28. Jun, 2020

Steg - Sassfürkle - Malbun - Steg

Heute blieben wir wieder mal in unserer Heimat, um die einfache Wanderung „Rund um den Schönberg“ unter unsere Füsse zu nehmen. Wir fuhren dazu ins liechtensteinische Alpengebiet, wo wir beim Parkplatz im Weiler Steg unseren Startpunkt erreichten. Die Rechtecksiedlungen in Steg bestehen aus den Teilen Grosssteg und Kleinsteg, welche mittlerweile von ihren ursprünglichen Maiensässen zu Ferienwohnungen umgebaut worden sind. Wir wanderten nun ein kurzes Stück der Hauptstrasse entlang und zweigten dann in ein Alpwirtschaftssträsschen ein. Unser Weg zog nun leicht bergan und wanderten in nördliche Richtung an den letzten Ferienhäuschen vorbei. Das Naturträsschen führte uns durch das Alpweidegebiet hindurch und wir  gewannen nach und nach an Höhenmetern. Unser Weg windete sich durch kleine Bachtobel und kleine Wäldchen hinauf zur Alpe Vordervalorsch. Im leichten Auf und Ab folgten wir weiterhin dem breiten Wege und erreichten so das Brandegg. Hoch über dem Saminatal gelegen, lud uns das schön gelegene Plätzchen zu einem Päuschen ein. Wir genossen hier die wunderbare Aussicht hinab ins wilde rauschende Saminatal, sowie auf den Helwangspitz und die Dreischwestern-Kette. Unser Weg wendete sich nun vom Saminatal hinweg und führte uns hinein ins äusserst stille Valorschtal. Das Strässchen führte uns durch den Wald leicht bergan, passierten ein Alpgebäude und wanderten auf die bewaldete Erhebung des Schmelzikopf zu. Der Blick in den Talkessel des idyllischen Valorschtales eröffnete sich uns nun vollumfänglich. In einer Kehre überquerten wir den Valorschbach und zogen auf dem Strässchen hinauf zur Alp Güschgle. Hinter dem Alpgebäude endete nun die Fahrstrasse und ging in einen Bergweg über. Dieser führte uns oberhalb des Valorschbaches gleich auch etwas steiler bergan zum sogenannten Zepfel. Ein Brücklein brachte uns über das kleine Bächein und folgten nun dem schmalen und steinigen Pfad durch die Legeföhren und blühenden Alpenrosen hinauf. Die kleinen Kehren sorgten für unseren zügigen Höhenmeteranwuchs und stiessen schon bald auf ein weiteres Alpsträsschen. Das mächtige massiv des Ochsenkopfes grüsste uns nun beim weiteren Anstieg über den breiten Weg hinauf zum Übergang auf Sassfürkle. Der höchste Punkt auf 1786 Meter war erreicht und wir konnten mit dem Abstieg ins Malbun beginnen. Wir wanderten auf dem Kiessträsschen direkt hinab auf Sass, wo wir dann einen gut ausgebauten und ziemlich flachen Wanderweg betreten konnten. Die Ruhebank diente uns für unsere verdiente Frühstückspause, bevor wir uns wieder auf das viel begangene Weglein begaben. Mit schönen Aussichten auf die Alvierkette und Pizol erreichten wir schon bald das kleine Sasser-Seelein. Der Weg senkte sich nun wieder und wir verloren dabei schnell und leicht an Höhe. Auf der Tschugga konnten wir den Ferien- und Naherholungsort Malbun erblicken, ehe wir einen weiten Bogen ins Fluatola unternehmen mussten. Nachdem wir das Bleika-Wäldchen hinter uns gelassen hatten, führte uns der Wanderweg durch den Schlucher hinab zur Friedenskapelle Malbun. Das schlicht gemauerte Kirchlein wurde 1951 zum Dank der Verschonung Liechtensteins im zweiten Weltkrieg erbaut. Das steile Teersträsschen brachte uns dann hinab zum Ortseingang von Malbun und zogen sogleich über den Malbunbach auf die andere Talseite hinüber. Das Strässchen ging schon bald wieder auf Naturbelag über und wir wanderten unter den Skiliften talauswärts. In der Schneeflucht betraten wir schmalereren Pfad und zum Teil auch wegloses Gelände, querten den Malbunbach und folgten diesem schön rauschenden Gewässer. Der Weg wurde zunehmende matschiger und dadurch auch unwegsamer, was sich dadurch auch zur größten Herausforderung des Tages entpuppte. In der Schwemmi erwartete uns ein letzter unwegsamer Aufstieg, welcher uns im schattigen Wald auf sehr schönen schmalen Pfaden über die Hinder Ofanegga brachte. Als wir wieder aus dem Wald heraustraten, lag bereits die Siedlung Kleinsteig direkt unter uns und wir folgten ein paar steinigen steinigen und steilen Kehren hinab zu dieser. Die Brücke, die uns abermals über den Malbunbach führte, brachte uns zu einem schmucken Kirchlein. Die Kapelle wurde 1817 den Heiligen Wendelin und Martin geweiht, wobei erste Nennungen einer Kapelle aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert zugesagt werden. Der Wanderweg mündete nun zur Hauptstrasse ein, welcher wir nun auf dem Gehsteig zu unserem Ausgangspunkt am Parkplatz gelangten. Schöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 610 Höhenmeter aufwärts. 

Bildergalerie