Wanderungen im Kanton Bern

3. Dez, 2017

Für unsere zweite Weihnachtsmarkt-Wanderung, begaben wir uns heute ins Berner Seeland. Wir starteten unsere Tour im mittelalterlichen Stadtkern von Büren an der Aare, welcher wir nun in nördlicher Richtung verliessen. Über die gedeckte Holzbrücke, wechselten wir die Uferseite der Aare und folgten nun dem Uferweg zur Mündung der Alten Aare in den Nidau-Büren-Kanal. Der Weg ums Schwimmbad herum brachte uns an die Alte Aare zurück, wo uns nun ein schmaler Pfad der Baumzeile am Ufer entlangführte. Wir konnten durch dieses einzigartige und fast gänzlich unberührte Naturschutzgebiet hindurch wandern und zweigten bei Witmann in einen etwas breiteren Weg ein.  Am Rande des Dorfes Meinisberg verlief unser Weg weiterhin immer den weiten Bögen der Alten Aare entlang. Der gut angelegte Pfad brachte uns um den Cheer herum und immer dicht an der Ufernähe zum Strandbode. Dort konnten wir der Strasse zum Nidau-Büren-Kanal folgen, welcher von nun an unser neuer Begleiter war. An der Safenerebrügg wanderten wir vorbei und erreichten das ehemalige Prämonstratenser Kloster Gottstatt. Das Kloster wurde 1255 durch Graf Rudolf I von Neuenburg-Nidau erbaut, im Zuge der Reformation um 1528 wieder aufgehoben und 1803 schliesslich an Private weiterverkauft. Der breite Kanalweg brachte uns in südwestlicher Richtung an der Schiffstation von Brügg vorbei zur Wehrbrücke. Dieses imposante Bauwerk reguliert die Wasserstände im Bielersee, dem Neuenburgersee und dem Murtensee und die Wasserhöhe in der Aare und wird von einer 12 × 25 Meter messenden Schiffsschleuse begleitet. Der Schleusenweg brachte uns am Ufer des Flüsschen Zihl hinein in das Stadtgebiet von Biel. Über den Robert-Walser-Platz und die Unterquerung des Bahnhofes wanderten wir direkt hinein ins Zentrum der Stadt. Der Bahnhofstrasse folgend erreichten wir dann den Zentralplatz mit seinem Weihnachtsmarkt, welches dann auch der heutige Wanderendpunkt war. Wir schlenderten selbstverständlich durch den Markt mit seinen liebevoll geschmückten Häuschen und stärkten uns da und dort mit einem feinen Glühwein und der einen oder anderen Leckerei. Tolle Tour mit 18 Kilometern in 4 Stunden reiner Wanderzeit. 

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24. Sep, 2017

Um auf den Spuren des Meisterdetektiv Sherlock Holmes zu wandern, begaben wir uns nicht etwa London, sondern nach Meiringen im schönen Berner Oberland. Die beiden Ziele unserer heutigen Wanderung waren dabei der Reichenbachfall und als Höhepunkt zum Schluss die wilde Aareschlucht. Wir starten unsere Rundtour beim Bahnhof in Meiringen und folgten dem Sherlock-Holmes-Weg hinunter zum Ufer der Aare. Wir überquerten den Fluss und wanderten der Strasse entlang in den Weiler Willingen. Dort zweigten wir in den Wanderweg ein und stiegen nun übers Egg und Schiltbrächen nach Schwendi in die Höhe. Wir gelangten an den Reichenbachfall und so an die Stelle, wo sich das letzte Handgemenge von Sherlock Holmes und seinem Erzfeind Professor Moriarty ereignet haben soll. Beide stürzten in die Tiefe und sollen gemäss dem Krimiroman, dabei den Tod gefunden haben. Wir machten noch einen kleinen Abstecher zu den Aussichtsplattformen des Reichenbachfalls, wo wir einen nochmaligen Blick auf den mächtigen und 120 Meter hohen Fall hatten. Wieder zurück auf dem Wanderweg wanderten wir nun unwegsam und seinig durch den Wald hinunter nach Briggers Schwendi und überquerten etwas unterhalb den Bach Geissholz Louwenen. Im Weiler Geissholz verliessen wir den Sherlock-Holmes-Weg und folgten der aussichtsreichen Anhöhe zum Waldrand. Wir bewältigten die bevorstehende Geländestufe, auf etwas steilerem Wege durch den Wald hinunter zum Talboden von Innertkirchen. Beim den Häusern von Wychel verliessen wir den markierten Weg um ans Aareufer zu gelangen, wo uns ein kurzer Aufstieg zum Ost-Eingang der Aareschlucht brachte. In Zehntausenden von Jahren hat sich die Aare den Weg durch die Kalkfelsen gebahnt und dabei eine 1,4 km lange, bis zu 200 m tiefe Schlucht geschaffen, die streckenweise nur 1-2 Meter breit ist. Durch diese Schlucht wurde ein wunderbarer und hervorragend gesicherter Wanderweg angelegt, welcher uns über Holzstege, durch Felsentunnels und Galerien führte. Das Naturspektakel lud uns zum Bewundern und Verweilen ein, bevor wir die Schlucht am Westausgang wieder verliessen. Dort wechselten wir das Ufer der Aare und erreichten die ersten Häuser von Meiringen. Wir wanderten schliesslich der Strasse entlang durchs Ortszentrum und gelangten zu unseren Schlusspunkt beim Bahnhof. Wunderschöne Wanderungen mit 12 Kilometern in 4 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 500 Höhenmeter aufwärts.

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17. Sep, 2017

Der Mont Sujet, ein 1382 Meter Hoher Berggipfel im Berner Jura, stand heute auf unserem Wanderprogramm. Von Ligerz am Bielersee ging es zuerst mit der Standseilbahn nach Prêles und danach mit dem Bus in den Ort Lamboing, wo unsere Tour im Zentrum startete. Wir folgten dort der Strasse hinauf und gelangten am Ortsende über eine Wiese zum Waldrand. Hier begann der 1996 von Holzbildhauern aus Brienz geschaffene Skulpturenweg, welchem wir nun folgen konnten. Unser Weg zog sich nun über mehrere Kehren vorbei an rund 30 liebevoll und mit grossen Talent gestalteten Holzskulpturen durch den Forêt de Chassin. An Feen, Druiden, Waldtieren, Menschen und Blumen aus Holzstämmen und Wurzeln wanderten wir stetig bergauf und traten etwas später aus dem Wald hinaus. Auf offenen Gebiet wanderten wir am Haus Bergerie du Haut vorbei und erreichten aufwärts über einen Hang, den Mont Sujet, zu deutsch auch Sptzberg genannt. Auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung konnten wir trotz tiefhängenden Wolken eine  prächtige Aussicht über das 3-Seenland und die Jurakette geniessen. Der Abstieg erfolgte meist weglos, aber bestens markiert, über die prächtigen Juraweiden hinunter zum Combe Gamué und danach in westlicher Richtung zum Combe Robin. Dort tauchten wir wieder in den Wald hinein und folgten dem Weg dem Hang entlang hinunter nach La Rochalle. Weiter abwärts erreichten wir die Ortschaft Diesse, welche wir nun der Strasse durch die Ortsmitte querten und nach dem Friedhof in ein Natursträsschen einzweigten. Mehr oder weniger eben, bahnte sich nun unser Weg über die weiten Felder und das Bächlein La Douanne in südlicher Richtung. Der Schotterweg führte uns an den Gemüsefeldern von Le Clef entlang zur Hauptstrasse hin, welche uns nun zur Standseilbahn in Prêles führte. Dort endete unsere Tour und wir fuhren mit dem Funiculaire wieder hinunter zum Bielersee. Schöne Wanderung mit 14 Kilometern Länge in 4 Stunden und 15 Minuten reiner Wanderzeit. Insgesamt 600 Höhenmeter aufwärts.

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24. Aug, 2017

Unsere Auffahrts-Wanderung sollte uns heute vom Berner Seeland durch die wildromantische Taubenlochschlucht in den Berner Jura führen. Wir begaben uns deshalb heute in die Uhren-Weltmetropole Biel/Bienne wo unsere Wanderung bei der Haltestelle Taubenloch im Stadtteil Bözingen/Bonjean startete. Der Einstieg in die Schlucht erfolgte direkt vom Stadtrand aus, wo wir nun dem Lauf der Schüss (La Suze) hinauf folgen konnten. Auf dem rund 3 km langen, gut ausgebauten Wanderweg durch die Taubenlochschlucht durchquerten wir die erste Jurafalte von Biel-Bözingen (445 m ü. M) nach Frinvillier (dt. Friedliswart, 516 m ü. M.).  An exponierten Stellen, welche gut gesichert waren, boten uns immer wieder herrliche Blicke in die Schlucht. Wir erreichten Frinvillier und entstiegen somit der Schlucht, folgten jedoch weiter dem Flüsschen Suze aufwärts. Bei Rondchâtel gelangten wir auf eine Ebene, wo es nun für einen Moment über Hartbelag in nördlicher Richtung ging. Zu rechter Hand passierten wir den riesigen Felsabbruch La Charuque, welcher derzeit zum Abbau des reichlich vorhandenen Jurakalk dient.  Wir erreichten die die Klus von Rondchâtel, wo wir auf dem Hügel in der einer Suze-Schlaufe bereits die Reste einer alten Burg sehen können. Unser Wanderweg führte uns nun mitten durch das Dorf Péry und an der Dorfkirche aus dem Jahre 1706 vorbei an den Waldrand. Diesem folgten wir nun auf breitem Wege bis nach La Heutte. Der Schlussanstieg über die gerölligen und unebenen steilen Weg hatte es nochmals in sich, da auf den letzten 1.5 Kilometern rund 300 Höhenmetern zu bewältigen. Dieser Pfad in Richtung Werdtberg brachte uns durch die felsenreiche und grüne Waldlandschaft zu unserem Ziel, dem familieneigenen Berghaus in La Vanne. Schöne Kurz-Wanderung mit 10 Kilometern in 3 Stunden reiner Wanderzeit. Insgesamt 580 Höhenmeter aufwärts.

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9. Jul, 2017

Heute verschlug es uns mal wieder ins Berner Seeland um auf dem Twannbachschluchtweg zu wandern. Die Standseilbahn brachte uns bequem direkt von der Stadt Biel/Bienne aus zu unserem Startpunkt nach Leubringen/Evilard. Der Haupttrasse entlang folgten wir unserem Weg bis ans obere Dorfende und bogen beim «Chemin de la Maison Blanche» in westlicher Richtung ab. Wir zogen am Friedhof «Le Tir» vorbei und tauchten in den Wald bei Bäsenrysboden ein. Erst wanderten wir auf der Forststrasse, bevor wir dann ab Michelsboden auf dem Wanderweglein nach Magglingen in die Höhe stiegen. An der Terrasse der Eidgenössischen Sportschule wanderten wir nun vorbei und konnten uns dort ein wenig der tollen Aussicht erfreuen. Bei klarer Sicht soll dort das Panorama vom Pilatus bis zum Mont Blanc reichen. Ein stetig leicht ansteigender Pfad, der sogenannte alte Kurpfad, brachte uns nun durch den schönen Nidauwald hinauf in Richtung Twannberg. Am Ende des Pfades öffnete sich ein uns dann wunderbarer Blick auf das Plateau de Diesse, das sich dort zu Füssen des Chasserals ausbreitete. An den Magglingematte vorbei erreichten wir über Cholbode den Twannberg mit seinem schön gelegenen Hotel. Ein kurzes Stück der Strasse folgend, zweigten wir dann beim Täätsch-Wald in den Waldwanderweg ein, auf welchem wir bis Les Moulins wandern konnten. So erreichten wir schliesslich mit der Twannbachschlucht den eigentlichen Höhepunkt unserer Wanderung. Beim Restaurant des Gorges stiegen wir nun in die mystisch-düsternd anmutende Schlucht hinein. Zu Beginn floss der Bach noch friedlich über die moosbedeckten Felsblöcke, doch bald wechselte sich das Bild. Meterhohe Felswände türmten sich nun links und rechts des Baches, gefolgt von Wasserrutschen und schönen Wasserfällen. Der Weg führte uns in spektakulären Passagen mit schön angelegten Holzstegen und unter den zum Teil metertief unterhöhlten Felsen hindurch. Beim Schluchtausgang entrichteten wir einen kleinen Wegzoll und erreichten dann das Känzeli, mit einem schönen Ausblick auf den Bielersee und der St. Petersinsel. Wir wanderten der Anhöhe entlang durch die Rebberge und stiegen bei der Underi Chros hinunter ins Weindörfchen Twann. Durch die schönen Häuserzeilen der Dorfgasse hindurch führte uns der Weg bis zur Schiffstation hin. Dort ging es dann mit dem Schiff zurück nach Biel. Wunderschöne Wanderung mit 14 Kilometern in rund 4  Stunden reiner Gehzeit. Insgesamt 350 Höhenmeter aufwärts.

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