23. Feb, 2020

Gümmenen - Niederried - Aarberg

Um eine abwechslungsreiche Uferwanderung an der Saane und Aare zu absolvieren begaben wir uns heute mal wieder in den Kanton Bern. Die Bahnstation Gümmenen war dazu unser Ausganspunkt und wir zogen von dieser dann nordwärts hinweg. Nachdem wir die Hauptstrasse überquert hatten, wechselten wir dann in ein Natursträsschen über, welches uns durch die Felder der Underi Gümmenau brachte. Unser Weg führte in den Wald hinein, in dem wir nun über den Chatzestyg in die Höhe stiegen. Das Feldsträsschen leitete uns erst zwischen Ackergebiet und Waldrand zu der Gabelung hin, welche uns in den Faverwald hineinführte. Das Strässchen verschmälerte sich bald und wir stiegen dann über den treppendurchsetzten Pfad zum Weiherboden der Haselau hinab. Wir waren nun direkt am idyllischen Saane-Ufer angelangt und wanderten nun mehr oder weniger weglos dem Dammweg entgegen. Wir folgten diesem dann durch die Haselau hindurch und machten unter der Autobahnbrücke einen Schwenker zum Rande des Gümiwaldes. Doch schon kurz darauf leitete uns das Strässchen wieder hinab an den Lauf der Saane. Wir wanderten so auf dem Naturweg immer schön dem Ufer entlang, passierten das Hornusserfeld und erreichten so den imposanten Saanesteg. Diese Schrägseilbrücke, welche ausschliesslich dem Fahrrad- Fussgängerverkehr dient, wurde 1990 fertiggestellt und ist für seine Zwecke doch sehr luxuriös ausgefallen. Wir querten die Brücke jedoch nicht, blieben so auf dem linksseitigen Ufer der Saane und wanderten weiterhin flussabwärts. Schon bald erreichten wir die Mündung, wo sich die Saane mit der Aare vereinigt. Auf der anderen Flussseite ragte die Runtigenflue auf, wo einst die sagenumwobene Burg Oltigen gestanden haben soll. Sagen- und Märchengeschichten sollen sich hier von grausamen Burgherren, Rachsucht, Mord und Totschlag erzählen. Gut, dass diese Zeit schon lang passé ist und wir heutzutage hier unbeschwert durchwandern können. Unser Weg führte uns nun durch eine einsame Wildnis. Wir kamen so zwischen schilfbewachsenen Tümpeln auf dem mit Eschen uns Weiden gesäumten Weg durch das schöne Oltigematt bis zur Brücke, welche uns in den Weiler Witteberg hineinführte. Wir folgten ein kurzes Stück dem Teersträsschen durch die wenigen Häuser hindurch und betraten kurz darauf den Wanderpfad im Wald. Dieser führte uns zum Gummligraben, in welchen wir ziemlich unwegsam hinabsteigen mussten. Unten beim Bach waren gar kleine Kraxeleien von Nöten, da das Brücklein zerstört und gar nicht mehr passierbar war. Wir wunderten uns über den schlechten Zustand des Wanderweges, wurden aber vom zufällig anwesenden Berner Wanderwege-Wart freundlich darauf hingewiesen, dass der Weg eigentlich gesperrt sei. Nun war uns zwar einiges klar, aber hatten wir doch keine Sperrungen bzw. Umleitungen ausmachen können. Nun wir hatten ja diesen Teil doch überstanden und wanderten weiter hinab in die wunderbare Aue von Niederried hinein. Das Kleinod am Niederrieder Stausee wurde 1992 zurecht in Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen. Hier sollen 173 Vogelarten zu Hause sein und umgestürzte Bäume machen diese Uferpartie zum Dschungel der besonderen Art. Wir wanderten dicht am etwas düster wirkenden Ufer des Stausees entlang und konnten uns dabei immer wieder von den spiegelnden Stämmen und Ästen im Wasser und der Vogelwelt verzaubern lassen. Nachdem wir die Cholgruebe passiert hatten, erreichten wir mit dem Elektrizitätswerk das Ende des Sees und wanderten vorerst der Strasse nach. Ein paar Kehren führte uns aber schon bald wieder auf einem Treppen-Pfad hinab ans Ufer der Aare, dessen Lauf wir nun folgen konnten. Bei der Fährsmatt verliessen wir den Auenwald und auch das Ufer und folgten dem Strässchen in den beschaulichen Ort Niederried hinein. Wir liessen das Dorf doch rasch hinter uns und hielten auf den Wald zu. Ein Strässchen brachte uns hoch über Aare durch das Bargenholz, bevor uns ein Pfad ziemlich direkt wieder zum Aare-Ufer hinabführte. So konnten wir wieder dem Wasserlauf folgen und überquerten den Fluss auf der Wehrbrücke. Die ersten Häuser von Aarberg waren schon bald erreicht und wir folgten den Markierungen, welche uns dem Ortskern näherbrachten. Wir betraten den mittelalterlichen Stadtkern über die gedeckte Holzbrücke aus dem Jahre 1557 und flanierten über den schönen Stadtplatz. Nachdem wir kurz eingekehrt waren, zogen wir zum nahen Bahnhof weiter und beendeten dort unsere Wanderung. Schöne Tour mit knapp 17 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 140 Höhenmeter aufwärts. 

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