11. Nov, 2019

Saarland Rundwanderweg 6: Homburg - Jägersburg

Ziemlich genau ein Jahr danach machten wir uns wieder auf, um unsere Fernwanderung auf dem Saarland Rundwanderweg fortzusetzen. Dieses Jahr standen mit Etappe 6 bis 10, für uns weitere hoffentlich schöne und wiederum interessante 5 Wanderungen an. Die Uniklinik Homburg, dort wo wir letztes Jahr unsere Tour beendet hatten, markierte unseren Startpunkt. Heute waren wir sogar mal nicht allein unterwegs. Marco vom YouTube-Kanal „Strauch’s Wanderlust“ (www.strauchs-wanderlust.infoyoutube.com/strauchswanderlust) hatte sich bereits im Vorfeld bei uns gemeldet und wollte uns auf dieser Etappe begleiten. Wir entfernten uns vom Universitätsklinikum des Saarlandes und zogen nach dem letzten Gebäude in den Wald hinein. Das Strässchen ging mittlerweile in ein Naturweg über und stiegen über den Bergmannspfad etwas in die Höhe. Wir querten eine Strasse und wanderten zuerst auf bequemen Waldwegen in der Nähe der Waldbühne vorbei. Wir zweigten kurz darauf in einen schmalen Pfad ein, welcher uns immer durch das schöne Waldgebiet aufwärts zum Hasen-Hübel brachte. Auf dem Naturweg wanderten wir auf der Höhe weiter und überquerten am Fusse des Stumpfen Gipfels die Landstrasse. Der Saarland Rundwanderweg führte uns ab hier teilweise auf einem Waldlehrpfad und wir folgten dem Pfad geradezu auf den Karlsbergweiher zu. Das kleine, mitten im Wald liegende Seelein ist ein wahrlich idyllisches Plätzchen, was uns auch zu einer kleinen Verweilung einlud. Oberhalb des Weihers am Hang fanden wir dann auch die gefasste Karlsbergquelle, zu welcher wir hochgewandert waren. Wir wanderten weiterhin bergan und erreichten so die Ruine der Orangerie des ehemaligen Schlosses auf dem Karlsberg. Vom Schloss Karlsberg, welches Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, sind heute nur noch die Ruinen und Fundamentreste vorhanden. So lassen sich die gewaltigen Ausmasse der einst wohl imposanten und prunkvollen Schlossanlage und deren ausgedehnten Gärten nur noch erahnen. Das Natursträsschen brachte uns über die Anhöhe des Karlsberg hinweg und wanderten danach hinab zu einer Landtrasse. Dieser folgten wir ein kurzes Stück und zweigten wieder in einen schmaleren Pfad ein, welcher uns weiter hinab durch den Wald brachte. Die Zivilisation hatte uns nun wieder, denn wir erreichten die ersten Häuser von Bruchhof, einem Stadtteil Homburgs. So folgten wir der Strasse durch die Quartiere hindurch und überquerten über die Brücke die Bahnlinie. Wir folgten weiterhin auf Hartbelag dem Strassenverlauf zum Waldrand hin. Auf dem dort beginnenden Naturweg näherten wir uns dem sogenannten Königsbruch, einem mit kiefern, Birken und Heidekraut bestanden Flachmoor. Es handelt sich hierbei um ein ausgetrocknetes Moorgebiet, welches sich im Übergang zu einer Heidelandschaft befindet und sich mittlerweile zu einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet gemausert hat. Der Wanderweg führte uns am westlichen Rand des Bruchs entlang und wir kamen so schon bald wieder in den Wald. Auf breiten Forstwegen gelangten wir dann zum ehemaligen und abseits im Wald gelegenen Bahnhof Erbach, wo unser Weg vor der Bahnlinie nach rechts abknickte. Wir wanderten so neben der Bahnlinie der aufgegebenen Glantalbahn immer geradeaus weiter und unterquerten geraume Zeit später die Autobahn.  Eine Brücke brachte uns über das ehemalige Bahntrassee hinüber und wir näherten uns auf dem Wanderpfad den Jägersburger Weihern. Wir traten aus dem Wald heraus und fanden dabei direkt die Bundestrasse vor unseren Füssen. Wir folgten dieser ein kurzes Stück und erreichten das Peters Hotel Spa, wo sich dann auch unser heutiger Übernachtung- und Etappenpunkt befand. Vielen Dank Marco für deine äusserst nette Wanderbegleitung. Schöne Wanderung mit 14.5 Kilometern in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 160 Höhenmeter aufwärts.

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