29. Nov, 2020

Triesenberg - Wissfläcka - Triesenberg

Wir entschieden uns heute mal wieder unsere „Hausrunde“ zu absolvieren und konnten so unsere Wanderung bequem von unserer Haustüre aus starten. Wir verliessen also unser Haus im Triesenberger Weiler Rotenboden und folgten heute im dichten Nebel der Strassenführung bergauf. Wir wechselten schon bald auf in Natursträsschen über und wanderten in den Rotenbodner Wald hinein. Mässig ansteigend konnten wir nun durch den nebligen Herbstwald so kaum merkbar schon einige Höhenmeter hinter uns bringen. Wir zweigten weiter oben dann in den Walser-Sagen Weg und Liechtenstein-Weg ein, welchem wir nun für kürzere Zeit folgen konnten. Der Wald lichtete sich allmählich und erreichten wir die Häuser der ehemaligen Siedlung auf Hinterprufatscheng. Der erstmals im 14. Jahrhundert erwähnte Weiler Prufatscheng gehörte zu den ersten Siedlungsplätzen der eingewanderten Walser in Liechtenstein. Die Siedlung präsentiert sich heute im sehr dichten Nebel sehr und so stapften wir durch die zähe Brühe an den kaum erkennbaren Häusern vorbei. Wir folgten dem Strässchen weiterhin bergauf und zweigten kurz darauf in eine nicht markierte Wegführung ein, welche uns in den Profatschengwald hineinbrachte. Der Weg wurde nun schmal und ruppiger und wanderten so über Wurzeln und Steine hinauf zum offiziellen Wanderweg. In unzähligen Kehren stiegen wir im steilen und dunklen Waldhang so stetig in die Höhe. Wir verliessen nach einiger Zeit den Wald dann wieder und waren schon sehr neugierig, ob wir heute die Sonne doch noch zu Gesicht bekommen würden. Im Moment deutete leider noch nichts darauf hin. Der Weg schraubte sich weiterhin bergauf und konnten schon bald den gemauerten Aussichtsturm auf Gaflei erblicken. Zu unserer Freude lichtete sich nun auch der Nebel und machte endlich die Sichrt frei. Wir steuerten dann auf Turm zu und liessen es uns natürlich nicht nehmen, die paar Stufen auf diese Plattform meistern . Die beeindruckende Fernsicht auf die gegenüberliegende Ostschweizer Alpen und das weite Nebelmeer zu unseren Füssen war einfach atemberaubend. Das Natursträsschen führte uns dann wieder weg und wanderten hinauf zum Clinicum Alpinum auf Gaflei. Der Weg flachte nun etwas ab und wir wanderten erst mehr oder weniger der Höhenkurve entlang, bevor wir über die Hartbelag in Richtung Berggasthaus Matu hinunterstiegen. Etwas oberhalb zweigte aber das Wanderweglein dann wieder weg vom Strässchen und wir folgten diesem in den Wald hinein. Der schön angelegte Pfad brachte uns um den Hang herum und uns wanderten mit prächtigem Snnenschein und schönen Ausblicken auf die Bergwelt, zum Weiler Silum hin. Das Natursträsschen führte uns von dort dann etwas steiler hinauf auf den Wissfläcka, welcher sich mit seinen 1535 Metern auch den höchsten Punkt unserer Wanderung markierte. Hier eröffnete sich uns auch gleich ein anderes Panorama und konnten so übers stille und nebelversunkene Saminatal und das Liechtensteiner Alpengebiet blicken. Eine Rast auf dem schönen sonnigen Bänkli gönnten wir uns natürlich, bevor wir unsere Wanderfüsse in südliche Richtung weiterbewegten. Der gut ausgebaute Weg brachte uns auf der Saminatalseite zum Kulm hinüber, wo wir durch das „Alte Tunnel“ wieder auf die Rheintalseite wechselten. Das Teersträsschen führte uns dann leider wieder hinab in die dicke Nebelsuppe und zweigten nach einigen Kehren von diesem dann wieder weg. Weiterhin im dichten und kalten Nebel wanderten wir auf Naturbelag am Hang entlang und bewegten uns so auch wieder auf dem Walser-Sagen-Weg. Einige geschnitzte Holzskulpturen säumten unseren Weg und gelangten auf dem schönen Wanderweglein zum Weiler Masescha. Dort ging es vorerst auf der Strasse entlang weiter und stiegen so ins Menschawäldli hinab. Die Markierung lotste uns vom Hartbelag dann weg und wir wanderten dem Kiessträsschen durch den Wald weiter hinab. Wir trafen auf Balischguad dann wieder auf Asphalt und wanderten in manchen Kehren hinab auf die Egga. Ebenaus folgten wir schliesslich der Strasse zurück auf den Rotenboden, wo sich unser Runde dann auch wieder schloss. Schöne Wanderung mit 13 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 600 Höhenmeter aufwärts. 

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