13. Nov, 2019

Saarland Rundwanderweg 8: St. Wendel – Bostalsee

Heute stand Etappe 8 auf dem Saarland Rundwanderweg an und wir schnürten unsere Wanderschuhe nach dem Frühstück wieder, um diese in Angriff nehmen zu können. Wir verliessen das Hotel Le Journal und machten uns auf in Richtung Ortsmitte, wo wir dann die sehenswerte Wendalinus-Basilika erreichten. Diese spätgotische Hallenkirche, welche auch als Wendelsdom bezeichnet wird, stammt aus dem 14. Jahrhundert und beheimatet das Grabmal des Heiligen Wendelin. Wir wanderten der Strasse nach gegen Norden zu und gelangten über die Bahnlinie hinein ins Bliestal. Unser Weg führte vorerst weiterhin der breiten Strasse entlang, bevor wir dann ins verkehrsarme Mühlenweggässchen einzweigen konnten. Wir querten das Flüsschen Blies und folgten dem Schotterweg, der uns dann unter der alten Eisenbahnbrücke hindurch brachte. Gleich dahinter führte uns nun ein Fussweg aufwärts in Richtung des Steinbildhauer-Symposion und der dazugehörigen Strasse der Skulpturen. Dieser Skulpturenweg wurde im Jahre 1971 vom Bildhauer Leo Kornbust initiiert und ist über die Jahre immer wieder erweitert worden. So beheimatet dieser Weg insgesamt 57 Skulpturen von 51 Künstlern aus 12 Ländern und soll unser Begleiter auf unserer heutigen Etappe des Saarland Rundwanderweges sein. Wir erreichten ein Fahrsträsschen, welches uns durch die weiten Felder zum eigentlichen Beginn des Steinbildhauer-Symposion brachte. Wir wurden ab nun immer wieder überrascht von den kunstvoll gestalteten Steinen, welche so harmonisch in die Landschaft eingefügt wurden, dass diese überhaupt nicht stören sollen. Das Natursträsschen führte uns direkt auf den Ort Baltersweiler zu, welchen wir am westlichen Ortrand streiften. Eine Brücke brachte uns über die Bundestrasse und wir wanderten auf schönen Pfade in ein Waldstück hinein. Der Saarland Rundwanderweg wechselte wiederholt vom Wald aufs Feld und es wurde uns dabei immer wieder schöne Ausblicke in das nebelverhangene St. Wendeler Land geboten. Wir zogen an den sehenswerten Skulpturen Wellenstein und Wolkenstein vorüber und näherten uns auf dem asphaltierten Feldwirtschaftsweg der Ortschaft Güdesweiler. Der Wanderweg liess jedoch auch diese Ortschaft zur Linken liegen und wir erreichten die Anhöhe am Waldrand. Wir wendeten uns dort in westliche Richtung und wanderten am Waldfriedhof entlang zur Valentinskapelle mit dem „Guten Brunnen“. Die Kapelle wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom Eremiten Johann Nonninger erbaut. Das Quellwasser aus dem „Guten Brunnen“, welcher sich bei der Kapelle befindet, war im Mittelalter klar und rein und galt als Heilmittel gegen Augenkrankheiten. Der Naturweg führte uns weiter zur Wildfrauhöhle, einer höhlenähnlichen Felsbildung im Walde, welche sich unterhalb des Wegesrand befand. Wir betraten schon bald das ausgewiesene Naturschutzgebiet des Oberthaler Bruchs, welches eine Vielfalt seltener Pflanzen aufweisen soll. Der breite Weg leitete uns durch den Bruch und wir kamen zum kleinen Bachlauf der Nahe, welcher uns bis zur Elzenberger Mühle der Begleiter spielte. Eine Brücke brachte uns über den Bach und wir wanderten auf asphaltierter Strasse geradeaus durch Feldgebiete. Nach der Überquerung der Bundesstrasse, führte uns der Weg direkt auf das Gasthaus Römerhof zu. Eine kleine Rast kam uns nun gerade recht und wir kehrten zu einer Stärkung gerne dort ein. Nachdem wir unsere Batterien wieder aufgeladen hatten, machten wir uns zu unserem Schlussspurt des heutigen Wandertages auf. Wir erreichten kurz darauf das Ufer des Bostalsees, wo sich nun die Seepromenade um den Südzipfel des Sees herum schwang. Wir zogen an der Liebeskanzel, einer vom Bildhauer Leo Kornbrust gestalteten zweisitzigen Steinskulptur, vorüber und erreichten schon gleich den Parkplatz mit den grossen Freizeitanlangen am Bostalsee. Schliesslich wanderten wir am Indoorspielplatz „Bosiland“ vorbei und folgten dem Strässchen die paar letzten Meter bergauf zum Victor‘s Seehotel Weingärtner. Dort beendeten wir unsere heutige Etappe und konnten es uns dort nun wieder gemütlich machen. Wunderschöne Wanderung mit 19.5 Kilometern in 5 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 230 Höhenmeter aufwärts.

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