24. Mai, 2021

Bern - Gäbelbach - Wohlensee - Bern

Das idyllische Gäbelbachtälchen und das Wasservogelparadies am Wohlensee sollten unsere heutigen Wanderziele sein und reisten dazu in die Hauptstadt Bern. Ausgangspunkt dazu war das Quartier Bern Brünnen ganz im Westen der Stadt. Wir verliessen also den Bahnhof Brünnen Westside und konnten so unser Vorhaben in Angriff nehmen. Wir zogen in nördliche Richtung der Strasse nach von dannen und folgten den Markierungen, welche uns zum Waldgebiet hin lotsten. Wir wanderten noch ein steileres Stück der Strasse hinab, bevor wir den Einstieg in den Wanderpfad vorfanden. So konnten wir dann auch das schöne Naturparadies des Gäbelbaches betreten. Das schöne Bächlein schlängelte sich hier durch das bewaldete Gebiet und war so für eine Weile unser Begleiter. So wanderten wir leicht abwärts durch diese wundervolle Naturoase, die man so unmittelbar in Stadtnähe nicht erwarten würde.  Wir entfernten uns nach Austritt des Waldes vom Gäbelbach und wanderten durch ein beschauliches Quartier hindurch. Wir fassten bald schon Hartbelag unter unsere Füsse und folgten der Strasse am Camping-Platz Bern-Eymatt entlang. Wir gelangten so an Ufer der Aare und überquerten diese auf dem Stegmattsteg nach Hinterkappelen. Ein wunderschön angelegter Uferweg führte uns nun an der gemächlich fliessenden Aare entlang. Immer wieder durch kleine Auenwäldchen wanderten wir um die stark mäandrierende Passage herum und entfernten uns bei der Schrebergartenanlage vom Ufer dann wieder. Uns stand nun ein weiteres und etwas längeres Stück auf Asphalt bevor und liessen nach und nach die letzten Häuser von Hinterkappelen hinter uns. Wir waren mittlerweile wieder am Ufer der Aare angekommen, machten aber gleich darauf wieder einen Bogen, um zur Wohleibrücke zu gelangen. Wir überquerten abermals den Fluss, der hier langsam zum Wohlensee übergeht. Mit einer Länge von 12 Kilometern und einer Breite von maximal 700 Meter ist der Wohlensee mehr Fluss als See und ähnelt der alForm her teils fast dem Lago Maggiore im Tessin. Neben dem Stauwehr führt nur die Wohleibrücke über diesen Stausee und konnten so ans Südufer des Sees wechseln. Der Wanderweg führte uns vorerst am Ufer entlang, konnten immer wieder schöne Blicke über den See werfen und die reiche Wasservogelwelt beobachten. Wir tauchten schon bald wieder in den Wald hinein und zweigten in einem Waldtälchen in den aufwärts führende Wanderpfad ein. Dieser führte uns nun sehr kräftig und steil durch den Chatzestygwald in die Höhe. Wir erreichten eine unbewaldete Anhöhe und unser Weg flachte nun auch wieder ab. Das Strässchen lotste uns auf die Ortschaft Frauenchappelen zu und zogen so durch das ehemalige Klosterdorf. Das Augustinerkloster wurde bereits 1486 aufgehoben und im Zuge der Reformation zum Pfarramt um figuriert. In den Jahren 1574-76 wurde die baufällige Klosterkirche zum heutigen Kirchenraum ausgebaut. Wir liessen den Ort hinter uns und wanderten durch die offenen und aussichtsreichen Felder auf die Riedbachmühle zu. Unser Blick  reichte bis zu den weissen und mächtigen Berner Alpengipfel hin. Die Strasse führte uns auf den Waldrand zu und hatten so den Lauf des Gäbelbaches wieder erreicht.  Das Strässchen mutierte auf einen Wanderweg über und folgten nun wieder dem Weg durch das Gäbelbachtälchen. Wir unterquerten das Autobahnviadukt und folgten dann mehrheitlich auf breiten Wegen durch diese wunderbare Naturidylle hindurch. Ein Pfad brachte uns dann hinab in den Höllgrabe, wo wir nun wieder direkt am Bach wandern konnten. Über einen Holzsteg im tunnelartigen Bachdurchfluss wechselten wir vom Land zurück in die Stadt. Die Hochbausiedlung über uns zeugte davon bereits und wir hatten das Quartier Bern Brünnen dann auch schon gleich erreicht. Die Markierungen lotsen uns wieder zurück zum Bahnhof, wo wir unsere Tour beenden konnten. Schöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 220 Höhenmeter aufwärts.  

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