5. Nov, 2020

Herisau - Wissbachschlucht - Flawil (Schoggiweg)

„Auf den Spuren der Schokolade“ lautete unser Wandermotto heute und wir fuhren nach Herisau, wo unsere Tour beginnen sollte. Unser Ziel war dabei Flawil, wo wir auf dem ausgeschilderten Schoggiweg zum Chocolarium des Schokoladenherstellers Maestrani hin wandern werden. Unsere Tour startete also beim Bahnhof in Herisau, von welchem wir uns in westlicher Richtung entfernten. Wir konnten uns vorerst an der Markierung der Appenzeller Kulturspur (Nr. 22) orientieren und wanderten so der breiten Strasse nach. Ein Fussweg zweigte aber schon bald weg vom Asphalt und wanderten über Treppen hinab zu den Pfeilern des Glatttal-Viadukts. Diese imposante Eisenbahnbrücke aus dem Jahre 1909 bestach uns mit seiner 34 Meter Höhe und seinen 296 Metern länge und ist ein absoluter Blickfang im Tal. Wir unterquerten dieses tolle Bauwerk und wanderten auf dem aufwärtsführenden Strässchen wieder bergan. Ein schmaler Pfad durch die Wiesen zweigte ab und brachte uns in den Weiler Tüfenau hinein. Wir liessen den beschaulichen Ort aber rasch hinter uns und wanderten im dichten Nebel dem immer steiler werdenden Bord in den Wald hinein. Der Wanderweg führte uns hinauf auf die Kuppe der Ramsenburg, wo wir in dem Schutzhüttchen unsere Kaffeepause abhalten konnten. Der Weg wurde dann wieder breiter und senkte sich über den mit Herbstlaub bedeckten Weg durch den Wald hinab.. Wir traten wieder aus dem Weld heraus und folgten dann ein Stückweit der Hauptstrasse, bevor wir über eine Brücke die Geleise querten und auf Naturwege weiterliefen. An einzelnen Höfen wanderten wir durch das landwirtschaftlich genutzte Gebiet hindurch und stiegen dann ins Wissbachtobel hinab. Wir tauchten ein in das wildromantische Seitental der Glatt und wanderten über Brücklein, auf Holzstegen und an steil abfallenden Nagelfluewänden entlang durch diese wunderbare Schlucht. Ein langer gedeckter Holzsteg brachte uns durch eine Enge aus der Wissbachschlucht hinauf.  Wir gewannen nach und nach weiter an Höhe und erreichten auf einem Plateau den kleine Weiler Egg. Erst auf der Strasse, dann auf Natursträsschen wanderten wir wieder bergab und gelangten ziemlich steil hinunter zur Tobelmühle. Das Strässchen führte uns über den Flusslauf der Glatt und zogen dann in zwei langgezogenen Kehren gleich wieder bergauf. Ein Wanderweglein zweigte oben weg und wir wanderten der schönen Gratkante entlang. Treppendurchsetzt stiegen wir den steilen Wald wieder hinab zur Glatt, welcher wir nun bis zur ersten Brücke folge leisten konnten. Dort überquerten wir diese und entstiegen über unzählige Holzstufen dem Bachtobel wieder. Auf breiten Wegen wanderten wir durch das kleine Ortschäftchen Burgau hindurch, bevor uns ein weiterer Anstieg zum Wäldchen hinauf erwartete. Das Natursträsschen flachte dann wieder ab und wir wanderten durch Feld und Flur auf die ersten Häuser von Flawil zu. Unser Weg hatte sich wieder zu einem Teersträsschen mutiert und wir folgten diesem direkt hinein zum Bahnhof in Flawil. Hier fanden wir dann auch den einstieg in den Schoggiweg, welchem wir jetzt fortan folgen konnten. Insgesamt sollen uns fortan 7 Schautafeln am Wege mit interessanten Infos über Schokolade bis zur Schoggifabrik begleiten. Der Weg führte uns vom Bahnhof weg und liessen den Ortskern so hinter uns. Wir wanderten so den Schildern nach durch das Naturschutzgebiet und landschaftliches Agrarland bis zur Schokoladenfabrik Maestrani hin. Das Chocolarium stellte sich dann als weiteres Highlight der Wanderung dar, konnten wir in die Erlebniswelt der Schokoladenproduktion eintauchen. Hier beendeten wir dann auch unsere Wanderung und waren sicher, dass nicht nur wandern, sondern auch Schokolade glücklich macht. Schöne Wanderung mit 17.5 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 470 Höhenmeter aufwärts. 

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