärts.
 
17. Feb, 2019
Heute begaben wir uns ins Schwarzburgerland im Kanton Bern, wo wir uns eine weitere Flusswanderung ausgesucht haben. Die S-Bahn brachte uns von Bern aus durch eine wunderschöne Gegend zur Station Schwarzwasserbrücke, wo unsere heutige Tour dann auch starten konnte. Wir verliessen den abgelegenen Bahnhof auf deren Ostseite und wanderten am Ausflugsrestaurant vorbei in ein Wäldchen hinein. Wir folgten erst der Forststrasse, die uns in ein paar Kehren hinunter in die Schlucht brachte. Wir überquerten das Flüsschen über die Alte Schwarzwasserbrücke und zweigten kurz danach in den Uferweg ein. Bereits jetzt konnten wir schon einen herrlichen Blick auf die abgeschliffenen Steine und einzigartige Natur geniessen, welche das Wasser hier über Jahrhunderte schuf. Mit diesem schönen Vorgeschmack wanderten unter der Strassen- und Bahnbrücke, welche sich hoch über uns spannte, hindurch. Der gut ausgebaute,jedoch zum Teil sehr vereiste Weg brachte uns durch diese Flussauenlandschaft immer schön dem Fluss entlang und wir gelangten so zum Zusammenfluss von Schwarzwasser und der Sense. Zur rechten Hand ragten nun imposante Felswände empor, die wir unterhalb umgehen konnten. Wir wanderten nun mehr oder weniger in nördlicher Richtung an der Sense entlang, passierten dabei mehrere idyllische Bade- und Grillplätzchen. Diese sind zu dieser Jahreszeit noch verwaist, aber man kann sich das Getümmel im Sommer lebhaft vorstellen. Beim Heftibüffel weitete sich die Schlucht zunehmend und der Weg wurde wieder breiter. Der Weg führte uns dann den Wiesen unterhalb des Flüehölzli entlang und schon bald erblickten wir die ersten Gebäude des Gäuhofes. Der immer wieder vereiste Weg machte uns Vorwärtskommen zur  Herausforderung und suchten uns den bestmöglichen Pfad am Ufer entlang. Auf der gegenüberliegenden fribourgischen Uferseite konnten wir nun den winterlichen Sensestrand, mit dem klingenden Namen Hollywood erblicken. Er Weg brachte uns an der Sensematt entlang ins Untere Fahr, wo die Sense nun ihre Richtung von Nord nach Westen wechselte. Wir wanderten an der alten gedeckten Holzbrücke vorbei und unterquerten schon bald die Eisenbahn- und etwas später die Autobahnbrücke. Der breite Weg führte uns weiterhin der nun ruhig fliessenden Sense entlang, an Wäldern und Wiesen zum Campingplatz Thörishausen. Wir durchquerten diesen Platz und wechselten bei der Steinigen Brügg wieder ans Flussufer zurück. Wir wanderten erst unter einer alten Steinbrücke und etwas danach unter der neuen breiten Strassenbrücke hindurch. Wir gelangten so kurz vor Neuenegg in einen etwas dichteren Auwald, welcher uns unterhalb der Ortschaft begleitete. Die Ortschaft Neuenegg, wo einst die Eidgenossen die Soldaten Napoleons besiegten, liessen wir hinter uns und folgten dem schönen Wanderweg weiterhin dem Wasser entlang. Der Weg führte uns im Auenwald und an den Feldern Ramsere und Riedliau entlang in Richtung des Städtchen Laupen. Schon von Weitem konnten wir das Schloss Laupen erblickten, welches sich uns sehr schön auf dem Felssporn präsentierte. Als landschaftsbeherrschendes Wahrzeichen am Zusammenfluss von Sense und Saane gilt diese mittelalterliche Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Wir folgten schliesslich dem Bahngleis hinein in die pittoreske Altstadt von Laupen. Ein kurzer Rundgang durch das sehenswerte Städtchen liessen wir uns nicht nehmen, bevor wir zum Bahnhof hinwanderten. Wundervolle Wanderung mit 14 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Keine nennenswerte Höhenmeter aufwärts. 
 
18. Nov, 2018
Eine Höhenwanderung lockte uns heute in Richtung Emmental, welche uns in der Hoffnung dem Nebelmeer entkommend, auf eine aussichtsreiche Tour bringen sollte. Wir begaben uns dazu nach Oberdiessbach im Berner Mittelland, wo wir unsere Wanderung an dessen Bahnstation dann starten konnten. Nachdem wir ein kurzes Stück der Hauptstrasse gefolgt waren, zweigten kurz nach der Kirche in ein Nebensträsschen ein und wanderten so dorfauswärts. Am Friedhofgelände zogen wir vorbei und gelangten aufwärts durch das Haslifeld zum Waldrand. Wir tauchten dort in den Wald ein und folgten den Markierungen über den Chruzenberg hinauf. Wir stiegen so stetig in die Höhe und erreichten schon bald den Aussichtspunkt Güggel, wo wir schon beinahe unsere heutige Wanderhöhe erreicht hatten. Hier mussten wir unsere Hoffnungen bereits begraben, dass wir die Sonne heute noch zu Gesicht zu bekommen und eine aussichtsreiche Tour erleben zu können. Der Hochnebel war einfach zu dicht und zu hoch. So bewegten wir weiter im steten Auf und Ab über den Grat im Barschwandhubel-Wald. Unterhalb der Flanke des Chnubels erreichten wir dann wieder offenes Gelände und zogen durch Weideland zum Weiler Aebersold. Das Teersträsschen brachte uns an schönen Berner Bauernhäusern vorbei in Richtung Aebersoldweid, wo es nun etwas steiler zum Waldrand hochging. Wir wählten dort den Waldweg, welcher uns über den Ringgisberg zum Bergrestaurant Ringgis brachte. Für einen guten Kaffee und selbstgemachten Brätzeli in diesem gemütlichen Beizli legten wir gerne eine Pause ein, bevor es weiter gehen sollte. Nachdem wir uns wieder in Bewegung setzten verliessen wir kurz darauf die Strasse und zweigten in wurzeligen Weg ein, welcher uns durch den farn- und moosreichen Müliseilewald brachte. Schon bald verliessen wir den Wald wieder und stiegen wiesenabwärts zur Egg hinab, um auf dem Strässchen durch den Weiler Müliseile zu wandern. Den Aussichtsturm Chuderhüsi liessen wir wegen der mangelnden Aussicht links liegen und zogen durch den Goucherewald zum Restaurant Chuderhüsi. Dem Waldrand folgten wir unserem Weg zum Hof Lippenlehn, wo es nun über die Wiese bergab ging. Beim Weiler Paradiesli erreichten wir dann eine Fahrstrasse, der wir bis zum letzten Bauernhaus folgten. Erst ein Natursträsschen, dann ein Wiesentrampelpfad brachte uns dann zum Wald, in welchem wir hinein wandern konnten. Wir querten über eine neu erstellte Brücke den ausgetrockneten Bachlauf, folgten dem Wanderweg durch den moosigen Wald und erreichten schon bald die historische Würzbrunnen-Kapelle. Das aus dem Jahre 1494 stammende Kirchlein, wurde besonders aus den Verfilmungen von „Ueli der Knecht“ bekannt. Nach der kurzen Besichtigung wanderten wir auf dem grasigen Feldweg und danach am Waldsaum bergab Richtung Röthenbach. Auf sehr schmalen Weglein ging es am Hang des Pfarregg entlang und gelangten wir nach und nach hinunter zur Strasse, welche uns in Dorfzentrum von Röthenbach im Emmental führte. Dort endete unsere heutige Tour und fuhren von dort mit Bus und Bahn wieder zurück in die Heimat. Trotz des zähen Hochnebels, eine tolle Wanderung mit 15 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 650 Höhenmeter aufwärts.
 
14. Okt, 2018
Wir begaben uns heute ins Emmental, um ein Teilstück auf dem Grenzpfad Napfberglaad (Nr. 65) zu wandern. Dieser Wanderweg führt an der bernisch-luzernischen Grenze entlang und war für seine Bewohner lange Zeit eine Art Röstigraben zwischen dem katholischne Luzern und dem reformierten Bern.  Ausgangspunkt hierzu war der Bahnhof in Huttwil, welcher wir auf seiner Nordseite verliessen. Wir überquerten den Bachlauf der Längete und stiegen auf der Strasse steil durch das Hohlenquartier hinauf zu einem Hochplateau. Am Waldrand der Vorder Rotmoos wanderten wir auf dem Natursträsschen in die Nähe des Weilers Ettishäusern. Beim Hinter Rotmoos traten wir dann für kürzere Zeit in den Wald hinein und folgten dort dem Weglein. Wir erreichten bald ein Strässchen, welches uns durch die Gehöfte der Hinterbruggenweid und schliesslich zwei kleine Wäldchen zur Mühle bei Gondiswil führte. Am idyllischen Dorfweiher wanderten wir vorbei und zogen durch den Ortskern von Gondiswil, mit seinen typischen und alten Emmentaler Häusern hindurch. Auf der Nordseite verliessen wir die Ortschaft wieder und wanderten aufwärts auf eine Anhöhe. Die gute Sicht ermöglichte uns dabei, den schönen Ausblick auf die Berner Alpen mit seiner Prominenz Eiger, Mönch und Jungfrau geniessen zu dürfen. Bei der Brausmattenweid verliessen wir die Strasse wieder und konnten dort dem Naturweglein durch die Felder der Horbeweid folgen. Wir traten in den Horbewald ein und wanderten in nördlicher Richtung zum Babeliplatz mit seiner Schutzhütte und dem schön angelegten Picknickplätzchen. Nach der Erhebung der Hämlige verliessen wir den Wald und wanderten am Schlossberg Grünenberg vorbei. Die Sicht auf deren Burgruine wurde allerdings vollständig von den Bäumen verdeckt, sodass wir beim vorbeiwandern leider keinen Blick von dieser historischen Stätte erhaschen konnten. Bergabwärts gelangten wir nun in die Talebene von Altbüron zu den Wässermatten. Diese kleinen Wasserläufe sind die letzten Reste einer ehemals im Schweizer Mittelland verbreiteten Kulturform der genossenschaftlichen Wiesenbewässerung. Wir überquerten mit dem Bachlauf Rot sogleich auch die Kantonsgrenze nach Luzern und bewegten uns fortan im Naturschutzgebiet. Das Strässchen brachte uns parallel zur Landstrasse in Unterfeld wo wir danach etwas steiler  zum Waldrand der Längegg hochsteigen konnten. Auf dem Strässchen und dem Waldrand entlang wanderten wir dann in den Grosswald hinein. Ein alter und historischer Hohlweg führte uns durch den Wald und wir gelangten schliesslich hinunter zum Oberberghof. Wir wanderten nun oberhalb des Rottals weiter und konnten so schon bald den ersten Blick auf das Kloster St. Urban werfen. Das Natursträsschen brachte uns leicht abwärts am Sonnhaldenhof vorbei zur Strasse,, welchen uns vor die barocke Klosterkirche führte. Die gerade stattfindende Chloster Chilbi lud uns noch zum Verweilen ein und wir konnten durch diesen beliebten und Jahrhunderte alten Traditionmarkt streifen. Die Kosterkilbi St. Urban, welche jeweils am zweiten Oktober-Sonntag stattfindet, erstreckt sich dabei vom luzernischen St. Urban bis weit ins Bernbiet nach Roggwil. Nach der einen oder andern Leckerei begaben wir uns an den Bahnhof, wo wir unsere Wanderung dann auch beendeten. Schöne, einfache Tour mit 19 Kilometern in 4 Stunden und 45 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.