24. Apr, 2022

Walser-Sagen-Weg Triesenberg

Der Triesenberger Walser-Sagen-Weg ist ein rund 12 Kilometer langer Themenweg, welcher die Geschichte und die Sagen der Walser am Triesenberg dem Wanderer näherbringen soll. Da dieser Weg direkt an unserer Haustüre vorbeiführt, hatten wir diesen Weg ja verständlicherweise schon etliche Male begangen. Insgesamt 19 kunstvoll gestaltete Stationen sollen uns heute auf dieser Runde rund um Triesenberg erwarten. Wir konnten also unsere Tour direkt vor unserer Haustüre im Weiler Rotenboden starten und folgten der Strasse nun etwas bergauf. Die Markierung lotste uns dann aber schon bald auf ein Natursträsschen, welches uns praktisch ebenaus dem Hang entlangführte. In der Mattla konnten wir dann auch schon die erste Schnitzkunst mit der Sage „Der feuerrote Geissbock“ entdecken. Das Strässchen führte uns nun etwas aufwärts in den Wald hinein zum „Erbi-Geist“, einer weiteren Walser Sage. Hier verliessen wir das Fahrsträsschen und stiegen auf dem schönen Waldweg in die Höhe. Der Weg wurde zum Schluss immer steiler und steinig und gelangten im Erbi-Wald wieder auf eine bequeme Forststrasse. Diese führte uns an der Installation „Die Wildmandli“ vorbei hinauf nach Hinder Prufatscheng. Der einsame Weiler ist eine alte Walsersiedlung, welche heute aber nur noch landwirtschaftlich genutzt wird. Schöne Weitblicke eröffneten sich hier uns ins nördliche Rheintal und die die umliegenden Berge, allen voran der gesamten Alpsteinkette. Hier fanden wir dann auch gleich zwei weiter Stationen des Sagenweges, bevor wir dem Strässchen weiter bergauf folgten. Eine weitere Informationstafel „Der älteste Stall“ befand sich etwas oberhalb des Weges und zeigt uns ein alter Stall mit der Jahreszahl 1793. Der breite Weg endete hier und wir traten in e wilde Erbirüfi ein. Ein schmaler Weg führte uns etwas unwegsam an grossen Felsbrocken vorüber hinauf auf Vorder Prufentscheng. „Das wilde Männli“ begrüsste uns beim Waldaustritt und lud uns auf der Rastbank zu einer kurzen Pause ein, um das schöne Panorama auf die Schweizer und Liechtensteiner Bergwelt geniessen zu können. Das Natursträsschen führte uns bald wieder etwas bergauf und gelangten an den tiefen Gipslöcher vorbei zum Weiler Masescha. Wir konnten hier schon die schmucke Kapelle St. Theodul erblicken, welches den ersten religiösen Mittelpunkt, der im 13. Jahrhundert eingewanderten Walser markiert. Die Kapelle wurde erstmals 1465 urkundlich erwähnt und beherbergt Fresken, welche stilistisch in die zweite Hälfte des 15. Jahrhundert zugeordnet werden. Wir passierten das Gotteshaus und folgten der Teerstrasse durch die Ferienhaus-Siedlung auf Marchamguad hindurch. Die Strasse endete und wir betraten wieder einen Wanderweg. Der sogenannte Philosophenweg führte uns nun ebenaus durch den schönen Wald, passierten immer wieder kunstvoll geschnitzte Tierfiguren und gelangten so hinüber auf Mitätsch. Eine Panoramatafel erläuterte uns dort dann auch die schöne Aussicht auf die Berggipfel des südlichen Rheintals. Über zwei grosse Kehren verloren wir dann wieder an Höhenmetern und wanderten so hinab auf Gnalp. Ein kurzes Stück wanderten wir der Hauptstrasse entlang, bevor uns die Wegweisung zum Rastplatz in der Stude hinein dirigierte. „Der Riese von Guflina“ wacht hier im Wald über das Geschehen und unterheilt uns mit einer weiteren Sage. Ein Wanderweglein führte uns dann hinab zu einem Fahrsträsschen, welchem wir wieder recht aussichtsreich zum Wald hinführte. Der Walser-Sagen-Weg zweigten bei der Station „Geisslerweg“ in einen zum Teil etwas steileren abwärtsführenden Wanderpfad ein und liessen so wieder manchen Höhenmeter hinter uns. Wir passierten die Informationstafel „Schutzwald“ und liessen uns von den Markierungen zum Rast- und Spielplatz Ried hin lotsen. Hier war dann auch die Sage „Der Sückacheris“ beheimatet. Unser Weg führte uns am „Basler Hüsli“ vorbei und gelangten so zu einer übergrossen Holzfigur und lud ein uns mit der Triesenberger Ursage „Der Weidmann“ zu beschäftigen. Weiter abwärts erreichten wir dann den Waldlehrpfad, welcher uns auf dem schön angelegten Waldweg weiter hinab brachte. Nach dem wir mit dem „Füllitritt“ eine weitere Station hinter uns gelassen hatten wanderten wir durch den Matteltiwald auf den Rossboda zu. Erste Blicke auf das Ortszentrum von Triesenberg eröffneten sich uns nun und wir steuerten der Strasse nach auch auf diese zu.  Da heute per Zufall noch die Veranstaltung „Bäärger Maarcht“ stattfand, konnten wir uns noch durch die Markstände treiben lassen, bevor den letzten teil unsere Wanderung in Angriff nahmen. Vorerst der Strasse entlang wanderten wir durch den Weiler Gschind, bevor in Üerlischboda wieder natürlichen Untergrund erwartete. Ein kräftiger Anstieg brachte uns hinauf zum „Nachtvolk“ einer mit 5 düsteren Gestalten gemachten Station. Das wohl meistfotografierte Motiv auf dem Walser Sagen Weg. Der Weg flachte nun wieder etwas ab und erreichten dann auch schon bald den Weiler Rotenboden wieder wo sich unsere runde schloss. Schöne Wanderung mit 12.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 435 Höhenmeter aufwärts.

Bildergalerie