Wanderungen im Kanton Bern

8. Mrz, 2020

Durch das bernische Provinz Oberaargau sollte uns die heutige Wanderung führen und so reisten wir nach Attiswil, welches sich an leicht erhöhter Lage oberhalb des Aaaretals befindet. Wir verliessen die kleine Bahnstation auf der Nordseite und schlugen unsere Richtung zur Dorfmitte hin. So zogen wir leicht bergan durch den Ort und zweigten am Dorfrand in ein Natursträsschen ein. Dieses brachte uns am stattlichen Gerberhof vorbei und wir wanderten an den Obstbäumen entlang ins Land hinaus. Wir traten schon bald in den Wald hinein und folgten dem Weglein welches nach kurz nach Waldaustritt in einen Wiesentrampelpfad überging. Wir wanderten durch die Weiden auf den Hof Eicholz zu, wo wir nun ein Teersträsschen erreichten, dem wir nun folgen konnten. Das Strässchen führte uns leicht abwärts durch den Dettebuelwald und so gelangten wird dann zum Ortschäftchen Dettenbühl. Nachdem wir den Ort durchquert hatten und diesen zur Ostseite verlassen hatten, ging unser Weg wieder auf Naturbelag über. Wir betraten wieder Waldgebiet und folgten dem Wanderweglein vorerst bergab. Der Weg zog jedoch schon bald wieder aufwärts und so wanderten wir durch den schönen Stiereweidwald nun etwas steil bergauf. Wir querten weit oberhalb den idyllischen Brüggbach und verliessen das Waldgebiet nun wieder. Der Wanderweg führte uns zwischen Waldrand und der Erhebung Brächbüel auf die Stiereweid zu. Weiter aufwärts erreichten wir dann die Strasse unterhalb des Dorfes Rümisberg und schlugen dort unsere Richtung gegen Osten ein. Die Strasse führte uns am Cholewäldli entlang, direkt auf das Anwesen von Schloss Bipp zu. Das Herrschaftshaus und die benachbarte Ruine einer mittelalterlichen Burg ist heute im Privatbesitz und leider nicht öffentlich zugänglich. Erstmals urkundliche erwähnt wurde diese geschichtsträchtige Burg im Jahre 968, wobei die heutige Burganlange wohl aus dem 13. Jahrhundert stammt. Wir verliessen unterhalb des Burggelände die Strasse und folgten dem Naturweg durch ein Wäldchen hinab an den Ortsrand von Oberbipp. Dort steuerten wir der Strasse nach auf die Kirche in der Ortsmitte zu, da uns da ein weiteres Highlight erwarten soll. Auf dem Kirchhof befand sich nämlich der Dolmen von Oberbipp. Diese Megalithanlage aus der zweiten Hälfe des 4. Jahrtausends vor Christus ist noch in grossen Teilen intakt und wurde nach seiner Entdeckung im Jahre 2011 hierher versetzt. Sie zählt vermutlich zur ältesten, aber auch zu den eindrücklichsten Megalithanlagen der Schweiz. Die Strasse führte uns nun weiter durch den Ort, überquerten die Bahngeleise und die Hauptstrasse und konnten den Ort auf deren Südseite verlassen. Das Asphaltsträsschen führte uns an dem kleinen Oberbipper Dorfbach entlang und durch die weiten Felder hindurch. Wir unterquerten die Autobahn und folgten den Markierungen, welche uns auf Längwald zu brachte. Das Strässchen führte uns in den besagten Wald hinein und ging schon bald in einen Kiesweg über. Das Fortsträsschen brachte uns so erst leicht ansteigend an der Maienberg Waldhütte vorbei und senkte sich dann wieder sanft hinab auf den Waldausgang zu. Wir wanderten am Eidgenössischen Waffenplatz vorbei und erreichten schon gleich das Ufer der Aare.  Der breite Uferweg führte uns zur Brücke, welche uns über einen Seitenarm der Aare brachte und folgten dem Uferweg weiterhin. Schon bald erreichten wir die gedeckte Holzbrücke, welche hinüber ins Städtchen Wangen an der Aare führt. Das Wahrzeichen der Stadt steht seit über 650 Jahren und verbindet mit seinen knapp 100 Meter Länge die Aareinsel mit dem Städtchen. Wir wanderten also auf diesem historischen Bauwerk hinüber und betraten die sehenswerte Altstadt durch das nördliche Stadttor. Wir zogen durch die Gassen hinaus, gelangten so in die Vorstadt und erreichten den Bahnhof wo unsere Wanderung dann auch ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 13 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 270 Höhenmeter aufwärts. 

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23. Feb, 2020

Um eine abwechslungsreiche Uferwanderung an der Saane und Aare zu absolvieren begaben wir uns heute mal wieder in den Kanton Bern. Die Bahnstation Gümmenen war dazu unser Ausganspunkt und wir zogen von dieser dann nordwärts hinweg. Nachdem wir die Hauptstrasse überquert hatten, wechselten wir dann in ein Natursträsschen über, welches uns durch die Felder der Underi Gümmenau brachte. Unser Weg führte in den Wald hinein, in dem wir nun über den Chatzestyg in die Höhe stiegen. Das Feldsträsschen leitete uns erst zwischen Ackergebiet und Waldrand zu der Gabelung hin, welche uns in den Faverwald hineinführte. Das Strässchen verschmälerte sich bald und wir stiegen dann über den treppendurchsetzten Pfad zum Weiherboden der Haselau hinab. Wir waren nun direkt am idyllischen Saane-Ufer angelangt und wanderten nun mehr oder weniger weglos dem Dammweg entgegen. Wir folgten diesem dann durch die Haselau hindurch und machten unter der Autobahnbrücke einen Schwenker zum Rande des Gümiwaldes. Doch schon kurz darauf leitete uns das Strässchen wieder hinab an den Lauf der Saane. Wir wanderten so auf dem Naturweg immer schön dem Ufer entlang, passierten das Hornusserfeld und erreichten so den imposanten Saanesteg. Diese Schrägseilbrücke, welche ausschliesslich dem Fahrrad- Fussgängerverkehr dient, wurde 1990 fertiggestellt und ist für seine Zwecke doch sehr luxuriös ausgefallen. Wir querten die Brücke jedoch nicht, blieben so auf dem linksseitigen Ufer der Saane und wanderten weiterhin flussabwärts. Schon bald erreichten wir die Mündung, wo sich die Saane mit der Aare vereinigt. Auf der anderen Flussseite ragte die Runtigenflue auf, wo einst die sagenumwobene Burg Oltigen gestanden haben soll. Sagen- und Märchengeschichten sollen sich hier von grausamen Burgherren, Rachsucht, Mord und Totschlag erzählen. Gut, dass diese Zeit schon lang passé ist und wir heutzutage hier unbeschwert durchwandern können. Unser Weg führte uns nun durch eine einsame Wildnis. Wir kamen so zwischen schilfbewachsenen Tümpeln auf dem mit Eschen uns Weiden gesäumten Weg durch das schöne Oltigematt bis zur Brücke, welche uns in den Weiler Witteberg hineinführte. Wir folgten ein kurzes Stück dem Teersträsschen durch die wenigen Häuser hindurch und betraten kurz darauf den Wanderpfad im Wald. Dieser führte uns zum Gummligraben, in welchen wir ziemlich unwegsam hinabsteigen mussten. Unten beim Bach waren gar kleine Kraxeleien von Nöten, da das Brücklein zerstört und gar nicht mehr passierbar war. Wir wunderten uns über den schlechten Zustand des Wanderweges, wurden aber vom zufällig anwesenden Berner Wanderwege-Wart freundlich darauf hingewiesen, dass der Weg eigentlich gesperrt sei. Nun war uns zwar einiges klar, aber hatten wir doch keine Sperrungen bzw. Umleitungen ausmachen können. Nun wir hatten ja diesen Teil doch überstanden und wanderten weiter hinab in die wunderbare Aue von Niederried hinein. Das Kleinod am Niederrieder Stausee wurde 1992 zurecht in Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen. Hier sollen 173 Vogelarten zu Hause sein und umgestürzte Bäume machen diese Uferpartie zum Dschungel der besonderen Art. Wir wanderten dicht am etwas düster wirkenden Ufer des Stausees entlang und konnten uns dabei immer wieder von den spiegelnden Stämmen und Ästen im Wasser und der Vogelwelt verzaubern lassen. Nachdem wir die Cholgruebe passiert hatten, erreichten wir mit dem Elektrizitätswerk das Ende des Sees und wanderten vorerst der Strasse nach. Ein paar Kehren führte uns aber schon bald wieder auf einem Treppen-Pfad hinab ans Ufer der Aare, dessen Lauf wir nun folgen konnten. Bei der Fährsmatt verliessen wir den Auenwald und auch das Ufer und folgten dem Strässchen in den beschaulichen Ort Niederried hinein. Wir liessen das Dorf doch rasch hinter uns und hielten auf den Wald zu. Ein Strässchen brachte uns hoch über Aare durch das Bargenholz, bevor uns ein Pfad ziemlich direkt wieder zum Aare-Ufer hinabführte. So konnten wir wieder dem Wasserlauf folgen und überquerten den Fluss auf der Wehrbrücke. Die ersten Häuser von Aarberg waren schon bald erreicht und wir folgten den Markierungen, welche uns dem Ortskern näherbrachten. Wir betraten den mittelalterlichen Stadtkern über die gedeckte Holzbrücke aus dem Jahre 1557 und flanierten über den schönen Stadtplatz. Nachdem wir kurz eingekehrt waren, zogen wir zum nahen Bahnhof weiter und beendeten dort unsere Wanderung. Schöne Tour mit knapp 17 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 140 Höhenmeter aufwärts. 

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8. Sep, 2019

Heute begaben wir uns wieder einmal ins Berner Seeland, um dort den Bielersee Rebenweg erwandern zu können. Das nördliche Ufer des Bielersees wird intensiv durch den Rebbau genutzt und unsere Wanderung soll uns dabei auf dem Rebenweg einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Winzer geben. Startpunkt unserer heutigen Tour markierte der Bahnhof in Biel und wir zogen der Strasse nach in nordwestlicher Richtung davon. Wir überquerten das Flüsschen Schüss und gelangten so an den Rand der Neustadt Nord. Wir zweigten von der Alpenstrasse weg und folgten dem Wanderweglein nun treppendurchsetzt über ein paar Kehren bergauf. Wir erreichten schon bald den Pavillon Felseneck, von welchem wir einen ersten schönen Ausblick auf die Stadt Biel, deren Hafenanlage und den Bielersee geniessen konnten. Der Pavillon Felseneck wurde ursprünglich im Jahre 1825 erbaut, fiel dann aber 1893 einer Brandstiftung zum Opfer. 1898 entstand dann ein neuer Steinpavillon in Form eines antiken toskanischen Rundtempels. Der schmale Weg führte uns hoch über dem Bielersee und durch den Föhrenwald am Hang des Vingelzberg entlang. Bei der Brunnräbe wanderten wir dann auf Hartbelag durch das beschauliche Örtchen Vingelz. Dieses wurde bereits 1900 nach Biel eingemeindet und zählt heute so zum einwohnerärmsten Quartier der Stadt Biel. Nachdem wir die letzten Häuser hinter uns gelassen hatten, mündete das Strässchen wieder auf ein Naturweg ein. Wir wanderten auf diesem breiten Wege durch den Briechlewald und trafen nach dem Waldaustritt oberhalb von Alfermée auf die ersten Rebenhänge des Tages. Wir durchquerten diese Weinberge leicht abwärts auf dem Asphaltsträsschen und wanderten mit wunderbarer Sicht auf den Bielersee hinunter zum schmucken Kirchlein auf der Chapellenmatte. Wir betraten sogleich wieder die nächsten Weinberge und folgten dem Strässchen welches uns oberhalb der Ortschaft Tüscherz durch diese hindurchführte. Unser Wanderweg streifte das Wäldchen Banhölzli und wir gelangten so zu den schier endlos scheinenden Weinbergen von Engelberg-Wingreis. Die nächsten Kilometer brachte uns der bisher gut markierte Bielersee Rebenweg durch diese unzähligen, wohl hunderttausenden Rebstöcke hindurch. Das schmucke Winzerdörfchen Twann gelangte schon bald in unser Blickfeld, welches wir aber aussichtsreich und etwas oberhalb in den Weinbergen umwanderten. Der Zufall wollte es, dass heute gerade auf der Twanner Weinstrasse die Winzer ihre zahlreichen Weine zu Degustation anboten. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen und probierten an dem einen oder anderen der insgesamt 12 Stände, einen guten Tropfen des Bielersee Weines. Nach den Degustationen überquerten wir auf der Maillart-Brücke den Ausläufer der Twannbachschlucht, von wo uns aus auch der sogenannte Rebenlehrpfad bis nach Ligerz begleiten soll. Auf mehreren Tafeln wurde uns dabei, in mitten dieser zauberhaften Landschaft, viel Wissenswertes rund um den Wein und speziell über den Weinbau am Bielersee nähergebracht. Das Strässchen führte uns stetig bergauf, bevor wir dieses im „Bois de Dieu“ verliessen und sich der Naturweg zur Kirche von Ligerz hinunter senkte. Dieses Kirchlein steht mitten in den Reben und ist gewiss auch das Bekannteste im Berner Seeland, sodass es sich als das Wahrzeichen der Region etabliert hat. Die im frühen 16. Jahrhundert errichtete Kirche, wurde im spätgotischen Stil erbaut und ist durch ihre Grösse ein wahrlich schöner Blickfang. Wir zweigten kurz darauf auf ein schmaleres Weglein ein, welches uns an einer Haltestelle der LIgerz-Prêles Standseilbahn vorbeiführte. Wir wechselten nach und nach, aber ziemlich unmerkbar in den französischsprechenden Teil des Kanton Berns über und wanderten zu Strasse nach Chavannes hinab. Wir stiegen auf dem Strässchen nochmals kurz empor, bevor sich der breite Weg wieder weiter hinabsenkte. Voraus konnten wir bereits den Zielort La Neuveville erkennen und verliessen in Les Lorettes die Weinberge, welche uns nun ja nun schon beträchtliche Zeit begleitet hatten. Die Strasse leitete uns durch die Quartiere von La Neuveville hinweg und wir erreichten unterhalb der Kirche mit dem Bahnhof, unseren Endpunkt der Wanderung. Wunderschöne Tour mit 15.5 Kilometern in rund 4 Stunden Wanderzeit. Insgesamt 380 Höhenmeter aufwärts. 

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14. Jul, 2019
Dieses Mal verschlug es uns ins bernische Oberaargau, um dort heute eine einfache Mittelland-Wanderung unter die Füsse zu nehmen. Startpunkt für unser Vorhaben markierte die Bushaltestelle Melchnau Oberdorf, von welcher direkt losziehen konnten. Wir folgten ein kurzes Stück der breiten Dorfstrasse, bevor wir in die Hüsligasse einzweigten und dieser westwärts aus dem Ort hinaus folgten. Das Strässchen ging bald in einen Feldweg über und wir wanderten durch die weiten Urdinkelfelder auf den Fuchshubel zu. Bereits jetzt konnten wir die steile und dunkle Waldflanke der Hohwacht erkennen, welches dann unser erstes Wanderziel sein soll. Immer schön dem Waldrand folgend, brachte uns der breite Weg zur Hinderi Äbni, wo wir in den Wald eintauchten. Beim Rastplatz Pauli, verliessen wir das Strässchen und bogen in den südwärts führenden Pfad ein. Hier begann der eigentliche Aufstieg zum Gipfel, wo uns fortan ein schmaler Pfad über die steile Nordostflanke der Hohwacht führte. Über Stock und Stein gelangten wir zu einem aussichtsreichen Plateau, wo es nun nicht mehr weit zum höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung war. Wir erreichten sogleich den Aussichtsturm der Hohwacht auf 780 Metern, der nun auch natürlich bestiegen werden sollte. Der 21.5 Meter hohe Turm wurde 1911 erbaut und kann über vier komfortable Betontreppen, welchen dann noch eine enge Wendeltreppe folgte, erklommen werden. Der Schlussaufstieg zur Spitze des Turms könnte man noch über eine Leiter meistern, um den wunderschönen Rundblick geniessen zu können. Bis 1798 war die Hohwacht übrigens eine der wichtigen Höhenfeuer-Signalstationen; über diese konnte Tag und Nacht mit Feuerzeichen innerhalb 3 bis 4 Stunden im ganzen Kanton Alarm ausgelöst werden. Nachdem wir wieder festen Boden unter unseren Wanderfüssen hatten, machten wir uns auf den Abstieg durch das Baschiloch. Das kurze weglose Stück führte uns am Waldrand zum Teersträsschen hin, welches uns dann bequem hinunter zum Weiler Ghürn brachte. Bei der Weibelsweid verliessen wir den Hartbelag dann wieder und folgten dem Natursträsschen durch die  Getreidefelder zum Waldrand hin. Wir wanderten vorerst auf dem Forststrässchen durch den Chilewald, bevor wir auf den Wanderpfad einzweigten, welcher uns um den Ringwall beim Weierchöpfli herumführte. Wir erreichten einen idyllisch gelegenen Weiher mit seinem Restaurant Bürgisweyerbad, an welchem wir vorbeizogen und auf den Waldrand zusteuerten. Dem Hang des Sunnrain folgend, wanderten wir bergauf und zweigten wieder einmal in den Wald hinein. Etwas unterhalb des Rappechopf, machte unser Weg ein Schlenker in südwestliche Richtung, sodass wir ins Tal der Längete absteigen konnten. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, folgten wir dem Feldweg zu den Bauernhöfen hinunter. Wir hatten nun wieder asphaltierten Belag unter unseren Füssen und wanderten so zur Hauptstrasse in Bad Gutenberg hin. Bis zum ersten Weltkrieg war hier ein beliebtes Kurbad, dann neigte sich aber die Zeit des Bädertourismus ihrem Ende entgegen und zudem versiegte auch die Mineralquelle, was das Ende des Bades bedeutete. Wir folgten ein Stück der Hauptstrasse, bevor wir zu den ersten Quartieren von Lotzwil abzweigten. Das Strässchen führte uns immer in der Nähe der Längete quer durch die Ortschaft und so zweigten nach einiger Zeit bei der Bleikimatte von der Strasse ab. Wir betraten nun das Gebiet der zum Teil reaktivierten Wässermatten. Diesem kulturhistorischen Denkmal, welches auf das Wirken des Zisterzienserkloster St. Urban zurückgeht, konnten wir für uns ganz nebenbei zu einem entspannenden Wandererlebnis machen. Kurz bevor wir die ersten Häuser von Langenthal erreichten, musste wir eine etwas längere Umleitung in Kauf nehmen und folgten den Anweisungen an der schönen Baumschule entlang ins Allme-Quartier. Die Umleitungsschilder weisten uns den Weg und wir erreichten wieder den Flusslauf der Längete auf unserem ursprünglich geplanten Weg. Wir wanderten nun direkt hinein ins Zentrum der Stadt und folgten schliesslich den Markierungen durch die Fussgängerzone zum Bahnhof hin, wo unsere Tour ihr Ende nahm. Einfache, aber schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 300 Höhenmeter aufwärts.
 
17. Feb, 2019
Heute begaben wir uns ins Schwarzburgerland im Kanton Bern, wo wir uns eine weitere Flusswanderung ausgesucht haben. Die S-Bahn brachte uns von Bern aus durch eine wunderschöne Gegend zur Station Schwarzwasserbrücke, wo unsere heutige Tour dann auch starten konnte. Wir verliessen den abgelegenen Bahnhof auf deren Ostseite und wanderten am Ausflugsrestaurant vorbei in ein Wäldchen hinein. Wir folgten erst der Forststrasse, die uns in ein paar Kehren hinunter in die Schlucht brachte. Wir überquerten das Flüsschen über die Alte Schwarzwasserbrücke und zweigten kurz danach in den Uferweg ein. Bereits jetzt konnten wir schon einen herrlichen Blick auf die abgeschliffenen Steine und einzigartige Natur geniessen, welche das Wasser hier über Jahrhunderte schuf. Mit diesem schönen Vorgeschmack wanderten unter der Strassen- und Bahnbrücke, welche sich hoch über uns spannte, hindurch. Der gut ausgebaute,jedoch zum Teil sehr vereiste Weg brachte uns durch diese Flussauenlandschaft immer schön dem Fluss entlang und wir gelangten so zum Zusammenfluss von Schwarzwasser und der Sense. Zur rechten Hand ragten nun imposante Felswände empor, die wir unterhalb umgehen konnten. Wir wanderten nun mehr oder weniger in nördlicher Richtung an der Sense entlang, passierten dabei mehrere idyllische Bade- und Grillplätzchen. Diese sind zu dieser Jahreszeit noch verwaist, aber man kann sich das Getümmel im Sommer lebhaft vorstellen. Beim Heftibüffel weitete sich die Schlucht zunehmend und der Weg wurde wieder breiter. Der Weg führte uns dann den Wiesen unterhalb des Flüehölzli entlang und schon bald erblickten wir die ersten Gebäude des Gäuhofes. Der immer wieder vereiste Weg machte uns Vorwärtskommen zur  Herausforderung und suchten uns den bestmöglichen Pfad am Ufer entlang. Auf der gegenüberliegenden fribourgischen Uferseite konnten wir nun den winterlichen Sensestrand, mit dem klingenden Namen Hollywood erblicken. Er Weg brachte uns an der Sensematt entlang ins Untere Fahr, wo die Sense nun ihre Richtung von Nord nach Westen wechselte. Wir wanderten an der alten gedeckten Holzbrücke vorbei und unterquerten schon bald die Eisenbahn- und etwas später die Autobahnbrücke. Der breite Weg führte uns weiterhin der nun ruhig fliessenden Sense entlang, an Wäldern und Wiesen zum Campingplatz Thörishausen. Wir durchquerten diesen Platz und wechselten bei der Steinigen Brügg wieder ans Flussufer zurück. Wir wanderten erst unter einer alten Steinbrücke und etwas danach unter der neuen breiten Strassenbrücke hindurch. Wir gelangten so kurz vor Neuenegg in einen etwas dichteren Auwald, welcher uns unterhalb der Ortschaft begleitete. Die Ortschaft Neuenegg, wo einst die Eidgenossen die Soldaten Napoleons besiegten, liessen wir hinter uns und folgten dem schönen Wanderweg weiterhin dem Wasser entlang. Der Weg führte uns im Auenwald und an den Feldern Ramsere und Riedliau entlang in Richtung des Städtchen Laupen. Schon von Weitem konnten wir das Schloss Laupen erblickten, welches sich uns sehr schön auf dem Felssporn präsentierte. Als landschaftsbeherrschendes Wahrzeichen am Zusammenfluss von Sense und Saane gilt diese mittelalterliche Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Wir folgten schliesslich dem Bahngleis hinein in die pittoreske Altstadt von Laupen. Ein kurzer Rundgang durch das sehenswerte Städtchen liessen wir uns nicht nehmen, bevor wir zum Bahnhof hinwanderten. Wundervolle Wanderung mit 14 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Keine nennenswerte Höhenmeter aufwärts.