Wanderungen im Kanton Bern

14. Okt, 2018
Wir begaben uns heute ins Emmental, um ein Teilstück auf dem Grenzpfad Napfberglaad (Nr. 65) zu wandern. Dieser Wanderweg führt an der bernisch-luzernischen Grenze entlang und war für seine Bewohner lange Zeit eine Art Röstigraben zwischen dem katholischne Luzern und dem reformierten Bern.  Ausgangspunkt hierzu war der Bahnhof in Huttwil, welcher wir auf seiner Nordseite verliessen. Wir überquerten den Bachlauf der Längete und stiegen auf der Strasse steil durch das Hohlenquartier hinauf zu einem Hochplateau. Am Waldrand der Vorder Rotmoos wanderten wir auf dem Natursträsschen in die Nähe des Weilers Ettishäusern. Beim Hinter Rotmoos traten wir dann für kürzere Zeit in den Wald hinein und folgten dort dem Weglein. Wir erreichten bald ein Strässchen, welches uns durch die Gehöfte der Hinterbruggenweid und schliesslich zwei kleine Wäldchen zur Mühle bei Gondiswil führte. Am idyllischen Dorfweiher wanderten wir vorbei und zogen durch den Ortskern von Gondiswil, mit seinen typischen und alten Emmentaler Häusern hindurch. Auf der Nordseite verliessen wir die Ortschaft wieder und wanderten aufwärts auf eine Anhöhe. Die gute Sicht ermöglichte uns dabei, den schönen Ausblick auf die Berner Alpen mit seiner Prominenz Eiger, Mönch und Jungfrau geniessen zu dürfen. Bei der Brausmattenweid verliessen wir die Strasse wieder und konnten dort dem Naturweglein durch die Felder der Horbeweid folgen. Wir traten in den Horbewald ein und wanderten in nördlicher Richtung zum Babeliplatz mit seiner Schutzhütte und dem schön angelegten Picknickplätzchen. Nach der Erhebung der Hämlige verliessen wir den Wald und wanderten am Schlossberg Grünenberg vorbei. Die Sicht auf deren Burgruine wurde allerdings vollständig von den Bäumen verdeckt, sodass wir beim vorbeiwandern leider keinen Blick von dieser historischen Stätte erhaschen konnten. Bergabwärts gelangten wir nun in die Talebene von Altbüron zu den Wässermatten. Diese kleinen Wasserläufe sind die letzten Reste einer ehemals im Schweizer Mittelland verbreiteten Kulturform der genossenschaftlichen Wiesenbewässerung. Wir überquerten mit dem Bachlauf Rot sogleich auch die Kantonsgrenze nach Luzern und bewegten uns fortan im Naturschutzgebiet. Das Strässchen brachte uns parallel zur Landstrasse in Unterfeld wo wir danach etwas steiler  zum Waldrand der Längegg hochsteigen konnten. Auf dem Strässchen und dem Waldrand entlang wanderten wir dann in den Grosswald hinein. Ein alter und historischer Hohlweg führte uns durch den Wald und wir gelangten schliesslich hinunter zum Oberberghof. Wir wanderten nun oberhalb des Rottals weiter und konnten so schon bald den ersten Blick auf das Kloster St. Urban werfen. Das Natursträsschen brachte uns leicht abwärts am Sonnhaldenhof vorbei zur Strasse,, welchen uns vor die barocke Klosterkirche führte. Die gerade stattfindende Chloster Chilbi lud uns noch zum Verweilen ein und wir konnten durch diesen beliebten und Jahrhunderte alten Traditionmarkt streifen. Die Kosterkilbi St. Urban, welche jeweils am zweiten Oktober-Sonntag stattfindet, erstreckt sich dabei vom luzernischen St. Urban bis weit ins Bernbiet nach Roggwil. Nach der einen oder andern Leckerei begaben wir uns an den Bahnhof, wo wir unsere Wanderung dann auch beendeten. Schöne, einfache Tour mit 19 Kilometern in 4 Stunden und 45 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.
 
14. Jun, 2018

Die Ortschaft Hünibach am Thunersee im schönen Berner Oberland war der heutige Ausgangspunkt unserer Wanderung. Die Cholerenschlucht und die Panoramabrücke über die Gummischlucht sollten dabei unser heutiges Wanderhighlight sein. Wir starteten deshalb bei der Haltestelle Hünibach-Charteuse zu unserem Unterfangen. Dorfaufwärts wanderten wir zur Hünbach-Brücke wo unsere Route nun abzweigte. Das Kiesweglein führte uns am Bach entlang hinauf zum Waldrand und wir gelangten so zum Einstieg in die imposante Cholerenschlucht. Entlang des rauschenden Wassers und vorbei an schroffen Nagelfluhfelsen führte uns die Strecke über Holzstege und Treppen durch den Wald. An kleineren und grösseren Wasserfällen vorbei wanderten wir weiter über Wurzelpfade stetig bergauf. Nach dem kehrenreichen Aufstieg in der Hundschüpfeflueh erreichten wir die Strasse, welcher wir nun ein Stück in östlicher Richtung folgten. Wir zweigten nun wieder in den Wanderweg ein, welcher uns durch den Rainwald aus der Schlucht herausführte. Im Zickzack stiegen wir zum Waldausgang hinauf und folgten erst dem Waldrand, dann über die schönen Weidegebiete des Eichguts hindurch zum Ortseingang von Goldiwil. Der Strasse folgten wir durch das Dorf und zweigten beim Hubel in nördliche Richtung ab. Über Wiesen und steil über wurzlige Pfade durch den Wald wanderten wir dem Grat entlang übers Winteregg. Nach der Egg führte uns der weiche Trampelpfad über die Wiese abwärts zum Multenegg, wo wir für ein kurzes Stück auf Hartbelag trafen. Der breite Wanderweg durch den Wald, brachte uns hinab zum modernen Berner REHA-Zentrum, wo es nun wiederum auf der Strasse weiterging. Im Raaferewald führte uns das Waldsträsschen stetig hinauf zum Hinderport. Bei Bruuchhubel traten wir aus dem Wald heraus und nahmen Kurs über den Margensattel zum Margel. Der schön angelegte Wiesenweg brachte uns nun im etwas steileren Gelände am Waldrand abwärts nach Tschingel ob Gunten. Wir querten das kleine Dorf und zweigten auf die kleine Nebenstrasse ein, auf welcher wir in westlicher Richtung nach Aesch ob Gunten wanderten. Der Gummiweg brachte uns schliesslich zu unserem heutigen zweiten Höhepunkt, der Panoramabrücke über die Gummischlucht. Diese Panoramabrücke überspannt, die bis zu 182 Meter tiefe Schlucht und misst eine imposante Länge von 340 Meter. Auch wenn die Überquerung kostenpflichtig ist, liessen wir es uns dieses luftige Unternehmen mit den schwindelerregenden Tiefblicken nicht nehmen. So gelangten wir schliesslich auf die andere Seite der Schlucht, wo uns die Strasse zum kleinen Kirchlein von Sigriswil führte. Wunderschöne Tour mit 14 Kilometern in 4 Stunden und 45 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 870 Höhenmeter aufwärts.

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21. Mai, 2018

Nach der erholsamen Nacht und dem reichhaltigen *Ämmitaler“-Frühstück im Traditionshaus des Kemmeriboden-Bads, machten wir uns auf, um den zweiten Teil unserer Pfingstwanderung zu absolvieren. Das Natursträsschen führte uns in westlicher Richtung, weg von unserer Unterkunft und errichten so den stattlichen Hof Schwand. Wir befanden uns nun für längere Zeit auf dem „Beat Feuz Themenweg“, welcher uns auf mehreren Installationen seine immer noch erfolgreiche Karriere näherbrachte. Ein weicher und blumenreicher Wiesenweg führte uns über die Schwandweid zum Bödeli. Wir überquerten den Chaltbach und tauchten danach in ein Wäldchen ein, wo uns ein verträumtes und wunderschönes Wegstück erwartete. Beim Schwändeli erreichten wir das Fahrsträsschen, welches uns steil am Bochtihof vorbei hinunter ans Ufer der Emme brachte. Wir wanderten am Capingplatz Brumbach entlang und folgten auf lauschigen Pfad dem kleinen Flusslauf. Wir verliessen bei Höhe der Leuegg das Ufer, um über die schönen Blumenwiesen von der Hinter- zur Vorderbuchhütte zu gelangen. Dort erwartete uns ein Strässchen, welches uns etwas hinunter brachte, um so auf der gedeckten Müli-Brücke das Ufer der Emme wechseln zu können. Nach der Talmühle verliessen wir wieder die Strasse und wanderten nun aufwärts durch die Weiden hinein in die Ortschaft von Schangnau.  Dort entschieden wir uns wegen der erhöhten Gewitterneigung, anstelle der Wanderung über den höchsten „Emmentaler“, dem Wachthubel, die etwas kürzere Talvariante zum Zielort zu erwandern. Beim Dorfplatz verliessen wir deshalb die Hauptstrasse und zweigten ostwärts zu Häusern des Weilers Fischbach ab. Wir wanderten, mehr oder weniger weglos, über Wiesen und Felder, vorbei an Emmentaler Bauernhäusern mit ihren typischen riesigen Walmdächern. Wir gelangten über den Hubel nach Marchmoos und erreichten sodann das luzernische Kantonsgebiet. Der Lauf des kleinen und idyllischen Schonbaches wies uns von nun an den Weg. So konnten wir auf dem schönen Wiesenpfad immer am Ufer entlang wandern und passierten in der Folge, die Lauimühle und das Mösli-Quartier der Ortschaft Marbach. Am Parkplatz der Talstation der Gondelbahn Marbachegg wanderten wir vorbei und gelangten übers Paradiesli in Ortsmitte von Marbach, wo unser Pfingstwanderwochenende dann den Schlusspunkt fand. Schöne Talwanderung mit 14 Kilometer in 3 Stunden und 45 Minuten reiner Gehzeit. Insgesamt 220 Höhenmeter aufwärts.

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4. Feb, 2018

Der Aareuferweg durch die Elfenau stand auf unserem heutigen Wanderprogramm und wir begaben uns dazu in die Stadt Bern. Beim Bärenpark starteten wir unsere Tour und stiegen der Strasse entlang zum Flussufer der Aare hinab. Dem guten Fussweg folgend wanderten wir durch das Wäldchen der sogenannten Englischen Anlage zum Schwellenmätteli hin. Immer wieder bot sich uns dabei ein schöner Blick zur Südfront der Altstadt mit seinem dominierenden und sehenswerten Münster. Wir unterquerten die Kirchenfeldbrücke, welche bereits im Jahre 1883 erbaut wurde und die Altstadt mit dem Casinoplatz verbindet. Diese imposante Brücke ist 229 m lang und besitzt zwei Bogen mit einer Stützweite von 78 m und einer Scheitelhöhe von 32 m. Uns eröffnete sich nun der eindrückliche Blick zum Bundeshaus, welches als eines der bedeutendsten historistischen Bauwerke der Schweiz gilt und Mitte des 19. Jahrhunderts als Bundes-Rathaus erbaut wurde. Eine schöne Birkenallee säumte unseren weiteren Wegverlauf bis zum Schönausteg, wo wir die Gehege des Tierparks Dählhölzli passierten. Mit dem Naturschutzgebiet der Elfenau erreichten wir eine wunderschöne Auenlandschaft mit Tümpeln, glasklaren Wasseradern und weitflächigen Schilfbeständen.  Wir wanderten an der Bodenfach-Fähre vorbei und gelangten durch den Auenwald zum Muribad, welches im Sommer zu den schönsten Flussbädern Europas zählt. An der gedeckten rund 190 Jahren alten Holzbrücke Auguetbrügg, welche in den 1970er-Jahren von HunzIgen hierher versetzt wurde, zogen wir vorbei und gelangten in die renaturierte Märchligenau. Die vielfältige Auenlandschaft des Ostufers der Aare begleitete unseren Weiterweg durch die Raintal- und Chlihöchstetten-Au bis zur Hunzikerbrücke. Hinter der Autobahnraststätte verliessen wir das Aareufer und folgten der Strasse durch Sägematte-Quartier ins Zentrum von Münsigen. Beim Restaurant Ochsen endete unsere heutige Tour, wo wir uns nun unsere wohlverdiente Stärkung zu uns nehmen konnten. Wunderschöne Flusswanderung mit 16.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten reiner Wanderzeit. Kaum nennenswerte Höhenmeter. 

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3. Dez, 2017

Für unsere zweite Weihnachtsmarkt-Wanderung, begaben wir uns heute ins Berner Seeland. Wir starteten unsere Tour im mittelalterlichen Stadtkern von Büren an der Aare, welcher wir nun in nördlicher Richtung verliessen. Über die gedeckte Holzbrücke, wechselten wir die Uferseite der Aare und folgten nun dem Uferweg zur Mündung der Alten Aare in den Nidau-Büren-Kanal. Der Weg ums Schwimmbad herum brachte uns an die Alte Aare zurück, wo uns nun ein schmaler Pfad der Baumzeile am Ufer entlangführte. Wir konnten durch dieses einzigartige und fast gänzlich unberührte Naturschutzgebiet hindurch wandern und zweigten bei Witmann in einen etwas breiteren Weg ein.  Am Rande des Dorfes Meinisberg verlief unser Weg weiterhin immer den weiten Bögen der Alten Aare entlang. Der gut angelegte Pfad brachte uns um den Cheer herum und immer dicht an der Ufernähe zum Strandbode. Dort konnten wir der Strasse zum Nidau-Büren-Kanal folgen, welcher von nun an unser neuer Begleiter war. An der Safenerebrügg wanderten wir vorbei und erreichten das ehemalige Prämonstratenser Kloster Gottstatt. Das Kloster wurde 1255 durch Graf Rudolf I von Neuenburg-Nidau erbaut, im Zuge der Reformation um 1528 wieder aufgehoben und 1803 schliesslich an Private weiterverkauft. Der breite Kanalweg brachte uns in südwestlicher Richtung an der Schiffstation von Brügg vorbei zur Wehrbrücke. Dieses imposante Bauwerk reguliert die Wasserstände im Bielersee, dem Neuenburgersee und dem Murtensee und die Wasserhöhe in der Aare und wird von einer 12 × 25 Meter messenden Schiffsschleuse begleitet. Der Schleusenweg brachte uns am Ufer des Flüsschen Zihl hinein in das Stadtgebiet von Biel. Über den Robert-Walser-Platz und die Unterquerung des Bahnhofes wanderten wir direkt hinein ins Zentrum der Stadt. Der Bahnhofstrasse folgend erreichten wir dann den Zentralplatz mit seinem Weihnachtsmarkt, welches dann auch der heutige Wanderendpunkt war. Wir schlenderten selbstverständlich durch den Markt mit seinen liebevoll geschmückten Häuschen und stärkten uns da und dort mit einem feinen Glühwein und der einen oder anderen Leckerei. Tolle Tour mit 18 Kilometern in 4 Stunden reiner Wanderzeit. 

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