6. Nov, 2018

Saarland Rundwanderweg 2: St. Ingbert - Gersheim

Tag 2 unserer Wanderung auf dem Saarland Rundwanderweg stand heute an und wir begaben uns frühzeitig und frisch gestärkt auf unseren langen Wandertag. Wir verliessen das Hotel Sengscheider Hof und waren in ein paar wenigen Schritten bereits am Waldrand, wo wir nun dem Strässchen ein Stück folgen konnten. Wir zweigten schon bald in einen Forstweg ein, welcher uns in weiten Kehren an den Erhebungen des Birken- und Steinkopfes vorbei, stetig nach oben brachte. Wir wollten dort eigentlich einen Abstecher zum gallo-romanischen Götterbild, welches zwei etwa 1 m grosse Figuren zeigt und über 1600 Jahre alt ist. Leider fanden wir dieses Relief nicht, welches uns diese Wald- oder Quellgötter zeigten würden. Zurück auf dem Weg, erreichten wir die Wegspinne, welche von 8 Wander- und Forstwegen gekreuzt wird und folgten dort dem in südlicher Richtung verlaufenden Forstweg. Dieser brachte uns durch den Buchen-Eichenwald hinunter an den Waldrand, wo es nun auf Asphalt weiterging. Wir wanderten an der Dorndorfhütte des Saarwaldvereins vorbei, wo uns der Wanderweg an einem Fischweiher und später entlang des Tiefeltsbachs gen Süden führte. Im kleinen Tälchen überquerten wir den Wieschbach und stiegen dann wieder bergauf zum Kärcherhof. Der Strasse folgend erreichten wir den Saarbrücker Stadtwald, wo wir eine befahrene Landstrasse überquerten, um auf den Wanderweg einzubiegen. Nach dem wir die Anhöhe im Wald erreicht hatten führte uns der Weg nun wieder bergab und traten nach geraumer Zeit aus dem hohen Buchenwald heraus. Vor uns lag nun die Ortschaft Eschringen, mit seiner dominierenden katholischen Kirche St. Laurentius. Quer durch die Ortschaft hindurch, ging es nun zu der alten und sehenswerten Kapelle. Das katholische Bauwerk aus dem Jahre 1706 ist ebenfalls nach dem heiligen Laurentius benannt und beherbergt barocke Steinaltäre und Tonfiguren aus dem frühen 18. Jahrhundert. Wir verliessen die Ortschaft Eschringen auf der Südseite wieder, wo uns der Naturweg sogleich wieder bergan brachte. Wald und Ackerlandschaft des Hartungshof begleiteten uns auf dem geschottertem Kalksteinweg., bevor wir in östlicher Richtung in den Schorrenwald abzweigten. Nachdem wir den Wald wieder verlassen hatten, konnten wir dem Strässchen zur Naturbühne Gräfinthal folgen. Auf dieser Freilichtbühne werden seit den 1930er Jahren in den Sommermonaten Bühnenstücke oder auch die Passion gespielt. Weiterhin auf der Strasse erreichten wir den Wallfahrtsort Gräfinthal mit seinem ehemaligen und ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammenden Welhelmitenkloster. Wir überquerten die Landstrasse und folgten dem Weg durch die Bubenrecherklamm bergauf. Nachdem wir den Buchholz-Wald durchquert hatten, senkte sich nun unser Weg über das Brudermannsfeld hinab in das Örtchen Bebelsheim im Mandelbachtal. Ein kurzes Stück der Bundesstrasse folgend, zweigten wir in der Dorfmitte wieder ab und wanderten aus des dem Ort hinaus. Die letzte Steigung des Tages brachte uns hinauf zum Waldrand, wo wir den Hochwald und somit auch das NSG Südlicher Bliesgau/Auf der Lohe betraten. Ziemlich bald war der Wald durchschritten und traten oberhalb des Lohhofs wieder aus diesem heraus. Der Weg senkte sich nun auf unser Etappenziel in Gersheim zu und wir wanderten am Kalksteinbruch vorbei zu den ersten Häusern des Ortes. Die Strasse führte uns hinunter zur Bliesbrücke, die wir überquerten und wanderten der Landstrasse entlang zum Historischen Bahnhof, wo unsere heutige Etappe dann auch endete. Da die Übernachtungsmöglichkeiten in Gersheim nicht gegeben waren, fuhren wir mit dem Bus nach Herbitzheim, wo wir uns im Hotel Bliesbrück wieder erholen konnten. Lange, aber schöne Wanderung mit 26 Kilometer in 7.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 675Höhenmeter aufwärts.