Wanderungen im Kanton St. Gallen

6. Sep, 2020

Verschoben auf späteren Zeitpunkt!

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2. Aug, 2020

Nach der erholsamen Nacht und dem reichhaltigen Frühstück, schnürten wir unsere Wanderschuhe wieder, um den zweiten Teil unserer Wanderung unter die Füsse nehmen zu können. Wir verliessen das empfehlenswerte Hotel Tamina und wanderten an der Pfarrkirche St. Anian vorbei zum östlichen Dorfausgang. Wir überquerten den kleinen Chrüzbach und folgten nun dem Naturweg durch Weiden und Wiesen zum Waldrand hinauf. Das Strässchen führte uns nun ebenaus durch den schönen Wald von Gaspus und passierten dann schon bald die Talstation der Bergbahn zum Vättnerberg. Wir wanderten auf dem Strässchen abwärts und zogen dann parallel zum Talboden gegen Osten zu. Wir überquerten den Reidelbach und folgten dem breiten Wege am Waldrand entlang. Wir zweigten bei Schüelen wieder auf eine Wanderweglein ein, welches uns durch das immer enger werdende Taminatal hinausführte. Wir überquerten folglich den Bachlauf der Tamina zweimal und gelangten so ans linke Ufer des Mapraggsees. Der Stausee mit einer Fläche von 26 Hektaren wird von den Kraftwerken Sarganserwald betrieben. Dieser wird neben der Tamina, welche dann auch wieder aus dem Speichersee ausfliesst, auch vom Bschissenenbach, dem Lauibach und diversen kleinen Bächen gespeist. Ein wunderschöner, breiter Uferweg führte uns nun etwas oberhalb des Sees in Richtung Staudamm zu. Nachdem wir den Lauibach gequert haben, mündete der Wanderweg wieder in ein Strässchen ein. Wir wanderten erst ein kurzes Stück bergauf, bevor sich dann unser Weg weiter abwärts senkte. Das Natursträsschen führte uns in den Wald hinein und zweigten dann bei Rüttenen in einen schönen Wanderweg ein. Im abwechslungsreichen Auf und Ab querten wir hier nun mehrere Tobel, kleine Bäche und Rutschgebiete und gelangten hinein ins Mülitobel. Wir überquerten den Zanaibach und entstiegen nun äusserst steil aus dem Tobel wieder hinaus. Wir erreichten die Weideflächen auf Glarina und konnten bereits die Ortschaft Valens erblicken. Stetig aufwärtsführende Natursträsschen brachten uns auf das Dörfchen zu und wanderten dann an der hübschen Kirche St. Philippus und St. Jakobus vorbei. Unser Weg führt uns am Rehazentrum vorbei in den Wald hinein. Der Wanderweg führte uns nun zum Teil etwas steil bergab. Dieser wurde dann weiter unten etwas ruppiger und gelangten so hinab zum alten Bad Pfäfers. Hier entschieden wir uns, noch einen Abstecher zur Thermalquelle zu machen. Wir passierten das gebührenpflichtige Drehkreuz und drangen dann ins innere der schmalen Schlucht hinein. Brücken, überhängende und tropfende Felsen begleiteten uns durch die rund 15‘000 Jahr alte Schlucht. Über einen Stollen gelangten wir dann zur Quelle des berühmten Pfäferser Thermalwasser. Unentwegt sprudelt dieses Wasser mit seinen warmen 36.5 Grad und etwa 8000 Liter pro Minute aus dem Felsen. Wieder zurück von unserem Quellen-Abenteuer, wanderten wir am Alten Bad Pfäfers vorüber und folgten dem Natursträsschen abwärts. Durch diese enge Schlucht wanderten wir nun sanft ab- und talauswärts. Immer wieder wurden Blicke auf die hohen Felsen und Wasserfälle frei. An moosbewachsenen Bäumen entlang wanderten wir weit unterhalb der 2017 neu errichteten Taminabrücke hindurch und erreichten nach einiger Zeit den Schluchtausgang. Somit waren wir auch am Ortseingang des Nobelkurortes Bad Ragaz angelangt und folgten für letzten rund 1.5 Kilometer der Strasse den Markierungen durch den Ort. Am Bahnhof Bad Ragaz endete unsere 2-Tagestour und fuhren mit dem Zug wieder zurück in Richtung Heimat. Wunderschöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 200 Höhenmeter aufwärts.

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1. Aug, 2020

Der Schweizer Nationalfeiertag fiel mal wieder aufs Wochenende und so planten wir eine 2-Tageswanderung. Wir haben uns dazu zur Überschreitung des Kunkelspasses entschieden, welche uns vom bündnerischen Tamins in den Kurort Bad Ragaz bringen soll. Dieser Pass war schon von den Römern ein stark begangener Weg und diente dazumal der Umgehung der sumpfigen Niederungen des Rheins zwischen Sargans und Chur. Mit Bahn und Bus gelangten wir an unseren Ausgangspunkt ins Oberdorf von Tamins und folgten der Strasse in die schmucke Dorfmitte. Bei Dorfplatz wanderten wir in nördlicher Richtung dann langsam, aber sicher aus dem Ortschäftchen hinaus. Leicht ansteigend führte uns das Strässchen in den Wald hinein und erreichten weiter aufwärts dann wieder landwirtschaftliches Gebiet. Wir zogen am Lärchwäldli vorüber und folgten weiterhin dem breiten, nun etwas steiler werdenden Fahrweg bergauf. Kurz nach der ersten Kehre zweigten wir dann aber von der Strasse weg und betraten den Bergwanderweg. Steil und steinig führte uns der teilweise schmale und ausgewaschene Weg durch den lichten Wald bergauf. Der Weg mündetet etliche Höhenmeter weiter oben dann wieder in ein Natursträsschen ein, auf welchem wir in eine Talmulde hineinwandern konnten. Immer wieder konnten wir dabei interessante Blicke auf bizarre Felsformationen erhaschen. Wir erreichten den Wegpunkt Foppaloch und der Weg wurde wieder schmaler. Dieser schlängelte sich nun zwischen dem hohen Gras und vielen Brennnesseln wieder ziemlich steil und mit Stufen durchsetzt durch das stille Tal des Foppaloch bergauf. Nach diesem langen steilen Wegstück flachte das Wanderweglein nun ab und wir querten den Waldhang. Als wir dann aus dem Wald heraustraten, änderte sich die Szenerie nun schlagartig. Die wunderschöne Hochebene auf dem Kunkelspass umrahmt von den mächtigen Bergen lag nun vor uns. Nach dem kurzen  und verdienten Frühstückshalt, querten wir nun eine Wiese und zogen am 11-teiligen Holzbrunnen vorüber zum Bergggasthaus Überruf am Kunkelspass. Das Strässchen senkte sich nun wieder und so wanderten wir in kurzen Kehren abwärts. In der Muggawisli verzweigte sich unser Weg nun wieder auf ein Natursträsschen, welches uns am Hang entlang in den Wald hineinführte. Mit immer wieder schönen Ausblicken ins Tälchen und die schöne Bergwelt wanderten wir sanft abwärts und erreichten nach geraumer Zeit das Teersträsschen in Unterkunkels. Wir wanderten vorerst wieder auf Hartbelag weiter, bis wir kurz nach der Überschreitung der Kantonsgrenze zu St. Gallen, auf ein Wanderweglein stiessen. Dieses führte uns durch die schönen Alpweiden hindurch auf das Natursträsschen im Pardätsch zu. Eine kleine Grillstelle etwas abseits des Weges lud uns zur Mittagspause ein und wir brätelten uns dort eine feine Wurst am Feuer. Danach tauchten wir schon bald in ein kleines Wäldchen ein und querten den rauschenden Görbsbach, wo uns der Wanderpfad dann auf der anderen Bachseite zum breiteren Fahrsträsschen brachte. Der bequeme Uferweg brachte uns am Görbsbach entlang auf die ersten Häuser der Ortschaft Vättis zu. Wir hatten nun auch wieder Hartbelag unter unseren Füssen und zogen an den Häuserzeilen in Richtung Ortsmitte. Die Strassenbrücke brachte uns über den Bachlauf der noch jungen Tamina und erreichten so schon gleich das Hotel Tamina, welches unser heutiges Etappenziel markierte. Wunderschöne Wanderung mit 13 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. 700 Höhenmeter aufwärts.

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1. Jun, 2020

Mit unserer Spontan-Tour am heutigen Pfingstmontag, haben wir uns die erste Etappe des WALSA-Weg (Nr. 68) ausgesucht. Der Walsa-Weg (Walensee-Sarganserland-Weg) ist ein 53 Kilometer langer Wanderweg, welcher in 4 Tagesetappen erwandert werdend kann. Dieser verbindet auf durchschnittlich 1000 m über Meer viele abwechslungsreiche Höhenterrassen des Flumserbergs mit der Amdener Riviera. Nachdem wir unser Auto beim heutigen Wanderziel beim Bahnhof in Mels parkiert hatten und mit dem Zug nach Bad Ragaz gefahren waren, konnten wir von dort aus unsere Tour in Angriff nehmen. Wir fanden dort bereits die erste Markierung des WALSA-Wegs vor und wanderten nun der langgezogenen Strasse nach in das Ortszentrum des Nobelkurortes. Wir liessen dann aber langsam aber sicher die letzten Häuser des Ortes hinter uns und stiegen auf dem Natursträsschen hoch zur Ruine Freudenberg. Überreste der Burg zeugen von der Herrschaft der Freiherren von Wildberg aus dem 13. Jahrhundert und ist einer der grössten Burganlagen im Sarganserland. Der weitere stetige Aufstieg brachte uns dann meist im Wald der Fahrstrasse hoch. An Felsvorsprüngen und tiefen schluchtartigen Tobel und mit immer wieder schönen Ausblicken ins Tal erreichten wir den Abzweiger beim sogenannten Zeiger. Dort verliessen wir die Fahrstrasse und betraten wir für heute das erste Mal ein Wanderweglein. Dieses führte uns nun leicht abwärts über Stock und Stein und wir erreichten dann über das Saartobel den Weiler Sonnenberg. Wir zweigten schon bald wieder in Natursträsschen, welches uns dann aber ziemlich kräftig und gefühlt endlos in die Höhe auf den Narrenberg führte. Wir querten ein Strässchen und zogen sogleich weiter bergauf und wanderten in das schmale schattige Tälchen ein. Durch den Tümiwald kamen wir so immer weiter in das Tal hinein, wo wir dann ganz hinten im Valeistobel den Seebach und den Valeisbach überqueren konnten. Das Strässchen ging nun wieder in einen Bergweg über und führte uns durch mehrere kleine Tobel in angenehmer Steilheit bergauf, wo wir so nach geraumer Zeit die Feriensiedlung Garschlu erreichten. Wir zogen vorerst der Teerstrasse und etwas später auf Naturbelag weiterhin bergan und kamen so dann aber auch schon bald zur Alpe Gampidells, dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Die fantastisch positionierten Ruhebänke luden uns zur verdienten Mittagspause ein und konnten bei diesem herrlichen Aussichtspunkt einen wunderbaren Blick über das ganze Rheintal werfen. Nach unserer feinen Stärkung begann ein angenehmer Abstieg auf Hartbelag durch den Wald nach Chamm. Dort wechselten wir wieder auf schmalere Wald- und Wiesenpfade und wanderten so bergab zum Rütiwald. Dort erreichten wir ein Strässchen und verliessen bald darauf den WALSA-Weg, wo wir nun auf der alten Landstrasse weiter an Höhenmeter verloren. Wir stiegen dann oberhalb des Mühlitobels in einen steinigen und etwas steileren Bergweg ein, welcher uns durch den Ausläufer des Weisstannental in Richtung Mels hinunter brachte. Wir erreichten so ein steiles Kiessträsschen, das uns hinab zum ehemaligen Fabrikgelände der Weberei brachte. Die Strasse führte uns hinab ins Tal und die Markierungen lotsten uns nun Kreuz und Quer durch das Dorf und so hinein ins Zentrum. Wir konnten nun dem schönen Flusslauf der Seez folgen und kamen so hin zum Bahnhof, wo unsere Tour dann auch ihr Ende fand. Wunderschöne Wanderung mit sehr tollen Ausblicken. Insgesamt 19 Kilometer in 5.5 Stunden reiner Wanderzeit. 790 Höhenmeter aufwärts.

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31. Mai, 2020

Mit der heutigen Teilnahme am „One Million Run“ haben wir für unsere persönliche individuelle Strecke, den Schlossweg Werdenberg-Sargans ausgesucht, um ein paar wertvolle Wanderkilometer diesem Projekt zusteuern zu können. Dieser noch nie dagewesene Sportevent, soll dabei die Schweiz gemeinsam aus dem Corona-Stillstand herausführen und dabei 1 Million Kilometer in 48 Stunden zusammenkommen lassen. Alle laufen dabei also individuell, sind aber trotzdem virtuell mit einander verbunden.


Der Schlossweg verbindet Schloss Werdenberg mit dem Schloss Sargans und soll uns dabei eine wunderbare Landschaft mit Rebbergen, Wald und verträumten Wiesen führen. Wir starteten unsere Tour beim Bahnhof in Buchs und wanderten der verkehrsberuhigten Bahnhofstrasse nach in westliche Richtung. Wir zweigten nach der Querung der Hauptstrasse in ein Nebensträsschen ein und hielten uns auf die bewaldete Erhebung zu. Unser Weg stieg nun etwas steiler bergan und erreichten nach ein paar Kehren die aussichtsreichen Wiesen bei Runggels. Das Schloss Werdenberg, das etwa 300 Meter Luftlinie nördlich von uns auf einem Burghügel thronen soll, war leider durch die Jahreszeit bedingt hinter den vielen Laubbäumen verdeckt. Das Schloss gilt als Wahrzeichen der Region und kann seine Ursprünge aus dem frühen 13. Jahrhundert vorweisen. Das Natursträsschen brachte uns am Waldsaum entlang zum Schneggenbödeli, wo uns nun ein steiniger Pfad durch ein kleines Tälchen hinab zu den oberen Häusern von Altendorf brachte. Wir verliessen das Strässchen jedoch bald wieder und zweigten in ein Wanderweglein ein. Dieses führte uns nun ziemlich steil, mit Wurzeln und Steinen durchsetzt, den Wald bergauf. Der Weg verbreiterte sich auf der Erhebung des Sunnebüels wieder und brachte uns schon bald wieder etwas abwärts. Wir traten bei der Alpsiedlung Flat wieder aus dem Wald heraus und konnten einen schönen Blick ins Rheintal geniessen. Der Weg führte uns über diese aussichtsreiche Lichtung und zweigten dann im Wäldchen von der Forstrasse weg. Wir wanderten auf dem Pfad bergan und gelangten durch den schönen Hohlweg hinauf zu einem Natursträsschen. Wir folgten diesem hinein ein stilles und enges Tälchen. Gesäumt von Felsen und begleitet durch fröhliches Vogelgezwitscher wanderten wir ziemlich eben, durch dieses idyllisch anmutende Tal hinaus. Wir erreichten so den sonnigen Weiler St. Ulrich auf dem Sevelerberg und somit auch wieder ein Wegstück auf Hartbelag. Nachdem wir die letzten paar Häuschen des Weilers hinter uns gelassen hatten, folgten wir der Markierung durch die Wiesen und am Bach entlang bergauf. Hier überholten uns einige Läufer des „One Million Run“, die diesen aber als Läufer und nicht wie wir als Wanderer absolvierten. Der Weg flachte weiter oben dann wieder ab und so konnten wir wiederum recht aussichtsreich am Gehöft Valschnära vorbei wandern. Nachdem wir ein Wäldchen gequert hatten, wanderten unterhalb des Schiessplatzes Magletsch in ein schattiges Tälchen ein. Zu linker Hand thronten oberhalb von uns mächtige Felswände, wo uns heute noch grössere Steinbrocken am Wegesrand den Felssturz von 1998 bezeugen. Wir verliessen das Waldgebiet nun nach und nach wieder und folgten dem Strässchen durch das schöne Gretschinser Riet hinaus. Dann wanderten wir der breiteren Strasse durch das Dörfchen Gretschins und passierten so etwas abseits die Burgruine Wartau. Die auf dem St. Martinshügel erbaute Burg ist weithin sichtbar und deren Errichtung wird ihr um das Jahr 1225 zugeschrieben. Das Strässchen führte uns aus dem Ort wieder hinaus und wir umwanderten dann einen Rebenhang. Ein Wanderweg brachte uns nun, am Rande einer zum Teil tiefen Schlucht, hinab zu den ersten Häusern von Azmoos und so hinein ins Industriegebiet. Wir querten diesen Ort nun in seiner ganzen Länge und liessen diesen in der Chlefibünt dann hinter uns. Unser Weg zog nun wieder etwas bergan hielten und wanderten am sonnigen Hang zum Waldrand hinauf. Ein bequemer Waldweg umkurvte hier den Schollweg, der sich dann bald verschmälerte und zum Teil gar seilversichert war. Der Weg führte uns schön der Höhenkurve entlang um den Maziferchopf herum und wir erreichten nach dem Maiensäss Ätscha wieder ein etwas breiteres Wegstück. Wir wanderten auf diesem Weg zum Teil etwas steiler bergab, erreichten so nach geraumer Zeit die kleine Kapelle Vild und zogen dann auf dem Strässchen aber. sogleich wieder in die Höhe. Ein schön angelegter Pfad brachte uns etwas später durch ein kleines Wäldchen und so standen wir dann auch plötzlich vor den Gemäuern des Schlosses Sargans. Die erstmals 1282 urkundlich erwähnte Burganlange, beheimatet heute das Museum Sarganserland und Restaurant. Der Wanderweg führte nun wieder vom Schlosshügel hinab, wanderten dann an einer kleinen Kapelle vorbei, bevor es über Treppen ganz hinunter ins Tal ging. Die Markierungen lotsten uns schliesslich zum Bahnhof in Sargans hin, wo wir in unser virtuelles Ziel des „One Million Run“ einlaufen konnten und wir so dem Millionenkonto 38.8 Kilometer gutschreiben konnten. Wunderschöne Wanderung mit 19.4 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 635 Höhenmeter aufwärts.

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