6. Sep, 2020

Lütisburg - Oberschauenberg - Mogelsberg

Der Windrädliweg im Toggenburg und der Baumwipfelpfad im Neckertal standen schon längerer Zeit auf unserer Wunschliste und wir wollten diese nun heute zu einer einzigen Wanderung vereinigen. So fuhren wir nach Lütisburg, welche als die Brückengemeinde im Toggenburg bekannt ist und starteten unsere Tour bei der Evangelischen Kirche mitten im Dorf. Wir verliessen den Ort der Strasse nach auf deren Ostseite und wechselten schon bald auf ein Natursträsschen über. Dieses führte uns durchs Weidegebiet nun leicht bergauf. Nach einem Stallgebäude betraten wir dann einen Grasweg, welcher uns dann auch etwas kräftiger in die Höhe brachte. So erreichten wir dann die breite Teerstrasse, die uns nun in den Ort Tufertschwil hineinführte. Hier begann der eigentliche Windrädliweg, wo auf 2 Routen insgesamt dreissig kleine kunstvoll gestaltete Windrädchen den Weg säumen. Die handgemachten Windräder stellen dabei verschiedene Berufe dar, welche dann auch kurz beschrieben sind. Der einzigartige und attraktive Weg wurde im Frühsommer 1999 zum 1150 -Jahr-Jubiläum von Rindal-Lütisburg eröffnet. Wir haben uns die Route 1 über den Winzenberg ausgesucht, um so das eine oder andere Windrädchen begutachten zu können. Kurz hinter dem Dorf verliessen wir die Strasse und folgten dem Wanderweglein das uns in den Wald hineinbrachte. Der Weg wurde steiler und wir wanderten über Stock und Stein hinauf zum Weiler Rimensberg. An einzelnen Obstbäumen vorbei folgten wir unserem Weg über das aussichtsreiche kleine Plateau und erreichten schon bald wieder ein Fahrsträsschen. Wir wanderten so weiterhin bergauf und kamen auf die Häuser von Winzenberg zu. Wir passierten den kleinen beschaulichen Ort und zweigten schon bald von der Strasse wieder ab. Ein Wiesenweg führte uns in den Gerenwald hinein, querten diesen auf dem schönen Waldpfad und traten bei Unterschauenberg wieder aus diesem heraus. Hier verliessen wir den Windrädliweg, um nun hin zum Neckertal und den Baumwipfelpad zu wechseln.  Wir folgten so dem Natursträsschen hinauf nach Oberschauenberg, dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Der Weg senkte sich also wieder und wir zogen in Richtung Wald. Nachdem wir aus diesem wieder heraustraten, wanderten wir über eine Weide hinab zur Tierpension Magnolienhof und verloren über ein Kiesträsschen weiter bergab an Höhenmetern. Wir durchquerten den Weiler Dieselbach und folgten dem südlich führenden Strässchen weiter abwärts. Dieses ging schon bald wieder auf Naturbelag über und wir folgten diesem hinab in den Müliboden, wo wir den Jomerbach überquerten. Ein Gegenanstieg brachte uns dann etwas abseits des Jomertobels wieder in die Höhe, wo wir wieder Hartbelag unter unsere Füsse fassten. Auf unserem Weg passierten wir dann auch schon gleich den Aussichtspunkt Nassen, welcher sich schön auf einer Terrasse über dem Neckertal präsentiert. So konnten wir unseren Blick über diese wunderschöne Landschaft schweifen lassen, bevor wir der Strasse durch den kleinen Ort Nassen hinab folgten. Die Markierung lotste uns dann über die Wiesen der Sonnenhalde in ein Wäldchen ein und folgten danach der Strasse zur Sägerei. Ein etwas kräftiger Aufstieg brachte uns auf Naturwegen hinauf zum Bahnhofgelände von Mogelsberg, wo wir die Geleise überquerten und in Unterbruggen unseren Weg ins Äschtobel einschlugen. Der Weg verschmälerte sich zunehmend und nahmen nun den finalen Aufstieg aus dem Haselgrund zum Baumwipfelpfad in Angriff. Der einzigartige Baumwipfelpfad Neckertal verbindet dabei Nachhaltigkeit und Naturerlebnis in einem. So konnten wir fantastische Einblicke in die Baumkronen mit aussergewöhnlichen Perspektiven geniessen und verschiedene Lern- und Erlebnisstationen gaben uns Einblicke über Wald und Natur. Der 2-4 Meter breite Holzsteg ist insgesamt 500 Meter lang und zwischen 4 und 15 Meter hoch. Die Aussichtsplattform befand sich dann gar in 45 Meter Höhe und bot uns einen einzigartigen Rundblick. Zurück auf Mutter Erde folgten wir dem Strässchen hinab in den Ort Mogelsberg und erreichten so dann auch schon bald den Bahnhof, wo wir unsere Tour dann auch beendeten. Schöne Wanderung mit 12 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 540 Höhenmeter aufwärts. 

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