31. Mai, 2020

Buchs - Sargans (Schlossweg)

Mit der heutigen Teilnahme am „One Million Run“ haben wir für unsere persönliche individuelle Strecke, den Schlossweg Werdenberg-Sargans ausgesucht, um ein paar wertvolle Wanderkilometer diesem Projekt zusteuern zu können. Dieser noch nie dagewesene Sportevent, soll dabei die Schweiz gemeinsam aus dem Corona-Stillstand herausführen und dabei 1 Million Kilometer in 48 Stunden zusammenkommen lassen. Alle laufen dabei also individuell, sind aber trotzdem virtuell mit einander verbunden.


Der Schlossweg verbindet Schloss Werdenberg mit dem Schloss Sargans und soll uns dabei eine wunderbare Landschaft mit Rebbergen, Wald und verträumten Wiesen führen. Wir starteten unsere Tour beim Bahnhof in Buchs und wanderten der verkehrsberuhigten Bahnhofstrasse nach in westliche Richtung. Wir zweigten nach der Querung der Hauptstrasse in ein Nebensträsschen ein und hielten uns auf die bewaldete Erhebung zu. Unser Weg stieg nun etwas steiler bergan und erreichten nach ein paar Kehren die aussichtsreichen Wiesen bei Runggels. Das Schloss Werdenberg, das etwa 300 Meter Luftlinie nördlich von uns auf einem Burghügel thronen soll, war leider durch die Jahreszeit bedingt hinter den vielen Laubbäumen verdeckt. Das Schloss gilt als Wahrzeichen der Region und kann seine Ursprünge aus dem frühen 13. Jahrhundert vorweisen. Das Natursträsschen brachte uns am Waldsaum entlang zum Schneggenbödeli, wo uns nun ein steiniger Pfad durch ein kleines Tälchen hinab zu den oberen Häusern von Altendorf brachte. Wir verliessen das Strässchen jedoch bald wieder und zweigten in ein Wanderweglein ein. Dieses führte uns nun ziemlich steil, mit Wurzeln und Steinen durchsetzt, den Wald bergauf. Der Weg verbreiterte sich auf der Erhebung des Sunnebüels wieder und brachte uns schon bald wieder etwas abwärts. Wir traten bei der Alpsiedlung Flat wieder aus dem Wald heraus und konnten einen schönen Blick ins Rheintal geniessen. Der Weg führte uns über diese aussichtsreiche Lichtung und zweigten dann im Wäldchen von der Forstrasse weg. Wir wanderten auf dem Pfad bergan und gelangten durch den schönen Hohlweg hinauf zu einem Natursträsschen. Wir folgten diesem hinein ein stilles und enges Tälchen. Gesäumt von Felsen und begleitet durch fröhliches Vogelgezwitscher wanderten wir ziemlich eben, durch dieses idyllisch anmutende Tal hinaus. Wir erreichten so den sonnigen Weiler St. Ulrich auf dem Sevelerberg und somit auch wieder ein Wegstück auf Hartbelag. Nachdem wir die letzten paar Häuschen des Weilers hinter uns gelassen hatten, folgten wir der Markierung durch die Wiesen und am Bach entlang bergauf. Hier überholten uns einige Läufer des „One Million Run“, die diesen aber als Läufer und nicht wie wir als Wanderer absolvierten. Der Weg flachte weiter oben dann wieder ab und so konnten wir wiederum recht aussichtsreich am Gehöft Valschnära vorbei wandern. Nachdem wir ein Wäldchen gequert hatten, wanderten unterhalb des Schiessplatzes Magletsch in ein schattiges Tälchen ein. Zu linker Hand thronten oberhalb von uns mächtige Felswände, wo uns heute noch grössere Steinbrocken am Wegesrand den Felssturz von 1998 bezeugen. Wir verliessen das Waldgebiet nun nach und nach wieder und folgten dem Strässchen durch das schöne Gretschinser Riet hinaus. Dann wanderten wir der breiteren Strasse durch das Dörfchen Gretschins und passierten so etwas abseits die Burgruine Wartau. Die auf dem St. Martinshügel erbaute Burg ist weithin sichtbar und deren Errichtung wird ihr um das Jahr 1225 zugeschrieben. Das Strässchen führte uns aus dem Ort wieder hinaus und wir umwanderten dann einen Rebenhang. Ein Wanderweg brachte uns nun, am Rande einer zum Teil tiefen Schlucht, hinab zu den ersten Häusern von Azmoos und so hinein ins Industriegebiet. Wir querten diesen Ort nun in seiner ganzen Länge und liessen diesen in der Chlefibünt dann hinter uns. Unser Weg zog nun wieder etwas bergan hielten und wanderten am sonnigen Hang zum Waldrand hinauf. Ein bequemer Waldweg umkurvte hier den Schollweg, der sich dann bald verschmälerte und zum Teil gar seilversichert war. Der Weg führte uns schön der Höhenkurve entlang um den Maziferchopf herum und wir erreichten nach dem Maiensäss Ätscha wieder ein etwas breiteres Wegstück. Wir wanderten auf diesem Weg zum Teil etwas steiler bergab, erreichten so nach geraumer Zeit die kleine Kapelle Vild und zogen dann auf dem Strässchen aber. sogleich wieder in die Höhe. Ein schön angelegter Pfad brachte uns etwas später durch ein kleines Wäldchen und so standen wir dann auch plötzlich vor den Gemäuern des Schlosses Sargans. Die erstmals 1282 urkundlich erwähnte Burganlange, beheimatet heute das Museum Sarganserland und Restaurant. Der Wanderweg führte nun wieder vom Schlosshügel hinab, wanderten dann an einer kleinen Kapelle vorbei, bevor es über Treppen ganz hinunter ins Tal ging. Die Markierungen lotsten uns schliesslich zum Bahnhof in Sargans hin, wo wir in unser virtuelles Ziel des „One Million Run“ einlaufen konnten und wir so dem Millionenkonto 38.8 Kilometer gutschreiben konnten. Wunderschöne Wanderung mit 19.4 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 635 Höhenmeter aufwärts.

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