2. Aug, 2020

Vättis - Taminaschlucht - Bad Ragaz

Nach der erholsamen Nacht und dem reichhaltigen Frühstück, schnürten wir unsere Wanderschuhe wieder, um den zweiten Teil unserer Wanderung unter die Füsse nehmen zu können. Wir verliessen das empfehlenswerte Hotel Tamina und wanderten an der Pfarrkirche St. Anian vorbei zum östlichen Dorfausgang. Wir überquerten den kleinen Chrüzbach und folgten nun dem Naturweg durch Weiden und Wiesen zum Waldrand hinauf. Das Strässchen führte uns nun ebenaus durch den schönen Wald von Gaspus und passierten dann schon bald die Talstation der Bergbahn zum Vättnerberg. Wir wanderten auf dem Strässchen abwärts und zogen dann parallel zum Talboden gegen Osten zu. Wir überquerten den Reidelbach und folgten dem breiten Wege am Waldrand entlang. Wir zweigten bei Schüelen wieder auf eine Wanderweglein ein, welches uns durch das immer enger werdende Taminatal hinausführte. Wir überquerten folglich den Bachlauf der Tamina zweimal und gelangten so ans linke Ufer des Mapraggsees. Der Stausee mit einer Fläche von 26 Hektaren wird von den Kraftwerken Sarganserwald betrieben. Dieser wird neben der Tamina, welche dann auch wieder aus dem Speichersee ausfliesst, auch vom Bschissenenbach, dem Lauibach und diversen kleinen Bächen gespeist. Ein wunderschöner, breiter Uferweg führte uns nun etwas oberhalb des Sees in Richtung Staudamm zu. Nachdem wir den Lauibach gequert haben, mündete der Wanderweg wieder in ein Strässchen ein. Wir wanderten erst ein kurzes Stück bergauf, bevor sich dann unser Weg weiter abwärts senkte. Das Natursträsschen führte uns in den Wald hinein und zweigten dann bei Rüttenen in einen schönen Wanderweg ein. Im abwechslungsreichen Auf und Ab querten wir hier nun mehrere Tobel, kleine Bäche und Rutschgebiete und gelangten hinein ins Mülitobel. Wir überquerten den Zanaibach und entstiegen nun äusserst steil aus dem Tobel wieder hinaus. Wir erreichten die Weideflächen auf Glarina und konnten bereits die Ortschaft Valens erblicken. Stetig aufwärtsführende Natursträsschen brachten uns auf das Dörfchen zu und wanderten dann an der hübschen Kirche St. Philippus und St. Jakobus vorbei. Unser Weg führt uns am Rehazentrum vorbei in den Wald hinein. Der Wanderweg führte uns nun zum Teil etwas steil bergab. Dieser wurde dann weiter unten etwas ruppiger und gelangten so hinab zum alten Bad Pfäfers. Hier entschieden wir uns, noch einen Abstecher zur Thermalquelle zu machen. Wir passierten das gebührenpflichtige Drehkreuz und drangen dann ins innere der schmalen Schlucht hinein. Brücken, überhängende und tropfende Felsen begleiteten uns durch die rund 15‘000 Jahr alte Schlucht. Über einen Stollen gelangten wir dann zur Quelle des berühmten Pfäferser Thermalwasser. Unentwegt sprudelt dieses Wasser mit seinen warmen 36.5 Grad und etwa 8000 Liter pro Minute aus dem Felsen. Wieder zurück von unserem Quellen-Abenteuer, wanderten wir am Alten Bad Pfäfers vorüber und folgten dem Natursträsschen abwärts. Durch diese enge Schlucht wanderten wir nun sanft ab- und talauswärts. Immer wieder wurden Blicke auf die hohen Felsen und Wasserfälle frei. An moosbewachsenen Bäumen entlang wanderten wir weit unterhalb der 2017 neu errichteten Taminabrücke hindurch und erreichten nach einiger Zeit den Schluchtausgang. Somit waren wir auch am Ortseingang des Nobelkurortes Bad Ragaz angelangt und folgten für letzten rund 1.5 Kilometer der Strasse den Markierungen durch den Ort. Am Bahnhof Bad Ragaz endete unsere 2-Tagestour und fuhren mit dem Zug wieder zurück in Richtung Heimat. Wunderschöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 200 Höhenmeter aufwärts.

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