Wanderungen im Kanton St. Gallen

1. Mai, 2022

Heute wollten wir uns mal eine Wanderung durch das Bruedertöbeli gönnen, wo sich eine Kapelle, alte Geschichten, Wasserfälle und eine Höhle befinden soll. So stellten wir uns heute eine Wanderung zusammen, welche uns unter anderem durch dieses sagenumwobene Tobel führt. Wir reisten nach Bütschwil im Toggenburg, wo wir unsere Tour direkt beim Bahnhof starten konnten. Wir entfernten uns der Strasse nach von der Station und liessen uns von Markierungen über die Geleise zum Wanderweg hin dirigieren. Durch ein Waldstück wanderten wir nun etwas abwärts und wurden dort vom Märli-Egge überrascht. Gleich neben der Rastbank versteckt sich nämlich jeden Monat ein anderes Bilderbuch, das für Gross und Klein ein Märchen erzählt und das natürlich auch uns zum Verweilen einlud. «Märli-Buech useneh, verzelle und eifach wieder ine tue»- Wir befolgten diese Anweisungen auf dem Märlibriefkasten selbstverständlich gerne, bevor wir unsere Wanderfüsse weiterbewegten. Nachdem wir die Häuser auf der Untermühli passiert hatten, gelangten wir hinab ans Ufer der Thur. Wir erblickten vor uns nun der 100 Meter lange Drahtsteg, welcher uns ans gegenüberliegende Ufer bringen soll. Wir wagten uns auf den schmalen und schwankenden Steg, konnten dabei schöne Blicke auf die gemächlich fliessende Thur werfen, bevor wir jenseits wieder sicheren Boden unter unsere Wanderschuhe fassten. Am Gegenhang stiegen wir wieder empor und erreichten dort ein Natursträsschen und wanderten durch das blühende Weideland weiter aufwärts. Ein grasbewachsenes Fahrweglein führte uns zur kleinen und schmucken Brudertöbeli-Kapelle, welches sich uns mitten auf der Wiese präsentierte. Es handelt sich hier um eine Gedenkstätte einer früheren Einsiedelei, welches mit Tischen und Bänken, sowie einem Selbstbedienungskühlschrank zur Rast einlädt. Da wir aber ja erst gerade losgewandert waren kam uns dies viel zu früh und wir zogen weiter und traten schon gleich in den Wal hinein. Vorerst konnte wir noch der offiziell markierten Route Folge leisten und ignorierten dann die Abzweigung nach Aewil, wollten wir doch auf die Bruedertöbeli-Höhle treffen. Es zeigte sich uns dann eine Tafel mit Infos über die Einsiedelei Brudertobel, welche zwischen 1369 und 1852 bewohnt war. Heute waren für uns nur noch Ruinen sichtbar. Nun begann für uns dann ein etwas anstrengender Treppenweg, welcher uns aber im wilden Tobel auf schmalen Wegen schnell in die Höhe brachte. Wir wurden aber schon bald mit einem weiteren beeindruckenden Naturschauspiel belohnt. Die Bruedertöbeli-Höhle hinter einem plätschernden Wasserfall ist ja wirklich was ganz Besonderes. Unser Weg führte bequem uns durch die imposante Höhle und hinter dem Wasserfall hindurch. Bänke und Tische würden uns hier ggf. zu einer weiteren Rast unter diesem Nagelfluh-Dach einladen. Nochmals sehr treppendurchsetzt ging es nun weiter steil bergan und verliessen so nach und nach das Tobel und traten dann auch aus dem Wald heraus. Der Wanderweg mündete in ein Strässchen ein und gelangten so auf die Anhöhe von Aewil hinauf. Wunderbare Ausblicke eröffneten sich uns auf Bütschwil, das Untertoggenburg, Hörnli und Schnebelhorn von da oben. Kurz nach dem Restaurant Berghof zweigten wir von der Strasse weg und wanderten über den Laubberg zum Hof Moos. Unser Weg hatte sich mittlerweile auch wieder abgesenkt und fassten im Moos dann auch wieder Hartbelag unter unsere Füsse. Die Strasse schlängelte sich hinab an den Dorfrand von Ganterschwil, welches wir dann teils über Wanderweg umwandern konnten. Immer wieder mit schönen Blicken auf das Neckertobel und seinen wuchtigen Felsen folgten wir oft an der Hangkante entlang in Richtung Lütisburg. Die Markierung lotste uns dann von Strasse weg und gelangten hinab ans Ufer der Necker, wo uns die gedeckte Holzbrücke ans andere Ufer brachte. Wir bewegten uns im Auenschutzgebiet wo sich die Necker und Thur vereinen, welches von nationaler Bedeutung ist. Wir liessen uns dann von den Markierungen durch die Ortschaft Lütisburg hinaus dirigieren, bevor wir wieder auf dem Thurweg Fuss fassten. Für kurze Zeit folgten wir dem Ufer, bevor sich der Weg wieder den Hang hinaufschraubte. Nachdem wir das Lütisburger Oberdorf hinter uns gelassen hatten, führte uns der schöne Wanderweg oberhalb der tief eingeschnittenen Thur durch blühende Weiden auf den Weiler Haslen zu. Die Thurbrücke Mühlau war dann auch schon bald erreicht, wechselten dann auch die Uferseite und folgten dem Wanderweg wieder bergauf. Der Ortsrand von Bazenheid war dann auch schon gleich erreicht und liessen uns nun von der Wegweisung zum Bahnhof hin lotsten, wo unsere Tour ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 12.5 Kilometern in 3.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 355 Höhenmeter aufwärts.

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10. Okt, 2021

Flawil stellte den Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung dar du so reisten wir mit der Bahn ins Untertoggenburg. Um die Herbstwandersaison so richtig einzuläuten, hatten wir uns als Highlight den Kürbishof Rohner ausgesucht, um dort die grossartige Kürbisaustellung zu besuchen. Wir verliessen also den Bahnhof Flawil und unterquerten die Gleisanlage zu deren Ostseite. Die Strasse führte uns erst leicht aufwärts durch das kleine Quartier des Friedbergs bergauf. Die Wegweisung lotste uns dann in ein Seitensträsschen ein, welches dann schon blad auf Naturbelag überging. Der Weg hatte sich mittlerweile wieder gesenkt und wir wanderten hinab ins Tüfental. Das Strässchen mutierte sich nun zu einem Wanderweg und hielten so auf den Waldrand zu. Wir bewegten uns auf dem sogenannten Schwanzerweg, welcher uns hinab an den Flusslauf der Glatt brachte. Wir überquerten dort den Schwanzerweg-Steg und stiegen nun aus dem Tobel wieder empor. Wir traten aus dem Wald heraus, folgten dem Wanderpfad dem Waldrand entlang und erreichten so wieder ein Fahrsträsschen. Wir streiften den Weiler Gebrtschwil und wanderten über eine Kuppe entlang eines Weidegebietes. Das Strässchen schlängelte sich an einzelnen Höfen vorbei und erreichten etwas bergab Glattburg. Unweit dieses kleinen Weilers beindet sich die Burgstelle Gielen-Glattburg, welche im 16. Jahrhundert in die Tiefe stürzte und heute daher nur noch letzte Fundamentsreste der Burg zu erkennen sind. Wir zogen jedoch ohne Abstecher zu diesen paar Steinresten weiter und schlugen unseren Weg in nördliche Richtung ein. Erst ging es nochmals kurz bergan, bevor uns das Natursträsschen durch die Feldgebiete zum Hof Eggenberg zuführte. Wir spürten nun wieder Hartbelag unter unseren Füssen und überquerten nun über die Bücke die Autobahn. Das Strässchen führte uns nun auf den Ort Niederwil zu, in welchen wir dann schliesslich auch hineinwanderten. Bei der Katholischen Kirche in der Ortsmitte, schwenkte sich unser Weg westwärts und folgten so der Hauptstrasse durch das langgezogene Dorf hinaus. Die Markierung dirigierte uns dann beim Chloshof von der Hauptstrasse weg und wanderten auf dem Natursträsschen auf das Wäldchen Rotholz zu. Wir querten dieses kleine Waldgebiet und gelangten im leichten Auf und Ab übers Storchenegg in den Weiler Ober Ratenberg hinein. Wir liessen diesen kleinen Ort aber rasch hinter uns und liessen uns der Strasse nach weiter abwärts bringen. Wir passierten wieder einzelne Höfe folgten unserem Weg in den Chellenwald hinein. Auf natürlichem Wege konnten wir uns so durch den schönen Wald treiben lassen. Wir stiegen hinab in Hertenbergtobel, querten unten den kleinen Bachlauf und stiegen dann wieder etwas steiler bergan. Wir gelangten so hinauf zum Hertenberg, wo uns das schurgerade Strässchen auf den Weiler Harschwil hinbrachte. Der Asphalt hatte uns nun wieder erreicht und wanderten so auf die Henessenmühle mit seinem schmucken Restaurant zu. Am aufgestauten Arneggerbach vorbei gelangten wir schon bald zum Kürbishof Rohner. Die bunte Flut an Kürbissen verzauberte uns im nu und wir verweilten uns gerne an der schönen Schaustellung der Riesenbeere. Das Angebot auf dem Kürbishof Rohner ist sehr riesig, werden dort doch 180 verschiedene Kürbissorten zur Schau gestellt bzw. angeboten. Das diesjährige Motto „Fabulous Las Vegas“ wurde mit kunstvollen gerecht umgesetzt und gab uns das Gefühl in dieser Welt zu weilen. Das Kürbisbeizli bot uns ausserdem zu einer kleinen Rast ein und konnten uns dort von den regionalen und saisonalen Produkten begeistern lassen. Wir verliessen den Hof nach einiger Zeit dann auch wieder und folgten dem Strässchen am Erlenhof vorbei und gelangten so hinauf nach Arnegg, wo wir dann auch gleich die Bahnstation fanden. Dort endete unsere heutige Tour und fuhren wieder zurück in die Heimat. Einfache, aber schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 220 Höhenmeter aufwärts.

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26. Jun, 2021

Eine Wanderung zu den eindrücklichen Thurfällen und zum idyllischen Gräppelensee stand schon lange auf unserem Wanderwunschprogramm und so begaben wir uns heute dafür mal wieder ins nahe Toggenburg. Wir parkierten unser Auto bei den Parkplätzen der Bergbahnen und marschierten dann Richtung Dorfmitte. Die Markierungen lotsten uns zum Wanderweg hin, der uns an der Säntisthur entlang zum Waldrand hinführte. Hier machten wir dann den Abstecher in das kleine Chämmerlitobel, um zu den Thurfällen zu gelangen. Über Stege und Brücken wanderten wir hinein in das enge Tobel, wo uns insgesamt 3 Aussichtsplattformen erwarten sollen. Nach einer Galerie auf der untersten Ebene, gelangten wir durch den beleuchteten Felstunnel mit kleinen Aussichtsfenstern zu weiteren schönen Aussichtspunkten. So konnten wir immer wieder schöne Blicke auf den unteren und oberen Thurfall, auf das mystische Chämmerlitobel und den Zufluss zu den Wasserfällen werfen. Die gesamte Fallhöhe dieser eindrücklichen und wunderschönen Thurwasserfällen beträgt 23 Meter, wovon 13 Meter auf den oberen und 10 Meter auf den untern Thurfall entfallen. Wir begaben uns dann von der obersten Aussichtsplattform wieder vom Naturschauspiel weg und wanderten durch den Stollen zurück. Wir verliessen das Chämmerlitobel auf demselben Weg wieder, wie wir hineingewandert waren und erreichten die Weggabelung im Dreckstöbeli. Der Wanderweg führte uns durch einen kürzeren Waldabschnitt nun zünftig bergauf und wanderten dann schon bald auf dem Natursträsschen durch Wiesen und an einzelnen Höfen vorbei. Nachdem wir die Säntisthur überquert hatten, mutierte das Kiessträsschen auf Hartbelag über und folgten ebenaus. Mit dem Säntis in unserem Blickfeld marschierten wir auf dem wenig befahrenen Strässchen am Restaurant Älpli vorbei. Das Strässchen zog nun wieder leicht in die Höhe und schlugen nach dem wir den kleine Seebach passiert hatten, den linkseitigen Weg ein. Wir wanderten nun wieder etwas steiler bergauf und gewannen durch das bewaldete Seeachtobel weiter an Höhe. Wir erreichten auf diese Weise den oberen Talboden und wanderten weiterhin auf dem asphaltierten Alpsträsschen durch das schöne Alpgebiet hindurch. Nach der Alpe auf Türlisboden konnten wir dann auch schon den idyllischen Gräppelensee erblicken. Inmitten dieser traumhaften Bergkulisse lud uns dieser See natürlich auch uns zum Verweilen. Ein Holzsteg erleichterte dann auch den Einstieg in den wunderschönen See, um dort dann eine erfrischende Schwimmrunde nehmen zu können. Ein grasiges Wanderweglein würde um das Seelein herumführen, aber wir folgten dem Hinweg zurück zum Alpsträsschen. Ein kleiner Wanderpfad führte uns dann Hang entlang hinauf zum Passübergang Chrinn. Ein nun etwas steiler werdendes Wegstück führte uns erst durch Alpwiesen und dann unwegsam und ziemlich steinig im Wald bergab zum Gamser, wo wir dann bereits wieder auf ein Strässchen trafen. Unser Weg flachte somit nun auch wieder ab und wanderten so auf den Gubel zu. Ein kleiner mit Liebe gepflegter Hofladen, mit gekühlten Getränken und schöner Sitzgelegenheit, würde hier zur aussichtsreichen Pause einladen, bevor man weiteren Abstieg ins Tal auf sich nimmt. Da wir aber noch kein Bedarf für eine Erfrischung hatten, zogen wir weiter und machten uns auf den langen Abstieg ins Tal. Wir konnten so nun äusserts herrliche Ausblicke ins Toggenburg und auf die gegenüberliegende markante Churfistenkette geniessen. Wechselweise über Wiesen und Strassen gelangten wir hinab auf den Vorderberg. Hier folgten wir den weiten Kehren der Strasse hinab in den Dorfkern von Alt. St. Johann. Wir überquerten im Talboden dann gleich zweimal die Thur und folgten dann deren Lauf in östliche Richtung. Ein asphaltierter Spazierweg führte uns mehr oder weniger am Ufer des Flusses entlang und überquerten dieses dann über eine Brücke um auf die Talstation der Iltiosbahn zu zuwandern. Die Strasse führte uns dann auch wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück, wo wir unsere Tour dann auch beenden konnten. Wunderschöne Wanderung mit 13 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 460 Höhenmeter aufwärts. 

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13. Mai, 2021

Heute fassten wir den St. Galler Brückenweg mit einer Verlängerung über de Rosenberg ins Auge und reisten dazu in die Stadt St. Gallen. Vom Bahnhof Haggen aus, soll uns der ausgewiesene Brückenweg an nicht weniger als 18 vielfältigen Bauwerken entlangführen. Wir starteten allerdings unsere Tour von Bahnhof Bruggen aus, da wir uns in der nahegelegenen Bäckerei Lichtsteiger noch unseren Startkaffee und Wanderverpflegung abholen wollten. So wanderten wir durch die Wohnquartiere hindurch und kamen nach unserem Zwischenstopp auf den Bahof Haggen zu. Die Strasse führte uns nun leicht aufwärts am historischen Gasthaus Schlössli vorüber und gelangten so auf die imposante Haggenbrücke zu, welche hier den Wattbachgraben überquert. Mit einer Höhe von knapp 100 Metern, gilt diese filigrane Eisenfachwerkbrücke aus dem Jahre 1936, als einer der höchsten Stege Europas. Unser Weg führte uns jedoch nicht über dieses kühne Bauwerk, sondern sollte diese dann etwas später unten im Wattbach-Graben unterqueren. So folgten wir dem Strässchen hinab in den Graben, querten den Bach und folgten dem Natursträsschen dem schmalen Tälchen wieder hinaus. Gleich zwei gedeckte Holzbrücken aus dem 18. Jahrhundert lagen nun auf unserem Weg, wobei wir auf der zweiten die Sitter dann überquerten und dann wie bereits schon erwähnt, unter der hohen Haggenbrücke hindurch wanderten. Der Strässchen wurde nun steiler und wir entstiegen so dem Tobel durch das Weideland hinauf zur Haggenbrücke. Unser Weg flachte ab und wanderten an einzelnen Höfen und Häusern vorbei auf die Ebene Weitenau zu. Weglos wanderten wir durch die goldgelben Blumenbracht suchten uns so den Weg durch das hohe Gras zum Strässchen hin. Das Fahrsträsschen neigte sich dann auch schon bald wieder bergab ins Tobel, wo sich eine weitere gedeckte Holzbrücke über die Urnäsch spannt. Unser Weg blieb zwar an der Ostseite des Flusses, dennoch überquerten wir diese schmucke Brücke. So konnten wir von den Inschriften an den Querbalken des Dachaufbaus ein Augenschein nehmen und wussten nun warum diese auch als „Sprechende Brücke“ bezeichnet wird. Wieder zurück auf unserem Weg trat schon gleich das eindrückliche Sitterviadukt in unser Blickfeld. Das 365 Meter lange und 99 Meter hohe Steinviadukt ist die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz und wurde 1910 erbaut. Wir unterquerten dieses gigantische Bauwerk und folgten der Strasse der Sitter entlang. Wir wanderten noch an weiteren sehenswerten Brücken entlang, bzw. hindurch und wurden von der architektonischen Vielfalt am St. Galler Brückenweg weiter überrascht.  Der Billenbergsteg führte über die Sitter hinüber und wir wanderten so durch das Gelände, wo sich sonst jedes Jahr Ende Juli mehrere Tausend Menschen am Open Air tummeln. Nun fassten wir leider für längere Zeit Asphalt unter unsere Füsse und zogen so der Strasse nach bis zur Gangelibrogg. Wir überquerten über diesen wackelnden Hängesteg aus dem Jahre 1882 die Sitter und folgten dem idyllischen Lauf des Gewässers. Wir wechselten aber schon bald wieder die Flussseite und erreichten so dann auch das Ende des Brückenweges auf Spisegg. Ein schöner Rastplatz lud uns dort zu unseren Mittagsrast ein und wir wir liessen uns die leckeren Backwaren  schmecken. Unsere Wanderung führte uns nun weiter der Sitter entlang und die Landschaft und Wege sollen sich uns nun von einer anderen Seite zeigen. Abseits des Siedlungsgebietes durchströmt der Fluss nun nämlich schöne Auengebiete und man ist praktisch nur noch auf Naturwegen unterwegs. Der Wanderweg führte uns vom Ufer weg und wir stiegen im Wald zur Ochsenweid hinauf. Das Natursträsschen senkte sich jedoch schon bald wieder und wir wanderten in den Sitterwald hinein. Wir bewegten uns nun wieder in Flussnähe und folgten dem Wege durch den wunderbaren und stillen Auenwald hindurch. Wir folgten den Natursträsschen durch den frühlingshaften Wald hinaus bis zum Hätterensteg hin. Dort entfernten wir uns vom Sitterufer und stiegen auf teils matschigen Pfaden etwas steiler bergauf. Wir überquerten dann die lärmende Autobahn und wanderten wieder in den Wald hinein. Zeitweise wieder etwas steiler machten wir immer mehr Höhenmeter gut und verliessen das Waldgebiet auf dem Höggersberg dann wieder. Auf Hartbelag kamen wir der Kuppe auf dem Rosenberg dann immer näher und marschierten durch das feudale Quartier hindurch. Über die Schlösslitreppe begannen wir unseren Abstieg in die Stadt. Etwas mehr als 400 Treppestufen brachten uns hier zügig bergab direkt auf den Hauptbahnhof St. Gallen zu. Dort endete unsere Tour und machten uns auf die Heimreise. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 480 Höhenmeter aufwärts.

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5. Nov, 2020

„Auf den Spuren der Schokolade“ lautete unser Wandermotto heute und wir fuhren nach Herisau, wo unsere Tour beginnen sollte. Unser Ziel war dabei Flawil, wo wir auf dem ausgeschilderten Schoggiweg zum Chocolarium des Schokoladenherstellers Maestrani hin wandern werden. Unsere Tour startete also beim Bahnhof in Herisau, von welchem wir uns in westlicher Richtung entfernten. Wir konnten uns vorerst an der Markierung der Appenzeller Kulturspur (Nr. 22) orientieren und wanderten so der breiten Strasse nach. Ein Fussweg zweigte aber schon bald weg vom Asphalt und wanderten über Treppen hinab zu den Pfeilern des Glatttal-Viadukts. Diese imposante Eisenbahnbrücke aus dem Jahre 1909 bestach uns mit seiner 34 Meter Höhe und seinen 296 Metern länge und ist ein absoluter Blickfang im Tal. Wir unterquerten dieses tolle Bauwerk und wanderten auf dem aufwärtsführenden Strässchen wieder bergan. Ein schmaler Pfad durch die Wiesen zweigte ab und brachte uns in den Weiler Tüfenau hinein. Wir liessen den beschaulichen Ort aber rasch hinter uns und wanderten im dichten Nebel dem immer steiler werdenden Bord in den Wald hinein. Der Wanderweg führte uns hinauf auf die Kuppe der Ramsenburg, wo wir in dem Schutzhüttchen unsere Kaffeepause abhalten konnten. Der Weg wurde dann wieder breiter und senkte sich über den mit Herbstlaub bedeckten Weg durch den Wald hinab.. Wir traten wieder aus dem Weld heraus und folgten dann ein Stückweit der Hauptstrasse, bevor wir über eine Brücke die Geleise querten und auf Naturwege weiterliefen. An einzelnen Höfen wanderten wir durch das landwirtschaftlich genutzte Gebiet hindurch und stiegen dann ins Wissbachtobel hinab. Wir tauchten ein in das wildromantische Seitental der Glatt und wanderten über Brücklein, auf Holzstegen und an steil abfallenden Nagelfluewänden entlang durch diese wunderbare Schlucht. Ein langer gedeckter Holzsteg brachte uns durch eine Enge aus der Wissbachschlucht hinauf.  Wir gewannen nach und nach weiter an Höhe und erreichten auf einem Plateau den kleine Weiler Egg. Erst auf der Strasse, dann auf Natursträsschen wanderten wir wieder bergab und gelangten ziemlich steil hinunter zur Tobelmühle. Das Strässchen führte uns über den Flusslauf der Glatt und zogen dann in zwei langgezogenen Kehren gleich wieder bergauf. Ein Wanderweglein zweigte oben weg und wir wanderten der schönen Gratkante entlang. Treppendurchsetzt stiegen wir den steilen Wald wieder hinab zur Glatt, welcher wir nun bis zur ersten Brücke folge leisten konnten. Dort überquerten wir diese und entstiegen über unzählige Holzstufen dem Bachtobel wieder. Auf breiten Wegen wanderten wir durch das kleine Ortschäftchen Burgau hindurch, bevor uns ein weiterer Anstieg zum Wäldchen hinauf erwartete. Das Natursträsschen flachte dann wieder ab und wir wanderten durch Feld und Flur auf die ersten Häuser von Flawil zu. Unser Weg hatte sich wieder zu einem Teersträsschen mutiert und wir folgten diesem direkt hinein zum Bahnhof in Flawil. Hier fanden wir dann auch den einstieg in den Schoggiweg, welchem wir jetzt fortan folgen konnten. Insgesamt sollen uns fortan 7 Schautafeln am Wege mit interessanten Infos über Schokolade bis zur Schoggifabrik begleiten. Der Weg führte uns vom Bahnhof weg und liessen den Ortskern so hinter uns. Wir wanderten so den Schildern nach durch das Naturschutzgebiet und landschaftliches Agrarland bis zur Schokoladenfabrik Maestrani hin. Das Chocolarium stellte sich dann als weiteres Highlight der Wanderung dar, konnten wir in die Erlebniswelt der Schokoladenproduktion eintauchen. Hier beendeten wir dann auch unsere Wanderung und waren sicher, dass nicht nur wandern, sondern auch Schokolade glücklich macht. Schöne Wanderung mit 17.5 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 470 Höhenmeter aufwärts. 

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