Fernwanderung auf dem Saarland Rundwanderweg

15. Nov, 2019

Heute stand mit dem 5. Wandertag und der 10. Etappe des Saarland Rundwanderwegs, bereits wieder der Schlusstag unserer diesjährigen Saarlandsession auf dem Programm. Mit über 24 Kilometern und etwa 600 Höhenmetern, sollte die heutige Wanderung auch zur diesjährigen Königsetappe zählen. Wir packten also unsere sieben Sachen in der Parkschenke Simon zusammen und verliessen frühzeitig Haus. Wir folgten der Landstrasse wieder zurück und zweigten in der Ortsmitte in einen ruhigeren Wegabschnitt ein. Eine Brücke brachte uns über die Autobahn hinweg und wir wanderten auf dem Strässchen weiterhin bergan zum Waldrand hin. Wir folgten im Wald dem Forstweg zunächst in südliche Richtung, später etwas nach Südwesten schwenkend zum Bandelskopf hin. Auf schönen Waldwegen wanderten wir nun stetig bergab und erreichten nach Waldaustritt die Ortschaft Kostenbach. Wir zogen am August-Burr-Platz vorüber und wechselten über den Lösterbach nach Oberlöstern hinüber. Die Strasse führte uns nun quer durch den Ort hindurch und liessen dann schliesslich auf deren Nordwestseite hinter uns. Auf den gut ausgebauten und asphaltiertem Feldwirtschaftsweg wanderten wir hinauf zum Gallo-römische Monumentalgrabhügel auf dem Höhenrücken zwischen Löstertal und Wadrilltal. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1991 bis 1995 gelang Archäologen die Freilegung eines Gräberfeldes und insbesondere zweier seltener gallo-römischer Grabhügel, die 2000/2001 rekonstruiert wurden. Zwischen Feldern und Waldstücken vorbei gelangten wir schon gleich einmal zur Bruder Klaus Kapelle. Im Jahre 1989 wurde dieses kleine Gotteshaus von Freiwilligen Helfern erbaut und erfreut sich als beliebtes Ziel von zahlreichen Pilgern. Etwas danach zweigte unser Weg ab und wir gelangten hinunter nach Gehweiler im Wadrilltal. Nach dem wir das beschauliche Örtchen durchquert hatten, folgten wir dem Natursträsschen bereits wieder in die Höhe. Mit Reidelbach erreichten wir bereits ein weiteres kleines Dorf, welches wir schnell hinter uns lassen konnten und wir verliessen bei der Wanderhütte am Weinberg dann die Strasse. Ein schöner Pfad führte uns in den Schwarzwälder Hochwald hinein. Der Weg zog sich nun leicht aufwärts, bot uns dabei immer wieder überraschende Ausblicke und wir erreichten so die Anhöhe auf dem Steinbückel. Der Weg führte uns dann bald wieder hinab ins Wahnbachtal und erreichten so eine kleine Brücke genau an der Grenze Rheinlandpfalz. Hier übereinstimmte die GPX-Datei des Saarwaldvereins nicht mit der angebrachten Markierungen. So folgten wir den gewohnten Rot-Weissen Schildern durch den schönen Hochwald durch das Wahnbachtal hinaus. Etwas verwirrend war, dass uns das GPS beim Behlengraben wieder In eine andere Richtung als die Markierung lotsen wollte. Entweder wurde die neue Streckenführung noch nicht vom Saarwaldverein angebracht oder das GPS wurde am Reissbrett geplant ohne auf die aktuelle Wegführung zu achten. Da muss wohl der Saarwaldverein nochmals über die Bücher und das korrigieren! So verkürzte sich unsere Etappe gar um 4 Kilometer und über eine Stunde Gehzeit. Wir erreichten über das Fahrsträsschen den Ortsrand von Weiskirchen, einem Ferien- und heilklimatischen Kurort im südlichen Hochwaldrand. Der Strasse nach gelangten wir in die Ortsmitte von Weiskirchen hinein. Beim Marktplatz beendeten wir unsere heutige Etappe und freuten uns jetzt schon, nächstes Jahr die Wanderung hier wieder fortsetzen zu können. Mit Bus und Bahn machten wir uns dann auf nach Saarbrücken, wo wir für die nächste zwei Nächte unser Domizil aufschlugen. Schöne Tour mit 21 Kilometer mit 5.5 Stunden Wanderzeit. Insgesamt 600 Höhenmeter aufwärts.

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14. Nov, 2019

Tag 4 brach an und die Etappe 9 auf dem Saarland Rundwanderweg erwartete uns. Das reichhaltige Frühstück im Victor’s Seehotel Weingärtner gab uns wieder die nötige Kraft, um unsere heutige Tour unter die Füsse zu nehmen. Bei unseren Vorbereitungen zu dieser Etappe hatten wir bereits bemerkt, dass das vor 40 Jahren erschiene Wanderbüchlein sich nicht mit der Streckenführung der aktuellen Wanderkarte übereintrifft. Wir entschieden uns deshalb bereits im Vorfeld, heute der Wanderkarte zu folgen, da dort wohl die Markierungen besser passen, als bei der beschriebenen Routenführung. Wir zogen also los und querten das Ortschäftchen Bosen der Strasse nach. Wir zweigten in die südwestwärts führende Waldstrasse ein und folgten dieser zu den letzten Häusern am Waldrand hoch. Wir folgten vorerst dem Forststrässchen durch den Lauxwald hinauf, bevor sich dieses zu einem schönen Waldpfad verschmälerte. Wir traten aber schon bald wieder aus dem Wald heraus und wanderten am Waldsaum entlang zum Diegelsberg hoch. Auf dem Schotterweg wanderten wir am Kuhnenkreuz vorbei und erreichten durch die aussichtsreichen Feldgebiete die Peterkapelle auf dem Petersberg. Diese wurde bereits im 13. Jahrhundert als Holzkapelle errichtet und wurde 1539 erstmals urkundlich erwähnt. Eine Interessengemeinschaft fand sich dann 1975 zusammen, um 1982 einen Neubau im romanischen Stil  in die Tat umsetzten. Unser Weg knickte nun in nordöstlicher Richtung weg und wir folgten weiterhin dem Teersträsschen am Zollenberg entlang. Wir traten wieder aus dem Wald heraus und bogen, nachdem wir ein kurzes Stück der Landstrasse gefolgt waren, in einen Feldweg ein. Wir wanderten am kleinem Flugplatz Söttern vorbei und überquerten kurz danach die Autobahn. Unser Weg zog sich weiterhin auf Asphalt durch die Felder hindurch und wir gelangten so zum Ortsrand von Schwarzenbach. Wir querten den Ort durch das ruhige östliche Quartier und zweigten nachdem wir die Bahnlinie überquert hatten in einen Wirtschaftsweg ein. Der Saarland Rundwanderweg führte uns zum Waldrand hin und wir tauchten einige Zeit später in diesen dann auch hinein. Wir befanden uns nun in der nördlichsten Ecke des Saarlandes und wanderten schier endlos und immer bergan zum Ringwall von Otzenhausen hoch. Im Volksmund auch als Hunnenring bezeichnet, ist dies eine mächtige keltische Befestigungsanlage am Hange des Dollbergs. Archäologen datieren die Entstehung der Befestigung ins 5. Jahrhundert vor Christus, welche aber Mitte des 1. Jahrhunderts nach dem Gallischen Krieg jedoch wieder verlassen wurde. Wir überquerten den Hunnenring über die kühne Felsentreppe und verliessen die Anlage an seiner Südspitze. Ziemlich steil und sehr unwegsam siegen wir auf dem schmalen Pfad zu einem Forstweg hinab. Trittsicherheit war hier schon etwas von Vorteil, da die Steine durch das nasse Laub bedeckt waren. Wir überquerten die Landstrasse und zogen über den Waldparkplatz in den Wald hinein. Vorbei am idyllisch im Wald gelegenen Kloppbruchweiher, ging es nun weiter abwärts zur Primstalsperre bei Nonnweiler. Die 1982 fertig erstellte, ein Quadratkilometer grosse Talsperre, fasst ein Wasservolumen von 20 Millionen Kubikmeter und ist somit der grösste Wasserspeicher im Saarland und Rheinland-Pfalz. Der breite Uferweg führte uns zur Dammkrone hin, wo sich nun der Wanderweg hinab ins Primstal wendete. Ein paar Kehren weiter unten trafen wir wieder auf befestigten Weg und folgten diesem durch das Tälchen hinaus. An der Nonnweiler Mühle vorbei erreichten wir schon gleich den Ortsrand von Nonnweiler. Jetzt folgten wir noch ein Stück aufwärts der Landstrasse entlang und hatten schon bald mit der Parkschenke Simon, unser heutiges Etappenziel erreicht. Wunderschöne Wanderung mit 21 Kilometer in 5 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 380 Höhenmeter aufwärts

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13. Nov, 2019

Heute stand Etappe 8 auf dem Saarland Rundwanderweg an und wir schnürten unsere Wanderschuhe nach dem Frühstück wieder, um diese in Angriff nehmen zu können. Wir verliessen das Hotel Le Journal und machten uns auf in Richtung Ortsmitte, wo wir dann die sehenswerte Wendalinus-Basilika erreichten. Diese spätgotische Hallenkirche, welche auch als Wendelsdom bezeichnet wird, stammt aus dem 14. Jahrhundert und beheimatet das Grabmal des Heiligen Wendelin. Wir wanderten der Strasse nach gegen Norden zu und gelangten über die Bahnlinie hinein ins Bliestal. Unser Weg führte vorerst weiterhin der breiten Strasse entlang, bevor wir dann ins verkehrsarme Mühlenweggässchen einzweigen konnten. Wir querten das Flüsschen Blies und folgten dem Schotterweg, der uns dann unter der alten Eisenbahnbrücke hindurch brachte. Gleich dahinter führte uns nun ein Fussweg aufwärts in Richtung des Steinbildhauer-Symposion und der dazugehörigen Strasse der Skulpturen. Dieser Skulpturenweg wurde im Jahre 1971 vom Bildhauer Leo Kornbust initiiert und ist über die Jahre immer wieder erweitert worden. So beheimatet dieser Weg insgesamt 57 Skulpturen von 51 Künstlern aus 12 Ländern und soll unser Begleiter auf unserer heutigen Etappe des Saarland Rundwanderweges sein. Wir erreichten ein Fahrsträsschen, welches uns durch die weiten Felder zum eigentlichen Beginn des Steinbildhauer-Symposion brachte. Wir wurden ab nun immer wieder überrascht von den kunstvoll gestalteten Steinen, welche so harmonisch in die Landschaft eingefügt wurden, dass diese überhaupt nicht stören sollen. Das Natursträsschen führte uns direkt auf den Ort Baltersweiler zu, welchen wir am westlichen Ortrand streiften. Eine Brücke brachte uns über die Bundestrasse und wir wanderten auf schönen Pfade in ein Waldstück hinein. Der Saarland Rundwanderweg wechselte wiederholt vom Wald aufs Feld und es wurde uns dabei immer wieder schöne Ausblicke in das nebelverhangene St. Wendeler Land geboten. Wir zogen an den sehenswerten Skulpturen Wellenstein und Wolkenstein vorüber und näherten uns auf dem asphaltierten Feldwirtschaftsweg der Ortschaft Güdesweiler. Der Wanderweg liess jedoch auch diese Ortschaft zur Linken liegen und wir erreichten die Anhöhe am Waldrand. Wir wendeten uns dort in westliche Richtung und wanderten am Waldfriedhof entlang zur Valentinskapelle mit dem „Guten Brunnen“. Die Kapelle wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom Eremiten Johann Nonninger erbaut. Das Quellwasser aus dem „Guten Brunnen“, welcher sich bei der Kapelle befindet, war im Mittelalter klar und rein und galt als Heilmittel gegen Augenkrankheiten. Der Naturweg führte uns weiter zur Wildfrauhöhle, einer höhlenähnlichen Felsbildung im Walde, welche sich unterhalb des Wegesrand befand. Wir betraten schon bald das ausgewiesene Naturschutzgebiet des Oberthaler Bruchs, welches eine Vielfalt seltener Pflanzen aufweisen soll. Der breite Weg leitete uns durch den Bruch und wir kamen zum kleinen Bachlauf der Nahe, welcher uns bis zur Elzenberger Mühle der Begleiter spielte. Eine Brücke brachte uns über den Bach und wir wanderten auf asphaltierter Strasse geradeaus durch Feldgebiete. Nach der Überquerung der Bundesstrasse, führte uns der Weg direkt auf das Gasthaus Römerhof zu. Eine kleine Rast kam uns nun gerade recht und wir kehrten zu einer Stärkung gerne dort ein. Nachdem wir unsere Batterien wieder aufgeladen hatten, machten wir uns zu unserem Schlussspurt des heutigen Wandertages auf. Wir erreichten kurz darauf das Ufer des Bostalsees, wo sich nun die Seepromenade um den Südzipfel des Sees herum schwang. Wir zogen an der Liebeskanzel, einer vom Bildhauer Leo Kornbrust gestalteten zweisitzigen Steinskulptur, vorüber und erreichten schon gleich den Parkplatz mit den grossen Freizeitanlangen am Bostalsee. Schliesslich wanderten wir am Indoorspielplatz „Bosiland“ vorbei und folgten dem Strässchen die paar letzten Meter bergauf zum Victor‘s Seehotel Weingärtner. Dort beendeten wir unsere heutige Etappe und konnten es uns dort nun wieder gemütlich machen. Wunderschöne Wanderung mit 19.5 Kilometern in 5 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 230 Höhenmeter aufwärts.

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12. Nov, 2019

An unserem zweiten Wandertag im Saarland machten wir uns nun auf, um die Etappe 7 auf dem Saarland Rundwanderweg in Angriff zu nehmen. Nach der äusserst reichhaltigen morgendlichen Stärkung, verliessen wir das Peters Hotel Spa wieder und wanderten zum Ufer des Brückweihers. Der Uferweg führte uns um den Weiher herum und wir wanderten auf der gegenüberliegenden Seite ins stille Felsbachtälchen hinein. Auf schönem Wanderpfaden folgten wir unserem Wege und trafen nach einiger Zeit beim Golfclub Websweilerhofes auf ein Fahrsträsschen. Sanft bergan führte uns die Strasse zunächst am Waldrand entlang und dann durch den Wald zum Sportplatz Höchen hin. Schon bald verliessen wir das Waldgebiet jedoch wieder und wanderten nun etwas steiler bergan auf die Ortschaft Höchen zu. Weiterhin aufwärts durch die Wohnquartier führte uns der Saarland Rundwanderweg durch den Ort hinaus. Wir folgten so der Strasse, welche uns stetig bergan zum Höcherberg auf 518 Meter über Normalnull brachte. Der Höcherbergturm markiert dort den höchsten Punkt der bewaldeten Bergkuppe des Höherberges und gilt als höchste Erhebung im südöstlichen Saarland. Leider konnten wir den Turm nicht besteigen, da die dazugehörende Gaststätte heute erst am späteren Nachmittag seine Pforten öffnete. Der Nebel hätte ohnehin die sonst wohl prächtige Aussicht verhindert und so schlugen wir unseren Weg in westliche Richtung ein. Der Naturweg führte uns um das Sanatorium Münchwies herum und folgten dann dem Wiesenweg und Fahrsträsschen, welches uns hinab ins Lautenbachtal brachte. Dort wurde uns nun eine Wegänderung angezeigt und so folgten wir anstelle des GPS den Markierungen durch das Gehölz. Nachdem wir die Landstrasse gequert hatten führte uns ein Pfad hinab zum sprudelnden Lautenbach. Über eine Brücke wechselten wir die Uferseite und wanderten durch den Wald wiederum in Höhe. Die Waldstrasse brachte uns oberhalb des Lautbaches zurück zu unserem ursprünglich geplanten Weg und zweigten so dort wieder darauf ein. Wir bewegten uns nun auch zugleich auf dem Premiumwanderweg des Mühlenpfades, welcher uns im Wald stets in nördliche Richtung weiterbrachte. Als wir schliesslich wieder aus dem Wald heraustraten, eröffnete sich uns der Blick auf die Ortschaft Fürth im Ostertal. Wir wanderten der Strasse nach hinein in den Ort und zogen an der St. Michael Kirche vorbei in Richtung Ortsmitte. Einen Abstecher zur gemütlichen Mühlenbäckerei Samson liessen wir uns nicht nehmen und liessen uns die Stärkung für unseren Weiterweg schmecken. Wir kehrten wieder zurück auf unseren Fernwanderweg und liessen schon bald die letzten Häuser Fürths hinter uns. Die Strasse ging in ein ausgebauten Feldwirtschaftsweg über und wir erreichten eine aussichtsreiche, wenn auch etwas windige Anhöhe. Auf dem Feldweg wanderten wir dann direkt auf die Bundestrasse zu, welcher wir nun ein Teilstück folgen mussten, bevor diese dann überquert werden konnten. Eine Unterführung brachte uns dann unter der Bahnlinie hindurch und wir erreichten so die dahinterliegende Anhöhe. Der Feldweg führte uns zwischen den zahlreichen Windrädern auf dem Hungerberg vorbei und steuerten danach auf den Wald zu. Der bequeme Forstweg führte uns so durch das schöne Waldgebiet des Naturpark Saar-Hunsrück hindurch. Als wir den Wald verlassen hatten, konnten wir im Tal bereits die Kreisstadt St. Wendel liegen sehen. Wir machten uns nun auf den Abstieg in das Städtchen und und uns eröffnete sich einen wunderbaren Blick auf das Missionshaus St. Wendel. Wie eine Burg ragt, die über 100-jährige Missionshauskirche der Steyeler Missionare, vor der Waldkulisse auf. Das Strässchen führte uns direkt in die ersten Quartiere St. Wendels hinein und wir zogen weiter am Friedhofgelände entlang. Wir erreichten schon bald unser Hotel Le Journal in der Nähe des Zentrums und beendeten dort unsere heutige Etappe. Wunderschöne Wanderung mit 23 Kilometern in 6 Stunden Gehzeit. Insgesamt 510 Höhenmeter aufwärts.

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11. Nov, 2019

Ziemlich genau ein Jahr danach machten wir uns wieder auf, um unsere Fernwanderung auf dem Saarland Rundwanderweg fortzusetzen. Dieses Jahr standen mit Etappe 6 bis 10, für uns weitere hoffentlich schöne und wiederum interessante 5 Wanderungen an. Die Uniklinik Homburg, dort wo wir letztes Jahr unsere Tour beendet hatten, markierte unseren Startpunkt. Heute waren wir sogar mal nicht allein unterwegs. Marco vom YouTube-Kanal „Strauch’s Wanderlust“ (www.strauchs-wanderlust.infoyoutube.com/strauchswanderlust) hatte sich bereits im Vorfeld bei uns gemeldet und wollte uns auf dieser Etappe begleiten. Wir entfernten uns vom Universitätsklinikum des Saarlandes und zogen nach dem letzten Gebäude in den Wald hinein. Das Strässchen ging mittlerweile in ein Naturweg über und stiegen über den Bergmannspfad etwas in die Höhe. Wir querten eine Strasse und wanderten zuerst auf bequemen Waldwegen in der Nähe der Waldbühne vorbei. Wir zweigten kurz darauf in einen schmalen Pfad ein, welcher uns immer durch das schöne Waldgebiet aufwärts zum Hasen-Hübel brachte. Auf dem Naturweg wanderten wir auf der Höhe weiter und überquerten am Fusse des Stumpfen Gipfels die Landstrasse. Der Saarland Rundwanderweg führte uns ab hier teilweise auf einem Waldlehrpfad und wir folgten dem Pfad geradezu auf den Karlsbergweiher zu. Das kleine, mitten im Wald liegende Seelein ist ein wahrlich idyllisches Plätzchen, was uns auch zu einer kleinen Verweilung einlud. Oberhalb des Weihers am Hang fanden wir dann auch die gefasste Karlsbergquelle, zu welcher wir hochgewandert waren. Wir wanderten weiterhin bergan und erreichten so die Ruine der Orangerie des ehemaligen Schlosses auf dem Karlsberg. Vom Schloss Karlsberg, welches Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, sind heute nur noch die Ruinen und Fundamentreste vorhanden. So lassen sich die gewaltigen Ausmasse der einst wohl imposanten und prunkvollen Schlossanlage und deren ausgedehnten Gärten nur noch erahnen. Das Natursträsschen brachte uns über die Anhöhe des Karlsberg hinweg und wanderten danach hinab zu einer Landtrasse. Dieser folgten wir ein kurzes Stück und zweigten wieder in einen schmaleren Pfad ein, welcher uns weiter hinab durch den Wald brachte. Die Zivilisation hatte uns nun wieder, denn wir erreichten die ersten Häuser von Bruchhof, einem Stadtteil Homburgs. So folgten wir der Strasse durch die Quartiere hindurch und überquerten über die Brücke die Bahnlinie. Wir folgten weiterhin auf Hartbelag dem Strassenverlauf zum Waldrand hin. Auf dem dort beginnenden Naturweg näherten wir uns dem sogenannten Königsbruch, einem mit kiefern, Birken und Heidekraut bestanden Flachmoor. Es handelt sich hierbei um ein ausgetrocknetes Moorgebiet, welches sich im Übergang zu einer Heidelandschaft befindet und sich mittlerweile zu einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet gemausert hat. Der Wanderweg führte uns am westlichen Rand des Bruchs entlang und wir kamen so schon bald wieder in den Wald. Auf breiten Forstwegen gelangten wir dann zum ehemaligen und abseits im Wald gelegenen Bahnhof Erbach, wo unser Weg vor der Bahnlinie nach rechts abknickte. Wir wanderten so neben der Bahnlinie der aufgegebenen Glantalbahn immer geradeaus weiter und unterquerten geraume Zeit später die Autobahn.  Eine Brücke brachte uns über das ehemalige Bahntrassee hinüber und wir näherten uns auf dem Wanderpfad den Jägersburger Weihern. Wir traten aus dem Wald heraus und fanden dabei direkt die Bundestrasse vor unseren Füssen. Wir folgten dieser ein kurzes Stück und erreichten das Peters Hotel Spa, wo sich dann auch unser heutiger Übernachtung- und Etappenpunkt befand. Vielen Dank Marco für deine äusserst nette Wanderbegleitung. Schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 160 Höhenmeter aufwärts.

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